
Nie mehr rasieren – funktioniert das wirklich?
Rasieren, wachsen, epilieren – und kurze Zeit später fängt das Spiel von vorne an. Der Philips Lumea verspricht, diesem Kreislauf ein für alle Mal ein Ende zu setzen. Ob das wirklich funktioniert? Ich hab's getestet.
Vielleicht geht’s dir genauso wie mir, denn ich finde alle Haare, abgesehen von deren auf dem Kopf, so ziemlich überflüssig. Aus diesem Grund klingt für mich eine Lösung, welche die Härchen langfristig verschwinden lässt, äusserst verlockend. Ich habe den Philips Lumea IPL 9000 Series getestet und teile nun meine Erfahrungen.
Wie funktioniert der Philips Lumea?
Werfen wir zuerst einen kurzen Blick auf die Technologie hinter dem Philips Lumea. Das Gerät sendet sanfte Lichtimpulse (IPL steht für «Intense Pulsed Light») aus, die von den Haarwurzeln absorbiert werden und diese in eine Ruhephase versetzen. Das Ergebnis? Die Haare fallen auf natürliche Weise aus und der Haarwuchs wird verhindert. Klingt total einfach, oder? So einfach dann doch nicht. Der Wachstumszyklus unserer Haare besteht aus verschiedenen Phasen und die IPL-Technologie ist nur in der «Wachstumsphase» wirksam. Leider befinden sich nicht alle unsere Haare zur selben Zeit in derselben Phase. Um also alle Haare mit den Lichtimpulsen zu erwischen, ist eine mehrfache und vor allem regelmässige Anwendung notwendig. Das Gerät liefert also keine Resultate über Nacht.
Der Philips Lumea eignet sich nicht für alle Haarfarben und Hauttypen. Die Anwendung funktioniert am besten bei hellen Hauttypen mit dunklen Haaren. Die Behandlung mit der IPL-Technologie ist bei hellblondem, grauem oder rotem Haar unwirksam, da dieses nicht genügend Licht absorbieren kann.
Die Vorbereitung
Es gibt IPL-Geräte unterschiedlicher Hersteller und in verschiedenen Ausführungen. Ich habe für diesen Test den Philips Lumea IPL 9000 Series gewählt. In dieser Variante ist beim Lieferumfang folgendes enthalten:
- Philips Lumea Gerät
- Drei Aufsätze (Gesicht, Körper, Bikinizone/Achseln)
- Netzteil
- Anleitung
- Aufbewahrungsetui
- Reinigungstuch
Das Gerät wirkt hochwertig und überzeugt mich durch sein schickes Design. Es liegt gut in der Hand und wirkt mit wenigen Knöpfen einfach zu bedienen.
Obwohl ich normalerweise lieber probiere, statt studiere, lese ich mir in weiser Voraussicht zuerst die Anleitung durch. Diese beinhaltet Sicherheitshinweise, Informationen über Körperstellen und Hautzustände, bei denen das Gerät nicht angewendet werden darf und detaillierte Anweisungen über die Vorbereitung und den empfohlenen Behandlungsplan.
Das Gerät verfügt über fünf Intensitätsstufen. Mit der «SmartSkin-Taste» (Knopf mit der Lupe) kann ich vor der Anwendung herausfinden, welche Lichtintensität für mich geeignet ist. Der Hersteller empfiehlt dies bei jeder neuen Körperpartie oder nach kürzlichem Bräunen zu wiederholen. Da ich ein sehr heller Hauttyp bin und sehr dunkle Haare habe, erstaunt mich mein Resultat nicht. Ich habe mit «5» die höchste Stufe. Zur Sicherheit konsultiere ich vor der ersten Anwendung noch meinen Hautarzt, der mir grünes Licht gibt.
Gut Ding will Weile haben
Der Hersteller Philips empfiehlt, in der Anfangsphase die ersten vier bis fünf Behandlungen alle zwei Wochen durchzuführen. Danach folgt die Nachbehandlungsphase, in der alle vier bis acht Wochen das Ergebnis aufgefrischt wird, um langanhaltend glatte Resultate zu erzielen. Der Zeitraum zwischen den Behandlungen kann jedoch je nach individuellem Haarwuchs und je nach Körperpartie variieren.
