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Sportfotografie, Stunts und Superkameras – Einblicke aus dem Sony Skills Workshop

Ein Roller fliegt durch die Luft, während Athlet «Flying Joschi» virtuose Tricks in Windeseile vollzieht. Parallel versucht eine Gruppe von Foto-Fans den Moment einzufrieren. Sony und Brack ermöglichten das in einem einzigartigen Workshop im Skills Park, Winterthur. Ich durfte dabei sein – und mitknipsen.

Doch von Anfang an: Wir befinden uns in Winterthur in einem gemauerten Nebenraum auf dem Areal des Skills Parks. Hier aufgebahrt sind wie heilige Reliquien die neuesten Kameras und Objektive aus dem Hause Sony.  Gemeinsam dürfen Workshop-Teilnehmer:innen unter der Anleitung von verschiedenen Profis aus dem Hause Sony und Brack sich heute in der Sportfotografie probieren. Die Aufnahmen werden lehrreich – die Schnappschüsse intensiv und sekundenbedeutend.

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Lasset den Workshop beginnen

Der Skills Park Winterthur ist frühmorgens noch ruhig. Die Rampen und Parcours stehen leer, gleissendes Licht fällt durch die hohen Fenster, und in einem Nebenraum auf dem Areal  reihen sich auf einem langen Tisch Sony-Kameras und Objektive auf. Ein Traum für ambitionierte Fototräume – eine Spielwiese quer durch Sonys Produktpalette. Dann kommen die Athlet :innen Und kurz danach beginnt alles nach einer kurzen Einführung.

Rund 20 Fotografinnen und Fotografen aus der ganzen Schweiz, Bern, Basel, Zürich, Winterthur, sind zum Workshop gekommen – vom Einsteiger-Level bis hin zum Profi-Niveau. Die Gemeinsamkeit: Alle wollen heute mit den neuesten Sony Alphas ans Limit gehen, Sportmomente einfrieren und herausfinden, was diese Kameras wirklich können.

Ich greife zur Sony Alpha 7R VI und montiere das Sony FE 28–70 mm GM – ein Allrounder, der Nähe und Flexibilität verspricht. Und so beginnt ein fotografisches Abenteuer …

 

In einem Nebenraum finden Briefing, Equipment-Übergabe und Planung statt.

Sekundenschnelle und Fokus

Nach der Einweisung in Ablauf, Produktportfolio und etwas Fotografie-Theorie geht es raus in die Praxis. Die Gruppen verteilen sich, die Sportler:innen wärmen sich auf – Scooter-Virtuosen, Inliner, Skate board – und sofort wird klar: Das hier ist kein gemächliches Shooting, bei dem das Motiv statisch einige Minuten vor sich hin wartet.

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Die Herausforderung der Sportfotografie stellt sich innerhalb der ersten Minuten ein. Die Motive sind in schneller Fahrt unterwegs und die Tricks spielen sich binnen Sekunden ab. Das braucht spezifische Aufmerksamkeit, Kameraeinstellungen und Erfahrung. Der Autofokus der Sony hilft, aber nur wenn man weiss, wie man ihn richtig einsetzt. Workshopleiter Maxime – freiberuflicher Profi-Sportfotograf mit jahrelanger Expertise und immer einem konkreten Rat zur Hand – gibt direkt am Gerät Tipps, die sofort weiterbringen.

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Einige Tricks für die Sportfotografie

  • Szene antizipieren: Vorab klären, wo und wann der entscheidende Moment passiert. Wo ist der Absprung? Wie verläuft der Stunt? Den Bildausschnitt früh setzen.
  • Anvisieren und verfolgen: Den Fokus bereits auf die Athlet:in legen, bevor der Trick passiert – nicht warten, bis der Moment da ist. Bei hoher Geschwindigkeit ist dann der Fokus meist schon weg.
  • Durch den Sucher führen: Das Display klingt bequem, aber der Sucher gibt wesentlich bessere Kontrolle beim Verfolgen bewegter Motive.
  • Kurze Verschlusszeit wählen: Um Bewegungen einzufrieren, braucht es schnelle Zeiten. Längere Verschlusszeiten erzeugen Wischeffekte – manchmal gewollt, anfänglich aber eher nicht.
  • In Salve schiessen: Im entscheidenden Moment eine schnelle Serie auslösen. Das erhöht die Trefferquote und gibt Auswahl bei Sprung, Drehung oder Trick.

