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Mensch und Gitarre: Eine besondere Verbindung

Gitarren sind weit mehr als nur Instrumente. Sie können zum Erkennungszeichen einer Musikerin oder eines Musikers werden, ein Spiegel ihrer Persönlichkeit sein und ein entscheidender Teil ihres Sounds werden. Manche Gitarren schreiben sogar Musikgeschichte – nicht nur, weil sie in legendären Songs erklingen, sondern weil sie und ihre Spieler:innen einander prägen. Wer an Carlos Santana, Mark Knopfler oder Brian May denkt, hört unweigerlich auch den Klang ihrer unverwechselbaren Instrumente.

Diese besondere Verbindung entsteht nicht zufällig. Sie entwickelt sich über Jahre, durch zahllose Stunden auf der Bühne und im Studio. Die Gitarre reagiert auf jede Nuance, jede Emotion – und inspiriert gleichzeitig zu Spielweisen, die nur auf diesem Instrument entstehen. Einige dieser Partnerschaften sind so eng, dass sie ganze Karrieren geformt haben.

Carlos Santana und die Gitarren von Paul Reed Smith

Carlos Santana ist ein Musiker, dessen Ton man unter Tausenden erkennt. Warm, singend, fast fliessend – sein Sound wirkt, als würde die Gitarre selbst atmen. Lange spielte Santana Gibson- und Yamaha-Modelle, doch erst bei den Gitarren von Paul Reed Smith fühlte er sich wirklich zuhause.

PRS-Gitarren zeichnen sich durch eine hervorragende Verarbeitung, eine ausgewogene Ansprache und einen vielseitigen Klang aus. Sie ertönen klar und differenziert, ohne die Wärme zu verlieren, die den Stil von Santana ausmacht. Ihre Hälse sind angenehm schlank und das Spielgefühl leichtfüssig. Wenn Santana seine langen, melodischen Linien spielt, verschmelzen Spieler und Instrument fast zu einer Einheit.

Auch wenn wir bei Brack nur eines der Santana-Signature-Modelle führen, transportieren die PRS-Gitarren, die wir darüber hinaus anbieten, denselben Geist: Sie inspirieren dazu, eigene musikalische Geschichten zu erzählen, statt nur Töne zu spielen.

Mark Knopfler und seine Gibson Les Paul

Mark Knopfler, der Kopf der Dire Straits, hat einen ganz eigenen Stil: Er spielt meist ohne Plektrum, mit Fingerpicking, und erzeugt so einen warmen, weichen Ton mit markantem Attack. Die Gitarre, die ihn dabei am längsten begleitet hat, ist eine Gibson Les Paul Standard.

Diese Gitarre liefert genau den druckvollen, vollen Klang, der Knopflers Spiel zum Leben erweckt. In Songs wie «Money for Nothing» oder «Brothers in Arms» hört man, wie die Les Paul jeden Anschlag umsetzt – nicht nur als Ton, sondern als Charakter. Für Knopfler ist sie kein blosses Werkzeug, sondern ein Partner, der seine Art zu spielen komplettiert.

Die Beziehung funktioniert in beide Richtungen: Sein sanfter, kontrollierter Anschlag und sein melodisches Gespür haben den typischen Les-Paul-Ton weltberühmt gemacht. Ohne Knopflers Fingerspitzengefühl wäre diese Gitarre nur eine von vielen – mit ihm wurde sie zu einem Signature-Sound.

Brian May und die Red Special

Brian May ist ein Paradebeispiel für Kreativität in der Instrumentenwahl. Als Teenager baute er mit seinem Vater eine eigene Gitarre, die heute als «Red Special» legendär ist. Das Holz stammt von einem alten Esstisch, der Hals aus einem Kaminbrett; selbst die Mechaniken und Pickups waren Eigenkonstruktionen.

Die Red Special klingt anders als jede Seriengitarre. Sie hat einen leicht nasalen, aber warmen Ton, der sich perfekt für die orchestralen Gitarrenlayer von Queen eignet. Songs wie «Bohemian Rhapsody» oder «We Will Rock You» leben von diesem Klang, der durch Mays eigenwillige Anschlagtechnik noch unverwechselbarer wird.

Hier zeigt sich besonders schön, wie stark Instrument und Musiker einander formen. Die Red Special existiert nur, weil May genau wusste, welchen Klang er wollte – und sein Spielstil wurde wiederum von diesem einzigartigen Instrument geprägt.

