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Brack Super League-Spieler im Fokus: Liridon Berisha, FC Vaduz

Liridon Berisha hat einen Weg hinter sich, wie man ihn im Profifussball selten sieht. Master in Jus, 228 Spiele Zweitklassigkeit und mit 28 endlich das Debüt in der Brack Super League. Und das gleich mit einem Abstecher ins Tor.

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Debüt zwischen den Pfosten

Ein Super-League-Debüt vergisst man nicht. Bei Berisha dürfte das besonders gelten. Im ersten Saisonspiel gegen den FC Lugano fliegt Vaduz-Torhüter Schaffran in der 82. Minute vom Platz. Berisha zieht sich die Handschuhe über und stellt sich selbst in den Kasten, weil Trainer Schneider das Wechselkontingent bereits ausgeschöpft hat. Parieren muss er zwar keinen Schuss, doch er hält «seinen» Kasten sauber. Ein Einstand, der zu jemandem passt, der mehr als einen Pfeil im Köcher hat.

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Zieht zur Not auch die Handschuhe an: Berisha hilft bei seinem Brack Super League-Debut im Tor aus.

Kein Platz in Zürich

Ausgebildet wurde Berisha, Sohn kosovarischer Einwanderer, beim FC Bülach und später beim FC Zürich. In der Jugend und in der U21 spielte er beim FCZ an der Seite von Lindrit Kamberi. Doch während Kamberi den Sprung in die erste Mannschaft schaffte und sie heute als Captain anführt, sah die Zürcher Führungsriege in Berisha kein Brack Super League-Potenzial. So verliess er den FCZ und schloss sich dem FC Seefeld in der 1. Liga an. Nebenbei arbeitete er bei Ex Libris. Von Büchern umgeben war er dort allerdings nicht zum letzten Mal.

Gesetzbücher studieren statt Party auf Ibiza

Parallel zum Amateur-Fussball begann Berisha ein Jus-Studium. Sein Fokus lag nun auf dem akademischen Weg. Als Ludovic Magnin, sein ehemaliger U18-Trainer beim FCZ, dort die U21 übernahm, holte er Berisha zurück. Als er später zum SC Kriens in die Challenge League wechselte, blieb er an der Uni dran. Es folgte der Wechsel zu Neuchâtel Xamax, wo er die Captainbinde trug. Zwei Jahre danach überzeugte ihn das Aufstiegsprojekt des FC Vaduz.

Ab da pendelte Berisha täglich zwischen Zürich und dem Städtle. Hörsaal am einen Ende, Trainingsplatz am anderen. Während sich seine Teamkollegen nach der Saison in die Ferien verabschiedeten, sass er über den Büchern. Prüfungen statt Party und Strand.

228 Spiele bis zum Ziel

Der Aufwand hat sich gelohnt. Mit Vaduz gelang in der Saison 2025/26 der Aufstieg, und Berisha hat nach 228 Partien in der Challenge League Schweizer Spitzenniveau erreicht. Als unumstrittener Stammspieler und mit einem Masterabschluss in der Tasche.

Zweigleisig träumen

Mit 28 Jahren ist Berisha kein Shootingstar mehr, der sich für den grossen Transfer empfiehlt. Aber genau das macht seinen Weg so besonders. Er hat die Brack Super League nicht im Eiltempo erreicht, sondern Schritt für Schritt. Dabei ist er nie stehen geblieben, weder auf dem Platz noch im Hörsaal.

Seine Geschichte ist mehr als eine nette Anekdote. Sie handelt von Durchhaltewillen, von einem durchdachten Plan B und von der Frage, wie lange man an einem Traum festhält, wenn andere nicht mehr daran glauben. 

Gewinnspiel

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Marius Bachmann

Marketing Manager Editorial Content

Mein erstes Wort war "Ball" – und auch heute noch dreht sich in meinem Leben fast alles um Fussball. Wenn ich nicht gerade selbst auf dem Rasen stehe, schreibe ich hier über die neuesten Entwicklungen im Schweizer und internationalen Fussball und teile meine Gedanken rund um die Brack Super League. Doch meine Leidenschaft für das Schreiben geht darüber hinaus. Ob Sport, Gesellschaft oder Kultur – ich schreibe, weil Sprache für mich mehr ist als Mittel zum Zweck: Sie ist Werkzeug, Spielplatz und Zuhause zugleich.

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