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Samsung Smart Monitor M8 - Ein Bildschirm für alles?

Samsungs Monitor M8 wartet mit einer Vielzahl von intelligenten Funktionen auf. TV, Arbeitsplatz und Smart-Home-Steuerung, das alles vereint in einen hübsch designten Monitor. Doch wie schlägt sich dieses Konzept im Alltag und gelingt der Spagat zwischen Fernseher und Computer. Wir haben den Bildschirm intensiv getestet und schreiben Tacheles.

Fernseher mit smarten Funktionen sind schon seit Jahren ein fester Bestandteilt des TV-Sortiments. In dem die Flimmerkiste per LAN oder WLAN ans Netz angeschlossen wird, können Inhalte von Streaming-Diensten wie Netflix, Amazon Prime oder YouTube bequem auf dem grossen Fernsehbildschirm betrachtet werden. Bei Monitoren sind Geräte mit intelligenten Funktionen eher spärlich gesät oder sie bieten keinen grossen Umfang an Internetdiensten an. In diese Bresche möchte Samsung mit dem Smart Monitor M8 springen. Ihr Ziel: TV, PC-Bildschirm und diverse Zusatzfunktionen in einem Gerät vereinen. Unser Test gibt Aufschluss darüber, wie die Umsetzung dieser Idee Samsung gelungen ist.

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Kommt mir irgendwie bekannt vor...

Anfang April 2022 hatten wir bei der Home 22 in Zürich bereits die Gelegenheit, den M8 am Stand von Samsung zu betrachten und uns vorführen zu lassen. Siehe auch unseren Blog dazu. Der Monitor fiel durch sein Design auch den weiteren Experten vor Ort auf und die Meinung über das Design war durchwegs positiv. Wem Samsung beim äusseren Erscheinungsbild nacheiferte, da waren wir uns ebenfalls schnell einig - nämlich Apples iMac.

Designtechnisch ist das aber alles andere als ein schlechtes Vorbild. Wie das Produkt des amerikanischen Mitbewerbers fallen der schlanke Fuss und das dünne Display auf. Der Monitor dürfte sich in jedem Raum gut einfügen lassen. Den Bildschirm gibt es in vier Farbvarianten. Weiss, Blau, Grün und Pink. Etwas schade finde ich persönlich, dass nur der Fuss und die Leiste unterhalb des Displays farbig sind. Die Rückseite ist immer weiss, ebenfalls die Fernbedienung und die abnehmbare Kamera.

Die Verarbeitung des Monitors ist gut. Ein stabiler Metallfuss sorgt für rutschfesten Halt auf glatten Oberflächen und die restlichen Kunststoffteile wirken hochwertig. Die Montage des Fusses an den Bildschirm funktioniert beinahe werkzeuglos (eine Schraube muss befestigt werden) und ist innert Sekunden erledigt. Dem ultradünnen Display hat man aber keine VESA-Bohrungen versehen und eine Anbringung an die Wand ist, momentan, nicht möglich. Gemäss Samsung soll bald eine Möglichkeit zur Wandmontage erhältlich sein. Warum sie dies aber nicht gleich von Anfang an machten, bleibt wohl ihr Geheimnis. Die Höhe sowie der Neigungswinkel lassen sich komfortabel und stufenlos einstellen. Dreh- und Pivot-Funktion sind nicht vorhanden.

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Kabel unerwünscht

Samsungs M8 ist ein Lifestyle-Monitor. Kabel stören das Gesamtbild und deshalb wurde wohl bei den Anschlüssen gespart. Zur Verfügung stehen ein microHDMI- sowie zwei USB-C-Ports. Einer dient als Hub, der andere besitzt PowerDelivery und unterstützt Displayverbindungen. Das heisst, ist beispielsweise dein Laptop mit dem Display per diesem USB-C-Anschluss verbunden, wird zusätzlich der Akku aufgeladen. Praktisch.

Ansonsten gibt es nur noch einen USB-C-Anschluss ganz oben auf der Hinterseite, dieser dient aber nur zur Befestigung der abnehmbaren Webcam. Wenn sie gerade nicht verwendet wird, kannst du sie einfach beispielsweise in einer Schublaude verstauen. Die Masse sind sehr kompakt und falls du sie doch dauerhaft am Gehäuse haben möchtest, weil du öfters Videogespräche führst, spendiert Samsung eine Kameraabdeckung aus Metall, damit deine Privatsphäre geschützt ist. Die Webcam ist ausgestattet mit AutoZoom und Gesichtsverfolgung. Ein nettes Gimmick, das bei Live-Events und Konferenzen die sprechende Person in den Fokus setzt. Aufgelöst werden die Bilder in Full HD, das ist ordentlich für eine solch kompakte Kamera.

