
Was Ostern mit dem Mond zu tun hat
Hach, Ostersonntag. Der Feiertag, an dem nicht etwa ein Huhn, sondern (ganz im biologischen Sinne) ein Hase die Eier vorbeibringt. Der Feiertag, der manche in der Nacht darauf aufhorchen lässt, aus Sorge, irgendwo zwischen Heizkörper und Sofa läge doch noch ein verschollenes Ei. Und nicht zu vergessen: Der Feiertag, dessen Datum mit jedem Jahresbeginn für zahlreiche Google-Suchen sorgt.
Wir lieben ihn, kein Zweifel. Nichtsdestotrotz stellt sich jedes Jahr aufs Neue dieselbe Frage: Wann findet Ostern eigentlich statt? Letztes Jahr … ja, letztes Jahr war es der 20. April. Also wohl irgendwann um die Zeit herum, könnte man meinen. Doch vorletztes Jahr … nun, vorletztes Jahr war es der 31. März. Und mit ein bisschen Recherche stellt sich heraus: Die Spannbreite reicht vom 22. März bis zum 25. April.
Anders als bei Weihnachten handelt es sich bei den Ostertagen um sogenannte bewegliche Feiertage. Das Datum ändert sich von Jahr zu Jahr.
Ei, ei, ei – aber wieso eigentlich?
Wenn du bisher immer auf Google zurückgreifen musstest, um das diesjährige Osterdatum herauszufinden, dann liegt das nicht etwa daran, dass du hinter dem Mond lebst – sondern vielmehr daran, dass das Datum von ihm abhängt. Richtig: Der Mond bestimmt, wann Ostern stattfindet. Nun, genau genommen Mond und Sonne. Denn Ostern findet immer am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsbeginn (der vom 21. März markiert wird, wohlgemerkt) statt.
Genau wegen dieser Konstellation spitzen sich die Suchanfragen vor dem Ostersonntag zu wie der Mont Blanc:
Wissen, wie der Hase läuft – ohne Internet
Doch stellen wir uns vor, die Antwort läge nicht nur einen Klick entfernt. Angenommen, weder Google noch Bing stünden uns zur Seite, genauso wenig wie das Internet selbst. Wie würden wir dann herausfinden, wann Ostern stattfindet? Orientieren wir uns an den Schokohasen, die frühzeitig in die Regale der Supermärkte eingereiht werden? Fragen wir bei einer Kirche nach? Oder verfolgen wir den Mond ab dem 21. März penibel mit und streiten uns darüber, wann Vollmond ist und war?
Tatsächlich gibt es einen Weg, das Osterdatum auszurechnen. Doch Achtung …
Die Berechnung ist nichts für Hasenfüsse
Wer auf ein simples «eins und eins ergibt zwei» oder irgendeine Formel gehofft hat, die sich in Sekundenschnelle in den Taschenrechner eingeben lässt, wird enttäuscht: So einfach ist das Problem nicht auf eine einzige Rechnung herunterzubrechen. Die Berechnung ist nicht unbedingt schwierig, aber auch nicht unaufwendig.
David Harper, ein ehemaliger Astronom mit einem BSc in Mathematik und Astronomie, hat hierzu einen Rechenweg aufgestellt, der ganze 12 – na ja, inoffiziell eher um die 35 – Schritte umfasst. Du findest ihn hier unter dem Menüpunkt «How to calculate the date of Easter».
Für diejenigen, die nicht ganz so viel rechnen möchten, findet sich auf YouTube das eine oder andere Tutorial, das dabei mehr auf Tabellen und Kalender setzt:
Ein Fest, das sich nach Sonne und Mond richtet
Ostern mag zwar wankelmütig wirken, ist aber kein zufällig gewähltes Datum. Der Frühlingsbeginn setzt den Startpunkt, der erste Vollmond danach liefert den Takt, und der darauffolgende Sonntag macht daraus Ostern. Genau deshalb schwankt der Termin jedes Jahr zwischen dem 22. März und dem 25. April. Und falls du künftig ohne Internet nachrechnen willst: Du brauchst entweder astronomische Geduld – oder einen Rechenweg, der es in sich hat.
Quelle Titelbild: Sora AI
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Wenn ich mal nicht gerade damit beschäftigt bin, meiner literarisch-kreativen Ader freien Lauf zu lassen, stecke ich höchstwahrscheinlich in einem Netflix-Marathon fest («Nur noch eine Folge!»), unterhalte ich mich angeregt über die verschiedensten Themen, lese ein gutes Buch oder fordere mich selbst mit einem neuen Hobby heraus. Meine Wissbegierde kennt keine Grenzen, und hier habe ich die Möglichkeit, sie auszuleben und mit anderen zu teilen.
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