
Haare tönen oder färben? Das sind die Unterschiede
Wer seinen Haaren neue Frische verleihen will, landet schnell bei einer neuen Farbe und damit bei der Frage: tönen oder färben? Die Antwort hängt vor allem davon ab, wie gross die Veränderung sein soll und wie lange sie bleiben darf. Worin sich Tönung, Intensivtönung, dauerhafte Coloration und Blondierung unterscheiden, und wann welche Methode Sinn macht.
Tönung: Die Variante ohne Commitment
Wenn du Lust auf eine frische Farbe hast, aber dich nicht gleich festlegen möchtest, ist eine Tönung oft die sanfteste Option. Die Farbpigmente lagern sich hauptsächlich an der äusseren Schuppenschicht des Haares an und dringen nicht in die Haarstruktur ein. Das macht eine Tönung besonders schonend, setzt aber auch Grenzen. Aufhellen funktioniert mit einer Tönung nicht. Auch graue Haare lassen sich mit einer klassischen Tönung nicht zuverlässig abdecken, sondern höchstens leicht nuancieren.
Im Unterschied zu einer Coloration kommt eine klassische Tönung ohne Entwickler aus. Entsprechend hält sie auch weniger lang: Nach etwa sechs bis acht Haarwäschen ist die Farbe in der Regel wieder ausgewaschen. Dafür entsteht kein sichtbarer Ansatz.
Ideal ist eine Tönung deshalb, wenn du deiner Haarfarbe mehr Frische, Tiefe oder Glanz geben möchtest. Auch wer erst einmal testen will, wie ein dunklerer Ton wirkt, ist mit einer Tönung gut beraten.
Intensivtönung: Die goldene Mitte
Wenn dir eine klassische Tönung zu wenig ist, du dich aber noch nicht dauerhaft festlegen möchtest, könnte die Intensivtönung genau das Richtige sein. Sie ist die Zwischenstufe zwischen Tönung und Coloration. Der Farbe wird ein Entwickler beigemischt, der die Schuppenschicht des Haars öffnet. So können die Farbpigmente besser in die obere Haarschicht eindringen, wodurch die Farbe länger hält als bei einer Tönung.
Eine Intensivtönung hält meist sechs bis acht Wochen, bevor sie nach und nach verblasst. Ein leichter Ansatz kann entstehen, wirkt aber in der Regel weicher als bei einer permanenten Coloration.
Graue Haare lassen sich damit besser kaschieren als mit einer klassischen Tönung, aber nicht ganz so zuverlässig wie mit einer dauerhaften Coloration. Die Grauhaarabdeckung liegt bei etwa 70 Prozent.
Aufhellen kann auch eine Intensivtönung nicht. Sie eignet sich deshalb vor allem, wenn du deine Haarfarbe sichtbarer verändern, abdunkeln, intensivieren oder erste graue Haare etwas weicher erscheinen lassen möchtest.
Dauerhafte Coloration: Für alle, die es ernst meinen
Wenn du eine Veränderung mit Bestand suchst, dann kommt die dauerhafte Coloration ins Spiel. Sie ist die passende Wahl, wenn du deine Haarfarbe langfristig verändern oder graue Haare zuverlässig abdecken möchtest.
Bei einer dauerhaften Coloration wird die Schuppenschicht des Haars geöffnet. Dadurch können die Farbpigmente ins Innere des Haars gelangen und sich dort dauerhaft festsetzen. Anders als eine Tönung wäscht sich die Farbe also nicht einfach nach einigen Haarwäschen wieder aus, sondern wächst nach und nach heraus. Deshalb entsteht mit der Zeit ein Ansatz – je grösser der Unterschied zwischen Naturhaarfarbe und neuer Farbe, desto sichtbarer wird er.
Dafür bietet eine dauerhafte Coloration auch deutlich mehr Möglichkeiten als eine Tönung oder Intensivtönung. Sie kann die Haarfarbe dauerhaft verändern, graue Haare zuverlässig abdecken und je nach Ausgangsfarbe und Produkt auch leicht aufhellen. Wer allerdings von Dunkelbraun auf Hellblond wechseln möchte, kommt damit allein nicht ans Ziel, dafür braucht es eine Blondierung.
Weil eine dauerhafte Coloration stärker in die Haarstruktur eingreift, braucht coloriertes Haar danach etwas mehr Aufmerksamkeit. Pflegeprodukte für coloriertes Haar helfen, die Farbe länger strahlend zu halten und das Haar geschmeidig zu pflegen.
Blondierung: Wenn es heller werden soll
Ob feine Strähnchen, Balayage oder Platinblond: Wenn das Haar heller werden soll, führt kein Weg an einer Blondierung vorbei. Anders als eine Tönung oder Coloration bringt sie keine neuen Farbpigmente ins Haar. Stattdessen hellt sie die natürlichen Farbpigmente im Haar durch Oxidation auf. Genau deshalb ist sie auch die intensivste Methode der Farbveränderung.
Eine Blondierung kann spektakuläre Ergebnisse liefern, beansprucht das Haar aber deutlich stärker als eine Tönung, Intensivtönung oder Coloration. Wird sie falsch angewendet oder zu lange einwirken gelassen, kann das Haar trocken und brüchig werden. Gerade bei grösseren Veränderungen – etwa von Dunkelbraun zu Blond – ist ein Salonbesuch deshalb oft die sicherste Wahl. Profis können besser einschätzen, was das Haar mitmacht und wie sich das gewünschte Ergebnis möglichst schonend erreichen lässt.
Häufig ist eine Blondierung auch ein Zwischenschritt zu anderen Farben. Wer dunkles Haar hat und von einem leuchtenden Kupfer, Pastellrosa oder knalligem Rot träumt, muss das Haar oft zuerst aufhellen, damit die neue Farbe überhaupt sichtbar wird.
Nach einer Blondierung braucht das Haar besonders viel Pflege. Conditioner, regelmässige Haarkuren und Hitzeschutz beim Styling sind dann Pflicht.
Veränderung mit Plan
Nicht jede Farbveränderung muss ein Neustart sein. Manchmal sucht man nur ein bisschen mehr Glanz, manchmal darf es ein komplett neuer Look sein. Wer weiss, was Tönung, Intensivtönung, Coloration und Blondierung wirklich können, färbt nicht einfach drauflos, sondern genau richtig.
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Ich liebe es, in andere Welten einzutauchen, sei es durch spannende Geschichten, mit Reisen in ferne Länder und Kulturen oder in meinem eigenen kleinen Garten – ich bin immer auf Entdeckungsreise. Und wenn es Zeit wird, die Seele baumeln zu lassen, findet ihr mich auf der Yogamatte oder mit einem guten Buch in der Hand.
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