
Hallenfieber in Gümligen: der Brack Youth League Futsal Cup Finaltag 2026
In der Mobiliar Arena in Gümligen trafen sich Juniorenteams aus der ganzen Schweiz zum Brack Youth League Futsal Cup Finaltag 2026. Das Turnier zeigte eindrücklich das Potenzial des Schweizer Nachwuchses. Futsal-Nationaltrainer Mićo Martić verfolgte die Talente mit wachem Auge und unterstrich die Bedeutung solcher Wettbewerbe.
Als ich die Mobiliar Arena in Gümligen betrete, dringt mir das scharfe Quietschen der Hallenschuhe über dem hellblauen Boden in die Ohren, begleitet vom dumpfen, lauten Klatschen der Schussabgaben sowie emotionalen Zurufen von der Trainerbank und aus dem Publikum. Die beiden Teams kämpfen ehrgeizig um den Sieg, andere Spieler:innen sitzen auf der Tribüne und bereiten sich mental aufs nächste Spiel vor. Im Speisesaal füllen Mannschaften ihre Energie mit Pasta wieder auf. Und der Speaker macht seine Ansagen auf Französisch, Italienisch und Deutsch – aus allen drei Sprachregionen sind Teams nach Bern gereist. Nicht nur die Pommes sind rot-weiss, die ganze Halle ist von diesen Farben geprägt: die Mobiliar Arena, der SFV, Brack – ein gelungenes Zusammenspiel, nicht nur farblich.
Ostschweizer Dominanz am Vormittag
Am Vormittag standen die B- und C-Junioren im Einsatz – und sorgten früh für intensive Emotionen: Jubel auf der einen, nachdenkliche Blicke auf der anderen Seite.
Bei den C-Junioren entwickelte sich ein enges Rennen zwischen dem FC Gossau und dem FC Champel. Das Direktduell endete 2:2, doch dank der insgesamt besseren Ausbeute sicherten sich die Ostschweizer mit zwei Punkten Vorsprung den Turniersieg.
Anschliessend übernahmen die B-Junioren die Spielfläche. Der FC Uzwil präsentierte sich dabei äusserst souverän: drei Spiele, drei Siege. Den Schlusspunkt setzte ein klarer 5:0-Erfolg gegen den FC Chiasso. Vor allem die spielstarke Nummer 20 prägte das Offensivspiel mit seinem Tordrang entscheidend.
Nach dem letzten Abpfiff folgten die Siegerehrungen: Zuerst durfte Gossau den Pokal entgegennehmen, kurz darauf auch Uzwil. Während die beiden Mannschaften noch feierten und die jeweiligen Trainerduos unter Zurufen ihrer mit Medaillen beschmückten Spieler ein Interview mit dem SFV führten, machten sich bereits die A-Junioren vom FC Frauenfeld auf dem Platz warm, und auch ein paar Adliswiler dribbelten schon vorfreudig zwischen den Jubelnden hindurch.
Die C-Junioren des FC Gossau holen den Turniersieg nach Hause. Quelle: Keystone | SFV
Der Nachmittag gehörte dem Lancy FC
Nachmittags folgte das Turnier der A-Junioren und der beiden FF-17-Teams. Sowohl bei den Jungen- als auch bei den Mädchen-Teams triumphierte der Lancy FC. Beide Teams haben all ihre Spiele gewonnen.
Vor allem die Nummer 10 des Juniorinnenteams zog Aufmerksamkeit auf sich. Nachdem das Hinspiel mit einem knappen 1:0 endete, gelang es den Gegnerinnen KF Dardania St. Gallen, das Rückspiel lange spannend zu halten. Bis wenige Augenblicke vor Abpfiff sah alles danach aus, als würde es ins Elfmeterschiessen gehen. Auf der Tribüne spekulierten die Zuschauer bereits, auf welcher Seite die entscheidenden Penaltys stattfinden würden. Doch dann kam der grosse Auftritt der Spielmacherin: Mit einer eleganten Leichtigkeit, die an die Spielweise Zinedine Zidanes erinnerte, dribbelte sie scheinbar mühelos ihre Gegenspielerinnen aus – als würde die Zeit für sie langsamer laufen. Sie erzielte in der Schlussminute gleich zwei Tore und sicherte ihrer Mannschaft somit den Turniersieg. Lautstarke Unterstützung erhielt das Team von der Tribüne, wo die A-Junioren ihre Kolleginnen anfeuerten.
