
Alles rasiert? Brauns brandneuer NEVO im Test
Ist «die neue Ära der modernen Rasur» nur scharfe Werbung oder tatsächlich ein Schnitt in die Zukunft?
So gründlich und angenehm für die Haut wie noch nie soll «Brauns bester Rasierer» sein. Beim neuen Flaggschiff NEVO handelt es sich nicht um eine Weiterentwicklung einer bestehenden Serie, sondern um einen Rasierappart mit von Grund auf neu gedachter «AeroTouch Technologie». Damit soll er so sanft wie nie zuvor über die Haut gleiten und sich mittels integriertem NEVO Smart Prozessor individuell an die Bartdichte und die Gesichtskonturen anpassen.
Weil mein Hals nach einer gründlichen Rasur fast immer mit einem Hautausschlag reagierte, rasiere ich mich inzwischen nur noch mit einem Trimmer. Umso gespannter bin ich auf diese «neue Ära der Rasur» gespannt.
Lieferumfang
Bevor wir mit dem Test beginnen, werfen wir einen Blick auf das Zubehör. Als erstes fällt mir das NEVO Pflegesystem ins Auge – dieses verdient aber ein separates Kapitel (siehe unten). Ein Etui und eine kleine Reinigungsbürste sind auch im Paket enthalten. Eine ideale Kombination, um auch auf Reisen nicht auf den Rasierer und seine Pflegeutensilien verzichten zu müssen. Das komplette NEVO Pflegesystem ist relativ gross und bleibt für den Wochenendtrip lieber zuhause. Mit dem Ladekabel kannst du die Maschine entweder direkt oder über das Pflegesystem aufladen.
Neben dem Rasierer werden Etui, Ladekabel, Reinigungsbürste und Pflegesystem mitgeliefert.
7-in-1 Pflegesystem
Um die Pflege des NEVO brauchst du dich nicht zu kümmern, das übernimmt das Pflegesystem für dich. Dieses reinigt und trocknet den Scherkopf der Maschine. Gleichzeitig lädt es den Rasierapparat auf. Nach der Rasur brauchst du den Scherkopf nur kurz unter dem Wasserhahn abzuspülen, danach einfach in das Pflegesystem einsetzen und schon wird alles für dich erledigt. Man braucht zwar etwas Platz dafür, aber wenn man den hat, ist das System an Komfort kaum zu überbieten. Nur rasieren musst du dich noch selbst.
Das Pflegesystem erledigt so ziemlich alles für dich. Nur Rasieren musst du dich noch selbst.
Ich habe mich zweimal rasiert und die Maschine anschliessend jeweils mittels Pflegesystem reinigen lassen. Danach habe ich den Scherkopf gründlich untersucht. Ich habe ihn abgenommen und konnte kein einziges Haar finden, weder im Scherkopf noch am Rasiereransatz. Die automatische Reinigung ist beeindruckend gründlich. Klar, vielleicht sieht es nach 10-20 Rasuren anders aus. Aber dass ich kein einziges Haar nach der Reinigung gefunden habe, hat mich echt positiv überrascht.
Design
In hochwertigem Edelstahl eingekleidet wirkt der Rasierer sehr hochwertig. Er ist elegant, liegt gut in der Hand und wirkt durch sein angenehmes Gewicht dennoch hochwertig. Das Gehäuse besteht aus einem Edelstahl-«unibody», und nicht mehr aus mehreren verschiedenen Teilen wie andere Braun-Rasierer. Beim NEVO wurde nicht nur Wert auf Performance, sondern auch auf Design gelegt. Das Testmodell ist silberfarben. Der NEVO ist auch in der Farbe Graphit erhältlich.
Hochwertig und elegant. Nicht nur technisch überzeugt die Maschine, sondern auch optisch.
Getestet: Endlich glatt rasieren ohne Ausschlag?
Weil ich nach der Rasur sonst oft einen Ausschlag am Hals bekomme, habe ich seit Jahren nur noch mit einem Trimmer am Hals die Stoppeln so kurz wie es mit einem Trimmer eben geht geschnitten. Immer wenn ich mal wieder einen Folienrasierer, Nassrasur oder ein Rasiermesser ausprobiert habe, hatte ich spätestens am nächsten Tag einen Ausschlag am Hals. Beim NEVO hatte ich das zum ersten Mal nicht. Die Rasur fühlte sich richtig angenehm an. Es hat nichts geschmerzt, kein Haar schmerzhaft rausgezupft – wirklich richtig geschmeidig, wie es Braun verspricht. Ich habe dabei mit dem Rasierer nicht fest in die Haut reingedrückt (was auch in der Anleitung steht, dass man das nicht machen soll). Dadurch waren zwar noch ein bisschen die Stoppeln zu sehen und spüren, jedoch hatte wirklich NULL Irritation auf der Haut. Auch am nächsten Tag – da zeigt sich der Ausschlag in der Regel am stärksten – stellte ich keine Irritationen fest. Ich hatte lange gedacht, dass ich einfach damit leben muss, mich nicht «richtig» rasieren zu können. Doch der Braun NEVO hat mich vom Gegenteil überzeugt. An dieser Stelle will ich sagen, dass ich keine Erfahrung mit anderen Rasierern in dieser Preiskategorie habe. Es ist also auch möglich, dass ich mit einem vergleichbaren Rasierer ähnliche Ergebnisse erzielt hätte. Der NEVO hat mich jedenfalls überzeugt.
