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Hochzeit & Ehe: Warum das (k)ein Thema für euch ist

Sommerzeit – Hochzeitszeit! Zwischen Mai und September lassen sich traditionell die meisten Menschen trauen. Und in diesem Sommer gibt es - nach zwei Jahren Pandemie und mit der neuen "Ehe für alle" - einen extra Grund zum Feiern. Wir wollten wissen, wie wichtig den BRACK.CH-Mitarbeiter*innen das Thema "Hochzeit & Ehe" ist und sie haben uns ihre ganz individuellen Geschichten dazu erzählt.

Mehr Romantik geht eigentlich nicht: Als Adrianas Freund Giuseppe um ihre Hand anhielt, da hatte er das generalstabsmässig geplant. Getarnt als Weindegustation im Tessin, mit Luftballons im Weinberg und einem kleinen, selbstgemachten Altar, an dem er auf die Knie ging, um Adriana zu fragen, ob sie ihn heiraten wolle. "Es war wunderschön", beschreibt die Handelskundenberaterin den Moment. "Ich kann bis heute nicht ausdrücken, was das für ein Gefühl war - einfach unbeschreiblich". Adriana kommt aus einer religiösen Familie und ihr bedeutet die Ehe sehr viel - so wie ihrem Partner auch. Für sie heisst heiraten, "dass es für immer ist" und sie ist überzeugt, dass eine Ehe ein ganzes Leben lang halten kann, auch wenn es Höhen und Tiefen gibt. "Dafür braucht es Liebe, gegenseitigen Respekt und gegenseitige Unterstützung", sagt sie. Das grosse Fest, dass es zur Hochzeit geben soll, findet erst im kommenden Jahr statt, aber schon in diesem geben sich Adriana und Giuseppe standesamtlich das Jawort.

Auch für Accountmanager Ferhat ist Heiraten nichts, das man leichtfertig "einfach so" macht. Er hat vor zwei Jahren die Eltern seiner Freundin Anna "ganz old school" - wie er selbst sagt - um Erlaubnis gefragt, bevor er ihr wenig später an Weihnachten einen Heiratsantrag machte. "Wir können uns heute kein Leben ohneeinander mehr vorstellen", erzählt er. Aber auch, dass die Beziehung durch Corona auf eine harte Probe gestellt wurde. Das Paar war von Kurzarbeit betroffen, beide mehrere Monate zu Hause, ihm fiel beinahe die Decke auf den Kopf. "Dass wir diese intensive Zeit zusammen gemeistert haben, war für mich der letzte Beweis, dass ich um Annas Hand anhalten muss", berichtet Ferhat stolz. Im September heiraten die beiden in der Nähe von Luzern und freuen sich riesig auf das Fest.

Alles ausser einfach - heiraten in Pandemiezeiten

Corona hat die Pläne vieler Menschen durcheinandergebracht - auch was das Thema "Heiraten" angeht. Als HR Personalfachfrau Michelle im vergangenen September "Ja" zum Heiratsantrag ihres Freundes sagte, wollten die beiden kein Risiko eingehen. In der Annahme, dass viele ihr Fest corona-bedingt verschieben und ab Juli dank der "Ehe für alle" noch weitere Hochzeiten dazu kommen würden, legten die beiden ihr Fest ins kommende Jahr. "So können wir stressfrei planen und müssen nicht um Traulokale und Feier-Locations kämpfen", sagt Michelle.

Überraschenderweise hat die Pandemie die Zahl der standesamtlichen Trauung kaum beeinflusst. Auf Nachfrage in Zürich, Bern und Baden hiess es übereinstimmend, die Zahlen sei zwischen 2019 und heute relativ konstant geblieben. Allerdings haben viele die grosse Hochzeitsfeier dann doch auf bestimmte - oder unbestimmte - Zeit verschoben.

Mehr rechtliche Sicherheit und Gleichbehandlung

Mit in den aktuellen Statistiken sind erstmals auch die Anmeldungen für gleichgeschlechtliche Eheschliessungen, denn ab Juli gilt die "Ehe für alle". "Wir freuen uns, dass wir dann auch gleichgeschlechtliche Paare verheiraten dürfen", sagt Hans Rudolf Egli, Leiter des Zivilstands- und Bürgerrechtsdienstes im Kanton Bern. Dort wird es nach jetzigem Stand ca. 150 Zeremonien mit gleichgeschlechtlichen Paaren geben.

