Grosser Lager-Ausverkauf
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WLAN, so weit das Haus reicht: devolo Magic 2 WiFi 6

devolo bietet mit dem «Magic 2 WiFi 6» eine interessante Lösung für alle, die zuhause mit schlechter WLAN-Abdeckung zu kämpfen haben. Es verteilt das Internetsignal über die Stromleitung (sog. «Powerline»). Somit entfällt das Verlegen von Kabeln vom Router in die entferntesten Zimmer des Zuhauses. Dank dem modernen WiFi-6-Standard des Magic 2 können mehrere User im Netzwerk datenintensive Anwendungen mit der vollen Geschwindigkeit nutzen. Was die kleinen Netzwerk-Wunder alles leisten, erfahrt ihr im Test. Und das Beste: Ihr könnt das getestete Set auch noch gewinnen!

Mit diesem Set sagt devolo WLAN-Problemen den Kampf an, was auch prominent auf die Verpackung gedruckt wird (siehe unten). Anders als WLAN-Repeater oder -Extender funktioniert die Powerline-Technologie im Magic 2 von devolo nicht über die Aufnahme und Weitergabe des bestehenden WLAN-Signals. Solche Lösungen sind stark begrenzt, was die mögliche Reichweite und Bandbreite angeht – Der Repeater kann ja nur weitergeben, was bei ihm ankommt. Und das ist je nach Grundriss und Bauweise des Hauses nicht gerade viel.

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Gross und rot: devolos Kampfansage an WLAN-Probleme

Gut zu wissen: Warum Datenübertragung über die Stromleitung aka «Powerline Communication (PLC)»?

Bevor wir mit der Besprechung des Multiroom-Kits beginnen, an dieser Stelle noch ein wenig Hintergrundwissen zu Störfaktoren für WLAN und den Vor- und Nachteilen kabelloser und kabelgebundener Lösungen.

Hindernisse schwächen das WLAN-Signal ab

Dass mit zunehmendem Abstand zum Router das WLAN-Signal schwächer wird, ist hinlänglich bekannt. Noch schneller schwächt sich das Signal ab, wenn sich Hindernisse wie Wände oder Decken zwischen Router und Empfänger befinden. Die Ursache: Wasserleitungen, Fussbodenheizungen, Holz, Baumaterialien mit hohem Wassergehalt wie Beton-, Ziegel- oder Gipskartonwände –allgemeiner also Wasser, Holz, Metall und Stahl – lassen die Funkwellen des Routers nicht ungehindert passieren. Ein Teil des Signals wird von diesen «Barrieren» zurückgeworfen, sodass die Signalstärke mit jeder Barriere schwächer wird. Gleiches gilt, wenn mehrere WLANs die gleichen Funkkanäle nutzen.

Schwaches-WiFi_domp.jpg
Quelle: Adobe Stock

Repeater können nur weiterleiten, was ankommt …

Vielen bekannt: Die Reichweite eines WLANs lässt sich durch sogenannte «Repeater» erhöhen. Repeater nehmen das ankommende Signal auf und leiten es weiter. Natürlich können sie dabei nur weitergeben, was ankommt – also maximal das, was der WLAN-Router aussendet, in der Praxis jedoch weniger. Und natürlich wird das Signal, das den Repeater wieder verlässt, ebenfalls durch äussere Störfaktoren beeinflusst. Das Signal, das beim Empfänger ankommt, ist (deutlich) schwächer als das Ursprungssignal des Routers und andersrum.

Kurz: Wie weit Repeater den Bereich des heimischen Funknetzes insgesamt vergrössern können, hängt massgeblich von Hindernissen und der Positionierung zwischen Sender und Empfänger ab.

Lassen sich Störungen durch benachbarte WLANs gegebenenfalls durch Wahl eines anderen Funkkanals reduzieren, können Störungen aufgrund baulicher Gegebenheiten in der Regel nicht ohne grösseren Aufwand behoben werden. Repeater sind bei einem oder mehreren solcher Störfaktoren für die Funkverbindung oft keine optimale Lösung, insbesondere dann nicht, wenn grössere Datenmengen wie z. B. bei 4K-Filmen über das WLAN gestreamt werden sollen.

