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EA FC 27 Preview: Was Fans lieben – und was sie kritisieren

EA FC 27 erscheint am 25. September 2026 und zeigt nach den Beta-Tests ein gespaltenes Bild: Während neue Features wie The Grounds und das überarbeitete Ultimate Team teils für Begeisterung sorgen, gibt es auch kritische Stimmen.

Der nächste Teil der EA-Fussballreihe steht vor der Tür. EA FC 27 erscheint Ende September und soll einige grössere Neuerungen mitbringen – von einem komplett neuen Social-Hub über Änderungen in Ultimate Team bis hin zu einem umfangreicheren Karrieremodus. Auch beim Gameplay will EA an mehreren Stellschrauben drehen. Nach den ersten Beta-Tests und Deep Dives zeichnet sich allerdings noch kein eindeutiges Bild ab. Einige Neuerungen kommen bei der Community gut an, andere sorgen bereits vor dem Release für Diskussionen. Wir haben uns angeschaut, was EA für FC 27 plant, was sich tatsächlich verändert und wo die grössten Kritikpunkte liegen.

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Release: 25. September 2026 (Standard- und Ultimate-Edition)
  • The Grounds: Neuer Social-Hub mit bis zu 100 Spielern, Minispielen, Rush und Clubs-Integration
  • Ultimate Team: FUT Gallery, verzweigte Evolutions, einfachere SBCs und neue End-of-Match-Rewards
  • Karrieremodus: Überarbeiteter Transfermarkt, Dynamic OVR, Creator Challenges und mehr Verletzungen
  • Gameplay: Manuelleres Verteidigen, neue Passmechanik, bessere Laufwege und überarbeitete Ecken
  • Kontroversen: Gewisse Spieler- und Pace-Ratings sorgen für massive Kritik


 

The Grounds – der neue Social-Hub

Mit The Grounds führt EA Sports einen Social-Hub ein, in dem bis zu 100 Spieler gleichzeitig in einer virtuellen Fussballstadt unterwegs sein können. Drei Distrikte bieten verschiedene Aktivitäten: Strassenfussball, Turniere und diverse Minispiele. Wer zum Clubhaus läuft, kann zudem direkt in den Clubs-Modus wechseln – bis hin zu 11-gegen-11-Partien.

Auf dem Papier klingt das ziemlich spannend. The Grounds wirkt fast wie ein eigenes Spiel innerhalb von FC 27: Man läuft frei durch die Welt, trifft andere Spieler und kann direkt auf einem der Plätze eine Partie starten. Von 1-gegen-1 über Rush bis hin zu 11-gegen-11 soll alles möglich sein. Ich bin gespannt, ob das Konzept auch langfristig Spass macht oder schnell seinen Reiz verliert.

Der Ansatz wird von der Community unterschiedlich aufgenommen. Insbesondere Fans des früheren Volta-Modus sehen in The Grounds eine spannende Weiterentwicklung. Viele hoffen zudem, dass der soziale Hub dem bislang vernachlässigten Clubs-Modus neuen Schwung verleiht. Gleichzeitig gibt es Bedenken, dass The Grounds zu einer auf Mikrotransaktionen ausgelegten Shopping-Welt à la «The City» aus NBA 2K werden könnte.

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Wichtig: The Grounds ist nicht für ältere Konsolen-Generationen verfügbar.


 

Ultimate Team – was sich wirklich ändert

Ultimate Team soll einige grössere Neuerungen erhalten. Die neue FUT Gallery archiviert alle gesammelten Karten dauerhaft und schaltet im Verlauf Belohnungen frei. Evolutions bekommen mit «Pathways» verzweigte Entwicklungspfade, während SBCs durch eine Progress-Bar flexibler werden. Dazu kommen holografische Special Cards, überarbeitete End-of-Match-Rewards und Token-Stores.

Die Community begrüsst einige dieser Neuerungen, sieht aber auch noch Luft nach oben. Besonders die FUT Gallery und die neuen Evolutions sorgen für Interesse, während sich viele Fans grössere Veränderungen bei den zentralen Modi wie Weekend League und Draft wünschen. Auch die geplante Reduktion der Karten-Inflation wird kritisch betrachtet: Entscheidend wird sein, ob EA den Power-Creep über die gesamte Saison hinweg tatsächlich bremsen kann.


 

Karrieremodus – realistischer, aber auch komplizierter?

Auch der Karrieremodus wurde an mehreren Stellen überarbeitet. Besonders der Transfermarkt fällt auf. Die Transfer-KI soll intelligenter reagieren, Marktwerte werden laufend angepasst und können beispielsweise von der Form eines Spielers beeinflusst werden. Gleichzeitig gibt es mehr Möglichkeiten bei Vertragsklauseln und die Verhandlungen können sich über mehrere Runden ziehen.

