
Granit Xhaka: Der neue Held des AFC Sunderland
Nach einem Traumstart bei Bayer 04 Leverkusen und einer ebenfalls guten, aber titellosen Folgesaison zieht es Granit Xhaka zurück auf die Insel. Der Traditionsverein AFC Sunderland ist frisch aus der Championship aufgestiegen und spielt nun wieder in der höchsten englischen Spielklasse. Wir werfen einen Blick auf Xhakas beeindruckende Karriere und darauf, wie der Mittelfeldstratege in Sunderland eine neue Ära prägen soll – und schon jetzt die Herzen einer Stadt erobert, die Fussball lebt wie kaum eine andere. ** Gewinnspiel: Erfahre am Ende des Beitrags, wie du zwei Tickets für ein Brack Super League Spiel deiner Wahl gewinnen kannst! **
Der Weg vom Basler Nachwuchstalent zum unerschütterlichen Leader
Nachdem er bereits seine Jugend beim FC Basel verbrachte, debütierte Xhaka 2010 für die Blauroten in der Champions-League-Qualifikation. In den paar Minuten, in denen er auf dem Platz stand, erzielte er auch gleich sein erstes Tor. Unter Thorsten Fink wurde er im Lauf der Saison zu einer wichtigen Komponente. Mit weiteren Ausnahmetalenten wie Xherdan Shaqiri gewann der FCB in zwei Jahren zweimal die Meisterschaft, einmal den Schweizer Cup und erreichte das Achtelfinale der Champions League.
Vom Ober- zum Niederrhein: Xhakas Weg zum Champions League-Captain
Sein Einfluss in dieser dominanten Phase des FC Basel machte Eindruck auf ausländische Vereine, die nicht lange auf sich warten liessen. 2012 wechselte Xhaka in die Bundesliga zu Borussia Mönchengladbach. Seinen Durst nach Trophäen konnte er dort allerdings nicht stillen. In vier Jahren holte man keinen Titel – dennoch war es für den Verein und den Basler eine erfolgreiche Zeit. Die Fohlenelf spielte mit Xhaka als Publikumsliebling zum ersten Mal überhaupt in der Champions League. Als Captain führte er die Mannschaft später erneut in die Königsklasse.
Der grosse Sprung auf die Insel
Danach folgte der grosse Schritt zu Arsenal, wo Xhaka von 2016 bis 2023 unter Vertrag stand und je zweimal den FA Cup und den Supercup holte. Seine Zeit in London war von Höhen und Tiefen geprägt. Er wurde zum Captain ernannt, zerstritt sich dann mit den Fans und verlor die Captain-Binde wieder. Doch er liess sich nicht unterkriegen und erlangte seinen guten Ruf bei den Gunners zurück, die wieder Woche für Woche seinen Namen sangen. Als sich dann ein Wechsel anbahnte, ertönte im Stadion «Granit Xhaka, we want you to stay». Aber Xhaka hatte sich bereits entschieden, und die nächste Station hiess Leverkusen.
Die Traumsaison in Leverkusen
Bei der Werkself unter Xabi Alonso feierte er die wohl beste Saison seiner Karriere. Als Leader im Mittelfeld mit Bundesliga-Bestwerten in punkto Pass-Effizienz holte er die Meisterschale zum ersten Mal in der Geschichte des Vereins. Dabei blieb man ungeschlagen, was noch kein deutsches Team vorher geschafft hat. Nach einer weiteren Saison folgte bei den Leverkusenern der grosse Umbruch. Trainer Alonso und Schlüsselspieler wie Florian Wirtz, Jeremie Frimpong und Jonathan Tah verliessen den Verein, gefolgt von vielen weiteren – so auch von Xhaka. Ihn zog es wieder zurück nach England, zum Aufsteiger AFC Sunderland.
Ein Fels in der Brandung – auch in der Nationalmannschaft
Nicht nur im Clubfussball zeigt der Mittelfeldstratege ausserordentliche Führungsqualitäten. Seit 2020 dirigiert er als Captain die Schweizer Nationalmannschaft und ist mit 139 Spielen Rekordnationalspieler. Mit seiner strategischen und robusten Spielweise schrieb er mit der Schweiz Geschichte: Bei der Euro 2020 erreichte man nach dem legendären Achtelfinalsieg über Frankreich zum ersten Mal das EM-Viertelfinale. Xhaka wurde als Man of the Match ausgezeichnet. 2024 erreichten die Schweizer erneut das Viertelfinale der Europameisterschaft, in dem sie nach sehr guter Leistung gegen England im Elfmeterschiessen ausschieden. Nachdem er bereits im Achtelfinale gegen Italien nur mit Schmerzmitteln durchspielen konnte, kämpfte Xhaka gegen England mit einem Muskelfaserriss. Dennoch biss er 120 Minuten durch und stellte sich selbstlos in den Dienst der Mannschaft.
