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«Ich habe hohe Standards. Und Brack hat Katzenfutter.»

09.03.2026

Blackys Augen verengen sich, als sie in die Kamera blickt. «Damit will ich nicht sagen, dass ich bestechlich wäre», versichert sie mit ernster Miene. «Ich habe alle wichtigen Kriterien berücksichtigt. Ideale. Katzenfutter. Vision. Katzenfutter. Qualität. Katzenfutter. Effizienz. Und Katzenfutter.»

Drei Monate sind vergangen, seit Blacky ins Lager in Willisau eingebrochen ist. Inzwischen hat es sich das schwarze Fellknäuel im Hauptsitz von Brack gemütlich eingerichtet – jenem Onlinehändler, der im November 2025 Ziel ihres impulsiven Einbruchs wurde. Nach wiederholten Anfragen hat sie sich erstmals zu einem Interview bereiterklärt. «Wenn es denn sein muss.»

In einem vierstündigen Monolog erklärt sie, was sie zu Brack geführt hat, und aus welchem Grund sie sich als Hase verkleidet.

Stolz und Vorspeise: «Es war ein Drama in drei Akten.»

Blacky betont mehrfach, dass sie eine äusserst wählerische Katze ist. «Ich bin nicht leicht zu überzeugen», versichert sie, «ja, manche würden sogar sagen, dass ich heikel und eitel bin. Dabei will ich nur, was mir gebührt: das Beste vom Besten.» Sie zuckt mit den Schultern. «Und das lag, rein zufällig, palettenweise in Willisau herum.»

Normalerweise könne man sie nicht so leicht für sich gewinnen.

«Ich habe lange gehadert», gesteht sie. «Ich habe Pro und Contra gegenübergestellt. Ich habe eine Nutzwertanalyse ausgewertet. Ich habe sogar eine Fokusgruppe einberufen.» Sie schüttelt den Kopf auf die Zerrissenheit vergangener Tage und fokussiert einen unsichtbaren Fleck auf dem Boden. «Die bestand aus mir. Aber sie war sehr kritisch.»

Letztlich sei sie zum Schluss gelangt: «Brack hat mich verdient.» Dann habe sie sich Zutritt zum Hauptsitz verschafft. Ob diese Aktion ebenfalls als Einbruch zu werten ist? «Ich enthalte mich.»

«Werte sind mir wichtig. Katzenfutter auch.»

Auf die Frage hin, weshalb sie ausgerechnet ihr jüngstes Opfer zu ihrem neuen Zuhause erklärt, streckt sie stolz die Brust heraus. «Ich habe mich gut informiert», beteuert Blacky. «Sie liefern schnell. Sie legen hohen Wert auf Kundenzufriedenheit. Sie haben ein grosses Lager … mit viel Katzenfutter, und noch mehr Kartonschachteln.»

Die nächsten zweieinhalb Stunden widmet sie einer Lobeshymne für ebenjene Schachteln. «Intern werden sie Bräcklis genannt», verrät sie. «Ich habe noch nie etwas Anmutigeres gesehen», betont sie. «Noch nie ist mir etwas untergekommen, das mir würdiger ist. Noch nie.»

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Was für ein Prachtstück. Quelle: Brack.Alltron | Lager Willisau

Schon vor ihrem Einbruch in Willisau sei sie auf die Schachteln aufmerksam geworden. Es waren nicht zuletzt die roten Rahmen gewesen, an denen Blacky sie wiedererkannte.

«Die Präzision», haucht sie. «Die Kanten. Die rechten Winkel. Und gleich so viele davon.» Bis anhin seien ihr diese Schachteln immer entrissen worden. «Du HaSt Ja DeInEn KaTzEnBaUm», äfft sie die Worte ihrer «zweibeinigen Dienerschaft» nach. Dann verdreht sie die Augen. «Am liebsten hätte ich geantwortet: Du hast auch zwei Airfryer, und keinen davon benutzt.»

Der Onlinehändler Brack händige ihr die Bräcklis freiwillig aus. Genauso wie Katzenfutter. «Brack und ich sind das, was man in der Natur eine Symbiose nennt.»

Damit leckt sie sich zufrieden die Pfote und streicht die Hasenohren zurück.

«Ach ja. Da war ja was.»

Unbekümmert kratzt sie sich am Nacken, ehe sie fortfährt. «Meine Unterta… meine Familie hat mich noch darum gebeten, euch zu erklären, was es mit den Hasenohren auf sich hat.» Eine kurze Denkpause später ergänzt sie: «Das Ganze ist das Ergebnis aus einer Aneinanderreihung von unglücklichen und absolut unvorhersehbaren Umständen. Sowie unzulänglicher Kommunikation. Vor allem unzulänglicher Kommunikation.»

Die Verkleidung sei auf ein «Hasendefizit» zurückzuführen. 

«Ich sag’s, wie es ist: Sie hatten den Osterhasen gebucht», gesteht Blacky. «Gedanklich.» Dann schüttelt sie den Kopf. «Entgegen all ihren Erwartungen kann der Osterhase jedoch keine Gedanken lesen und weiss nichts davon. Oder in einfachen Worten: Sie haben ihn schlichtweg vergessen.» Osterhasen seien schliesslich keine Katzen, und Outlook ihrer Gefolgscha… Familie scheinbar ein Fremdbegriff. 

«Es lag an mir, die Katastrophe abzuwenden. Wie immer.»

Sie sei kein Hase, aber sie sei lösungsorientiert. «Ich habe meinen Stolz heruntergeschluckt. Mehrmals. Zusammen mit einer nicht zu verachtenden Menge an Fisch und Huhn.» Als offizielles (?) Oberhaupt (??) sei es ihre Pflicht gewesen, und sie habe sich ihr bereitwillig gestellt. «Ich brauchte eine Weile, um meine eigene Güte, meine eigene Grosszügigkeit und meinen eigenen heroischen Edelmut zu verarbeiten. Manchmal rührt mich meine Gutherzigkeit selbst zu Tränen …»

Die nächste Stunde verbringt sie mit Eigenlob. Am Rande erwähnt sie schliesslich, dass sie zu Ostern zahlreiche Angebote mitbringt.

«Die Eier?» Blacky winkt ab. «Delegiert.»


Quelle Titelbild: brinkertlück

Duygu Özdemir

Marketing Manager Editorial Content

Wenn ich mal nicht gerade damit beschäftigt bin, meiner literarisch-kreativen Ader freien Lauf zu lassen, stecke ich höchstwahrscheinlich in einem Netflix-Marathon fest («Nur noch eine Folge!»), unterhalte ich mich angeregt über die verschiedensten Themen, lese ein gutes Buch oder fordere mich selbst mit einem neuen Hobby heraus. Meine Wissbegierde kennt keine Grenzen, und hier habe ich die Möglichkeit, sie auszuleben und mit anderen zu teilen.

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