Eric Clapton und seine Fender Stratocaster

Eric Clapton hat viele Gitarren gespielt, doch seine Beziehung zur Fender Stratocaster prägte ihn am stärksten. Sein bekanntestes Instrument, «Blackie», war eine aus mehreren Stratocasters zusammengesetzte Gitarre.

Die Stratocaster bietet alles, was Claptons Blues-Rock braucht: klare, perkussive Höhen, ein mittiges, singendes Sustain und eine enorme Ausdruckskraft in den Bendings. In Songs wie «Layla» oder «Cocaine» hört man, wie er die Dynamik der Strat nutzt, um Geschichten zu erzählen – von sanften, fast flüsternden Tönen bis zu aufheulenden Soli.

Clapton hat der Strat ihre Stimme gegeben, und gleichzeitig hat die Strat seinen Sound geprägt. Bis heute gilt die Kombination aus diesem Instrument und seinem Spiel als ein Meilenstein des modernen Blues.

B.B. King und «Lucille»

Kaum ein Gitarrist hat seine Instrumente so personalisiert wie B.B. King. Seine schwarze Gibson ES-355 trug den Namen «Lucille» – und war mehr als nur ein Stück Holz mit Saiten. Sie war Begleiterin, Markenzeichen und Stimme in einem.

Die halbakustische Bauweise verlieh ihr einen warmen, gesanglichen Klang. Sie reagierte empfindlich auf Kings Vibrato und seine sparsame Notenauswahl. Jeder Ton, den er auf «Lucille» spielte, wirkte wie ein gesungenes Wort.

Diese enge emotionale Bindung machte seine Musik einzigartig. Wenn B.B. King seine Signature-Songs «Lucille» oder «The Thrill Is Gone» spielte, hörte man nicht nur eine Gitarre – man hörte ein Gespräch zwischen Musiker und Instrument.

Weitere legendäre Duos

  • Stevie Ray Vaughan und seine Fender Strat «Number One» – kraftvoller Texas Blues, roh, expressiv und energiegeladen.
  • Keith Richards und seine Telecaster «Micawber» – unerschütterlicher Rhythmus, bissige Akkorde und der Herzschlag der Rolling Stones.
  • Slash und seine Les Paul «Appetite» – pure Rockenergie, massives Sustain und ikonische Riffs.
  • John Frusciante und seine Fender Strat – warm, organisch und unverkennbar im Sound der Red Hot Chili Peppers.

Musiker und Instrument – eine wechselseitige Inspiration

Gitarren sind keine stummen Werkzeuge. Sie haben Charakter, Eigenheiten, Widerstände – und genau das fordert und formt die Spieler:innen. Die richtige Gitarre kann zu einem kreativen Motor werden, weil sie neue Ideen anstösst oder Spielweisen belohnt, die man zuvor nie ausprobiert hat.

Umgekehrt verleiht der Mensch der Gitarre eine Seele. Ein Instrument klingt erst durch den Anschlag, die Dynamik und die Persönlichkeit seines Spielers wirklich lebendig. Genau in dieser Wechselwirkung entstehen die magischen Momente, die Musikgeschichte schreiben.

Fazit

Eine Gitarre besteht aus Holz, Metall und Saiten – doch wenn sie auf die richtigen Hände trifft, wird sie zu einer Persönlichkeit. Santana, Knopfler, May, Clapton oder B.B. King zeigen, dass Musiker und Instrument sich gegenseitig prägen.

Wer einmal spürt, dass die eigene Gitarre auf jede Nuance antwortet, versteht, warum diese Partnerschaften mehr sind als Technik oder Markenwahl. Aus dieser Verbindung entsteht etwas, das bleibt. Ein unverwechselbarer Klang, der Musiker:innen und Hörer:innen verbindet.

Johannes Hapig

Head of Content, Newsroom & PR

Einmal Journalist, immer Journalist: Neben meiner strategischen Arbeit in der erweiterten Geschäftsleitung von Brack.Alltron habe ich die Leidenschaft für grosse Themen – und gute Geschichten – nicht verloren. Wenn sich Gelegenheit und Zeit bieten, schreibe ich hier über Transformation, Business, Zukunft und unser Unternehmen; freue mich aber auch, hin und wieder einen Beitrag mit kulturellem Background beisteuern zu dürfen. Dabei helfen mir meine Leidenschaft für Netflix, Kino, Theater … und meine viel zu hohe, tägliche Bildschirmzeit bei TikTok.

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Quelle Titelbild: Maryanne Bilhame

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