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Let's dampf! - Braucht man wirklich eine Gesichtssauna?

Sauna ist wohl allen ein Begriff. Wenn das Wort "Gesichtssauna" fällt, gibt es aber häufig ungläubiges Staunen und viele Fragen. Wie funktioniert das, wie oft soll man sie benutzen und: Braucht man das überhaupt? Wir haben drei verschiedene Modelle ausprobiert und geben euch Antworten auf diese Fragen.

Wer schon mal bei einer Kosmetikerin war, der kennt diesen Moment wahrscheinlich: Das Dampfgerät wird mit Wasser gefüllt, gegen das Gesicht gerichtet und ein feiner, angenehmer Dampf strömt auf die Haut. Das leise, gurgelnde Geräusch lässt mich persönlich regelmässig kurz einnicken...
Der leichte, warme Nebel aus dem Facial Steamer kann in die Haut eindringen, sie mit Feuchtigkeit auffüllen, die Nährstoffaufnahme verbessern und sie perfekt auf die nachfolgenden Behandlungen vorbereiten.

Jedes Mal nehme ich mir vor, dass ich genau diese "Dampf- Behandlung" auch einmal zu Hause durchführen will. Doch leider fehlte mit bisher das passende Gerät. Es gestaltete sich immer etwas umständlich. Nämlich mit heissem Wasser in einer Pfanne und Badetuch über dem Kopf. Schwitzend, mit nassem Haaransatz, hochrotem und hängenden Kopf, ist dieses "Home-Treatment" leider nicht so erholsam wie im Kosmetikstudio.

Genau gleich präsentiert sich die Situation, wenn mal wieder eine Erkältung im Anzug ist und ich die "Dampferei" nicht der Schönheit, sondern der Gesundheit wegen auf mich nehme... Höchste Zeit also, um sich einmal nach ein paar Alternativen umzusehen.

Gesichtssauna für den Heimgebrauch - Taugt das was?

Drei hübsche, kleine und praktische Geräte sind bei mir eingezogen. Ich habe alle einem ausgiebigen Test unterzogen und kann euch diese Frage nun auch beantworten. Bevor ich euch die Vor- und Nachteile vorstelle, will ich zuerst über die Notwendigkeit solcher Geräte sprechen, denn JA natürlich: Es geht auch ganz gut ohne, ABER: Das Ganze ist wirklich viel komfortabler, als seinen Kopf mit einem Handtuch zu bedenken und über eine Schüssel mit heissem Wasser zu halten. Die Temperatur in der Dampfhöhle lässt sich nämlich nicht richtig regulieren, es sei denn man guckt immer wieder kurz unter dem Tuch hervor und lässt die Hitze entweichen.

Wie funktioniert eine Gesichtssauna für kosmetische Zwecke?

  1. Bevor man loslegt, entfernt man allfälliges Makeup, reinigt sein Gesicht gründlich und bereitet die Haut optimal auf die kurze Saunasession vor.
  2. Im Gegensatz zum heissen Wasser im Topf, braucht es bei der "Home-Sauna" nur eine kleine Menge Flüssigkeit, die man direkt ins Gerät einfüllt, auf die gewünschte Temperatur erhitzt und die Intensität einstellt. Man hat ausserdem auch immer alles im Blickfeld, weil man sich nicht unter einem Badetuch verstecken muss. Vor allem wenn man Kinder hat, ist das sehr praktisch. Oder wenn man gleichzeitig die spannende Serie weiterschauen will...
  3. Man platziert nun sein Gesicht direkt vor oder über der Gesichtssauna, lässt den feinen Dampf auf die Haut rieseln - der Entspannungsprozess kann beginnen.
  4. Nach der Behandlung wird der Wasserbehälter kurz ausgewaschen. Das Gesicht kann nun mit einem weichen, lauwarmen Lappen kurz von Schweiss und Talg befreit werden. Die Haut ist jetzt schön weich, gut durchblutet und befeuchtet und bereit für den nächsten Schritt.
  5. Je nach persönlicher Gesichtsroutine könnt ihr jetzt ein AHA/BHA Peeling oder euer bevorzugtes Serum auftragen. Durch den Dampf wurde die Haut gut vorbereitet und kann die Produkte besser aufnehmen. Sie fühlt sich ausserdem sehr weich und gepflegt an.

Wie oft sollte man die Gesichtssauna benutzen?

Das müsst ihr selbst testen und herausfinden. Empfohlen wird die Anwendung nicht öfter als ein bis zwei Mal in der Woche. Wer an Rosacea, stark geröteter, trockener Haut oder ähnlichen Hautkrankheiten leidet, der sollte auf eine Gesichtsbedampfung lieber ganz verzichten.


Wie funktioniert eine Gesichtssauna für medizinische Zwecke?

Oder anders gesagt: Wie benutzt man das Gerät, wenn man Husten hat oder erkältet ist? Das Tolle ist, die meisten Geräte verfügen über verschiedene Aufsätze. So lässt sich eine Dampfsauna zur Behandlung der Haut ebenso nutzen wie zur Inhalation bei Erkältung.