Besser über die lange (hindernisreiche) Distanz: LAN-Kabel oder Powerline

Selbst für ausgesprochene Fans der kabellosen Übertragung dürfte gelten: Bei ungünstigen baulichen Gegebenheiten kommt ihr um kabelgebundene Lösungen als sinnvolle Variante nicht herum. LAN-Kabel sind dabei der Klassiker und in Sachen Performance nicht zu schlagen. Doch oft kommt die Verlegung von Netzwerkkabeln nicht infrage, da sie neben den Kosten immer auch mit grösserem Aufwand beim Verlegen einhergeht, Bohren oft eingeschlossen (und unerwünscht).

Spätestens an diesem Punkt sind Powerline-Lösungen wie die von devolo die optimale Lösung. Die Vorteile liegen auf der Hand: Über die bereits fest verlegten Stromleitungen könnt ihr Daten auch in weit entfernte Winkel von Haus oder Wohnung schicken – angeschlossene Steckdosen vorausgesetzt. Grösserer Aufwand beim Einbau entfällt, Wände und andere bauliche Gegebenheiten stören Senden und Empfangen der Daten dann nicht mehr. Und die Adapter von devolo geben das Signal vom Router via WLAN und Netzwerkkabel weiter. Für letzteres bieten die Adapter zwei RJ45-Anschlüsse.

Ethernetkabel-einstecken-an-Laptop_domp.jpg
Quelle: Adobe Stock

Ist Powerline Communication anfällig für Störungen?

Tatsächlich sind auch Powerline-Lösungen Störfaktoren ausgesetzt. Ohne an dieser Stelle zu sehr ins Detail zu gehen: Andere Verbraucher im Netz können die Signalübertragung stören. Insbesondere dann, wenn sie in der Nähe der Powerline-Adapter eingesteckt werden.

Heisst im Klartext: Den Powerline-Adapter in einer Doppelsteckdose oder einer Steckdosenleiste zu betreiben, ist keine sonderlich gute Idee. Sobald beispielsweise ein Smartphone-Ladegerät in eine der nebenliegenden Steckdosen gesteckt wird, kann es zu deutlichen Leistungsverlusten am Powerline-Adapter kommen.

Daher raten Hersteller wie devolo davon ab, die Powerline-Adapter an Doppelsteckdosen oder Mehrfachsteckdosenleisten zu betreiben, wenn in der Nachbarsteckdose weitere elektrische Geräte eingesteckt sind. Der deutsche Hersteller aus Aachen spendiert deshalb den eigenen Geräten sinnvollerweise eine "Durchsteckdose", die Störfaktoren von daran angesteckten Geräten herausfiltert. Damit ist sichergestellt, dass es zu keiner negativen Beeinflussung der Netzwerkhardware kommt und dass keine Steckdose allein durch den Adapter belegt wird und so für eine andere Nutzung verlorengeht. Vorbildlich!

Doch genug der Vorrede. Schauen wir uns Hardware und Setup genauer an.

Inhalt des Multiroom Kits

Kommen wir nun zum Testobjekt selbst. Es handelt sich um das Magic 2 WiFi 6 Multiroom Kit von devolo. Es beinhaltet neben dem Sender, der mit dem Router verbunden wird, zwei Adapter, die beliebig im Haus verteilt werden können. Für kleinere Anwendungsbereiche gibt es auch ein Starter Kit mit nur einem Adapter, was in vielen Fällen bereits ausreichen dürfte, z.B. um Home-Office und Wohnzimmer mit genügend Bandbreite zu versorgen. Auf der anderen Seite bietet devolo auch Adapter einzeln an, mit denen man das Netzwerk noch erweitern kann, etwa in mehrstöckigen Häusern.