Hart umkämpfte Zweikämpfe bei den beiden FF-17-Teams. Quelle: Keystone | SFV
Hoher Besuch in Gümligen: Der Trainer der Schweizer Futsal-Nati
Futsal ist die Schmiede für Technik und Dribbling, wie am Brack Youth League Futsal Cup eindrücklich zu beobachten war. Hallenfussball hat in der Schweiz aber noch deutlich mehr Potenzial, erklärt Mićo Martić, Cheftrainer des Schweizer Futsal-Nationalteams, der sich das Spektakel in der Mobiliar Arena nicht entgehen lässt. «Es ist die Zeit des Jahres, in der der Fokus nicht auf dem Fussball liegt. Das ist für die Futsal-Community, die das Ziel hat, zu wachsen, extrem hilfreich.» Er ist zusammen mit Torwarttrainer Dušan Matić vor Ort, in der Hoffnung, «das eine oder andere Talent zu entdecken». Futsal sei ein fantastisches Mittel, um sich gewisse Skills anzueignen oder diese zu verbessern, wie zum Beispiel das Dribbling, das im Futsal von enormer Bedeutung sei. Obwohl Futsal in der Schweiz noch immer als Randsportart gilt, sieht Martić enormes Potenzial: «Wir haben viele Ideen, wie wir Futsal in der Schweiz fördern können. Turniere wie dieses sind ein Teil davon, sie sind von enormer Bedeutung. Es gibt so viel Talent, und mit solchen Turnieren geben wir den jungen Spieler:innen Hoffnung und eine Bühne, um sich zu präsentieren. Ich empfehle allen Vereinen, im Winter vermehrt in die Halle zu wechseln und an solchen Events teilzunehmen. Damit wächst auch die Begeisterung in der Bevölkerung für den Sport.»
Eine Bühne für die nächste Generation
Es ist ein ereignisreicher Sonntag, mit vielen bleibenden Eindrücken, und ein wichtiger Tag für den Schweizer Kinder- und Jugendsport. Als sich die Halle langsam leert und das Quietschen der Schuhe allmählich verstummt, bleibt mehr zurück als nur das Echo eines ereignisreichen Turniertages. Es bleiben Bilder strahlender Gesichter, umkämpfter Zweikämpfe und junger Talente, die mit jeder Ballberührung ihren Traum ein Stück weiterleben. Der Brack Youth League Futsal Cup 2026 hat einmal mehr gezeigt, wie viel Leidenschaft, Qualität und Potenzial im Schweizer Nachwuchs steckt.
Seit 2021 ist Brack offizieller Kinder- und Jugendfussballpartner des SFV und unterstützt nebst der Brack Youth League (inklusive Brack Youth League Futsal Cup) auch das Spielformat Brack play more football als Namensgeber.
Mehr Eindrücke vom Turnier findest du hier.
Mehr zum Spielformat Brack play more football findest du hier.
Brack play more football Zubehör
Quelle Titelbild: Keystone | SFV
Marketing Manager Editorial Content
Mein erstes Wort war "Ball" – und auch heute noch dreht sich in meinem Leben fast alles um Fussball. Wenn ich nicht gerade selbst auf dem Rasen stehe, schreibe ich hier über die neuesten Entwicklungen im Schweizer und internationalen Fussball und teile meine Gedanken rund um die Brack Super League. Doch meine Leidenschaft für das Schreiben geht darüber hinaus. Ob Sport, Gesellschaft oder Kultur – ich schreibe, weil Sprache für mich mehr ist als Mittel zum Zweck: Sie ist Werkzeug, Spielplatz und Zuhause zugleich.
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