Die Vorbereitung ist praktisch gleich: Das Wasser wird eingefüllt und das Gerät aufgeheizt. (Die Gesichtsreinigung könnt ihr natürlich weglassen...) Zusätzlich kann man ätherische Düfte oder medizinische Inhalationstabletten in den Behälter geben. Bei verstopfter Nase, und Nebenhöhlen kann der feine Wasserdampf die Atemwege befreien und für etwas Linderung sorgen.

Facial Steamer von Rio

Es ist ein 2-in-1 Gerät und kann als Gesichtssauna (grosser Aufsatz), wie auch als Inhalator (kleiner Aufsatz) genutzt werden. Nach dem Einfüllen des Wassers stellt man das Gerät auf die Stufe 2. Das Aufheizen dauert ein paar Minuten, man muss sich also etwas gedulden. Die Intensität kann man mit "auf" und "zu", hinten am Aufsatz, einstellen. Wer die Anwendung mit etwas Öl benutzen will, der nimmt träufelt ein paar Tropfen auf ein Wattepad und legt es in den Plastikaufsatz. Grosse Einstellungen sind mit diesem Facial Steamer nicht möglich. Er ist der einfachste und günstigste im Test. Wer also keinen grossen Schnickschnack sucht, aber trotzdem die Vorteile eines Facial Steamers nutzen will, ist mit diesem Gerät gut bedient.

Gesichtssauna FSTE2 von Rio

Dieses Gerät, ebenfalls von Rio, kann auch für beide Behandlungen benutzt werden. Es wirkt im Gegensatz zum ersten Testmodell etwas hochwertiger und es hat zudem einen Timer mit einem Mini-Display. Die Dampfabgabe ist bei beiden Geräten nicht wahnsinnig stark, was die Behandlung zwar nicht gross beinträchtig. Wer sich wie ich, aber den Dampfhammer unter dem Badetuch gewohnt ist, der wird am Anfang vielleicht etwas enttäuscht sein.
Bei beiden Rio-Produkten muss man den Kopf leicht schräg nach unten halten, damit der Dampf auch wirklich das Gesicht erreicht. Das ist beim letzten Testgerät etwas anders.

Beurer Gesichtssauna FC72


Dieses Modell ist eigentlich nur für kosmetische Zwecke gedacht. Es hat nämlich keinen Inhalationsaufsatz. Während des Testens habe ich aber gemerkt, dass man es trotzdem auch zum Inhalieren benutzen kann. Und es bietet noch ein paar andere Vorteile: Das Gerät wirkt edel und hochwertig und ist nur in Karton und nicht in Plastik verpackt. Ausserdem bedient es sich der Ionen-Technologie. Das hört sich vielleicht zuerst etwas merkwürdig an. Doch wenn man das Gerät benutzt, merkt man sofort, was damit gemeint ist. Die Ionen-Technologie spaltet nämlich das Wasser in winzige Nanopartikel.Schaltet man das Gerät ein, dann hört man ein regelmässiges Klicken. Nach ca. 30 Sekunden ist das Gerät bereits einsatzfähig. Der austretende Dampf fühlt sich viel "weicher", feiner, angenehmer und weniger heiss und aggressiv an als bei den beiden anderen Testprodukten. Man muss auch nicht ständig die richtige Gesichts-Position suchen. Der feine "Nebel" umhüllt perfekt das ganze Gesicht.


Die Behandlung mit der Beurer Gesichtssauna hat mir mit Abstand am besten gefallen. Sie ist vergleichbar mit der Behandlung in einem Kosmetikstudio. Wer ein Gerät für die kosmetische Anwendung sucht, der wird davon sehr begeistert sein.
Aber: Nicht nur dafür!
Beim Ausprobieren habe ich nämlich gemerkt, dass man es durchaus fürs Inhalieren benutzen kann, auch wenn ein spezieller Aufsatz fehlt. Der Dampfausstoss ist regelmässig und stark, wegen der feinen Tröpfchen aber nicht zu heiss und sehr angenehm.


Mein Fazit

Braucht man also jetzt eine Gesichtssauna? Bevor ich die Geräte getestet habe, stand ich eher auf der "Nein-Seite". Es hat sich aber gezeigt wie praktisch, einfach und effektiv die Anwendungen sind. Ich würde sie nicht mehr hergeben wollen.
Wer sich definitiv von der Badetuch-Dampfhöhle verabschieden will, der ist mit einem der beiden Rio-Geräte bereits gut bedient. Sie sind eine gute Alternative zur herkömmlichen Dampferei.
Wer den Fokus auf die kosmetische Behandlung legt, noch etwas mehr Komfort und weniger heissen, aggressiven Dampf möchte, dem würde ich den Facial Steamer von Beurer empfehlen.

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Kathrin Buholzer

Redaktorin, Bloggerin, zuständig für Familienthemen

Eltern-Bloggerin I Mom von 2 Teenie-Girls I Open Air Fan I Bernerin I Rollerskaterin I Testet sehr gerne Wellnesshotels, Haushalts- und Kosmetikgeräte

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