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Zum Lieferumfang gehört auch eine Fernbedienung. Diese ist zwar winzig, liegt aber gut in der Hand und Befehle lassen sich komfortabel ausführen. Weitere Geräte wie Maus, Tastatur oder auch Handy sind schnell mit dem Monitor gekoppelt und im Menü werden die einzelnen Schritte erklärt, um die gewünschte Hardware zu verbinden. Kabelloses Zubehör das über Bluetooth oder WLAN verfügt, ist so unkompliziert in Kombination mit dem Monitor nutzbar. Doch es gibt viele Maus-Tastatur-Sets, die via USB-Dongle die Funksignale zur kabellosen Nutzung übertragen. Viele schwören auch auf kabelgebundene Peripherie, weil sie nicht ständig die Batterien tauschen oder den Akku aufladen möchten. Da kommt dem Samsung M8 die geringe Anschlussvielfalt in die Quere und verursacht unnötige Umstände für diese Anwender*innen.

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Smarter Fernseher?

Wie Samsungs Fernseher nutzt auch der M8 die Tizen-Software. Entsprechend hat der Monitor keinen TV-Tuner, im Internetzeitalter auch überflüssig, da die meisten TV-Inhalte im Netz zu finden sind. Bekannte Streaming-Dienste wie Netflix, Amazon Prime und andere sind bereits als Menüpunkt vorhanden und müssen nur noch mit dem eigenen Konto verbunden werden. Zusätzlich gibt es Samsung TV plus gratis dazu. Ein Sender mit vielen Lifestyle-Inhalten, wie ich beim lässigem durchzappen per Fernbedienung feststellen konnte. Die Inhalte sehen dank Auflösungen bis zu 4K sowie HDR sehr schön aus und wirken natürlich. Bei Programmwechsel kommt es zu kleinen Verzögerungen, die aber nach ein paar Sekunden verschwinden (unscharfes Bild). Schade, ist nur WLAN-5 vorhanden, für den Preis des Monitors hätte ich schon den aktuelleren Standard Wi-Fi-6 erwartet, ebenfalls Bluetooth 4.2 ist alles andere als der aktuelle Standard.

Die Fernseh-Funktion ist sicherlich nett und erfüllt die technischen Anforderungen vollends. Es wird aber kaum jemand den Samsung M8 als Haupt-TV-Gerät nutzen. 32 Zoll Bildschirmdiagonale wirken winzig, die erhältlichen Grössen von Fernsehern heutzutage sind immens und auch die Preise sind vertretbar. Als Zweitgerät ist der smarte Monitor durchaus zweckerfüllend, zumal Fernsehen nur eine von mehreren Möglichkeiten ist. 

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Smarter PC-Ersatz?

«Smart Hub» heisst das Zauberwort. Mit dieser Technologie lässt sich der Monitor auch als Workstation nutzen, und zwar für Windows und Mac. Unterstützt werden unter anderem die Cloud-Services «Samsung DeX», «Apple AirPlay 2» oder «Microsoft Office 365». Wenn du also hauptsächlich Programme dieser Dienste im Homeoffice oder Privat verwendest, dann kannst du dir die Anschaffung eines PCs oder Laptops sparen. Einfach anmelden, eine Tastatur und Maus mit dem smarten Bildschirm verbinden und es kann losgehen. Alles funktioniert einwandfrei und gespeichert werden die Dokumente in der jeweiligen Cloud. Videotelefonie ist via «Google Duo» oder «Skype» möglich. Für mich unverständlich, dass der in Unternehmen und auch privat oft benutzte Dienst «Microsoft Teams» nicht dabei ist. Vor allem wenn man bedenkt, dass diese App Teil des Microsoft Office 365-Paket ist.

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Der Monitor lässt sich auch ganz klassisch als solcher anwenden. Per USB-C-Kabel oder per HDMI (Im Lieferumfang ist jeweils ein USB-C- und ein microHDMI-auf-HDMI-Kabel enthalten) lassen sich Notebooks sowie PCs verbinden. Der Bildschirm kann auch als Zweit-Monitor fungieren, etwa in einem bestehenden Homeoffice-Setup.