  • an Lager
    64
    Powerline
    devolo - Magic 2 WiFi 6 Multiroom Kit
    (0)
    • Powerline Geschwindigkeit: 2400 Mbit/s
    • WLAN: Ja
    • RJ-45 Anschlüsse: 2
    • Integrierte Steckdose: Ja
    • Powerline Kit: 2er Set
    • Powerline Formfaktor: Normal
     
  • an Lager
    77
    Powerline
    devolo - Magic 2 WiFi 6 Starter Kit
    (0)
    • Powerline Geschwindigkeit: 2400 Mbit/s
    • WLAN: Ja
    • RJ-45 Anschlüsse: 2
    • Integrierte Steckdose: Ja
    • Powerline Kit: 2er Set
    • Powerline Formfaktor: Normal
     
  • an Lager
    52
    Powerline
    devolo - Magic 2 WiFi 6 Einzeladapter
    (0)
    • Powerline Geschwindigkeit: 2400 Mbit/s
    • WLAN: Ja
    • RJ-45 Anschlüsse: 2
    • Integrierte Steckdose: Ja
    • Powerline Kit: Einzeladapter
    • Powerline Formfaktor: Normal
     

Im vorliegenden Multiroom Kit ist Folgendes dabei:

  • 1 x devolo MAGIC 2 LAN: Dieser Sender wird in der Nähe des Routers platziert und per mitgeliefertem Patchkabel mit dem Router verbunden. Er schickt das Internetsignal auf die Stromleitung.
  • 2 x devolo MAGIC 2 WiFi 6: Diese beiden Adapter werden jeweils in den Bereichen der Wohnung bzw. des Hauses in Steckdosen gesteckt, wo LAN oder WLAN benötigt werden.
  • ein Patchkabel, 2 Meter
  • ein Quick-Start-Guide

Lieferumfang-devolo-Magic-2-WiFi-6-Multiroom-Kit.jpg
Der Verpackungsinhalt: Die drei schicken Adapter, mit CH-Durchsteckdose, ein Patchkabel und der Quickstart-Guide

Inbetriebnahme des devolo Magic 2 Multiroom Kit

Wir hatten einige Startschwierigkeiten, der devolo und ich. Dies gleich mal vorneweg. Doch eins nach dem anderen.

Auch wenn die Geräte sich im Prinzip selbständig verbinden, lohnt es sich, beim Anschliessen nach der beigelegten Anleitung vorzugehen. Dort finden sich einige Tipps, die sich als durchaus wertvoll erweisen, wie z. B. vor dem Einstecken der Adapter den WiFi-Key auf ihrer Rückseite zu notieren, um im Anschluss an die Einrichtung seine Endgeräte ins WLAN bringen zu können. Tut man dies nicht, muss man die Adapter ausstecken, um den Key abzulesen, wodurch sie natürlich die Verbindung verlieren und erst wieder hochfahren müssen, bevor die Verbindung klappt. In der Anleitung werden auch die verschiedenen Statusmeldungen der LEDs genau beschrieben sowie die wohl in den meisten Fällen gewünschte, optionale Aktivierung der Mesh-Funktionalität (siehe unten).

Intuitiv bedienbare Software für mobile Geräte und den PC

Zum Setup und zur Konfiguration des Netzwerks stellt euch devolo eine intuitiv bedienbare App zur Verfügung, die es für Android-Smartphones sowie für iPhones/iPads gibt. Darüber hinaus gibt es auch noch die PC-Anwendung "devolo cockpit" für diejenigen, die das Setup lieber am Computer statt am Handy machen. Diese habe ich jedoch nicht getestet, da das Setup mit der App geklappt hat.

