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Wie Smart Home unseren inneren Höhlenmenschen glücklich macht

Kaum zeigt die Uhr 17.15 Uhr und draussen ist es stockdunkel, passiert jedes Jahr dasselbe: Menschen, die den ganzen Sommer jede freie Minute draussen verbringen wollten, verwandeln sich plötzlich in professionelle Sofa-Bewohner. Duftkerzen werden gekauft, Kuscheldecken aus dem Sommerschlaf geweckt und Tee wird nicht mehr einfach getrunken, sondern zelebriert.

Unser innerer Höhlenmensch übernimmt das Steuer. Keine Sorge, das ist völlig normal. Tatsächlich reagiert unser Gehirn noch heute erstaunlich ähnlich wie vor Tausenden von Jahren. Nur dass wir heute, statt Holz nachzulegen einfach sagen: «Alexa, mach's gemütlich.»

Unser Gehirn steckt noch in der Steinzeit

Unser Gehirn hat das Memo wohl nie bekommen, dass wir inzwischen Lichtschalter, Strom und Netflix besitzen. Über Hunderttausende von Jahren bestimmte die Sonne unseren Alltag. War es hell, wurde gearbeitet, gesammelt, gejagt oder man ist mit der Gruppe umhergezogen. Wurde es dunkel, war Schluss. Nicht aus Faulheit, sondern weil man im Dunkeln schlicht schlechter Mammuts fand. Dieser Rhythmus steckt bis heute in uns.

Das über unsere Augen aufgenommene Licht steuert unsere innere Uhr, den sogenannten zirkadianen Rhythmus. Er beeinflusst unter anderem unsere Aufmerksamkeit, unseren Schlaf und die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin.

Werden die Tage im Herbst kürzer, reagiert unser Körper darauf. Viele Menschen werden früher müde, verbringen automatisch mehr Zeit zuhause oder sehnen sich nach Ruhe und Gemütlichkeit.

Höhlenmensch sagt:
«Hab ich doch die ganze Zeit gesagt.»

Warum plötzlich jede Decke «die gute Decke» ist 

Kennst du das? Im Sommer reicht ein Ventilator und ein offenes Fenster. Im Herbst hingegen besitzen plötzlich alle eine Lieblingsdecke. Und zwar nicht irgendeine – sondern die Decke. Die, unter der Filme besser sind, Tee besser schmeckt und das Leben irgendwie einfacher wirkt. 

Das ist kein Zufall. Warme Lichtfarben werden von vielen Menschen als besonders angenehm und entspannend wahrgenommen. Gedimmtes Licht signalisiert unserem Gehirn: Der aktive Teil des Tages ist vorbei. Jetzt darfst du herunterfahren.

Genau deshalb fühlen sich Kerzen, Lichterketten oder indirekte Beleuchtung sofort gemütlich an. Sie schaffen eine Atmosphäre, die unser Gehirn mit Sicherheit und Entspannung verbindet. Oder anders gesagt: Wir bauen uns freiwillig wieder eine Höhle. Nur mit WLAN.

Der moderne Höhlenmensch hat eine App

Früher musste man Feuerholz sammeln. Heute genügt ein Fingertipp. Oder sogar gar keiner. Smarte Beleuchtung kann den Tagesablauf unterstützen, indem sie morgens helleres, eher kühles Licht und am Abend wärmere, gedimmte Lichtfarben erzeugt. Natürlich ersetzt das kein echtes Tageslicht – dieses bleibt wichtig für unseren Schlaf-Wach-Rhythmus und sollte möglichst täglich genutzt werden. Aber es kann helfen, den Übergang vom Arbeitstag in den Feierabend bewusster zu gestalten.

Und seien wir ehrlich: Es fühlt sich schon ein bisschen luxuriös an, wenn das Wohnzimmer automatisch gemütlich wird, noch bevor man überhaupt die Schuhe ausgezogen hat.

Höhlenmensch versteht nicht:
«Ihr könnt Feuer in 16 Millionen Farben machen?»

Mach deinen Höhlenmenschen glücklich:

Smart Home macht nicht nur Licht – sondern Stimmung

Smart Home kann viel mehr, als nur Lampen per App ein- und auszuschalten. Vielleicht startet deine Lieblingsplaylist automatisch, sobald du nach Hause kommst. Vielleicht dimmt sich das Licht, sobald der Film beginnt. Vielleicht färbt sich das Wohnzimmer passend zum nächsten Gaming-Abend oder dein Schlafzimmer begrüsst dich am Morgen langsam mit einem Sonnenaufgang aus der Steckdose.

Das Schöne daran: Gute Technik drängt sich nicht auf. Im besten Fall merkst du gar nicht, dass sie da ist. Du merkst nur, dass sich dein Zuhause genau richtig anfühlt. Fast so, als würde es mitdenken.

Gemütlichkeit ist vielleicht die älteste Erfindung der Menschheit 

Wir Menschen haben uns über Tausende von Jahren verändert. Wir wohnen nicht mehr in Höhlen, jagen keine Mammuts mehr und müssen auch kein Feuer mehr machen. Aber unser Bedürfnis nach einem sicheren, warmen Rückzugsort ist geblieben.

Vielleicht erklärt das, warum wir im Oktober plötzlich freiwillig Einladungen absagen, weil das Sofa einfach zu verlockend aussieht. Warum wir uns über warmes Licht freuen wie früher über ein Lagerfeuer. Oder warum wir jedes Jahr überrascht tun, obwohl wir genau wissen, dass wir spätestens im Herbst wieder zu kleinen Höhlenmenschen werden.

Und vielleicht hatte unser innerer Höhlenmensch die ganze Zeit recht. Er hätte wahrscheinlich nie gedacht, dass man irgendwann per Sprachbefehl ein Lagerfeuer simulieren kann. Aber er wäre ziemlich beeindruckt gewesen.

Tamara Lenz

Marketing Manager Editorial Content

Beauty, Trends und kreative Inhalte haben mich schon immer begeistert – früher mit dem Traum, irgendwann mal Prinzessin zu werden, heute mit der Leidenschaft für Texte, die sich jung, spannend und nicht nach Standard anfühlen. Wenn ich nicht gerade schreibe oder auf TikTok im nächsten Trend-Rabbit-Hole verschwinde, findet man mich wahrscheinlich im Gym, irgendwo am See in der Sonne oder gedanklich schon auf der nächsten Reise. Und sobald ich am Meer bin, verliere ich sowieso komplett jedes Zeitgefühl.

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