Erste Versuche, Coaching-Momente mit Maxime und der Skills Park voller Bewegung

Lernkurven, Schweiss und bretternde Rampen

Den Vormittag über verfolge ich die Athlet :innen durchs Gelände – und merke, wie sich etwas verändert. Die ersten Bilder waren noch zu langsam, Fokuspunkt verfehlt, Moment verpasst. Einige Versuche später ist deutlicher Fortschritt bemerkbar: Anvisieren, verfolgen und im richtigen Moment abdrücken. Plötzlich gelingen die begehrten Trickshots und Aufnahmen. Wir frieren die Sprünge und Tricks für eine Sekunde ein – und sehen Details, von angespannten Muskeln, konzentrierten Gesichtern bis hin zu spektakulären Momenten in der Luft.

Wenn der ideale Augenblick gelingt – ein Looping im Flug, einen Scooter-Trick in der Luft, eine Drehung direkt vor der Linse – ist das ein befriedigendes Gefühl. Das ist der Moment, für den man die Kamera an diesem Tag in Händen hält.

Die Mittagspause ist willkommen. Das Verfolgen der mobilen Motive und das permanente Fokushalten kosten überraschend viel Kraft und Konzentration. Nachmittags wechsle ich auf ein Teleobjektiv: mehr Distanz, andere Herangehensweise und Perspektive. Aus der Nähe zieht das FE 28–70 GM Weite und Dynamik ins Bild. Das Tele holt Details und Gesichtsausdrücke heran, die sonst eher in der Tiefe des Bildes verborgen bleiben.

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Und dann sind da noch die Männer und Frauen auf den Boards, Scootern und in Inline-Skatern. Sie geben vollsten Einsatz für die Workshop-Gruppe. Manche Tricks werden zwanzig Mal wiederholt – für den perfekten Winkel, das richtige Timing, den einen Moment im Foto. Manche stürzen, prellen sich, stehen auf und fahren weiter. Der Schweiss rinnt ihnen die Stirn hinab – viele wechseln mittags in ein Zweitoutfit. Das Danke dafür kann eigentlich nicht gross genug sein.

Wir haben beachtliche Namen unter den Athlet:innen. Darunter ist auch Joshua Mangelsdorf, Schweizer Profi-Scooter, bekannt als «Flying Joschi», der auch an internationalen Wettbewerben teilnimmt. Auch bekannt aus den sozialen Medien sind Naemi und Alena Stump, die als Roller-Skate-Twins auf Instagram eine virtuose Figur machen. Sie sind auch bekannt, weil sie 2024 einen Guiness-Buch-Rekord aufstellten.

 


Was die Kameras zeigen – und was die Objektive unterscheiden

Ein Tag mit freiem Zugang zu verschiedenen Sony Alphas und so vielen Objektiven ist selten. Was dabei auffällt: Die Handhabung der Sony überzeugt mich direkt, obwohl ich länger nicht mehr mit einer gearbeitet habe. Der Autofokus arbeitet beeindruckend schnell und präzise – gerade bei schnellen, unberechenbaren Bewegungen ist das kein Detail, sondern der entscheidende Unterschied zwischen scharfem Treffer und knappem Fehlschuss. So wird die Herausforderung zur bewältigbaren Aufgabe, bei der die Sony Alphas zum idealen Komplementärstück werden.