Devolo App beim Aufbau des Netzwrks_domp.png
Die Android-App zeigt das im Aufbau befindliche Powerline-Netz an, Screenshot devolo Home Network App

Aufbau des Powerline-WLAN-Netzwerks in der Praxis

Für das Setup bin ich der Anleitung in der App gefolgt und habe zuerst die beiden devolo Magic--Adapter an den benötigten Plätzen in die Steckdosen platziert: Einmal im Keller und einmal im Obergeschoss eines älteren Einfamilienhauses. Sie bauten umgehend eine Verbindung zueinander via Auto-Pairing-Funktion auf. Diese sorgt dafür, dass die Adapter einen Sicherheitsschlüssel austauschen, der die Datenübertragung über die Stromleitung absichert. Dann erst wurde der Sender in der Nähe des Routers platziert und mit ihm per LAN-Kabel verbunden. Leider musste ich ihn mit einem Verlängerungskabel näher an den Router heranholen – anders war es nicht zu lösen. Ich sage «leider», weil laut devolo alle drei Geräte idealerweise direkt an Wandsteckdosen angeschlossen werden sollten und nicht an Verlängerungskabeln oder Steckerleisten, um mögliche Störungen zu vermeiden.

Devolo-Sender-beim-Verbindungsaufbau_domp.jpg
Der devolo Magic-2-Sender während des Setups (ersichtlich an der roten LED)

Nach dem Einstecken des Senders passierte … erstmal nichts (was nicht an der Lösung mit dem Verlängerungskabel lag, siehe unten). Laut der App sollten die Adapter nach maximal drei Minuten eine Verbindung mit dem Sender herstellen, der am Router hängt. Doch auch nach grosszügigen fünf Minuten blinkte nach wie vor die rote LED am Sender, womit sie mitteilt, dass keine Verbindung zu den Adaptern besteht. Also alles nochmal auf Anfang: Alle drei Geräte ausstecken, wieder einstecken und wieder Warten. Doch nach weiteren fünf Minuten tat sich immer noch nichts.

Also suchte ich die App nach möglichen Problemlösungen ab und wurde nicht auf Anhieb fündig. Doch dann, tief in den Einstellungen versteckt, fand ich die Option zum Updaten der Firmware. Letztere scheint der Übeltäter gewesen zu sein, denn nach dem Update gelang die Verbindung zwischen Sender und Adaptern auf Anhieb.

Keine Kompatibilität mit HomePlug AV-Geräten


Wichtig ist an dieser Stelle der Hinweis, dass sich nur Adapter ins devolo-Netz integrieren lassen, die den G.hn-Standard unterstützen. Geräte nach dem HomePlug AV-Standard sind nicht kompatibel. Das gilt unabhängig davon, ob sie von devolo stammen oder von einem anderen Hersteller! Falls ihr bestehende Adapter integrieren möchtet, erfahrt ihr weiter unten mehr.


Nutzung des devolo-Netzes

Beim Verbinden von Endgeräten mit dem devolo-Netz ist es nun hilfreich, wenn man vorab die WLAN-Keys von der Rückseite der Adapter notiert hat. Da die beiden WLAN-Adapter im Kit jeweils einen eigenen Key haben, musste ich ausprobieren, welcher der beiden der im Netzwerk zur Verschlüsselung verwendete ist. Aber klar: Anstelle der vordefinierten lässt sich natürlich auch ein beliebiger Key über die App definieren und verwenden – aus Sicherheitsgründen definitiv zu empfehlen. Für den Test habe ich aber darauf verzichtet.

Alle wichtigen Netzwerkeinstellungen sowie die Funktionen der einzelnen Adapter lassen sich granular via bereits genannte App bzw. PC-Software verwalten. Wünschenswert wäre es, wenn die Zugangsbeschränkung auch eine Blacklist-Funktion für Websites hätte, Stichwort Kindersicherung. Hier verlässt sich devolo offenbar und vielleicht nicht zu Unrecht darauf, dass dies an anderer Stelle wie z. B. dem Router oder dem Client-Betriebssystem konfigurierbar ist.

Performance

Der Magic 2 WiFi 6 ist derzeit der schnellste Powerline-Adapter auf dem Markt, was verschiedene Tests in einschlägigen Fachmedien unabhängig voneinander gemessen haben und belegen. Und auch ich konnte mich im Test von der Geschwindigkeit und der Stabilität der Netzwerkverbindung überzeugen.

