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Red Bull Glacier Edition: Die Dose, die verschwindet

15.01.2026

«Glacier's back, alright?» Ich bin wieder da. Nicht für immer oder lange – eher so wie Schnee an Weihnachten: selten und schnell vorbei. Und ja: Es ist ein seltsames Gefühl, wenn ein ganzes Regal so tut, als wäre man nur eine Dose, während draussen längst alle wissen, dass man eine Geschichte ist. Die begehrte Dose im Interview zum Comeback.

«Wie fühlt sich das an, limitiert im Kühlschrank zu sein?»

Die Frage kommt immer zuerst. Als gäbe es irgendwo ein Mikrofon zwischen Brack-Lager und Kunden-Kühlschrank, und als hätte ich Zeit für eine Pressekonferenz.

Wie es sich anfühlt? Kalt natürlich. Aber nicht nur. Es fühlt sich an wie Licht, das kurz aufblitzt, bevor es wieder weiterzieht. Wie ein Blick, der hängen bleibt, obwohl er eigentlich nur «rasch etwas holen» wollte. Wie Hände, die zu sicher greifen – nicht aus Durst, sondern aus Instinkt. Manche nennen das Hype. Ich nenne es: Dasein auf Abruf.

Und dann ist da dieses andere Gefühl, das kaum jemand benennt: die leise Nervosität, ob es diesmal reicht. Nicht für die Welt. Für mich. Ob ich lang genug da bin, um überhaupt «da gewesen» zu sein.

Zwischen Legenden – und trotzdem als Erste ausverkauft

Das Regal ist ein eigenartiger Ort. Links die «Immer-da»-Dosen: ruhig, zuverlässig, wie Klassiker, die seit Jahren denselben Platz haben. Sie kennen die Regeln. Sie wissen, dass sie morgen wieder aufgefüllt werden.

Ich bin anders. Ich bin die mit dem Ablaufdatum als Lebenszyklus. Nicht auf der Dose – sondern in der Wahrnehmung meiner Fans.

Wenn eine Hand ins Regal greift, dann passiert oft etwas fast Unhöfliches: Die anderen bleiben stehen, als wären sie Möbel. Ich werde herausgezogen wie ein Geheimnis. Und wenn es mich nicht mehr gibt, wird plötzlich das Regal angeschaut, als hätte es persönlich enttäuscht.

Das ist schmeichelhaft. Und ein bisschen unerquicklich.

Denn es ist nicht so, dass ich «besser» wäre als die anderen. Ich bin nur seltener. Und Seltenheit hat diesen Trick: Sie trennt Normalität von Rarität. Aus einem Griff wird eine Szene. Aus einer Dose wird ein «Hast du’s schon probiert?».

«Was macht dich besonders?»

Hier wird es kompliziert, weil ich gleichzeitig ehrlich und mystisch bin. Ein Balanceakt, den sonst nur Wetterberichte beherrschen.

Was mich besonders macht, ist nicht, dass ich alles anders mache. Es ist das einzigartige Geschmackserlebnis einer Glacier Edition. Ich bin keine Dauerbeschallung, sondern der kurze Unterbruch einer erfrischenden Welle für die Geschmacksknospen. Eine Erinnerung, die gerade deshalb haftet, weil sie nicht jederzeit abrufbar ist.

Die «Immer-da»-Dosen haben einen Vorteil: Sie sind verlässlich. Sie sind Alltag.

Ich habe einen anderen Purpose: Ich bin Ausnahmezustand in Aluminium.

Und Besonderheiten ziehen Menschen natürlich an. Nicht, weil sie vernünftiger wären. Sondern weil sie das Potenzial besitzen, Geschichten zu erschaffen.

Sechs Akte einer limitierten Dose

Akt 1: Die Ankunft
Es ist still im Karton. Keine Musik, keine Spots, nur ein dumpfes Ruckeln, als würde jemand eine Bühne aufbauen. Dann geht es schnell: Licht, Luft, ein erstes Mal «kaltgestellt». Das ist mein Zuhause. Kälte ist kein Zustand, Kälte ist meine Berufung – das Leben einer Red Bull Glacier Edition eben.

Akt 2: Die erste Begegnung
Die ersten sind immer die Neugierigen. Sie schauen nicht, sie suchen gezielt. Augen wie Barcode-Leser: Und einmal gefunden im Shop, sofort rein in den Warenkorb. Manchmal wird kurz gezögert, so als müsste man mit sich selbst verhandeln: «Braucht es das?» Und gleich darauf: «Natürlich braucht es das.»

Akt 3: Die Multiplikation
Das ist der Moment, der mich jedes Mal überrumpelt: Ich bin nicht mehr «eine Dose», ich bin plötzlich «drei Pack». Ich sehe Leute, die sonst minutiös einkaufen, plötzlich handeln wie in einem Film über Goldrausch – nur dass hier flüssiges Gold in Aluminium sprudelt.