Die Wahl des Objektivs verändert das Bild grundlegend:

  • Weitwinkel: Ermöglicht Nähe zum Geschehen, zieht Dynamik ins Bild und erzeugt diesen charakteristischen Sporteffekt, wenn das Motiv direkt auf die Kamera zukommt.
  • Teleobjektiv: Distanz wird zur Stärke. Details, Gesichtsausdrücke, Texturen – das Tele holt heran, was man mit blossem Auge kaum sieht. Perspektiven verdichten sich, Hintergründe verschwimmen.
  • Allrounder: Flexibel und reaktionsschnell. Ideal, wenn man nicht weiss, woher der nächste Trick kommt.

Die kurze Antwort: Es gibt kein «bestes» Objektiv für Sportfotografie. Es kommt auf die Position des Bildes, die Spontanität des Moments und den individuellen Umgang an.

Workshop mit Wirkung

Was einen guten Workshop ausmacht, ist nicht allein das Equipment. Es ist der Austausch. Rund zwanzig Fotografinnen und Fotografen, die Bilder vergleichen, Tipps weitergeben, gemeinsam staunen und gemeinsam scheitern. Wer seine erste perfekte Mid-Air-Aufnahme zeigt, bekommt sofort Reaktionen. Wer erklärt, wie er den Fokus gehalten hat, wird gefragt.

Diese Synergie hat etwas Beflügelndes. Man kommt nicht nur mit besseren Bildern nach Hause, sondern auch mit Perspektiven, die man alleine nicht entwickelt hätte.

«Flying Joschi» schiesst am Nachmittag fast zwischen den Deckenpfeilern empor. Eine Fotografin legt sich als Hindernis für den Übersprung hin. Jemand hält die Kamera um die Kurve und drückt blind ab. Der Skills Park wird zum Labor – und die Rampen gehören für einen Tag allen.

Verbesserungen werden sichtbar: Loopings, Mid-Air-Momente, Tricks auf den Rampen und Perspektivwechsel zwischen Weitwinkel und Tele.

Ein intensiver Tag mit bildhaften Erkenntnissen

Am Ende des Tages gibt es ein Debriefing, die Bilder werden bearbeitet und diskutiert, und das teure Spielzeug wandert zurück auf den Tisch. Alle wirken zufrieden-erschöpft – und um einige Erfahrungen, gute Bilder und die eine oder andere Begegnung reicher.

Das echte Verständnis dafür, was Sportfotografie bedeutet, bleibt. Hier ist das Bild kein Stossgebet oder Glück, sondern Antizipation, Können und ein geschultes Fotografenauge. Und: Im richtigen Moment loslassen und abdrücken. Am Rande: Der Autofokus einer Sony Alpha arbeitete traumhaft in dieser schnellen Umgebung.

Gruppenmomente, Austausch zwischen Teilnehmenden, Workshopstimmung und Coaching

Das Workshop-Format ist für ganz verschiedene Niveaus zu empfehlen. Allerdings wären totale Anfänger :innen hier vielleicht überfordert. Insofern empfehle ich es allen, die über die Grundlagen hinaus möchten auf ein vertiefendes Level. Ansonsten machte dieser Exkurs in athletische Gefilde Lust auf mehr schnell-flitzende Motive vor der Linse.

Maximilian Bauer

Marketing Manager Editorial Content

Ehemaliger Kulturjournalist, heute Unternehmenskommunikator mit B2B-Hintergrund in öffentlichen Institutionen und der Softwareindustrie. In meiner Freizeit dreht sich vieles um Technik in allen Facetten: eine zu grosse Gitarrensammlung, jede Menge Audio-Equipment und ungebrochene Musikleidenschaft. Dazu kommt das Fotografenauge – mit Schwäche für (leider) viel zu teure Kameras – und meine nostalgische Liebe zu PC-Spielen: von taktischen Shootern über Rollenspiele bis hin zu Strategie-Klassikern. Bei Brack darf ich über all das schreiben, was mich schon immer fasziniert hat.

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