Bevor wir zu den Messergebnissen kommen: Der Test fand in einem Einfamilienhaus aus den mittleren 1980er-Jahren statt, entsprechend alt ist die Elektroinstallation. Es ist davon auszugehen, dass die Powerline-Übertragungsraten in moderneren Häusern deutlich höher liegen.

Zum Test habe ich mit speedtest.net die Up- und Downloadgeschwindigkeit über WLAN jeweils vor und nach der Installation des devolo Magic 2 Kits gemessen, und zwar an drei Orten: Im Keller, in der Küche (ohne Wände zwischen Router und Computer) sowie im Bad des Obergeschosses (grösste Distanz zwischen Router und Computer. Zudem habe ich die gratis-App WiFi Analyzer genutzt, um weitere Informationen zum Netzwerk zu erhalten, etwa die Signalstärke. Als Endgerät kam ein Acer Aspire A317-51G zum Einsatz. Dieser unterstützt den WiFi-6-Standard nicht, daher kann er nicht das volle Potenzial des devolo-Kits ausschöpfen. Doch es soll hier vor allem um den vorher-nachher-Vergleich gehen. Und der ist allemal beeindruckend.

Dies sind die Resultate:

Ohne devolo

Mit devolo

Schreibend (Upload, mbps)

Lesend (Download, mbps)

Signalstärke (dBm)

Schreibend (Upload, mbps)

Lesend (Download, mbps)

Signalstärke (dBm)

Küche (EG)

28.97

31.09

-66

45.74

66.57

-71

Badezimmer (1. OG)

38.60

38.35

-73

186.28

130.80

-50

Keller (UG)

28.97

22.0

-75

44.56

74.77

-59

Erwartungsgemäss verbessern sich Signalstärke und Geschwindigkeit mit dem devolo Magic 2 deutlich. Insbesondere das Bad im Obergeschoss profitiert in beeindruckender Weise von der Powerline-Technologie: Der Download-Speed wird mehr als verdreifacht, beim Upload beträgt der Faktor sogar 4.8 (!). Die Signalstärke wechselt von schwach (-73 dBm) auf «nahe am Optimum» (-50 dBm). Zur Referenz: eine Signalstärke von -30 dBm entspricht dem maximal Möglichen, was innerhalb eines Umkreises von etwa einem Meter um den Router erreicht wird.

Bad mit Devolo Speed.jpg
Internetspeed im Badezimmer mit dem devolo Magic 2, Screenshot speedtest.net

Interessanterweise verschlechtert sich die Signalstärke in der Küche leicht, auch wenn sich die Up- und Download-Tempi stark verbessern. Dies dürfte daran liegen, dass der sich Messpunkt in der Küche zwar distanzmässig nahe am Adapter im Keller befand, dieser das Signal jedoch durch die Decke mit Bodenheizung schicken musste.

Die wichtigsten Features und Neuerungen im Überblick

Mit dem Upgrade auf die WiFi-6-Generation macht das devolo Magic 2 Set einen gewaltigen technologischen Fortschritt gegenüber seinen Vorgängern. In der Folge werfen wir einen Blick auf die neuen Technologien, die vom devolo unterstützt werden.

OFDMA & MU-MIMO: zwei Technologien für schnellere parallele Verbindungen

Hinter diesen beiden sperrigen Abkürzungen verbergen sich die wohl bedeutendsten Neuerungen der WiFi-6-Generation: Orthogonal Frequency-Division Multiple Access (OFDMA) und Multi-user Multiple-Input, Multiple-Output (MU-MIMO). Sie sind dafür zuständig, mehrere Geräte, die gleichzeitig im Netzwerk arbeiten, optimal mit der richtigen Bandbreite zu versorgen. Beide Technologien waren bereits in WiFi 5 dabei, doch nun wurde deren Effizienz durch zusätzliche Funktionalitäten stark verbessert: Wenn mehrere Geräte im Netzwerk aktiv sind, ist die Geschwindigkeit bis zu viermal höher als bei WiFi 5!

