Flexitarismus – die unbekannte Ernährungsweise, mit der sich viele bereits unbewusst identifizieren

Neue Ernährungstrends und Ernährungsformen entwickeln und etablieren sich immer mehr in der Schweiz. Viele Menschen ernähren sich bewusster und fokussieren sich stärker auf die Herkunft der Lebensmittel. Manchen wird es gar nicht klar sein, jedoch ernähren sich immer mehr Schweizerinnen und Schweizer flexitarisch – also vegetarisch mit gezieltem Fleischkonsum. Mittlerweile identifizieren sich laut Statista knapp 20 Prozent der Schweizer Bevölkerung als Flexitarierinnen und Flexitarier – du dich auch?

Der Begriff «Flexitarier» wurde aus dem englischen «flexitarian» übernommen und eingedeutscht. Die Zusammensetzung des Worts ist simpel: Bei Flexitariern handelt es sich um flexible Vegetarier, die ab und zu Fleisch und Fisch konsumieren. Es geht jedoch nicht nur darum, auf Fleisch so gut wie möglich zu verzichten, sondern auch darauf zu achten, woher das Fleisch stammt und wie die Tiere gehalten wurden. Sei es vom Bio-Bauer, vom Bauernhof von nebenan oder vom Metzger des Vertrauens: die Qualität des Fleischs steht bei den meisten Flexitariern im Mittelpunkt. Und das Schönste daran ist, dass alle, die sich für einen flexitarischen Lebensstil entscheiden, die Art und Weise, wann und wieviel Fleisch und Fisch sie konsumieren, selbst bestimmen können. Es existiert keine einheitliche Regel, wann Fleischprodukte gegessen werden dürfen. Auch wie oft auf Fleisch verzichtet wird, ist nicht niedergeschrieben. Einige essen Fleisch nur zu speziellen Anlässen, andere essen einmal wöchentlich Fisch, und so können alle für sich selbst die optimale, ausgewogene Ernährung definieren. Erkennst Du dich darin wieder?

Wieso Flexi?

Achtsamkeit – ein elementares Stichwort bei der Suche nach Motiven der Flexitarierinnen und Flexitarier. Achtsamkeit für die eigene Gesundheit, aber auch fürs Tierwohl. Durch die bewusste Ernährung ohne Verzicht auf spezielle Produkte können auch alle wichtigen Vitamine und Nährstoffe aufgenommen werden. Die Unterstützung von regionalen Anbietern entwickelt sich zudem als Trend gegen die Massentierhaltung, wobei auch die bessere Tierhaltung gefördert und die lokale Wirtschaft angekurbelt werden. Durch die Bio-Qualität der Lebensmittel nehmen die Leute weniger Pestizide oder Medikamente zu sich, die bei herkömmlicher Tierhaltung im Tierfutter eingesetzt werden könnte. Aber nicht nur die Gesundheit ist ein wichtiger Aspekt. Der Geschmack von qualitativ hochwertigem Fleisch übertrifft den von minderwertigen Produkten, was zugleich eine Motivation dafür ist, etwas tiefer ins Portemonnaie zu greifen.

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flexibel vegetarisch: Bei Flexitarierinnen und Flexitariern steht auch mal Fleisch auf dem Einkaufszettel

Das kommt auf den Tisch

Personen mit flexitarischem Lebensstil setzen tierische Lebensmittel etwas in den Hintergrund, schliessen sie aber nicht aus. Dementsprechend finden sich auch Milch und Honig wie auch andere Tierprodukte auf dem Speiseplan. Viel frisches, saisonales Gemüse, Früchte, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte sind Hauptbestandteile der Ernährung, bei denen ebenfalls auf Qualität geachtet wird. Auch zu Fleischalternativen wird gerne gegriffen, um den Fleischkonsum zu reduzieren.

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Oh Bio mio!

Bei BRACK.CH legen wir viel Wert auf Bio-Produkte. Über 3500 Produkte mit Bio-Zertifizierung – von Lebensmitteln über Getränke bis zu Kosmetik – führen wir im Sortiment. Auch bei unseren Fleischprodukten setzen wir mehrheitlich auf Produkte Schweizer Ursprungs.

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Flexi ist ... sexy?

Wie auch du zur Flexitarier*in wirst? Mach dir bewusst, wieso du deine Ernährung umstellen möchtest. Sei es aus gesundheitlichen Gründen oder aus reiner Überzeugung. Das kann dir helfen, falls du zwischendurch etwas schwach werden würdest – das passiert den Besten. Denk daran, du musst auf nichts verzichten! Und natürlich musst du dich auch nicht Flexitarier*in nennen. Überlege dir auch, in welcher Form du Fleisch und Fisch essen möchtest, woher du diese Lebensmittel erhältst und was dabei für dich wichtig ist. Je routinierter du vorgehst, desto einfacher ist die Umstellung. Und wenn du nicht allein zur Flexitarierin oder zum Flexitarier werden willst, hol deine Familie oder Freunde an Bord – gemeinsam ist es viel einfacher!

Simon Siefermann

Simon Siefermann

Junior Social Media & Community Manager

Ich bin gerne unterwegs – sei es in der Schweiz oder im Ausland, in den Bergen, in Städten oder am See. Eines meiner Ziele ist es, die Welt zu sehen und mich in meinen sprachlichen Kenntnissen zu entwickeln. Ich entdecke gerne und probiere Neues aus.

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