Vor der Rasur
Vor der Rasur
Nach Anwendung des Langhaarschneiders
Nach Anwendung des Langhaarschneiders.
Das Endprodukt
Das Endprodukt. Ein paar kleine Stoppeln sind noch zu sehen, aber die Haut fühlt sich glatt an.
Langhaarschneider
Der Langhaarschneider eignet sich super, um den Bart zuerst zu kürzen und danach mit dem Scherkopf drüber zu gehen. Er schneidet das Haar bereits kürzer als der Trimmer, den ich normalerweise benutze. Um präzise Konturen zu machen, ist er allerdings nicht ideal, weil oft der Scherkopf im Weg ist und man somit nicht immer genau sieht, wo man ansetzt. Wer seinen Bart regelmässig kürzt, in Form bringt oder scharfe Konturen ziehen möchte, ist mit einem separaten Trimmer samt passender Aufsätze nach wie vor besser bedient.
Das ist für mich auch der einzige echte Nachteil. Wenn ich für einen Rasierer so viel Geld ausgebe, würde ich mir wünschen, dass ich kein weiteres Gerät mehr brauche. Andererseits ist der NEVO eben ein Rasierer – und kein Trimmer.
Schnell geladen
NEVO verfügt über eine Schnellladefunktion: Bereits fünf Minuten Ladezeit reichen für eine komplette Rasur. Eine vollständige Akkuladung dauert 60 Minuten und ermöglicht wiederum bis zu 60 Minuten Rasieren.
Elektrisch Rasieren unter der Dusche
NEVO ist zu 100 Prozent wasserdicht. Ob Trockenrasur, Anwendung mit Rasiergel oder -schaum, oder direkt unter laufender Dusche, alles ist möglich. Achtung: Laut Braun ist der NEVO nur für die Gesichtsrasur gedacht. Für andere Körperteile gibt es geeignete Modelle.
Smart Display
Mein erster Eindruck: Für was braucht man das nun wieder? Doch das Display hat tatsächlich seine Vorteile. Besonders praktisch finde ich die Anzeige des Akkustands. Mein bisheriger Rasierer bietet das nicht – und es ist schon mehr als einmal passiert, dass er mitten in der Rasur den Geist aufgegeben hat. Zu sehen, wie viel Akku noch übrig ist, ist deshalb ein echter Pluspunkt.
Dass das Display während der Reinigung anzeigt, ob der Rasierer gerade gereinigt oder getrocknet wird, ist zwar ein nettes Extra, aber für mich kein entscheidendes Feature. Wirklich nützlich finde ich hingegen die Hinweise, wann eine Reinigung fällig ist oder der Scherkopf gewechselt werden sollte.
Über das Smart Display informiert dich der NEVO ausserdem über anstehende Reinigungen sowie den empfohlenen Zeitpunkt für einen Scherkopfwechsel.
Alles rasiert? Meine Empfehlung
Der Braun NEVO hat mich im Test überzeugt. Die Rasur ist ausgesprochen sanft, gleichzeitig gründlich und gerade für empfindliche Haut ein echter Pluspunkt. Auch das Pflegesystem und der generelle Bedienkomfort hinterlassen einen hochwertigen Eindruck.
Der grosse Haken ist der Preis. Der NEVO gehört klar zur Premiumklasse und ist eine Investition. Wer sich regelmässig komplett rasiert und Wert auf eine besonders angenehme, hautschonende Rasur legt, bekommt mit dem NEVO ein hervorragendes Gesamtpaket. Wer seinen Bart hingegen vor allem in Form bringt, scharfe Konturen zieht oder nur Hals und Wangen ausrasiert, wird – so wie ich – weiterhin einen separaten Trimmer mit passenden Aufsätzen benötigen. Das schmälert die Qualität des NEVO nicht, bedeutet aber, dass er für diesen Einsatzzweck kein Alleskönner ist.
Unterm Strich ist der Braun NEVO ein hervorragender Rasierer mit viel Komfort und einer beeindruckend sanften Rasur. Ob sich der hohe Preis lohnt, hängt letztlich davon ab, wie du dich rasierst und wie wichtig dir dieser Komfort im Alltag ist.
Hinweis: Dieser Beitrag wurde im Rahmen einer Zusammenarbeit mit dem Hersteller finanziert.
Alle Bilder in diesem Beitrag: Marius Bachmann
Marketing Manager Editorial Content
Mein erstes Wort war "Ball" – und auch heute noch dreht sich in meinem Leben fast alles um Fussball. Wenn ich nicht gerade selbst auf dem Rasen stehe, schreibe ich hier über die neuesten Entwicklungen im Schweizer und internationalen Fussball und teile meine Gedanken rund um die Brack Super League. Doch meine Leidenschaft für das Schreiben geht darüber hinaus. Ob Sport, Gesellschaft oder Kultur – ich schreibe, weil Sprache für mich mehr ist als Mittel zum Zweck: Sie ist Werkzeug, Spielplatz und Zuhause zugleich.
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