
Trockenes Haar? Das kannst du tun
Der Blick in den Spiegel um 6 Uhr früh reicht für einen tiefen Seufzer. Das Haar ist trocken, gekräuselt, ungezähmt. Der Griff zur Bürste scheint selbstverständlich. Aber du, ja, du weisst, dass auch das seinen Preis hat. Schliesslich ist es doch so: Nicht alle Haartypen lassen sich über einen Kamm scheren.
Trockenes Haar hat in der Regel zwei Hintergründe: Entweder produziert die Kopfhaut zu wenig Talg, oder die Schuppenschicht des Haares ist beschädigt – oder aber beides. Die Ursachen dafür können vielfältig sein. So gibt es Haarstrukturen, die von Natur aus anfälliger dafür sind, genauso wie es Gewohnheiten und Einflüsse gibt, die dieses Problem zusätzlich fördern. Das Ergebnis sind strohige Haare und Frizz.
Wenn du die Ursache kennst, kannst du die Sache direkt an der (Haar-)Wurzel anpacken. Meistens aber ist es so, dass es, nun, schwierig ist, den Finger darauf zu legen. Liegt es vielleicht an einem bestimmten Produkt? Oder an einer Routine? Oder vielleicht sogar daran, dass du vielmehr etwas nicht tust, das du hättest tun sollen?
Sehen wir uns mal an, was du dagegen unternehmen könntest. Dieser Blogbeitrag gibt dir alles Wissen an die Hand (oder eher ans Haar), das ich als Leidensgenossin dazu sammeln konnte.
Kleine Gewohnheiten machen einen Unterschied
Es gibt unzählige Gewohnheiten, die deinen Haaren dabei helfen können, gesünder zu sein. Die wirksamsten für trockenes Haar wären:
- Wasche deine Haare nicht zu oft. Tägliches Waschen kann die natürlichen Öle der Kopfhaut entfernen und das Haar zusätzlich austrocknen.
- Verwende bei jeder Haarwäsche einen Conditioner. Er hilft dabei, die Schuppenschicht zu glätten und Feuchtigkeit im Haar zu halten.
- Nutze einmal pro Woche eine Haarmaske. Besonders bei stark strapaziertem oder lockigem Haar kann sie helfen, den Feuchtigkeitsverlust auszugleichen.
- Wasche deine Haare mit lauwarmem statt heissem Wasser. Hohe Temperaturen können die schützenden Fette von Haar und Kopfhaut lösen. Dusche anschliessend kalt ab.
- Reibe deine Haare nicht trocken. Drücke sie lieber vorsichtig aus und tupfe sie mit einem spürbar weichen Handtuch oder einem Baumwoll-T-Shirt trocken.
- Verwende vor Hitzestyling immer einen Hitzeschutz. Glätteisen und Lockenstäbe können die Haarstruktur dauerhaft schädigen. Vermeide zudem unnötige Hitze beim Föhnen. Am besten lässt du deine Haare an der Luft trocknen.
- Nutze Haaröl in den Spitzen. Wenige Tropfen genügen. Es ersetzt zwar keine Feuchtigkeitspflege, kann aber dabei helfen, Feuchtigkeitsverlust zu reduzieren und Frizz zu bändigen.
- Lass Spliss regelmässig schneiden. Beschädigte Spitzen regenerieren sich nicht von selbst.
- Gehe umsichtig mit nassen Haaren um. Schlafe nicht mit nassen Haaren und benutze nur einen grobzinkigen Kamm, um sie zu kämmen. Nasses Haar ist besonders empfindlich.
- Schütze dein Haar vor schädlichen Umwelteinflüssen. UV-Strahlung kann die Haaroberfläche schädigen und austrocknen. Auch Chlor- und Salzwasser können Feuchtigkeit entziehen.
Augen auf bei der Produktwahl
Hinterfrage die Produkte, die du bereits benutzt. Sind sie auf trockenes Haar ausgelegt? Spenden sie Feuchtigkeit? Lindern sie Frizz? Geht es deinem Haar vielleicht sogar besser, wenn du weniger Produkte benutzt, oder ein bestimmtes Produkt weglässt?
Möchtest du neue Produkte ausprobieren, so achte unbedingt darauf, dass sie auf deinen Haartyp ausgelegt sind und dein Haar mit Feuchtigkeit versorgen. Es gibt tatsächlich sehr viele Marken, die feuchtigkeitsspendende Produkte für trockenes Haar anbieten. Und wenn dir eine regelmässige, konsequente Haarpflegeroutine – bestehend aus Shampoo, Conditioner, Haarmaske und Haaröl, bei Bedarf auch Serum und Leave-In-Kur – fehlt, dann könnte genau das den ausschlaggebenden Unterschied machen.
Bedenke bitte: Manche Produkte zeigen ihre Wirkung erst mit regelmässiger Anwendung, andere hingegen können zu Beginn einen guten Eindruck hinterlassen, sich mit der Zeit aber als ungeeignet herausstellen. Zudem ist auch die Kombination der Produkte entscheidend – einige Produkte wirken alleinstehend gut, in einer Haarpflegeroutine mit anderen Produkten aber ist das Ergebnis dürftig.
Professional-Produkte können wirksamer sein
Produkte von bewährten Professional-Marken zeigen oft mehr Wirkung; was nicht sonderlich verwunderlich ist, zumal viele von ihnen in Salons zum Zug kommen.
Bei diesen ist es mindestens genauso wichtig, gute Recherche zu betreiben, ehe du ein Produkt ausprobierst. Die Inhaltsstoffe sind oft hochwertiger, ihre Konzentration meist höher, doch der Griff in die Taschen umso tiefer. Andererseits wird dieser teilweise dadurch kompensiert, dass du pro Anwendung nicht viel Produkt benötigst.
