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Hype oder Hochleistung? Das HP OMEN Transcend 14 im Test

Das HP OMEN Transcend 14 verspricht, ein Alleskönner für Gamer, Grafikdesigner und KI-Enthusiast*innen zu sein. Mit seiner kompakten Bauweise und starken Komponenten wie dem neuesten Intel Core Ultra Prozessor mit NPU für KI-Berechnungen, schnellem LPDDR5X Arbeitsspeicher und einer Nvidia RTX 4070 Grafikkarte, zielt dieses Notebook darauf ab, anspruchsvolle Anwendungen mühelos zu bewältigen. In diesem Test erfährst du, ob HP das gelungen ist.

Um dir vorweg einen kleinen Überblick zu geben, wie das HP OMEN Transcend 14 aussieht und welche Technik im Inneren des Laptops schlummert, hat unserer Lernender Timon ein Video erstellt.

Ein Traum in Schwarz

Schon beim ersten Auspacken aus der eleganten Verpackung gefällt mir die Optik des Laptops auf Anhieb. Auch das Echo meiner Arbeitskolleg*innen ist einstimmig: Design gelungen. Das komplett in schwarz gehaltene Gehäuse überzeugt mit seinen abgerundeten Kanten und den dezent gesetzten Bezeichnungen «OMEN» auf der Rückseite sowie «014» auf der rechten Innenfläche unterhalb der Tastatur sowie hinter dem versetzten Display. Leider ist das Gehäuse sehr anfällig auf Staub und Fingerabdrücke. Deshalb immer ein Staubtuch bereithalten.

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Das HP OMEN Transcend von oben. Quelle: Patrick Lang, BRACK.CH AG

Ich bin erstaunt, wie leicht das Laptop ist. Trotz des massiven Metallgehäuses wiegt das Notebook nur 1.75 kg. Klar, andere Notebooks in dieser Grösse sind leichter, aber diese benötigen kein grossflächiges Kühlsystem für den Prozessor und die Grafikkarte. Das ist auch der Grund, warum das Display etwas nach vorne versetzt ist.

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Das Display ist etwas nach vorne versetzt. Quelle: Patrick Lang, BRACK.CH AG

Die Funktionalität weiss ebenso zu überzeugen. Die Anschläge auf der Chiclet-Tastatur sind angenehm beim Schreiben, nur die halbe Zeilenumbruch-Taste ist für mich etwas gewöhnungsbedürftig. Des Öfteren tippte ich daneben, jedoch gewöhne ich mich mit der Zeit daran. Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier. Das grosse Touchpad überzeugt mich jedoch direkt und das Navigieren fällt besonders präzise aus. Die RGB-Beleuchtung ist beeindruckend: Das Licht scheint durch die transparenten Rahmen der Tasten stärker hindurch. Dadurch ist der Effekt intensiver als bei gewöhnlichen beleuchteten Tasten ohne transparenten Rahmen. Die Beleuchtung sowie deren Helligkeit lassen sich im «OMEN Hub» anpassen.

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Die Tastatur mit RGB-Beleuchtung und das grosse Touchpad machen das Navigieren einfach. Quelle: HP

Wie sieht es mit der Leistung aus? Der Performance-Test

Mobilität und Leistung sollten möglichst Hand in Hand gehen. Rein von den technischen Daten her gesehen, schafft das HP OMEN Transcend 14 diesen Spagat locker. Der Intel Core Ultra 9-Prozessor, 32 GB LPDDR5X-RAM und die dedizierte Grafik von Nvidia (GeForce RTX 4070) lassen das Herz von Technikenthusiast*innen gleich höher schlagen. Anhand des Programms «Cinebench R23» habe ich die Benchmarks gemessen.

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Links die Single-Core-Auswertung und rechts dasselbe bei Multi-Core. Quelle: Cinebench R23

Dieser Test verdeutlicht die hohe Leistung des Laptops. Mit dieser Performance schafft das OMEN Transcend Bild- und Videobearbeitung mit Leichtigkeit. Einen grossen Beitrag zu diesem Resultat liefert der Intel-Prozessor Core Ultra 9 185H. Die CPU leistet maximal eine Taktfrequenz von bis zu 5.1 GHz, besitzt zudem 16 Kerne sowie 22 Threads. Die neue Meteor-Lake-Generation von Intel hat zudem eine NPU (Neural Processing Unit) integriert, ein Spezialchip für KI-Berechnungen.

Mit dieser Spitzenleistung sollte auch ein hardwarehungriges Game wie der Microsoft Flight Simulator in höchster Auflösung flüssig und mit konstant hoher Bildwiederholrate spielbar sein, oder? Das nachfolgende Video zeigt dir das Resultat meines Tests.