Wie bei der TV-Funktion wurde auch hier vieles richtig gemacht, doch die meisten Leute werden die Funktionsvielfalt eines Desktop-PC oder Laptops nicht missen wollen. Ob private oder berufliche Nutzung, praktisch in jedem Bereich werden mehr Programme gebraucht als nur die Standards die die Office-Pakete bieten. Grafikanwendungen, Gaming, Händler und viele weitere Branchen benötigen weitaus mehr Apps oder Tools.

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Weitere «smarte» Funktionen

In deinem zu Hause ist bereits vieles per App steuerbar? Rollläden, Roboterstaubsauger oder Lampen aktivierst du mit deinem Handy? Der Samsung M8 dient als Schaltzentrale für all deine verbundenen IoT-Geräte (Internet der Dinge). Bist du also gerade vor dem Bildschirm beschäftigt, musst du nicht erst zu deinem Smartphone greifen, um etwa das Licht zu dimmen oder die Fensterläden zu schliessen.

Für Gamer steht der 21:9-Modus zur Wahl. Damit wirken Spielszenen intensiver, etwa bei Renn- oder Sportspielen. Die Ultra HD-Auflösung sowie High Dynamic Range (HDR) liefern detailreiche Bilder und natürliche Helligkeit. Für Hobby-Gamer sicher genügend, kompetitive Zocker werden aber bei den weiteren technischen Daten abwinken. 60 Hertz Bildwiederholrate und keine Sync-Funktionen gegen Tearing lässt sie wissen, dass sie bei Multiplayer-Spielen keine Chance gegen andere Spieler vor professionellen Gaming-Monitoren hätten. Für Freunde der Video- und Bildbearbeitung liefert das VA-Panel 99% sRGB-Farbraum, jedoch geringe Werte bei AdobeRGB und DCI-P3. Damit sicherlich kein Monitor für profimässige Grafikbearbeitungen.

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Das Display hat einen adaptiven Bildmodus, das heisst, ein Sensor erkennt die Umgebungsbeleuchtung und passt die Helligkeit automatisch an. Das schont einerseits die Augen vor Übermüdung und sorgt für ein klares Bild, auch bei schwierigen Lichtverhältnissen. Die 2.2-Kanal-Lautsprecher machen ihre Sache ordentlich, können aber nicht mit TV-Lautsprechern oder eigenständigen Soundanlagen mithalten. Ein VoiceAsisstent steht ebenfalls zur Verfügung, um Befehle per Spracheingabe auszuführen.

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Fazit

Der Samsung Smart Monitor M8 ist ein echtes Lifestyle-Produkt. Mit seinem formschönen Design findet er überall in der Wohnung ein Plätzchen, sei es Salon- oder Schreibtisch. Der Bildschirm ist mehr als nur ein Ausgabegerät, die smarten Funktionen sind umfangreich.

Doch genau da liegt auch der wunde Punkt. Er bietet zwar von allem etwas, aber nicht in dem Umfang, wie die Produkte, zu denen der Monitor eine Brücke schlagen will. Er hat TV-Funktionen, aber ist deutlich kleiner als Fernseher, die zu ähnlichen Konditionen erhältlich sind. Um einen PC oder Laptop zu ersetzen, reichen Office-Anwendungen und Videotelefonie bei weitem nicht.

Also völlig unnütz? Keineswegs! Der M8 eignet sich gut als Zweit-Gerät in jedem Haushalt mit seinen vielen nützlichen Eigenschaften - wenn auch zu einem stolzen Preis.

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Patrick Lang

Content Marketing Manager

Bereits in jungen Jahren erhielt ich meinen ersten Computer. Bald darauf kam ich mit den ersten PC-Komponenten in Berührung und habe diese zur Leistungssteigerung eingebaut. Dabei half mir meine Leidenschaft für Gaming und Technik, die bis heute ungebrochen ist. Regelmässig informiere ich mich über die neusten Trends in der Computerwelt, sei es für Business, Home-Office oder Multimedia. Dazu gehören auch die neuesten Mobilgeräte und all ihre Gadgets.

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Kommentare

Hoeschtler
02.06.2022 12:11
Schönes Design :-)