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Zwei Monate Browan Helium Miner – mein Fazit

Während der vergangenen zwei Monate lief bei mir zuhause der Browan MerryIot Helium Miner. Dies ist ein einfach zu bedienender Krypto-Miner, mit dem ihr die Kryptowährung Helium schürfen könnt. In diesem Beitrag ziehe ich ein Fazit und fasse meine Erfahrungen mit dem Gerät zusammen.

Im ersten Teil meines Tests des Browan Helium Miners stand dessen Technologie im Mittelpunkt und wie ich das Gerät in Betrieb genommen habe. Wie ich dort schrieb, klappte das Setup des Geräts zwar grundsätzlich, wurde aber von einer Warnung begleitet, «Hotspot is relayed».

Die erste Amtshandlung war also, dieses Problem zu lösen, denn es bedeutete, dass mein Miner nicht direkt mit dem LoRaWAN-Netzwerk verbunden war, sondern sich stattdessen über einen anderen Hotspot in der Umgebung einwählte. Dadurch konnte er nur eine geringere Anzahl an Helium Coins verdienen, weil er für das Netzwerk natürlich weniger nützlich war, als wenn er alleinstehend funktioniert hätte.

Glücklicherweise war die Lösung schnell gefunden: Ein Klick auf die Fehlermeldung im Helium Explorer führte mich auf eine Support-Seite, die mir sagte, ich solle in meinen Router-Einstellungen den Port Nummer 44158 öffnen und dem Miner eine fixe IP zuweisen, inklusive Schritt-für-Schritt-Anleitung. Anscheinend blockierte mein Router die Verbindungsanfrage des Miners. Nach ein paar Klicks war die Lösung umgesetzt und am nächsten Tag war die Fehlermeldung verschwunden. Gut zu wissen: Die Angaben im Helium Explorer werden nur alle paar Stunden aktualisiert, wenn das Netzwerk überprüft, ob der Miner noch angeschlossen ist. Dies war die einzige Fehlermeldung während der gesamten Testzeit.

Der Helium Miner im Betrieb

Der Browan Helium Miner ist ausgesprochen wartungsarm – nach dem initialen Setup, welches schnell erledigt ist, könnt ihr ihn einfach sorgenlos laufen lassen. Es ist auch kein Problem, wenn ihr ihn mal ausschaltet oder den Router neustartet, die Verbindung wird umgehend wiederhergestellt.

Der Stromverbrauch ist mit 2.9 bis 4.5 Watt sehr gering. Zum Vergleich: Handelsübliche LED-Leuchtmittel für den Heimgebrauch benötigen zwischen 4 und rund 15 Watt. Ihr verbraucht also mehr Strom als der Miner, wenn ihr das Licht einschaltet.

Messung des Stromverbrauchs des Browan Helium Miners

Während der Miner tat, was er sollte, bereitete mir die Helium-App grössere Probleme. Diese wird nicht von Browan angeboten, sondern von Helium selbst. Es ist unmöglich, sie zu benutzen, ohne die Standortdienste aktiviert zu haben. Die App öffnet sich zwar, schliesst sich aber jeweils nach kurzer Zeit wieder. Dass beim Setup eine genaue Lokalisierung des Miners nötig ist, kann ich verstehen, aber wenn man nur seine Verdienste checken oder die Einstellungen anpassen möchte, braucht es meiner Ansicht nach keinen Standort mehr. Selbst Google Maps kommt ohne Ortung aus …

Zudem konnte ich mich mit der App nicht via Bluetooth mit dem Miner verbinden. Ob dies an der App, meinem Handy, oder dem Miner lag, lässt sich nicht sagen. Mehrere Versuche an unterschiedlichen Tagen – nach Neustart von Handy und Miner – gelangen jedenfalls nicht. Somit war es mir auch nicht möglich, den Miner über das WLAN zu verbinden, da man das nur mittels Bluetooth-Kopplung über das Handy aufsetzen kann.