Oben links im Video seht ihr in absteigender Reihenfolge:

  • Temperatur der Grafikkarte (GPU)
  • Temperatur des Prozessors sowie dessen Auslastung in Prozent (CPU)
  • Auslastung des Arbeitsspeichers in MB (RAM)
  • Bildwiederholrate (FPS)

Während sich die Werte der Grafikkarte, der CPU sowie des Arbeitsspeichers alle in einem mehr als akzeptablen Rahmen bewegen, ist das bei der Framerate nicht der Fall. Die Grafikqualität des Flugsimulators musste ich auf «Mittel» herunterschrauben, nur für das Cockpit und den Flieger sind die Einstellungen auf «Sehr hoch». Eine Bildwiederholrate von knapp 40 FPS (Frames per second) ist ein Wert, den ich bei einer solchen Grafikkarte eher bei Grafikeinstellungen auf «Sehr hoch» erwartet hätte.

Wie sieht es bei einem Game aus, dessen Hardwareanforderungen etwas humaner sind? Zum Beispiel beim Diablo-Klon Last Epoch.

Beim Action-RPG (Roleplay-Game) ging ich bei der Grafikqualität in die Vollen und schob alle Regler auf «Ultra». Die konstanten FPS über 50 sind deshalb in Ordnung, das Geschehen auf dem Bildschirm wurde auch jederzeit flüssig dargestellt ohne lästige Ruckler. Aber auch bei diesem Game hätte ich eine höhere Bildwiederholrate erwartet. Es ist klar, dass aufgrund der Platzverhältnisse in einem Laptop eine Notebook-Grafikkarte nicht mit einer Desktop-Version verglichen werden kann, dennoch schaffen andere Gaming-Laptops mehr. Hier musste HP wohl aufgrund der geringen Grösse des OMEN Transcend 14 Kompromisse eingehen, die sich auf die Performance auswirken.

Dieser Einschnitt mag beim Gaming einen grösseren Einfluss haben, jedoch ist die dedizierte Grafikkarte bei Arbeiten mit künstlicher Intelligenz Gold wert. Durch die zusätzliche Leistung ist die Erstellung von komplexen KI-Bildern oder -Videos in nur kurzer Zeit realisierbar.

Spieglein, Spieglein: Wer hat das schönste Display?

Der im HP OMEN Transcend 14 verbaute OLED-Bildschirm macht keine Kompromisse bei der Bildqualität. Das selbstleuchtende Display mit einer Bilddiagonale von 14 Zoll überzeugt mit einem hohen Kontrast und der DCI-P3-Farbraum sorgt für eine Farbdarstellung sondergleichen. Aufgrund dieser Werte ist dieser Laptop für die Wiedergabe und das Bearbeiten von Fotos und Videos besonders geeignet. Die Bildwiederholrate von 120 Hertz ist zudem für Gamer genügend, um die Action mit der maximalen Auflösung von 2880x1800 Pixeln ruckelfrei zu geniessen.

Der OLED-Bildschirm ist jedoch nicht Anti-Glare, das heisst er spiegelt bei reflektierenden Lichtquellen. Bei zu vielen künstlichen oder natürlichen Lichtquellen können diese Reflektionen stören. Um Spiegelungen zu vermeiden, solltest du das Laptop so positionieren, dass das Licht seitlich einfällt und nicht direkt auf das Display trifft. Wenn du indirekte Beleuchtung verwendest, lassen sich Kontraste minimieren. Das ist trotz der eher kleinen Bildschirmdiagonale von 14 Zoll auf einer grossen Bildfläche möglich, die im angenehmen 16:10-Modus dargestellt wird.

Viel Leistung = kurze Akkulaufzeit?

Im Innern des OMEN-Laptops schlummert eine Batterie mit 71 Wattstunden, bestehend aus sechs Zellen. Gemäss Angabe von HP auf dem Datenblatt sind damit bis zu 13 Stunden Videowiedergabe möglich, und zwar unter folgenden Voraussetzungen:

«Die Akkulaufzeit wurde von HP mit folgenden Eigenschaften getestet: kontinuierliche FHD-Videowiedergabe,1080p (1920x1080) Auflösung,150 Nits Helligkeit, Systemlautstärke bei 17 % als Bildvorgabe, Player-Audiopegel bei 100 %, Wiedergabe im Vollbildmodus aus dem lokalen Speicher, Kopfhörer angeschlossen oder über Lautsprecher (falls kein Audioklinkenanschluss), drahtlose Verbindung aktiviert, jedoch nicht verbunden.»

Bei meinem Test habe ich die Akkuleistung auf «Ausgeglichen» eingestellt und die Tastaturbeleuchtung sowie die Lautsprecher deaktiviert. Ausserdem habe ich die Helligkeit auf 50% reduziert (entspricht etwa 200 Nits Helligkeit) und alle Energiesparoptionen deaktiviert. Ich lasse auf YouTube ein Video in Full HD laufen. Anhand des Programms «BatteryInfoViewer» erfolgt folgendes Resultat:

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Der Akkuverbrauch im Detail. Quelle: Screenshot BatteryInfoView

Nach fast genau 6.5 Stunden geht dem Akku der Saft aus. Natürlich sind meine Einstellungen etwas fordernder als diejenigen des Herstellers, jedoch ist das ein gutes Resultat. Einen Arbeitstag hält das Notebook somit problemlos durch.