Das wirkt auf mich zunächst realistischer – teilweise aber fast schon etwas zu komplex. Transfers gehen deutlich weniger schnell über die Bühne, und Nachverhandlungen können dafür sorgen, dass sich ein Wechsel über längere Zeit hinzieht. Ob das den Spielspass erhöht oder irgendwann eher nervt, muss sich noch zeigen.

Schade finde ich, dass die bekannten Verhandlungs-Cutscenes offenbar wegfallen. Es war zwar immer dasselbe, trotzdem haben sie dem Karrieremodus etwas Persönlichkeit gegeben. Man hätte sie ja ohnehin überspringen können.

Dazu kommen mehr Verletzungen und damit auch mehr Entscheidungen während der Saison: Lässt man einen angeschlagenen Spieler trotz Risiko auflaufen oder schont man ihn für das nächste wichtige Spiel? Zusammen mit Dynamic OVR und den Creator Challenges soll die Karriere dadurch dynamischer und stärker von den eigenen Entscheidungen geprägt werden.

 


 

Gameplay – mehr Kontrolle, weniger Automatik

Beim Gameplay setzt EA an mehreren Stellen auf mehr Kontrolle durch die Spieler. Besonders auffällig sind die Steilpässe: Die Richtung orientiert sich nun stärker an der tatsächlichen Eingabe. Eine automatische Korrektur, die den Pass trotzdem in Richtung des gewünschten Mitspielers lenkt, fällt weg. Das macht die Pässe zunächst schwieriger, gefällt mir persönlich aber gut. Wenn ich einen Steilpass spiele, soll er schliesslich auch wirklich dorthin gehen, wohin ich ziele. Dadurch fühlt sich die Steuerung direkter und weniger automatisiert an.

Auch bei den Laufwegen der Mitspieler gibt es mehr Varianten. Die Spieler sollen intelligenter in freie Räume starten und dadurch mehr Möglichkeiten im Angriff schaffen. Bei Ecken gibt es ebenfalls mehr manuelle Kontrolle.

Auf der anderen Seite wurde die defensive Unterstützung durch die KI reduziert. Automatische Tackles wurden abgeschwächt und das Abwehrverhalten soll stärker von den eigenen Eingaben abhängen. Das könnte für erfahrene Spieler mehr Kontrolle bedeuten, gleichzeitig aber auch die Einstiegshürde erhöhen.


 

Was die Fans aktuell sagen

Die Stimmung in der Community ist entsprechend gespalten. Positiv werden vor allem The Grounds, die FUT Gallery, die Karriere-Updates und die zusätzlichen Kontrollmöglichkeiten im Gameplay aufgenommen. Negative Stimmen konzentrieren sich dagegen auf das frühe Gameplay-Gefühl, das teilweise noch holprig und unnatürlich wirkt, sowie auf als realitätsfern empfundene Spieler-Ratings.

Auch die angekündigte Reduktion der FUT-Inflation wird grundsätzlich begrüsst. Viele Spieler bleiben allerdings skeptisch und rechnen trotz der Änderungen mit schnellen Power-Ups im Verlauf der Saison.

Fazit

EA FC 27 setzt klare Schwerpunkte: Social Gaming mit The Grounds, ein langfristiger ausgerichtetes Ultimate Team und ein deutlich umfangreicherer Karrieremodus. Auch beim Gameplay versucht EA, mehr Kontrolle an die Spieler zurückzugeben.

Gleichzeitig ist noch nicht alles überzeugend. Gerade das Gameplay muss sich bis zum Launch noch beweisen, und bei Ultimate Team bleibt die Frage, ob EA den Power-Creep tatsächlich bremsen kann. Auch The Grounds klingt auf dem Papier stark – ob daraus wirklich ein Social-Hub entsteht, in dem man gerne Zeit verbringt, muss sich erst zeigen.

FC 27 wirkt damit weniger wie eine komplette Neuerfindung als wie eine Reihe von ambitionierten Weiterentwicklungen. Ob daraus am Ende ein besseres Gesamtpaket entsteht, entscheidet sich vor allem daran, wie gut EA die neuen Systeme im Laufe der Saison ausbalanciert.

Marius Bachmann

Marketing Manager Editorial Content

Mein erstes Wort war "Ball" – und auch heute noch dreht sich in meinem Leben fast alles um Fussball. Wenn ich nicht gerade selbst auf dem Rasen stehe, schreibe ich hier über die neuesten Entwicklungen im Schweizer und internationalen Fussball und teile meine Gedanken rund um die Brack Super League. Doch meine Leidenschaft für das Schreiben geht darüber hinaus. Ob Sport, Gesellschaft oder Kultur – ich schreibe, weil Sprache für mich mehr ist als Mittel zum Zweck: Sie ist Werkzeug, Spielplatz und Zuhause zugleich.

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