
Brack Super League-Spieler im Fokus: Dereck Moncada, FC Lugano
Diesen Sommer wechselte Dereck Moncada zum FC Lugano. Die Tessiner sollen für den honduranischen Flügelspieler rund drei Millionen Franken bezahlt und damit den teuersten Transfer der Vereinsgeschichte getätigt haben. Nun sorgt das Toptalent bereits in seinen ersten Einsätzen für Aufsehen.
Drei Tore in acht Einsätzen
Dereck Alessandro Moncada Arguijo ist noch keine 19 Jahre alt, hat aber bereits einen bleibenden Eindruck in der Brack Super League hinterlassen. In seinen ersten Ligaeinsätzen für den FC Lugano erzielte der 18-Jährige drei Tore. Damit steht Moncada aktuell bereits bei gleich vielen Treffern wie die beiden Routiniers Renato Steffen und Kevin Behrens zusammen.
Seine ersten Auftritte zeigen, warum die Tessiner grosses Vertrauen in den jungen Honduraner setzen. Moncada bringt eine Kombination mit, die im modernen Fussball besonders gefragt ist: Tempo, Technik und körperliche Stärke. Als Stürmer und über den rechten Flügel sucht er immer wieder das direkte Duell, geht ins Dribbling und zieht mit viel Zug Richtung Tor.
Auch körperlich ist Moncada für sein Alter bereits bemerkenswert robust. Im Zweikampf lässt er Gegenspieler immer wieder regelrecht an sich abprallen. Dazu kommt ein kräftiger Abschluss. Dass er diesen nicht nur in der heimischen Liga besitzt, zeigte er unter anderem bereits auf internationaler Bühne gegen Maccabi Tel Aviv.
Von Honduras über Bogotá ins Tessin
Moncada wurde in Talanga, Honduras, geboren und beim Club Deportivo Olimpia ausgebildet. Dort gab er im Alter von 16 Jahren sein Profidebüt und wurde früh zum Stammspieler. Für Olimpia kam er anschliessend auf mehr als 40 Einsätze und erzielte sieben Tore. Der junge Angreifer machte schnell auf sich aufmerksam. Anfang 2026 folgte der Wechsel nach Kolumbien zu Internacional de Bogotá. Dort gelangen ihm im ersten Halbjahr fünf Tore und zwei Assists. Im November 2025 debütierte er für die honduranische A-Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation.
Der Wechsel zum FC Lugano markierte den nächsten grossen Schritt in seiner noch jungen Karriere. In Lugano trägt der 18-Jährige die Rückennummer 30 und soll langfristig eine wichtige Rolle übernehmen. Sein Vertrag läuft bis 2031.
Fussball liegt in der Familie
Dass Moncada schon früh seinen Weg in den Profifussball gefunden hat, dürfte auch mit seiner Familie zu tun haben. Sein Vater ist Maynor Figueroa – ehemaliger Kapitän der honduranischen Nationalmannschaft und mit 181 Länderspielen Rekordnationalspieler. Figueroa spielte unter anderem in der Premier League bei Wigan Athletic und Hull City.
Moncadas Halbbrüder sind ebenfalls Fussballer: Keyrol Figueroa spielt im Nachwuchs von Liverpool und ist derzeit an Port Vale ausgeliehen. Auch er debütierte bereits für die honduranische A-Nationalmannschaft. Dessen kleiner Bruder Keyvan spielt derweil in der Jugend des FC Burnley und lief bereits für die US-amerikanische U15-Nationalmannschaft auf. Und damit nicht genug: Sein Grossvater Mario Moncada war in Honduras als Schiedsrichter tätig. Fussball ist in der Familie also gleich auf mehreren Ebenen vertreten.
Ein Transfer mit Ansage
Dass Lugano bereit war, für ein gerade einmal 18-jähriges Talent tief in die Tasche zu greifen, unterstreicht die Erwartungen. Berichten zufolge soll die Ablösesumme bei rund drei Millionen Franken gelegen haben. Damit wäre Moncada der teuerste Transfer in der Vereinsgeschichte des FC Lugano. Für einen Spieler, der erst seine ersten Schritte im europäischen Profifussball macht, ist das eine beträchtliche Summe. Gleichzeitig zeigt der Transfer, welches Potenzial die Verantwortlichen in ihm sehen.
Auch Moncada selbst hat grosse Ziele. Wie sein Vater möchte auch er eines Tages in der englischen Premier League spielen.
Taktik statt Strassenfussball
Der Schritt nach Europa bringt für Moncada auch eine Umstellung mit sich. In der Schweiz wird deutlich taktischer gespielt als in Honduras und Kolumbien. Laufwege, Pressing, defensive Aufgaben und das Verhalten gegen den Ball verlangen vom jungen Angreifer eine schnelle Anpassung.
Gerade deshalb ist seine Entwicklung in den kommenden Monaten besonders spannend. Die Fähigkeiten für spektakuläre Momente bringt er bereits mit. Nun muss Moncada lernen, diese regelmässig auf höchstem Niveau abzurufen und gleichzeitig die taktischen Anforderungen des europäischen Fussballs umzusetzen.
Die Zukunft des FC Lugano?
Mit Renato Steffen und weiteren erfahrenen Offensivspielern verfügt Lugano aktuell über viel Routine. Steffen ist 34 Jahre alt, Kevin Behrens 35. Früher oder später wird sich die Frage nach deren Nachfolge stellen. Moncada hat bereits unter Beweis gestellt, dass er das Potenzial hat, ein würdiger Nachfolger zu sein.
Mit seinen gerade einmal 18 Jahren gehört er zu den jüngsten Spielern im Kader – und gleichzeitig zu denjenigen mit dem grössten Entwicklungspotenzial. Sollte er seine Technik, Geschwindigkeit und körperliche Stärke mit der nötigen taktischen Reife verbinden, könnte er in Zukunft zu einem wichtigen Bestandteil der Lugano-Offensive werden. Und vielleicht führt ihn sein Weg schliesslich tatsächlich in die Premier League.
Moncada sorgt schon jetzt für Aufsehen
Der 18-Jährige ist bereits jetzt einer der spannendsten jungen Spieler der Brack Super League. Doch hat Dereck Moncada das Potenzial, sich beim FC Lugano langfristig durchzusetzen – und vielleicht eines Tages den Sprung in die Premier League zu schaffen? Was meint ihr? Schreibt es uns in die Kommentare.
Alle Bilder in diesem Beitrag: Freshfocus/SFL
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Mein erstes Wort war "Ball" – und auch heute noch dreht sich in meinem Leben fast alles um Fussball. Wenn ich nicht gerade selbst auf dem Rasen stehe, schreibe ich hier über die neuesten Entwicklungen im Schweizer und internationalen Fussball und teile meine Gedanken rund um die Brack Super League. Doch meine Leidenschaft für das Schreiben geht darüber hinaus. Ob Sport, Gesellschaft oder Kultur – ich schreibe, weil Sprache für mich mehr ist als Mittel zum Zweck: Sie ist Werkzeug, Spielplatz und Zuhause zugleich.
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