Aufgeladen wird die Batterie mit dem mitgelieferten Netzteil per USB-C mit bis zu 140 Watt. Dank «HP Fast Charge» geschieht dies in Windeseile – in nur 30 Minuten ist bereits die Hälfte des vollen Akkustandes erreicht.

Kommunikation im Fokus

Das HP OMEN Transcend 14 ist ausgestattet mit der «HP TrueVision»-Kamera. Diese überträgt Videogespräche in Full HD-Auflösung. Der 88 Grad-Weitwinkel garantiert, das ihr von der Webcam vollumfänglich erfasst werdet. In Kombination mit den integrierten Dual-Array-Digitalmikrofonen ist die Kommunikation mit eurem Gegenüber jederzeit klar verständlich.

Die beiden Lautsprecher von HyperX mit DTS:X-Unterstützung klingen sehr gut. Egal, ob Musik oder Film, die Soundkulisse ist für ein Notebook mehr als ordentlich.

Anschlussvielfalt

Die meisten Laptops haben ihre Schnittstellen auf der linken und rechten Seite. Das ist beim OMEN Transcend nicht anders. Jedoch nutzt HP auch die Rückseite für Anschlüsse.

Hinten ist mittig der Thunderbolt4-Anschluss mit USB-C platziert, der das Notebook mit Strom versorgt und dank DisplayPort auch als Schnittstelle für einen kompatiblen externen Monitor dient. Gleich nebendran befindet sich der HDMI-Port, der ebenso für den Anschluss eines passenden Monitors angedacht ist. Auf der rechten Seite befinden sich zwei USB-Anschlüsse Typ-A, wobei einer der beiden nebst Datentransfer auch als zusätzlicher Ladeanschluss dient.

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Anschlüsse hinten und rechts. Quelle: HP

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Anschlüsse linke Seite. Quelle: HP

Links befindet sich ein weiterer USB-Port Typ-C, der wie sein grosser Bruder auf der Rückseite über DisplayPort und PowerDelivery (externe Geräte wie Handys werden mit Strom versorgt) verfügt. Die Signalrate liegt jedoch anstatt bei 40 Gbit/s nur bei 10 Gbit/s, da es sich hierbei um keinen Thunderbolt-Anschluss handelt. Auf der gleichen Seite befindet sich noch die Kombibuchse für das Anschliessen eines Headsets, Mikrofon oder Kopfhörer.

Für die drahtlose Konnektivität steht dir WLAN im 6E-Standard sowie Bluetooth in der Version 5.3 zur Verfügung.

Fazit

Das HP OMEN Transcend 14 ist ein hochtechnisiertes Notebook, das auf High-Performance getrimmt ist. Starker Prozessor, viel Arbeitsspeicher und eine dedizierte Grafikkarte machen dieses Laptop zum idealen Partner für kreatives Arbeiten. Das widerspiegelt auch das OLED-Display: Die hohe Bildauflösung sowie der hohe Farbraum, die flüssige Bildwiederholrate und das komfortables Bildformat von 16:10 sprechen fürs sich.

Apropos spiegeln: Bei externen Lichtquellen sind merklich störende Reflektionen wahrnehmbar. Zudem schwächelt das OMEN gerade in seiner eigentlichen Paradedisziplin: Die Architektur der Nvidia Grafikkarte RTX 4070 im Transcend verunmöglicht das Zocken von TripleA-Games in höchstmöglicher Auflösung. Die Parameter müssen je nach Spiel heruntergeschraubt werden.

Trotzdem sind viele Computerspiele in einer hohen Auflösung spielbar. Die Grafikkarte sorgt dafür für genügend Leistung bei Berechnungen durch künstliche Intelligenz. Ebenso liefert die Batterie Strom für einen ganzen Arbeitstag und ist im Leerzustand schnell wieder aufgeladen. Wer sich nicht scheut, über 2000 Schweizer Franken in ein Notebook mit hervorragender Technik und einem schicken Design zu investieren, wird für eine lange Zeit einen treuen mobilen Begleiter im beruflichen sowie privaten Alltag haben.

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Patrick Lang

Content Marketing Manager

Bereits in jungen Jahren erhielt ich meinen ersten Computer. Bald darauf kam ich mit den ersten PC-Komponenten in Berührung und habe diese zur Leistungssteigerung eingebaut. Dabei half mir meine Leidenschaft für Gaming und Technik, die bis heute ungebrochen ist. Regelmässig informiere ich mich über die neusten Trends in der Computerwelt, sei es für Business, Home-Office oder Multimedia. Dazu gehören auch die neuesten Mobilgeräte und all ihre Gadgets.

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Kommentare

screamer007
24.05.2024 12:11
Beim Akkutest mit Youtube-Video sind es 6.5 h und nicht 8.5 h 😀
BRACK.CH
27.05.2024 09:20

Hallo screamer007
Da hast du vollkommen recht. Danke für den Hinweis.