OFDMA teilt die Frequenzbänder auf, über die der Router Daten sendet. So können mehrere Geräte auf derselben Frequenz mit dem Router kommunizieren. Dies ist optimal für Anwendungen, welche eine geringe Bandbreite benötigen, wie etwa Smart Home-Geräte und das Internet of Things (IoT). Geräte wie smarte Kühlschränke oder Sensoren empfangen und senden nur verhältnismässig kleine Datenpakete. Bei einem älteren Router ohne WiFi 6 würden diese Pakete trotz ihrer kleinen Grösse die gesamte Bandbreite belegen und andere Geräte im Netzwerk blockieren. Mit OFDMA geschieht dies nicht mehr.

MU-MIMO tut grob gesagt dasselbe, einfach für Geräte bzw. Anwendungen mit grösserem Datenhunger: Film-Streaming, Videocalls, Onlinegaming usw. Anstatt die verbundenen Geräte nacheinander zu bedienen, kommen mit MU-MIMO alle parallel zum Zug. Dazu werden mehrere Frequenzen auf diejenigen Geräte im Netzwerk gebündelt, die datenintensive Anwendungen betreiben. Während bei WiFi 5 maximal 4 Geräte gleichzeitig von dieser gebündelten Leistung profitieren konnten, sind es bei WiFi 6 bis zu 12! So wird der ungebremsten Vermehrung von WLAN-fähigen Geräten in unseren Haushalten sowie den immer grösseren Anforderungen an die Übertragungsraten Rechnung getragen.

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Quelle: Adobe Stock

Der Chip auf G.hn-Basis ermöglicht höhere Übertragungsraten

Die Magic-Produktlinie von devolo ist mit topmodernen G.hn-Chips ausgerüstet. G.hn (auch "HomeGrid-Standard" genannt) ist ein technischer Standard der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) und ermöglicht Datenübertragungsraten von bis zu 1 Gbit pro Sekunde. Auch wenn die Geschwindigkeitssteigerung nicht der Fokus von WiFi 6 ist, wurde die maximal mögliche Übertragungsrate natürlich gesteigert: im Powerline-Bereich bis zu 2400 Mbit pro Sekunde und im WLAN bis zu 1800 Mbit pro Sekunde. Zudem bringt der WiFi-6-Standard verbesserte Stabilität bei der Datenübertragung mit sich.

Mehr zu WiFi 6 erfahrt ihr hier.

Wichtig zu wissen: G.hn nicht kompatibel zu HomePlug AV-Standard

Die Adapter nach G.hn-Standard sind nicht kompatibel zu den verbreiteten, aber deutlich langsameren, Powerline-Adaptern nach HomePlug AV-Standard. Adapter mit den unterschiedlichen Standards können also nicht zu einem Netzwerk verbunden werden.

Es ist jedoch möglich, wenn auch mit Blick auf die Datenübertragungsraten auf dem Stromkabel nicht optimal, G.hn- und HomePlug AV-Netze parallel in separaten Netzwerken zu betreiben. Idealerweise kommen zuhause jedoch nur Geräte des gleichen Standards zum Einsatz.

Praxistipp: Früher setzte devolo auf den HomePlug AV Standard, zwischenzeitlich voll auf G.hn. HomePlug AV und G.hn sind nicht miteinander kompatibel. Entscheidet ihr euch also für ein aktuelles Produkt, das nach G.hn-Standard arbeitet, dann müsst ihr ggf. vorhandene HomePlug-AV-Adapter in jedem Fall ersetzen. Wenn ihr euer bestehendes System erweitern möchtet, solltet ihr vorab einen Blick in das Handbuch eurer im Einsatz befindlichen Powerline-Adapter werfen.

