
Willkommen in der Brack Super League, FC Vaduz!
Nachdem der FC Vaduz am Montagabend dem FC Aarau zum dritten Mal in dieser Saison unterlag, schafften sie nun doch noch den direkten Aufstieg. Die Liechtensteiner gewinnen die Challenge League und kehren in die Brack Super League zurück.
Bis zum letzten Spieltag blieb es an der Tabellenspitze der zweithöchsten Schweizer Liga spannend. Eine Runde vor Schluss setzte sich der FC Aarau in letzter Minute gegen die Vaduzer durch und erklomm somit die Tabellenspitze. Doch weil den Aarauern gegen Yverdon-Sport nur ein 2:2 gelang und die Liechtensteiner mit 1:3 gegen den FC Wil siegten, steht der FC Vaduz zum Saisonschluss wieder an der Spitze. Somit ist er nach fünf Jahren Abstinenz wieder zurück im Schweizer Oberhaus – zum vierten Mal in der Klubgeschichte. Der FC Aarau hat über die Barrage (18. und 21. Mai) gegen den Grasshopper Club Zürich weiterhin die Chance auf die Rückkehr in die Brack Super League.
Schafft der FC Vaduz den Klassenerhalt?
Nachdem der FC Thun als Aufsteiger und vermeintlicher Abstiegskandidat Nummer eins den Schweizer Meistertitel geholt hat, traut man sich kaum noch, Prognosen abzugeben. Und dennoch: An ein weiteres Fussballmärchen, in dem ein rot-weisser Aussenseiter den Meisterpokal holt, daran glaube ich nicht.
Ein Blick in die Vergangenheit spricht eine klare Sprache. Der FC Vaduz ist nach Aufstiegen bereits zweimal direkt wieder abgestiegen (2008/09, 2020/21). Nur nach dem Aufstieg 2013/14 gelang es dem Klub, sich drei Saisons im Oberhaus zu halten – bevor er in der dritten als Letzter wieder zurück in die Challenge League musste. Die beste Platzierung erreichten die Liechtensteiner in der Saison 2014/15 mit Rang 8. Dazu kommen begrenzte Ressourcen: Laut Sky soll mit einem «Mini-Budget» von sechs Millionen geplant werden – die Thuner hatten ihren Coup allerdings nicht mit mehr Mitteln geschafft.
Ausländischer Club in der Schweizer Liga
Es war eine historische Kuriostität, als mit dem FC Vaduz 2008 zum ersten Mal ein ausländischer Verein in der höchsten Schweizer Liga spielte. Das kommt daher, dass das kleine Liechtenstein mit rund 40'000 Einwohnern keine eigene nationale Liga hat, sondern der Schweizer Liga angegliedert ist. (In Liechtenstein gibt es lediglich sieben Fussballclubs, wobei Vaduz als einziger eine Profi-Mannschaft hat.) Dies ist zwar speziell, aber keineswegs einzigartig: AS Monaco spielt in der französischen Ligue 1, kanadische Klubs wie Toronto FC oder CF Montréal sind Teil der amerikanischen MLS, und walisische Vereine wie Cardiff City oder Swansea City spielen traditionell im englischen Ligasystem – obwohl Wales seit 1992 eine eigene nationale Liga hat. Mit dem Aufstieg der Vaduzer ist nun auch in der Schweiz wieder ein ausländischer Club Teil der Liga.
Konstanz über Direktbegegnungen
Die Vaduzer spielten eine ausserordentlich konstante Saison in der Challenge League. Trainer Marc Schneider formte ein Team, das von Beginn an zur Spitzengruppe gehörte und sich über die gesamte Saison hinweg im Titelrennen behauptete. Torjäger wie Mosberger und Schwizer sorgten für die Tore – während Lang und Torhüter Schaffran hinten den Laden dichthielten. Mit den wenigsten Gegentoren konnten sich die Liechtensteiner schlussendlich behaupten, ohne je mehr als ein Spiel in Folge zu verlieren.
Härtester Rivale war der FC Aarau – gegen ihn verlor man drei von vier Spielen und gewann eines. Zusammen lieferten sie sich ein Kopf an Kopf Rennen, das bis zum letzten Spieltag spannend blieb. Trotz der schlechteren Gesamtbilanz bei den Direktduellen setzte sich der FC Vaduz auf Grund ihrer Konstanz schlussendlich durch und sicherte sich den direkten Aufstieg.
Viel Erfolg in der Brack Super League
Wir gratulieren dem FC Vaduz herzlich zum Aufstieg in die Brack Super League und drücken bereits jetzt die Daumen für die kommende Saison. Wir können es kaum erwarten, prickelnde Partien im Rheinpark Stadion mitzuerleben.
Quelle Titelbild: DALL·E via ChatGPT (KI-generiert)
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Mein erstes Wort war "Ball" – und auch heute noch dreht sich in meinem Leben fast alles um Fussball. Wenn ich nicht gerade selbst auf dem Rasen stehe, schreibe ich hier über die neuesten Entwicklungen im Schweizer und internationalen Fussball und teile meine Gedanken rund um die Brack Super League. Doch meine Leidenschaft für das Schreiben geht darüber hinaus. Ob Sport, Gesellschaft oder Kultur – ich schreibe, weil Sprache für mich mehr ist als Mittel zum Zweck: Sie ist Werkzeug, Spielplatz und Zuhause zugleich.
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