
Stundenlang im Flugzeug? So hältst du durch
Acht, zehn oder zwölf Stunden im Flugzeug können sich ganz schön ziehen. Vor allem, wenn du seit drei Stunden sitzt, nicht mehr weisst, wohin mit deinen Beinen, und zum fünften Mal auf die Flugkarte schaust. Noch 6 Stunden und 42 Minuten.
Ein Langstreckenflug wird vermutlich nie der schönste Teil einer Reise. Aber er muss sich auch nicht wie eine kleine Ewigkeit auf Sitz 34A anfühlen. Ein guter Sitzplatz, bequeme Kleidung, genug Beschäftigung und ein Handgepäck, in dem du tatsächlich etwas wiederfindest, machen schon erstaunlich viel aus.
Fenster oder Gang? Eine Entscheidung mit Folgen
Am Fenster hast du Aussicht, eine Wand zum Anlehnen und meistens deine Ruhe. Bis du selbst zur Toilette musst. Dann beginnt die vorsichtige Bestandesaufnahme: Neben dir schlafen zwei Menschen. Einer davon mit Kopfhörern, Decke und Schlafmaske. Also so richtig. Und nun fragst du dich, ob du wirklich schon rausmusst. Am Gang hast du dieses Problem nicht. Du kannst aufstehen, wann du willst, die Beine vertreten und kommst problemlos raus. Dafür wirst du schnell zum Türöffner deiner Sitzreihe. Fenster bedeutet Ruhe, Gang bedeutet Freiheit. Beides gleichzeitig gibt es leider erst wieder nach der Landung.
Dresscode: bequem
Natürlich kannst du im schönsten Reiseoutfit einsteigen. Nach ein paar Stunden Flug ist dir allerdings egal, ob deine Hose besonders gut aussieht. Viel wichtiger ist, dass nichts drückt, kneift oder dich bei jeder Sitzposition daran erinnert, wie lange du noch hier sitzen wirst. Bequeme Kleidung gewinnt auf Langstrecke immer. Praktisch sind mehrere Schichten, denn im Flugzeug kann es erst angenehm sein, kurz darauf zu kühl und später wieder zu warm. Ein Pullover oder Schal im Handgepäck ist deshalb nie verkehrt. Einen Pullover kannst du zusammengerollt notfalls auch als Kopfstütze benutzen.
Handgepäck mit System
Es gibt Dinge, die verschwinden im Handgepäck offenbar absichtlich. Lippenpflege zum Beispiel. Oder das Ladekabel. Du weisst, dass du sie eingepackt hast. Nur wo? Natürlich ganz unten. Unter dem Buch, dem Pullover, den Snacks und allem anderen, was du mitgenommen hast. Kleine Sachen wie Zahnbürste, Lippenpflege, Feuchttücher oder Schlafmaske packst du am besten zusammen in ein Necessaire. Für Kabel lohnt sich ein eigenes Etui. Das klingt vielleicht etwas überorganisiert, bis du im Halbdunkeln drei verschiedene Kabel auseinandergeknotet hast. Und dann wären da noch Noise-Cancelling-Kopfhörer. Ohne sie merkst du erst, wie laut ein Flugzeug ist. Das gleichmässige Rauschen, Gespräche, klappernde Wagen und irgendwo garantiert ein Geräusch, das du nach drei Stunden nicht mehr hören kannst. Mit guten Kopfhörern wird es rund um deinen Sitz deutlich ruhiger.
Viel Trinken, auch wenn die Toilette ruft
Im Flugzeug geht Trinken schnell vergessen. Man sitzt da, schaut einen Film, döst und merkt irgendwann, dass die Wasserflasche seit Stunden unangetastet neben einem steht. Also lieber regelmässig ein paar Schlucke nehmen. Eine leere Trinkflasche kannst du meist durch die Sicherheitskontrolle mitnehmen und danach auffüllen. Und ja, wenn du mehr trinkst, musst du auch öfter zur Toilette. Aber immerhin hast du damit gleich einen Grund, aufzustehen.
Snacks für alle Fälle
Beim Essen im Flugzeug weiss man nie, was einen erwartet. Vielleicht schmeckt es überraschend gut. Vielleicht sitzt du später hungrig da und würdest für einen simplen Müsliriegel erstaunlich viel geben. Deshalb: Snacks. Nüsse, Cracker, Müsliriegel oder etwas Süsses brauchen kaum Platz und können im richtigen Moment richtig glücklich machen. Vor allem dann, wenn weit und breit kein Essenswagen zu sehen ist.
Raus aus dem Sitz
Nach mehreren Stunden Sitzen ist selbst der Weg zur Toilette eine willkommene Abwechslung. Nutz die Gelegenheit und steh zwischendurch auf, geh ein paar Schritte und beweg die Beine. Am Platz kannst du die Füsse kreisen, die Waden anspannen oder die Fersen heben. Das tut gut und ist auf langen Flügen wichtig, denn langes Sitzen kann das Thromboserisiko erhöhen. Wenn du ein erhöhtes Thromboserisiko hast, können spezielle Stütz- oder Kompressionsstrümpfe sinnvoll sein. Das solltest du vorher ärztlich abklären.
Irgendwann ist auch der dritte Film vorbei
Die ersten Stunden gehen meistens schnell vorbei. Essen. Film. Etwas schlafen. Noch ein Getränk. Dann machst du den Fehler und öffnest die Flugkarte. Noch 8 Stunden und 16 Minuten. Spätestens jetzt bist du froh, wenn du vorgesorgt hast. Serien, Filme, Podcasts, Musik, E-Books oder Spiele: lieber zu viel herunterladen als feststellen, dass du nur noch drei Folgen einer Serie hast, die du gar nicht besonders magst. Und wenn du im Flugzeug schlafen kannst, hast du sowieso gewonnen. Schlafmaske auf, Kopfhörer rein und hoffen, dass beim nächsten Blick auf die Uhr drei Stunden verschwunden sind.
Denk bloss nicht an die Restflugzeit
Der vielleicht wichtigste Trick: Betrachte den Flug nicht als einen riesigen Zeitblock. Erst essen, dann einen Film schauen, etwas lesen, schlafen, aufstehen und wieder essen. So wird aus einem Zwölf-Stunden-Flug eine Reihe kleiner Etappen. Und irgendwann erscheint die schönste Nachricht des Tages auf dem Bildschirm: Ankunft in 30 Minuten.
Quelle Titelbild: Unsplash | Roberta Sant'Anna
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Mit einer Leidenschaft für Kreativität, Reisen, Fotografie und das ständige Erweitern meines Wissens, gehe ich voller Neugier durchs Leben. Wo ich meine Kreativität ausleben kann, fühle ich mich am wohlsten. Wenn ich nicht gerade die Welt erkunde, besondere Momente festhalte oder Neues lerne, liebe ich es, die Natur zu geniessen, mich in gemütlichen Cafés zu entspannen oder meine künstlerische Ader bei meinem nächsten Acrylgemälde auszuleben.
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