
Dein Küchenschwamm lebt und andere Fakten, die dich zum Frühlingsputz motivieren
Die Fenster sind schmutzig, hinter dem Bücherregal sammelt sich Staub und die Küchenschränke hätten dringend wieder mal eine Grundreinigung nötig. Trotzdem fehlt dir jede Motivation? Manche Menschen lassen sich von Checklisten antreiben, andere brauchen einen kleinen Schockmoment. Wenn du zur zweiten Sorte gehörst, dann ist dieser Beitrag für dich.
Der ekligste Gegenstand im Haushalt liegt in der Küche
Du glaubst, die Toilette ist der unhygienischste Ort im Haus? Weit gefehlt. Tatsächlich tummeln sich die meisten Keime nicht im Bad, sondern in der Küche. Und der wohl ekligste Gegenstand im ganzen Haushalt ist ausgerechnet der Küchenschwamm.
Laut Untersuchungen gehört der Schwamm zu den Haushaltsgegenständen mit der höchsten Keimbelastung. Auf einem einzigen Schwamm können sich bis zu 10 Milliarden Bakterien sammeln. Oder anders gesagt: Darauf leben mehr Keime als Menschen auf der ganzen Welt.
Schuld sind die grosse, poröse Oberfläche und das feuchtwarme Klima. Es ist deshalb wichtig, den Schwamm nach dem Gebrauch auszuwringen und ihm die Chance zu geben, vollständig zu trocknen. Ausserdem solltest du ihn deutlich häufiger austauschen als nur beim Frühlingsputz. Fachpersonen empfehlen alle ein bis zwei Wochen einen neuen Schwamm.
Der Dampfabzug sammelt nicht nur Gerüche
Bleiben wir in der Küche. Hier wird gekocht, gebraten und oft auch gegessen. Dabei entsteht mehr als nur ein feiner Duft, weshalb der Dampfabzug so wichtig ist. Er saugt Gerüche und fettigen Dampf ein und hält sie so vom restlichen Zuhause fern. Was dabei hängen bleibt, ist allerdings alles andere als appetitlich. Mit der Zeit sammelt sich im Filter ordentlich Fett an. Das beeinträchtigt nicht nur die Leistung des Abzugs, es kann sich auch ein Fettfilm auf Wänden, Küchenhaube und -schränke absetzen. Die Folge: unangenehmen Gerüche und ein Umfeld, in dem sich Bakterien besonders wohlfühlen.
Höchste Zeit also, dem Dampfabzug etwas Aufmerksamkeit zu schenken. Wie oft eine gründliche Reinigung nötig ist, hängt davon ab, wie häufig gekocht wird. Als Faustregel gilt alle vier bis zwölf Wochen.
Der Duschkopf kann zur Keimschleuder werden
Wir duschen, um sauber zu werden. Doch genau in der Dusche treffen wir so einige Keime an, zum Beispiel im Duschkopf. Kalkrückstände und die warme Wassertemperatur schaffen ideale Bedingungen für Mikroorganismen.
Amerikanische Forschende untersuchten über 600 Duschköpfe und Wasserproben in den USA und Europa. Dabei fanden sie Keime der Gattung Mykobakterium. Für gesunde Menschen sind diese in der Regel harmlos, bei einem geschwächten Immunsystem können sie jedoch Lungenerkrankungen auslösen.
Besonders hoch ist die Keimbelastung in den ersten Sekunden nach dem Aufdrehen. Deshalb lohnt es sich, das Wasser kurz laufen zu lassen und den ersten Strahl nicht direkt aufs Gesicht zu richten. Zusätzlich solltest du den Duschkopf ab und zu entkalken und wenn nötig ganz austauschen.
Staub besteht nicht nur aus Staub
Mit blossem Auge wirkt er ziemlich grau, aber in Wahrheit ist Hausstaub eine bunte Mischung. Er besteht aus Textilfasern von Kleidern, Bettwäsche oder Teppichen, aus abgestorbenen Hautschuppen, Haaren sowie Pflanzenteile wie Pollen oder winzige Blattpartikel. Hinzu kommen weniger appetitliche Bestandteile: Bruchstücke kleiner Insekten, Bakterien, Viren, Schimmelpilze, Hausstaubmilben und deren Kot.
Staub ist allgegenwärtig. Ein Liter Raumluft enthält bis zu 50 Millionen Staubpartikel. Hinzu kommt, dass Staub elektrostatisch aufgeladen ist und weiteren Staub anzieht. Wo sich einmal Staub abgesetzt hat, kommt schnell noch mehr dazu. Besonders deutlich wird das an Orten, die selten gereinigt werden.
Deine Matratze nimmt jede Nacht bis zu 1 Liter Feuchtigkeit auf
Nacht für Nacht fangen das Kopfkissen und die Matratze viel Flüssigkeit auf. Wer rund acht Stunden schläft, verliert dabei etwa einen halben bis einen ganzen Liter Wasser. Ein Teil davon entweicht über die Atmung, der Rest ist Schweiss.
Und damit nicht genug: Im Schlaf verlieren wir auch viele Hautschüppchen – die Hauptnahrungsquelle von Hausstaubmilben. Zusammen mit dem feuchtwarmen Klima wird das Bett so zum idealen Lebensraum für sie. Rund 4'000 der kleinen Insekten stecken in einem einzigen Gramm Bettstaub. Hausstaubmilben übertragen zwar keine Krankheiten, ihr Kot kann jedoch Allergien auslösen.
Ziemlich gute Gründe also, nicht nur regelmässig zu lüften und die Bettwäsche zu wechseln, sondern auch der Matratze ab und zu eine gründliche Reinigung zu gönnen, oder?
Unordnung stresst
Nicht nur Matratze, Küche oder Dusche profitieren von einem Frühlingsputz, auch dein Wohlbefinden dankt es dir. Verschiedene Studien zeigen: Chaos in den eigenen vier Wänden kann messbaren Stress auslösen und geht häufig mit einem geringeren psychischen Wohlbefinden und tieferer Lebenszufriedenheit einher.
Aufräumen und Putzen sorgen also nicht nur für eine saubere Wohnung, sondern auch für einen freieren Kopf. Gute Gründe, jetzt zum Putzlappen und Staubsauger zu greifen – und das Thema Frühlingsputz endlich abzuhaken.
Quelle Titelbild: Adobe Stock | 577753621
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Ich liebe es, in andere Welten einzutauchen, sei es durch spannende Geschichten, mit Reisen in ferne Länder und Kulturen oder in meinem eigenen kleinen Garten – ich bin immer auf Entdeckungsreise. Und wenn es Zeit wird, die Seele baumeln zu lassen, findet ihr mich auf der Yogamatte oder mit einem guten Buch in der Hand.
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