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Das Wunder von Thun ist perfekt: Der Aufsteiger ist Meister der Brack Super League

Was zu Beginn der Saison noch nach einem glücklichen Auftakt aussah, entwickelte sich rasch zu einem ernstzunehmenden Titelkandidaten – und mündete schliesslich in pure Dominanz. Nun ist die Sensation perfekt: Der FC Thun ist Schweizer Meister 2025/26.

03.05.2026, 15.53 Uhr: Der FC Thun ist Schweizer Meister, 366 Tage nach dem Aufstieg in die Brack Super League. Der FC St. Gallen unterliegt Sion mit 0:3 und kann es somit nicht mehr schaffen, die Thuner einzuholen. Im Berner Oberland können die wohlverdienten Feierlichkeiten nun, drei Spieltage vor Saisonende, beginnen. Das Wunder ist vollbracht. Der Aufsteiger gewinnt zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte die Brack Super League und schreibt Schweizer Fussballgeschichte.

Wenn man die Saison Revue passieren lässt, wirkt vieles fast unglaublich. Wer hätte zu Saisonbeginn gedacht, dass der FC Thun nicht nur mithalten, sondern die Liga gleich dominieren würde? Mit einer Mischung aus Leidenschaft, taktischer Disziplin und einem unerschütterlichen Teamgeist haben die Berner Oberländer sämtliche Erwartungen übertroffen und das geschafft, was zuvor nur einem Schweizer Team gelungen ist. 

Statistik spricht Bände 

Die Statistiken der Swiss Football League zeigen eindrücklich, wie sehr Lustrinellis Mannschaft die Liga dominierte. Mit aktuell 74 Punkten schienen sie vor ein paar Spielen sogar noch am Punkterekord der Liga zu kratzen. Der Aufsteiger hat also nicht nur den Titel geholt, sondern dies auch mit einem beachtlichen Punktestand getan. Die BSC Young Boys halten den Rekord aber weiterhin mit 91 Punkten pro Saison, den können die Thuner nicht mehr knacken. Auch in anderen Statistiken sind die Berner Oberländer überlegen: Sie haben unter anderem die meisten Tore geschossen, die meisten Ballberührungen im gegnerischen Strafraum verzeichnet (mit Abstand!), die meisten Eckbälle getreten und die meisten Schüsse aufs Tor abgegeben. Sie waren ihren Kontrahenten in fast allen Belangen überlegen. 

Die Welt schaut nach Thun 

Spätestens zu Beginn des Jahres wurde auch das Ausland auf die potenzielle Thuner Erfolgsgeschichte aufmerksam. Auf TikTok und Instagram kursierten Videos, die Thuns Traumsaison in aller Welt verbreiteten. Selbst die New York Times soll bei der Medienstelle des FC Thun angeklopft haben. Nun, da Thun offiziell Meister ist, dürfte die Stadt an der Aare erneut ins Zentrum internationalen Interesses rücken. 

Instagram Reel zentriert

Ein Schweizer Fussballmärchen 

Zugegeben: Dass der Coup wirklich gelingt, hätte ich nicht gedacht, als ich im September 2025 den Beitrag zum gelungenen Saisonauftakt des FC Thun mit folgenden Zeilen beendete: «Es bleibt auf jeden Fall spannend und wir hoffen, dass der FC Thun seine Fans weiterhin zu begeistern weiss. Und wieso denn nicht von einem Schweizer Fussballmärchen träumen?» Und auch als ich im November die Ehre hatte, mit Ethan Meichtry zu sprechen, und ihm alles Gute für den Rest der Saison wünschte, hatte ich noch nicht damit gerechnet, dass es so gut laufen würde. Nun, ein paar Monate später, hat mich die Fussballromantik eines Besseren belehrt – und ich nehme es ihr nicht übel. 

Mbappé und Haaland bald im Berner Oberland? 

Theoretisch möglich. Der nächste grosse Traum des FC Thun dürfte die Champions League sein.  

Die Stockhorn-Arena fällt in die UEFA-Kategorie 4 und wäre somit für die Champions League zugelassen. Zumindest die Qualifikationsspiele können somit im Berner Oberland stattfinden. Und wenn sie sich qualifizieren, dann entscheidet das Los darüber, welche Stars Berner Alpenluft schnuppern dürfen. Real Madrid in der Stockhorn-Arena? Durchaus vorstellbar. Besonders für die Spieler wären auch die Auswärtsspiele reizvoll: Ethan Meichtry würde sich jedenfalls darüber freuen, im Camp Nou auflaufen und gegen seinen «Kindheitsclub» spielen zu dürfen. 

In der Champions League wäre der FC Thun übrigens nicht ganz unbekannt. In der Saison 2005/06 haben sie eine Gruppenphase bestritten, damals noch mit Trainer Lustrinelli und Präsident Andres Gerber auf dem Feld. Ob sich diese Geschichte nun um ein Kapitel erweitert? 

Der erste Sieger der Brack Super League – Herzliche Gratulation 

Ein historischer Triumph, der noch lange nachhallen wird: Wir gratulieren dem FC Thun von ganzem Herzen zu diesem spektakulären Erfolg und freuen uns auf weitere Brack Super League-Momente in der Stockhorn-Arena.

Marius Bachmann

Marketing Manager Editorial Content

Mein erstes Wort war "Ball" – und auch heute noch dreht sich in meinem Leben fast alles um Fussball. Wenn ich nicht gerade selbst auf dem Rasen stehe, schreibe ich hier über die neuesten Entwicklungen im Schweizer und internationalen Fussball und teile meine Gedanken rund um die Brack Super League. Doch meine Leidenschaft für das Schreiben geht darüber hinaus. Ob Sport, Gesellschaft oder Kultur – ich schreibe, weil Sprache für mich mehr ist als Mittel zum Zweck: Sie ist Werkzeug, Spielplatz und Zuhause zugleich.

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