Was ändert sich für homosexuelle Paare mit der "Ehe für alle"?

Am 26. September 2021 hat die Schweiz mit grosser Mehrheit "Ja" zur Ehe für alle gesagt. Ab dem 1. Juli 2022 können damit nun gleichgeschlechtliche Paare die Ehe eingehen oder ihre eingetragene Partnerschaft in eine Ehe umwandeln lassen.

Das hat unter anderem Auswirkungen auf das Güter- und Adoptionsrecht. Ausserdem haben nun auch gleichgeschlechtliche, verheiratete Frauenpaaren bei Kinderwunsch Zugang zur gesetzlich geregelten Samenspende. Wenn Ihr mehr zur "Ehe für alle" wissen wollt, weitere Infos findet ihr hier.

Ein wichtiger und längst überfälliger Schritt zur Gleichberechtigung von homosexuelle Paaren, findet Sonja, die bei BRACK.CH als Projektmanagerin im Bereich Marktforschung im Einsatz ist. "Das Gesetz hat Signalwirkung für die Gesellschaft und auch für unsere Arbeitswelt." Für die gesamte LGBTQ-Community sei die Annahme der Initiative ein grosser Erfolg gewesen, sagt sie. "Dafür wurde Jahre gekämpft." Für sie und ihre Partnerin ist Heiraten dennoch kein Thema - noch nicht. "Für uns wäre es jetzt definitiv noch zu früh", erklärt sie und kann auch verstehen, wenn manche die Ehe als Institution für überholt halten.

Ist die Ehe doch ein Auslaufmodell?

Bei BRACK.CH sind es übrigens insgesamt acht Mitarbeiter*innen, die in diesem Sommer heiraten wollen. Doch unsere interne Umfrage hat auch gezeigt, dass gerade bei vielen jüngeren Kolleg*innen das Thema "Heirat und Ehe" heute nicht mehr so stark im Fokus steht, wie das bei früheren Generationen der Fall war. "Einerseits finde ich Heiraten etwas Schönes, weil man sich bewusst dazu entscheidet, bis ans Lebensende mit seiner Partnerin zusammenzubleiben", argumentiert Timon, Content Marketing Manager in der Kategorie "Mobilität". "Andererseits finde ich nicht, dass man Heiraten muss, um zu zeigen, dass die Beziehung einem wirklich wichtig ist." Ähnlich sieht das auch Simon Siefermann aus dem Social Media Team. "Ich kenne zwar die rechtlichen Vorteile, die die Ehe mit sich bringt, allerdings sind das für mich keine schlagenden Argumente, um heiraten zu müssen. Ich denke, wenn alles mit der Liebe stimmt, dann bin ich auch bereit, eine Ehe einzugehen."

Und wie denkt eigentlich Hochzeits-DJ und Teamgspändli Dominik Perrenoud darüber? Schliesslich ist er der Mann, der mit dafür verantwortlich ist, dass Hochzeitsfeste zu unvergesslichen Ereignissen werden: "Für mich persönlich hat Heiraten nicht so eine wichtige Bedeutung. Aber ich finde es schön, wenn ich anderen an diesem für sie besonderen Tag mit der richtigen Musik eine tolle Party bereiten kann."

Übrigens: Fast alles, was ihr für eine richtig gute Party und ein gelungenes Fest braucht, findet ihr hier.

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Simone Franzke

Redaktorin Contentmarketing/PR

Als Kind wollte ich meinen eigenen Zirkus gründen, am Ende bin ich Journalistin und Online-Redaktorin geworden. Das ist auch manchmal ein ganz schöner Zirkus… aber ich liebe ihn! Seit August 2021 jongliere ich mit Wort und Schrift fürs BRACK.CH Contentmarketing-Team.
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Dominik Perrenoud

Redaktor

Let the Beat Hit 'em! Als passionierter Hochzeits-DJ interessiere ich mich für alles, was Musik wiedergibt. Auch privat höre ich praktisch ununterbrochen Musik, sodass in der Wohnung der eine oder andere Lautsprecher herumsteht – von ganz klein bis ganz gross. Daneben schätze ich Filme und Games im Heimkino, geniesse einen guten Whisky (natürlich mit der passenden Musik im Hintergrund) und kurve mit meinem 20-jährigen Cabrio durch den Schwarzwald.

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