Sunderland – ein Traditionsverein mit einzigartiger Fussballkultur
Der AFC Sunderland, 1879 ursprünglich als «Sunderland and District Teachers’ Association Football Club» gegründet, ist weit mehr als nur ein Fussballverein: Er verkörpert das Herz einer Stadt, in der Fussball Identität und Gemeinschaft bedeutet. In der Hafen- und Arbeiterstadt dreht sich fast alles um das Spiel – selbst in schwierigen Zeiten blieb die Leidenschaft ungebrochen. Als die Black Cats in der dritten Liga spielten, füllten ihre treuen Fans weiterhin zuverlässig die Ränge des Stadium of Light.
Doch Sunderland hat auch ruhmreiche Kapitel geschrieben: Sechsmal holte der Verein den englischen Meistertitel und zweimal den FA Cup. Nach acht Jahren ausserhalb der Premier League kehren die Black Cats nun ins Oberhaus zurück – und mit ihnen das legendäre Tyne-Wear-Derby gegen den nur 19 Kilometer entfernten Rivalen Newcastle United. In der ganzen Region weckt der Wiederaufstieg Sunderlands Erinnerungen, Stolz und Vorfreude.
Um in der Premier League konkurrenzfähig zu sein, wurde der Kader gezielt verstärkt. Der prominenteste Neuzugang ist Granit Xhaka, dessen Verpflichtung wohl nicht zuletzt dem in Zürich geborenen Klubbesitzer Kyril Louis-Dreyfus zu verdanken ist. Xhakas Ankunft hat die ganze Stadt in Aufruhr versetzt und die ohnehin grosse Euphorie noch verstärkt. Wer die Leidenschaft und Hingabe der Sunderland-Fans verstehen möchte, findet in der Netflix-Doku «Sunderland ’Til I Die» einen eindrucksvollen Einblick in diese tief verwurzelte Fussballkultur.
Can't help falling in love with Xhaka
Dass Xhaka zu Sunderland wechselte und sich somit gegen Champions League-Fussball und für den Abstiegskampf entschieden hat, sorgte bei vielen Fans für Verwunderung. Klar ist: Xhaka soll den AFC aus dem Mittelfeld als Taktgeber, Ballverteiler und Ruhepol anführen und die jüngeren Spieler mitziehen. Mit seiner Erfahrung in grossen Spielen und sieben Jahren Premier League übernimmt er eine Mentor-Rolle für die Youngsters. Er hat bereits die Captain-Binde erhalten und wird von den Fans nicht nur für seine Spielintelligenz, sondern eben auch für seinen Kampfgeist und seine Mentalität gefeiert. Wie Tobias Wedermann im Fussball-Podcast FORZA! von Blick erzählt, können die Mackems es kaum fassen, dass der grosse Granit Xhaka zu ihnen gewechselt ist. Die Fans hätten ihm auch gesagt, dass Leute geweint hätten, als der Transfer offiziell wurde. Wie sehr Xhaka in kurzer Zeit die Herzen der Sunderland-Fans erobert hat und wie sehr Sunderland bereits ein Teil von ihm ist, zeigt die mitreissende Szene nach dem Sieg gegen Brentford: Xhaka singt den Klassiker «Can’t Help Falling in Love», den die Fans im Stadium of Light schon seit Jahren intonieren, aus voller Kehle mit.
«Ha'way The Lads!» – Ausblick und Erwartungen
Granit Xhakas Wechsel zum AFC Sunderland ist weit mehr als nur ein Transfer – er ist ein Symbol für Aufbruch und Hoffnung. Mit seiner Erfahrung, Führungsstärke und unerschütterlichen Mentalität verkörpert er genau jene Werte, die in einer Arbeiterstadt wie Sunderland seit jeher zählen: Einsatz, Zusammenhalt und Leidenschaft.
Nach sechs Spielen und elf Punkten steht Sunderland momentan auf dem fünften Platz in der Tabelle. Ein beeindruckender Auftakt. Vor allem, wenn man bedenkt, dass man vor der Saison als Abstiegskandidat Nummer eins galt. Ob sich Xhaka und Co. auch langfristig durchsetzen können, wird sich zeigen – doch schon jetzt deutet vieles darauf hin, dass Xhakas Name in den Strassen von Wearside noch lange mit Stolz gesungen wird.
** Gewinnspiel: Wer bis hierhin aufmerksam mitgelesen hat, kann zwei Tickets für ein Spiel der Brack Super League seiner Wahl gewinnen. Beantworte dazu einfach die folgenden zwei Fragen in den Kommentaren bis am 10.10.2025:
Gegen welchen Rivalen spielt Sunderland im «Tyne-Wear-Derby»?
Wie heisst das Stadion, in dem Sunderland spielt?
Quelle Titelbild: DALL·E via ChatGPT (KI-generiert)
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Mein erstes Wort war "Ball" – und auch heute noch dreht sich in meinem Leben fast alles um Fussball. Wenn ich nicht gerade selbst auf dem Rasen stehe, schreibe ich hier über die neuesten Entwicklungen im Schweizer und internationalen Fussball und teile meine Gedanken rund um die Brack Super League. Doch meine Leidenschaft für das Schreiben geht darüber hinaus. Ob Sport, Gesellschaft oder Kultur – ich schreibe, weil Sprache für mich mehr ist als Mittel zum Zweck: Sie ist Werkzeug, Spielplatz und Zuhause zugleich.
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