
Hoover HG8 Ultra Sense: Der Tag, an dem ein Roboter meine Wohnung übernahm
Ich wollte nie so jemand werden. Du weisst schon. Jemand, der begeistert von seinem Roboterstaubsauger erzählt und plötzlich Diskussionen über saubere Böden führt. Doch mittlerweile steht der Hoover HG8 Ultra Sense in meiner Wohnung. Die Frage ist nur: Putzt er wirklich so gut oder bilde ich mir das nur ein?
Als der Hoover HG8 Ultra Sense bei mir ankam, war ich ehrlich gesagt skeptisch. Nicht wegen des Roboters selbst, sondern wegen allem, was davor kommt. App einrichten, WLAN verbinden, Karte erstellen, Bedienungsanleitung lesen. In meinem Kopf sah ich mich bereits fluchend auf dem Wohnzimmerboden sitzen.
Umso überraschter war ich, als die Einrichtung erstaunlich unkompliziert verlief. Von der App-Einrichtung bis zur ersten Fahrt vergingen bei mir nur rund 15 Minuten. Die Anleitung arbeitet mit Bildern und erklärt die einzelnen Schritte verständlich. Das klingt nach einem kleinen Detail, macht bei technischen Geräten aber einen überraschend grossen Unterschied.
Die lauteste Begrüssung meines Lebens
Der erste Schreck kam allerdings nur wenige Minuten später.
Als ich die Ladestation einsteckte, war ich kurz davon überzeugt, dass der Roboter die Kontrolle über die Wohnung übernimmt. So laut, wie die Station plötzlich brummte, hatte ich das Gefühl, ein kleines Raumschiff würde starten.
Ob die Station gerade einen Selbsttest durchführte, sich auf den ersten Einsatz vorbereitete oder einfach einen besonders motivierten ersten Eindruck hinterlassen wollte, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Fest steht nur: Beim ersten Start war sie deutlich lauter , als ich erwartet hatte. Das Geräusch erinnerte eher an einen Föhn auf hoher Stufe als an eine Ladestation.
Zum Glück blieb es bei diesem einen grossen Auftritt. Bei den späteren Ladevorgängen arbeitete die Station deutlich unauffälliger. Das kleine Raumschiff schien seine Startphase hinter sich gelassen zu haben. Zwar war weiterhin hörbar, wenn die Dockingstation frisches Wasser nachfüllte oder Schmutzwasser absaugte, im Alltag fiel dies jedoch kaum auf.
Mehr als nur ein Staubsauger
Spätestens nach den ersten Fahrten wurde klar, dass der Hoover HG8 Ultra Sense deutlich mehr sein möchte als ein gewöhnlicher Staubsauger.
Während ich noch damit beschäftigt war, dem Roboter einen skeptischen Blick hinterherzuwerfen, kümmerte sich die 6-in-1-Dockingstation bereits um den Rest.
Aufladen, Staub absaugen, Nachfüllen von sauberem Wasser, Sammeln von Schmutzwasser, Wischen und Trocknen der Mopps bei bis zu 75 °C. Für ein Gerät, das eigentlich nur den Boden reinigen soll, hat der Hoover erstaunlich viele Nebenjobs.
Spätestens da verstand ich, weshalb viele Menschen auf Roboterstaubsauger schwören. Das Saugen selbst ist nur ein Teil der Arbeit. Die eigentliche Erleichterung entsteht durch all die Aufgaben, die ebenfalls wegfallen.
Dazu kommt, dass der Hoover nicht einfach durch die Wohnung fährt. Er erkennt Räume, erstellt Karten und orientiert sich an Hindernissen im Alltag. Stuhlbeine, Möbel oder andere Gegenstände werden nicht einfach als Überraschung betrachtet, sondern in die Route einbezogen.
Unterstützt wird dies durch die LDS-Navigation mit 360-Grad-Erfassung und Kamera. Dadurch erstellt der Hoover nicht nur eine Karte der Wohnung, sondern erkennt auch viele Gegenstände und Hindernisse auf seinem Weg. Das reduziert unnötige Zusammenstösse und macht die Reinigung deutlich effizienter.
Wenn 20'000 Pascal plötzlich Sinn ergeben
20'000 Pascal Saugkraft. Das klingt ehrlich gesagt nach einer Zahl, die man einmal liest und sofort wieder vergisst. Im Alltag wurde daraus allerdings schnell etwas Greifbares. Krümel in der Küche, Staub unter dem Esstisch oder die üblichen Spuren des Alltags verschwanden zuverlässig vom Boden.
Dazu kommt die sogenannte «Dirt Detection». Das klingt zunächst nach einem klassischen Marketingbegriff. Bei der Nutzung bedeutet es vor allem, dass stark beanspruchte Stellen mehr Aufmerksamkeit erhalten als ohnehin saubere Ecken.
Praktisch fand ich auch die automatische Teppicherkennung. Erkennt der Hoover einen Teppich, werden die Mopps automatisch angehoben. Dadurch muss man sich weniger Gedanken darüber machen, ob der frisch gewischte Boden gerade auf dem Teppich endet.
Auch kleinere Schwellen stellen kaum ein Hindernis dar. Mit Höhen von bis zu 3 cm kam der Roboter im Alltag erstaunlich gut zurecht und konnte seine Reinigungsroute ohne Unterbrechungen fortsetzen.
Kurz gesagt: Der Hoover fährt nicht einfach planlos durch die Wohnung und hofft auf das Beste. Stattdessen bewegt er sich erstaunlich zielgerichtet durch die Räume und reagiert flexibel auf Hindernisse. Ich hatte nie das Gefühl, dass er orientierungslos umherfährt oder sich an derselben Stelle festfährt.