Also blieb nur die Anbindung übers Patchkabel. Das funktioniert zwar, doch rastet das Kabel in der Buchse des Miners nicht richtig ein, sodass es mehr oder weniger lose im Anschluss «liegt». Da man den Miner kaum bewegt, ist das grundsätzlich kein grosses Problem. Es ist jedoch denkbar, dass sich das Kabel durch Erschütterungen, die z.B. beim Vorbeilaufen oder durch Haustiere entstehen, genug lösen kann, dass die Verbindung verloren geht.

Hier noch einige Impressionen aus der App. Da sie keine Screenshots zulässt, ganz old school mit der Kamera das Handy fotografiert.

Wie viel lässt sich mit dem Mining verdienen?

Wie ihr auf den obigen Bildern seht, habe ich in den 9 Wochen des Tests rund 4.5 Helium Coins (HNT) verdient. Beim aktuellen Kurs von 8.41 Franken pro HNT (26.07.2022) ergibt dies 37.85 Franken. Auf ein Jahr hochgerechnet sind es etwa 220 Franken, was beim aktuellen Kaufpreis des Browan Miners von 649.- Franken einer äusserst attraktiven Rendite von 33.8 Prozent entspricht. Wie ich bereits im ersten Teil des Tests thematisiert habe, sind diese Zahlen jedoch nur eine Momentaufnahme. Der Kurs von HNT schwankt stark und befindet sich aktuell – gemeinsam mit dem gesamten Kryptomarkt – auf einem Tiefpunkt. Eine langfristig verlässliche Rendite lässt sich deshalb nicht nennen.

Trotzdem hat es etwas für sich, jeden Tag aufs Handy schauen zu können und zuzusehen, wie Geld hereinkommt, ohne etwas dafür zu tun. Natürlich könnt ihr auch mehrere solcher Geräte bei euch installieren und so den Verdienst vervielfachen. Dabei dürftet ihr allerdings irgendwann an eine Obergrenze stossen, denn die Coins, die ihr verdient, kommen ja von den Benutzer*innen des LoRaWAN-Netzwerks in eurer Region. Und diese sind (zumindest aktuell noch) begrenzt.

Mein Gesamt-Fazit

Das Mining von Helium Coins mit dem Browan MerryIoT Miner ist einerseits technisch interessant (siehe Erklärung zum LoRaWAN im ersten Teil) und andererseits eine solide Möglichkeit für ein zusätzliches Einkommen. Dank des einfachen Setups und des wartungsarmen Betriebs ist der Miner auch für Nutzer*innen mit wenig Technikkenntnissen vorbehaltlos einsetzbar.

Miner, Patchkabel und Strommesser sind bereit für die Rückgabe an unserem Technikschalter.

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Dominik Perrenoud

Redaktor

Let the Beat Hit 'em! Als passionierter Hochzeits-DJ interessiere ich mich für alles, was Musik wiedergibt. Auch privat höre ich praktisch ununterbrochen Musik, sodass in der Wohnung der eine oder andere Lautsprecher herumsteht – von ganz klein bis ganz gross. Daneben schätze ich Filme und Games im Heimkino, geniesse einen guten Whisky (natürlich mit der passenden Musik im Hintergrund) und kurve mit meinem 20-jährigen Cabrio durch den Schwarzwald.
  1. Miniatur Mining - Browan MerryIoT Miner_domp.jpg

    Krypto-Mining im Wohnzimmer

    Die meisten bekannten Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum oder Tether werden gewonnen oder «geschürft», indem leistungsstarke Computer hochkomplexe Rechenaufgaben lösen. Die grössten «Schürfer» betreiben riesige Rechenfarmen rund um die Uhr auf Hochtouren und verbrauchen Unmengen an Energie, zusammengerechnet mehr als der Stromverbrauch von ganz Finnland (!). Gegen dieses nicht gerade nachhaltige Konzept stellt sich Helium, eine Kryptowährung, die jede*r im Wohnzimmer schürfen kann, ohne die Stromrechnung zu sprengen. Ich stelle euch die Technologie dahinter vor und zeige das Setup des Browan MerryIoT Helium Miner.

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