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Emotion und Kampfgeist am BRACK.CH Youth League Futsal Cup

Am vergangenen Wochenende fand im bernischen Gümligen das Finale des Youth League Futsal Cup statt. Zum ersten Mal durften wir von BRACK.CH die zweitägige Veranstaltung als Hauptsponsor begleiten, die im Zeichen des Nachwuchssports steht. In diesem Beitrag teilen wir unsere Impressionen des Events mit euch.

Hallenschuhe quietschen, die Trillerpfeife ertönt und von den Tribünen schallt der Jubel: TOOOR!

Die topmoderne Mobiliar-Arena in Gümligen war am 25. und 26. Februar Austragungsort der Finalspiele des BRACK.CH Youth League Futsal Cup. Dies ist die höchste Amateurliga im Schweizer Jugendfussball und umfasst Junioren C, B und A bei den Herren und FF-15 und FF-19 bei den Damen. Die Teams trugen jeweils das Halbfinale und das Finale in ihren Kategorien aus.

Entsprechend hoch war natürlich der Druck – nicht nur auf den Spieler*innen, sondern auch auf den Trainern. Die Coaches fieberten leidenschaftlich vom Spielfeldrand mit und schienen teilweise mehr zu leiden als die Spieler*innen: Der Trainer einer Tessiner Mannschaft liess sich etwas gar stark mitreissen und kassierte prompt eine gelbe Karte.

Auf dem Spielfeld hatte Fairplay hingegen Vorrang. Viele Stürze gehören beim Futsal dazu und die Spieler*innen steckten so Manches weg. Lieber aufstehen und gleich weitermachen, war vielfach die Devise. Und das war auch wichtig, denn beim Futsal gibt es nur vier Feldspieler – entsprechend wichtig ist jeder einzelne.

Alexandre Rappaz
«Aufgrund des kleinen Spielfelds und der geringen Spielerzahl gibt es im Futsal viel mehr Ballbesitz pro Spieler*in als beim Rasenfussball. Daher ist Futsal ein ausgezeichnetes Training für die Spieler*innen, die im Sommer in grösseren Teams auf dem Rasen spielen.»

Alexandre Rappaz, Direktion Fussballentwicklung SFV

Neben viel Ballbesitz bedeutet das kleine Spielfeld vor allem eines: Viele Tore. Rund zehn Treffer gab es pro 30-minütiger Partie zu bejubeln. Die Eltern auf den Tribünen liessen sich nicht lange bitten und feierten jedes Tor mit der Vehemenz einer Fankurve. Der eine oder andere Vater konnte gar nicht mehr stillsitzen und tigerte wie ein Raubtier zwischen den Sitzreihen umher. Ganz grosses Kino auch abseits des Spielfelds.

Bei den Spielen der Mädchen- und Damen-Mannschaften ging es etwas ruhiger zu und her, zumindest akustisch. Spieltechnisch kämpften die Spielerinnen genau so hart wie die Jungs. Leider gibt es für sie noch nicht dieselbe Vielfalt an Kategorien und Meisterschaften. Dies liegt daran, dass es zu wenige Spielerinnen gibt, wie Claudio Brandellero weiss:

Claudio Brandellero
«Wir haben noch nicht genügend Spielerinnen, um alle Kategorien zu befüllen, die es bei den Herren gibt. Doch dafür sind die Mädchen enorm dankbar für jede Möglichkeit, an einem solchen Turnier teilnehmen zu können. Für die Jungs ist dies eher selbstverständlich.»

Claudio Brandellero, Verantwortlicher für Fussballentwicklung beim SFV

Ein besonders heisses Spiel war das Finale der Kategorie C am Samstag, Chiasso gegen Basse-Broye. Die Spieler schenkten sich nichts und in der Hitze des Gefechts gab es das eine oder andere Foul. Ganze vier Penaltys wurden vergeben – zwei pro Team – und alle wurden versenkt. Als der erlösende Schlusspfiff fällt, stand es 5:4 für die Freiburger. Über die PA-Anlage des Stadions ertönten die unsterblichen Klänge von Queen's We are the Champions und die siegreichen Spieler durften sich einige Minuten lang feiern lassen. Dann wurde der Medaillentisch wieder vom Spielfeld gerollt und die Mannschaft der nächsten Kategorie begann bereits mit dem Aufwärmen.

Nach dem Turnier ist vor dem Turnier

Schon bald geht es für die Teams der BRACK.CH Youth League wieder raus auf den Rasen. In den kommenden Monaten werden sie sich in 11-er Mannschaften draussen duellieren. Die besten Kicker*innen qualifizieren sich für das Finale in Sierre, das am 24. und 25. Juni stattfinden wird. Auf der Website des SFV werden die Resultate der Spiele laufend veröffentlicht. So können Sie die Teams auf ihrer "Road to Sierre" verfolgen.

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Dominik Perrenoud

Redaktor

Let the Beat Hit 'em! Als passionierter Hochzeits-DJ interessiere ich mich für alles, was Musik wiedergibt. Auch privat höre ich praktisch ununterbrochen Musik, sodass in der Wohnung der eine oder andere Lautsprecher herumsteht – von ganz klein bis ganz gross. Daneben schätze ich Filme und Games im Heimkino, geniesse einen guten Whisky (natürlich mit der passenden Musik im Hintergrund) und kurve mit meinem 20-jährigen Cabrio durch den Schwarzwald.

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