Ein erstaunlich selbständiger Mitarbeiter
Ich bin mittlerweile überzeugt, dass jeder Roboterstaubsauger irgendwann einen Platz zwischen Haushaltshilfe und Haustier erhält.
Man beobachtet ihn. Man wartet darauf, was er macht. Mir wurde klar, dass ich den Hoover HG8 Ultra Sense eigentlich nie gefragt habe, wie er seinen Job sieht.
Also wurde es Zeit für ein erstes Mitarbeitergespräch:
Ich: Wie würdest du deinen Arbeitsalltag beschreiben?
Hoover HG8 Ultra Sense: 200 Minuten Einsatzbereitschaft. Keine Kaffeepausen. Keine Beschwerden.
Ich: Was passiert, wenn du mit deiner Arbeit fertig bist?
Hoover HG8 Ultra Sense: Ich kehre zur Station zurück. Dort lasse ich den Staub absaugen, die Mopps reinigen und trocknen. Manche nennen das Luxus. Ich nenne es Arbeitsvorbereitung.
Ich: Wie findest du die schmutzigsten Stellen in der Wohnung?
Hoover HG8 Ultra Sense: Dafür habe ich meine «Dirt Detection». Wer mehr Dreck produziert, bekommt mehr Aufmerksamkeit.
Ich: Hast du Schwächen?
Hoover HG8 Ultra Sense: Offen herumliegende Kabel. Die sind der Endgegner aller Berufsgruppen meiner Branche.
Ich: Gibt es noch etwas, das du den Lesenden sagen möchtest?
Hoover HG8 Ultra Sense: Hebt eure Socken vom Boden auf.
Spass beiseite. Der Hoover erstellt Karten der Wohnung, plant seine Route selbstständig und findet erstaunlich zuverlässig zurück zur Dockingstation. Mit einer Laufzeit von bis zu 200 Minuten hält er zudem deutlich länger durch als ich beim Putzen aus.
Für wen lohnt sich der Hoover HG8 Ultra Sense?
Wer gerne staubsaugt, wird vermutlich weiterhin selbst zum Gerät greifen. Für alle anderen wird es interessant. Besonders in Haushalten mit Haustieren, Kindern oder einfach wenig Lust auf regelmässiges Staubsaugen spielt der Hoover HG8 Ultra Sense seine Stärken aus.
Ich würde ihn vor allem Menschen empfehlen, die sich weniger um die Bodenpflege kümmern und ihre Zeit lieber für andere Dinge nutzen möchten.
Nicht die Technik. Nicht die Zahlen. Sondern die Zeit, die man zurückbekommt. Genau darin liegt für mich der grösste Vorteil eines Roboterstaubsaugers.
Mein Eindruck nach dem Test
✔️ Das hat mir gefallen
- Verständliche Anleitung mit Bildern
- Starke Saugleistung mit 20'000 Pa
- Dirt Detection für stärker verschmutzte Bereiche
- Umfangreiche 6-in-1-Dockingstation
- Lange Laufzeit von bis zu 200 Minuten
- Weniger Aufwand im Alltag
✖️ Das ist mir aufgefallen
- Die erste Inbetriebnahme war überraschend laut
- Die Dockingstation benötigt genug Platz (mindestens 8 cm seitlicher Abstand und etwa 1,5 m Freiraum vor dem Roboter)
- Filter, Bürsten und Mopps sind Verschleissteile und müssen je nach Nutzung regelmässig ersetzt werden
Technische Daten auf einen Blick
- Einsatzgebiet: Wohnbereich
- Geeignete Bodenarten: Fliesen, Laminat, Parkett, Teppich
- Saugkraft: 20'000 Pa
- Laufzeit: Bis zu 200 Minuten
- Ladezeit: Ca. 360 Minuten
- Navigation: Raum- und Objekterkennung
- Schwellenhöhe: Bis zu 3 cm
- Steuerung: Smartphoneapp via WLAN
- Dockingstation: 6-in-1 Dockingstation
- Staubbehälter: 320 ml
- Filter: HEPA-Filter
- Garantie: 24 Monate
Mein Fazit
Am meisten überrascht hat mich nicht die Saugkraft oder die Technik, sondern die Tatsache, dass ich deutlich weniger Zeit mit Staubsaugen verbringe und deutlich mehr Zeit für alles andere habe.
Der Hoover HG8 Ultra Sense nimmt einem den Haushalt nicht vollständig ab. Er reduziert den Aufwand jedoch deutlich. Die verständliche Einrichtung, die selbständige Dockingstation und die starke Reinigungsleistung machen den Alltag tatsächlich einfacher.
Am Ende habe ich verstanden, weshalb so viele Menschen von ihren Roboterstaubsaugern schwärmen. Nicht weil sie gerne über Staubsauger sprechen. Sondern weil sie sich um das Staubsaugen deutlich weniger Gedanken machen müssen.
Und falls ich dem Hoover irgendwann tatsächlich einen Namen gebe, dann bin ich dem Roboter-Hype endgültig verfallen.
Alle Bilder im Beitrag: Brack.Alltron | Ashley Schibler
Lernende Mediamatikerin
Wahrscheinlich plane ich gerade meine nächste Reise oder mache mir Gedanken darüber, wo mein Weg mich noch hinführt. Ich beschäftige mich gerne mit Ernährung, dem weiblichen Zyklus und Persönlichkeitsentwicklung, weil ich es spannend finde, Zusammenhänge zu verstehen und Neues dazuzulernen. Gleichzeitig liebe ich es, die kleinen Dinge im Alltag zu geniessen, neue Restaurants auszuprobieren und Inspiration in den unterschiedlichsten Momenten zu finden.
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