Optional bietet Philips als Unterstützung der Behandlung auch die «Philips Lumea IPL»-App an. Die App bietet zahlreiche Informationen und Hilfestellungen. Du bekommst zum Beispiel einen Überblick über die anstehenden Behandlungszyklen, Erklärvideos für die Behandlung und zusätzlich bietet sie die Möglichkeit, dich zu deinem gewünschten Zeitpunkt an die anstehende Behandlung zu erinnern. Für das Set-up der App benötigst du deine E-Mailadresse und musst einen Account erstellen. Ich lasse mich von den Inhalten auf der App inspirieren, aber verwende sie danach nicht laufend. Hier jedoch ein paar Eindrücke der App:
Ich halte mich strikt an die Anweisungen und führe die ersten vier Behandlungen in einem zweiwöchentlichen Rhythmus durch, dabei ist es wichtig zu beachten, dass die einzelnen Behandlungen nie länger als drei Tage vor oder nach dem geplanten Behandlungsdatum durchgeführt werden. Ansonsten müsste die Behandlungsphase wieder von vorne gestartet werden. Ich habe an einem Freitag gestartet und führe die zukünftigen Behandlungen auch an den jeweiligen Freitagen durch.
Die Anwendung ist unkompliziert. Ich stelle vor jeder Behandlung sicher, dass meine Haut sauber, trocken und frisch rasiert ist. Dann setze ich den Lumea auf die gewünschte Stelle, drücke den Auslöser, und schon sendet er den sanften Lichtimpuls aus. Es fühlt sich an wie kleine Wärmeblitze, ist aber für mich keineswegs schmerzhaft. Je nach Körperstelle zwickt es einfach etwas stärker. Ich lasse das Gerät schrittweise über meine Haut gleiten und sende jeweils einen Blitz aus. Dabei achte ich darauf, dass sich die behandelten Zonen nicht überschneiden, sodass eine Stelle während einer Behandlung nicht mehrfach «geblitzt» wird. Ich merke, dass der Prozess Geduld erfordert, aber nach ein paar Anwendungen sehe ich bereits einen deutlichen Unterschied. Die Härchen werden dünner und wachsen langsamer nach.
Mein Fazit: Eine glatte Sache
Mittlerweile verwende ich das Gerät seit einigen Monaten und bin mit den Resultaten sehr zufrieden. Bei mir hat die Haarentfernung sehr gut funktioniert und es wachsen nur noch vereinzelt feine Härchen nach. Ich führe aktuell alle sechs bis acht Wochen eine «Refresh»-Behandlung durch, um das Resultat zu halten.
Für mich hat sich die Anschaffung des Philips Lumea eindeutig gelohnt. Ich habe endlich eine Haarentfernungsmethode für mich gefunden, die schmerzfrei und langanhaltend ist.
Noch ein letzter Tipp von mir: Ich halte die Wintermonate für den optimalen Zeitpunkt, um mit der Behandlung zu beginnen. In dieser Zeit ist die Sonneneinstrahlung auf die Haut gering, und bis zum Sommer hast du durch die wiederholte Anwendung die Möglichkeit, makellos glatte Haut zu erreichen.
Die Vor- und Nachteile auf einen Blick
Vorteile
Langanhaltende Ergebnisse: Die Haare bleiben langfristig fern.
Schmerzfrei: Kein Reissen oder Schneiden mehr.
Zeitersparnis: Kein tägliches Rasieren.
Vielseitigkeit: Kann an diversen Körperstellen (Gesicht, Beine, Achseln und Bikinizone) eingesetzt werden.
Kosteneffizient: Langfristig günstiger als Rasierer, Wachs oder Salonbehandlungen.
Nachteile
Geduld: Die Anwendung erfordert Geduld und Regelmässigkeit.
Voraussetzungen: Nicht für alle Haut- und Haartypen geeignet. Die besten Ergebnisse erzielst du mit heller Haut und dunklen Haaren.
Anschaffungskosten: Der Lumea ist bei der Anschaffung teurer als Rasierer oder Wachs, aber langfristig rentabler.
Vorsicht
Sonneneinstrahlung: Nach der Anwendung solltest du intensive Sonneneinstrahlung vermeiden und Sonnenschutz tragen.
Tattoos und Muttermale: Über diesen Bereichen und Hautstellen sollte der Lumea nicht verwendet werden.
Körperstellen: Der Philips Lumea darf nicht an allen Körperstellen verwendet werden. Beachte hierzu unbedingt die Anleitung.
Alle Bilder in diesem Beitrag: Marie-Line Oboussier | Brack.Alltron
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Die Neugierde ist meine ständige Wegbegleiterin: Dank ihr sind meine Interessen so bunt und vielseitig wie das Sortiment im Tante-Emma-Laden. Wo ich meine Kreativität ausleben kann, kribbelt es mir in den Fingern. Falls ich nicht gerade am Shoppen, Kochen, Netflixen, Einrichten, Fotografieren, Reisen oder beim Tätowieren bin, geniesse ich in der Natur die kleinen Freuden des Lebens. Wer mich bestechen will, probiert's am besten mit Sushi oder Schoggi.
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