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Die kuriosesten Wintersportarten der Welt

12.01.2026

Von der organisierten Schneeballschlacht bis zum Bügeln auf eisigen Berggipfeln: Diese aussergewöhnlichen Wintersportarten zeigen, wie kreativ, abenteuerlich und überraschend vielseitig die kalte Jahreszeit sein kann. Sie verbinden Action, Humor und Mut – und machen deutlich, wie vielfältig Wintersport heute interpretiert werden kann.

Die japanische Kunst der Schneeballschlacht

Yukigassen ist ein japanischer Mannschaftssport, der auf dem Prinzip einer organisierten Schneeballschlacht aufbaut. Der Begriff bedeutet im Japanischen wortwörtlich Schneeballschlacht. Die Sportart wurde 1989 in der Kleinstadt Sobetsu auf der nördlichsten japanischen Hauptinsel Hokkaidō erfunden, um den lokalen Wintertourismus anzukurbeln.  

Mittlerweile wird die Sportart auch in anderen Ländern betrieben. In Europa gelten Kemijärv in Finnland und Filzmoos in Österreich als wichtigste Austragungsorte und Zentren des Yukigassen-Sports. Die Weltmeisterschaften werden jährlich auf Hokkaidō ausgetragen.

Bei einem Spiel treten zwei Mannschaften mit je sieben Spieler:innen gegeneinander an. Jedes Team verfügt pro Runde über 90 Schneebälle, mit denen gegnerische Spieler:innen getroffen und aus dem Spiel befördert werden können. Ein Durchgang dauert drei Minuten. Das Erobern der Flagge bedeutet zehn Punkte; gleich viele, wie das Abwerfen der gegnerischen Mannschaft einbringt.  Gespielt werden drei Durchgänge, die Punkte am Ende summiert.

Bügeln am Limit

Extrembügeln ist eine ausschliesslich im Freien ausgetragene Extremsportart mit dem Ziel, unter anspruchsvollen geographischen und körperlichen Bedingungen mittels eines Bügeleisens und eines Bügelbretts Wäsche zu bügeln. Sehr beliebt sind winterliche Schauplätze: vereiste Hänge, schneebedeckte Bergkuppen oder gefrorene Seen, auf denen das Bügeln aufgrund von Kälte, Wind und unebenem Untergrund zur echten Herausforderung wird.

Der Ursprung liegt wohl im Jahr 1997 in Leicester, als der Fabrikarbeiter und Bergsteiger Phillip Shaw es leid war, den Tag mit Hausarbeit zu verbringen und sich entschloss eine Bergtour mitsamt Equipment zu machen.

Der Puck unter der Eisdecke

Unterwasser-Eishockey ist eine Extremsportart, die eine besondere Form des Eishockeys darstellt. Gespielt wird kopfüber unter der geschlossenen Eisdecke von zugefrorenen Seen oder Teichen. Die Teilnehmenden tragen Tauchermasken, Flossen und Neoprenanzüge und tauchen ungefähr alle 30 Sekunden auf, um Luft zu holen. Die Unterseite der Eisfläche wird als Spielfeld für einen schwimmenden Puck verwendet.

Die Sportart wurde 2005 von Apnoetaucher Christian Redl ins Leben gerufen. Bereits zwei Jahre später, 2007, fand am österreichischen Weissensee die erste Weltmeisterschaft statt. Mitten in einer der kältesten und zugleich eindrucksvollsten Winterlandschaften Europas.

Highspeed auf dem Airboard

Airboarding ist eine noch junge, moderne Wintersportart, bei der man bäuchlings auf einem aufblasbaren Hightech-Luftkissen eine präparierte Piste hinuntergleitet. Man liegt Kopf voran und steuert durch Gewichtsverlagerung und Körperbewegungen. Es ist leicht zu erlernen und bietet ein schnelles Erfolgserlebnis. Da auf steileren Pisten Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h erreicht werden, ist Schutzausrüstung und Training sehr zu empfehlen .

Skifahren im Schlittenzug

Skijöring ist eine traditionsreiche Wintersportart mit Ursprung in den nordischen Ländern. Dabei werden Skifahrer:innen mithilfe eines gespannten Seils von einem Vorspann – etwa Rentieren, Pferden, Hunden oder auch Motorschlitten – über eine abgesteckte Strecke gezogen.

Heute wird Skijöring nur noch in wenigen Ländern ausgeübt, darunter auch in der Schweiz. Aufgrund seiner geringen Verbreitung zählt es zu den Randsportarten, weshalb bislang keine Weltmeisterschaften ausgetragen werden.

Fazit

Ob traditionell, skurril oder waghalsig – die vorgestellten Wintersportarten zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig und kreativ Menschen mit Schnee und Eis umgehen. Während Yukigassen sportlichen Teamgeist fördert, stellen Extrembügeln und Unterwasser-Eishockey den Mut zu ungewöhnlichen Herausforderungen unter Beweis. Airboarding bringt Tempo und Action, und das traditionsreiche Skijöring verknüpft Naturverbundenheit mit rasanter Fortbewegung. Zusammen eröffnen diese Disziplinen einen grossartigen Blick darauf, wie unterschiedlich die Faszination Winter erlebt werden kann.

Quelle Titelbild: Kelly Sikkema

Leonie Schneider

Lernende Mediamatikerin

Ob unterwegs in neuen Städten, beim Geniessen von gutem Essen oder in meiner Küche beim Ausprobieren neuer Rezepte – ich liebe es, Neues zu entdecken. Auf Reisen lasse ich mich von neuen Eindrücken inspirieren, während ich beim Kochen und Backen selbst kreativ werde. Den Ausgleich finde ich beim Sport oder wenn ich auf Konzerten in die Musik eintauche. Genauso wichtig sind mir die gemeinsamen Momente mit Freunden, die all das noch wertvoller machen.

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