Hausmittel als Alternative
Wer nicht direkt zu industriell hergestellten Haarpflegeprodukten greifen möchte, findet auch einige Hausmittel, die trockenem Haar helfen können. Nach heutigem Stand gilt:
- Kokosöl kann in den Haarschaft eindringen, den Proteinverlust verringern und die Haaroberfläche geschmeidiger wirken lassen. Dadurch fühlen sich trockene Haare oft weicher an und neigen weniger zu Frizz. Da nicht jedes Haar gleich darauf reagiert, solltest du zunächst nur eine kleine Menge ausprobieren. Besonders feines oder wenig poröses Haar kann durch Kokosöl beschwert wirken.
- Olivenöl kann die Haaroberfläche glätten und dabei helfen, Feuchtigkeitsverlust zu reduzieren. Es eignet sich vor allem für kräftiges, trockenes oder stark strapaziertes Haar.
- Jojobaöl bildet eine leichte Schutzschicht um das Haar und kann helfen, Feuchtigkeit besser im Haar zu halten, ohne es so stark zu beschweren wie manche anderen Öle.
- Wichtig zu wissen: Öle spenden dem Haar nicht direkt Feuchtigkeit. Stattdessen helfen sie dabei, bereits vorhandene Feuchtigkeit im Haar einzuschliessen und die Reibung zwischen den Haarfasern zu verringern. Dadurch wirken die Haare oft glatter.
Hausmittel können eine sinnvolle Ergänzung zur Haarpflege sein, ersetzen aber keine konsequente Pflegeroutine. Wer unter dauerhaft sehr trockenem, brüchigem oder plötzlich verändertem Haar leidet, sollte die Ursache genauer abklären lassen. Denn manchmal steckt mehr dahinter als nur die falsche Pflege – etwa hormonelle Veränderungen, Nährstoffmängel oder andere gesundheitliche Faktoren.
Ansonsten kommst du leider nicht drum herum, mit Haut und Haar nach der richtigen Pflege zu suchen. Allenfalls kannst du auch den Rat eines Coiffeurs oder einer Coiffeuse hinzuziehen; sie finden dann schon das entscheidende Haar in der Suppe.
Quelle Titelbild: Adobe Stock | 130220415
Marketing Manager Editorial Content
Wenn ich mal nicht gerade damit beschäftigt bin, meiner literarisch-kreativen Ader freien Lauf zu lassen, stecke ich höchstwahrscheinlich in einem Netflix-Marathon fest («Nur noch eine Folge!»), unterhalte ich mich angeregt über die verschiedensten Themen, lese ein gutes Buch oder fordere mich selbst mit einem neuen Hobby heraus. Meine Wissbegierde kennt keine Grenzen, und hier habe ich die Möglichkeit, sie auszuleben und mit anderen zu teilen.
Alle Beiträge der Autorin anzeigenAlle Beiträge zum Thema

Ein Parfüm kaufen, ohne es zu riechen? So geht's
Manchmal haben wir weder Zeit noch Lust, uns im Warenhaus durch unzählige Parfüms zu schnuppern. Viel bequemer ist es, online zu bestellen. Doch kann man einen Duft auswählen, ohne vorher daran zu riechen?
16.09.2026
Mehr lesen
Trockene Haut? Diese Fehler machen fast alle
Kaum wird es draussen kühler, beginnt sie wieder: die Saison der spannenden Wangen, schuppigen Schienbeine und Hände, die ständig nach Handcreme verlangen. Doch nicht nur das Wetter ist schuld. Einige unserer liebsten Alltagsgewohnheiten machen es trockener Haut erstaunlich leicht.
14.09.2026
Mehr lesen
Wellness zu Hause: So wird dein Badezimmer zum Spa
Für einen Wellnessabend brauchst du weder ein Fünf-Sterne-Hotel noch einen flauschigen Bademantel mit eingesticktem Logo. Ein paar Kerzen, deine liebste Pflege und etwas Zeit reichen schon. Willkommen im exklusivsten Spa der Stadt: deinem Badezimmer.
14.09.2026
Mehr lesen
Mein kurzer Ausflug in die Welt der Blush Blindness
Früher besass ich genau einen Blush. Ich benutzte ihn selten und wenn, dann so vorsichtig, als müsste ich mit jedem Pinselstrich persönlich bei meiner Foundation um Erlaubnis fragen. Dann kam TikTok.
14.09.2026
Mehr lesen
Dermokosmetik: Beauty im Laborkittel statt Glitzer?
Früher musste Hautpflege gut riechen. Heute soll sie vor allem funktionieren. Statt Goldtiegeln und blumigen Werbeversprechen stehen plötzlich schlichte Tuben mit Inhaltsstoffen im Regal, die eher nach Chemieunterricht als nach Beauty klingen. Doch was steckt hinter Dermokosmetik – und warum schwören plötzlich alle darauf?
17.08.2026
Mehr lesen
Empfindliche Haut – die häufigsten Pflegefehler
Manchmal habe ich das Gefühl, unsere Haut sucht sich einfach täglich ein neues Problem aus. Zu trocken. Zu fettig. Zu rot. Zu unrein. Oder alles gleichzeitig. Die logische Reaktion? Noch eine Creme kaufen. Oder dieses Serum testen, das auf TikTok gerade alle feiern. Vielleicht hilft auch ein Peeling. Oder gleich zwei.
17.08.2026
Mehr lesen




