
Keine PlayStation-Disc ab 2028 – Sony setzt auf den digitalen Markt
Der 1. Juli hielt für Konsolenfans gleich zwei Paukenschläge bereit: Ab 2028 gibt es neue PS-Spiele nur noch digital. Darüber hinaus schliesst Sony den PlayStation Store für die PS3 und PS Vita.
«Als Reaktion auf sich ändernde Verbraucherpräferenzen werden neue Spiele im PlayStation Store und bei Händlern nur noch in digitalen Formaten veröffentlicht», verkündet der japanische Mischkonzern in seinem PlayStation-Blog.
Damit sei gemeint, dass die Vorlieben der Verbrauchenden sich deutlich von physischen Discs hin zu digitalen Medien verlagerten. «Dies ist ein natürlicher Schritt für Sony Interactive Entertainment, um sich den aktuellen Trends anzupassen, da digitale Medien physischen Discs mittlerweile signifikant vorgezogen werden.»
Im selben Zug weist das Unternehmen auf eine weitere Änderung hin: Im Juli 2027 schliesst der PlayStation Store auf den Konsolen PS3 und PS Vita.
Discs zu älteren Spielen bleiben erhalten
Der Schritt zur Digitalisierung betrifft nur Spiele, die ab Januar 2028 veröffentlich werden – jene, die davor erschienen sind oder erscheinen, behalten oder erhalten wie gewohnt ihre Disc. Offen steht allerdings, wie lange die Produktion noch anhält.
Für Sammelfreudige bedeutet das, dass sie ihre physische Sammlung noch bis zum Dezember 2027 mit Neuerscheinungen anreichern können. Danach ist Ende Gelände.
Auch in Zukunft setze sich Sony dafür ein, Innovationen rund um den Zugang zu Spielen voranzutreiben. Darüber, wo die Spiele gekauft werden – ob nun im PlayStation Store oder beim lokalen Händler – beteuert das Unternehmen nach wie vor freie Hand.
PS3 und Vita: Gekaufte Spiele vorerst herunterladbar
Per Juli 2027 können auf dem PlayStation Store keine Inhalte mehr für die PS3 oder PS Vita erworben werden. Für diese beiden Konsolen fährt der Online-Shop seine Rollgitter herunter.
Die Entscheidung sei Sony alles andere als leichtgefallen. Im zugehörigen PlayStation-Blogartikel begründet der Konzern: «Da wir das PlayStation-Erlebnis auf den neueren Geräten, auf denen die meisten unserer Nutzer heute spielen, kontinuierlich ausbauen, müssen wir mehr Ressourcen darauf konzentrieren, die besten Spielerlebnisse auf diesen Plattformen zu liefern, während wir unseren Blick fest auf die Zukunft richten.»
Bereits gekaufte Spiele stehen auch nach der Schliessung als Download bereit – allerdings nur bis auf Weiteres, um den Übergang zu erleichtern.
Im Grunde war es absehbar
Den Disc-Schacht in der PlayStation scheint das gleiche Schicksal zu ereilen wie einst das CD-Laufwerk am PC: Bei der PS-Version Pro und der Slim Digital Edition fehlt er inzwischen ganz. Wer eine Disc einlegen will, muss mit einem separaten Laufwerk nachrüsten – oder es als Bundle kaufen.
Schon dieser Umstand wirft unzählige neue Fragen auf: Ist das der neue Standard für künftige PlayStation-Konsolen? Und wenn ja, bleibt das Laufwerk auch in ferner Zukunft erhältlich und kompatibel? Sind Discs in 20 oder 30 Jahren noch spielbar?
Der Erfolg von digitalen Vertriebsplattformen wie Steam zeigt auf, dass dieser Schritt zur Digitalisierung bei einem bestimmten Segment bereits weitreichend vollzogen ist: und zwar im PC-Gaming. Nur die allerwenigsten PC-Spiele erscheinen physisch, und wer eine CD einlegen möchte, braucht erstmal ein Laufwerk.
Gleichzeitig wächst das Fragezeichen um die Verbindlichkeit des digitalen Kaufs. Wie lange müssen digital erworbene Produkte am Laufen gehalten werden? Dürfen Hersteller den Stecker ziehen? Schliesslich gibt es schon zahlreiche Beispiele von digitalen Produkten, die nach geraumer Zeit entzogen oder begraben wurden.
Ein Umstand, der die Bewegung «Stop Killing Games» ins Leben gerufen hat – und weit über Gaming hinausreicht.
Quelle Titelbild: Unsplash | Alexandre Schrammel
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Wenn ich mal nicht gerade damit beschäftigt bin, meiner literarisch-kreativen Ader freien Lauf zu lassen, stecke ich höchstwahrscheinlich in einem Netflix-Marathon fest («Nur noch eine Folge!»), unterhalte ich mich angeregt über die verschiedensten Themen, lese ein gutes Buch oder fordere mich selbst mit einem neuen Hobby heraus. Meine Wissbegierde kennt keine Grenzen, und hier habe ich die Möglichkeit, sie auszuleben und mit anderen zu teilen.
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