Akt 4: Der Mythos
Das ist die Phase, in der ich mich am wenigsten, wie ein Getränk fühle. Ich tauche in Blogs und Textnachrichten auf. Auf Fotos. In «nur kurz zeigen»-Videos und Feeds. Ich höre Sätze, die man sonst selten mit einer Dose in Verbindung bringt:

«Ich hab' noch eine ergattert.»

«Ich kann eine abgeben.»

«Ich hab' die letzte gesehen, aber…» In dieser Phase bin ich weniger Produkt als Begierde.

Akt 5: Das Verschwinden
Und dann kommt das, was bei mir immer kommt: der Moment, in dem das Regal wieder so tut, als wäre es unbeteiligt. Ausverkauft. Ein Wort, das hart klingt, obwohl es nur bedeutet: Ich war schneller weg als geplant. Vorerst.

Akt 6: Die Rückkehr
Meine Wiederkehr im Januar 2026 in die Lager von Brack. Endlich eine letzte Chance, meine Fans zu beglücken.  Ich will, dass jeder Schluck so schmeckt, als könnte er limitiert und einmalig sein. Und netter Nebeneffekt: auch mal Homeoffice für eine Dose. Vom Lager direkt zu meinen Fans ohne Umwege.

Die Dose als Heldin wider Willen

Heldenfiguren wollen meistens Grosses. Ich will eigentlich nur begeistern und Flügel verleihen.

Und trotzdem, in den letzten Wochen, habe ich Dinge gesehen, die in meiner Welt als heldenhaft durchgehen. Kleine Szenen, die man selten protokolliert, aber die ein Produkt wie mich definieren:

Da ist die Person, die im Büro-Kühlschrank eine Dose entdeckt, sie kurz in der Hand dreht – und sie dann wieder zurückstellt, «für später» – für die Lieblingskollegin. Für einen Moment der stillen Anerkennung, der mehr bedeutet als ein schneller Schluck.

Da ist die Person, die eine Dose verschenkt, als wäre sie eine Postkarte aus einer Jahreszeit. Nicht teuer, aber schwer zu ersetzen. Der Satz dazu ist oft schlicht: «Ich hab' an dich gedacht.»

Und da ist die Person, die keine erwischt hat – und trotzdem lacht, wenn jemand erzählt, wie knapp es war. Ein bisschen Schadenfreude, ein bisschen Mitgefühl, eine ganze Menge «Nächstes Mal». Wenn das keine Heldenreise ist, dann weiss ich auch nicht.

Finale Fragen an eine Dose

«Wie gehst du mit dem Druck um?»

Red Bull Glacier Edition: Ich bin wortwörtlich unter Druck – so funktioniere ich am besten und der Geschmack bleibt frisch. Das ist fast schon Teil der Jobbeschreibung.

«Was ist dein Erfolgsgeheimnis?»

Red Bull Glacier Edition: Ich erscheine, wenn es kalt ist – und verschwinde, bevor sich jemand daran gewöhnt. Vielleicht mag ich deswegen Schnee so gerne.

«Gibt es Neider im Regal?»

Red Bull Glacier Edition: Die Dauerbrenner schauen weg. Sie haben genug Ruhe und Zeit, um grosszügig zu sein. Sie stehen ja meist eh das ganze Jahr in Vielzahl im Regal.

«Was würdest du den Leuten sagen, die dich verpasst haben?»

Red Bull Glacier Edition: Nichts Dramatisches. Aber einen Geschmack wie meinen kann es nur einmal geben.

Warum es sich lohnt, mich zu probieren

Eine Limited Edition ist wie eine Schneeflocke. Schön, kurz da – und dann plötzlich verschwunden. Und genau deshalb schaut man hin. Genau deshalb erinnert man sich.

Ich bin nicht dafür gemacht, immer verfügbar zu sein. Ich bin dafür gemacht, kurz etwas zu sein, das man nicht einfach schnell nachkaufen kann.

Und wenn dann jemand den Kühlschrank öffnet, kurz innehält und sagt: «Ah, da bist du ja» – dann fühle ich mich, für einen Moment, fast wie mehr als eine Dose. Fast.

P.S.: Die Red Bull Glacier Edition taucht wieder auf, und ist wie immer nur für kurze Zeit verfügbar. Solange der Vorrat reicht – exklusiv bei Brack. 😉

 

Quelle Titelbild: Red Bull | Glacier Edition

Maximilian Bauer

Marketing Manager Editorial Content

Ehemaliger Kulturjournalist, heute Unternehmenskommunikator mit B2B-Hintergrund in öffentlichen Institutionen und der Softwareindustrie. In meiner Freizeit dreht sich vieles um Technik in allen Facetten: eine zu grosse Gitarrensammlung, jede Menge Audio-Equipment und ungebrochene Musikleidenschaft. Dazu kommt das Fotografenauge – mit Schwäche für (leider) viel zu teure Kameras – und meine nostalgische Liebe zu PC-Spielen: von taktischen Shootern über Rollenspiele bis hin zu Strategie-Klassikern. Bei Brack darf ich über all das schreiben, was mich schon immer fasziniert hat.

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