Immer beste Verbindung durch Access Point Steering

Der devolo Magic 2 WiFi 6 unterstützt das sogenannte «Access Point Steering» bzw. Mesh-Funktionalität. Was bedeutet das? Im Grunde ganz einfach: Jeder Magic-WiFi-Adapter ist ein Access Point, an dem sich Clients anmelden können, um Daten im Netzwerk übertragen zu können. Access Point Steering sorgt nun dafür, dass ein Endgerät automatisch an den Access Point mit dem stärksten Signal übergeben wird. Nehmen wir an, ihr geht mit dem Smartphone aus der zweiten Etage ins Erdgeschoss. Dabei entfernt ihr euch vom Access Point aus der zweiten Etage und nähert euch dem in der ersten. Sobald die zentrale Einheit im Mesh erkennt, dass das Signal vom Adapter in der ersten Etage stärker ist, meldet es euer Smartphone an diesem an. Bei einer geschickten Verteilung der Adapter zuhause sollten Verbindungsabbrüche damit der Vergangenheit angehören.

Fast Roaming bzw. Client Steering

Bei Fast Roaming bzw. Client Steering, das der devolo Magic 2 WiFi 6 ebenfalls unterstützt, sorgt der Client selbst dafür, dass er sich mit dem stärksten Access Point verbindet. Allerdings gibt es bei der Beurteilung des geeignetsten Access Points eine Reihe von Faktoren einzubeziehen, die der einzelne Client ggf. nicht berücksichtigen kann, weshalb das Mesh mithilfe von Access Point Steering gegebenenfalls zentral optimierend eingreift. Gemeinsam optimieren Fast-Roaming und Access Point Steering die Performance im WLAN deutlich.

Band Steering und Airtime Fairness

Mit Band Steering verfügen die WiFi-Adapter über eine weitere integrierte Funktion zur Verbesserung der Gesamt-Performance des Netzwerks. Wann immer möglich, weisen die Adapter den Clients das optimale Frequenzband zu. Das 2.4 GHz-Band ist häufig dicht belegt, was zu Störungen und Performance-Verlusten führt. Entsprechend binden die Adapter geeignete Clients in passenden Situationen automatisch über das 5 GHz-Frequenzband ein.

Damit besonders schnelle Clients nicht durch langsame ausgebremst werden, gibt es die Funktion «Airtime Fairness», eine Art Überholspur. Schnelle Clients, die WiFi 6 unterstützen, erhalten mehr Verbindungszeit mit dem WLAN-Hotspot als Clients mit WiFi 5 (oder niedriger), die von den Vorzügen des WiFi 6 nicht merklich profitieren können. Damit ist wird die Gesamt-Performance ebenfalls optimiert.

Hoher Schutz durch WPA3

Sehr erfreulich ist, dass devolo seinem Flaggschiff Magic 2 WPA3 als WLAN-Verschlüsselung spendiert. Damit lässt sich das WLAN mit 192 bit verschlüsseln. Mit Blick auf den Verschlüsselungsstandard bewegt ihr euch so auf einer Stufe mit Behörden oder anderen kritischen Infrastrukturen.

Fazit

Die devolo-Adapter gefallen. Nach einer etwas umständlichen Einrichtung war ich von der Performance überzeugt. Sie bringen deutliche Gewinne bei Signalstärke und Geschwindigkeit, auch in schwierigen Umgebungen. Der Aachener Hersteller kann sein Versprechen einlösen: Dank der Powerline-Technologie gehören WLAN-Probleme im Heimnetzwerk tatsächlich der Vergangenheit an. Selbst entlegene Stellen wie der Keller, die Garage oder der Garten können bei Bedarf abgedeckt werden – Die enorme Reichweite von 500 Metern lässt jeden Repeater alt aussehen. Dabei gehen keine Steckdosenplätze an der Wand verloren, weil der Sender und auch die Adapter mit Durchsteckdosen ausgestattet sind. Mit der enorm multitaskingfähigen WiFi-6-Technologie können problemlos mehrere Geräte gleichzeitig datenhungrige Anwendungen betreiben, ohne dass das lästige Puffer-Symbol seine Runden dreht.

Ganz günstig ist der Spass mit knapp 500 Franken zwar nicht, doch dafür bekommt man enorm leistungsfähige Geräte, die aktuell zu den Marktführern gehören, wenn es darum geht, die Reichweite des Heimnetzwerks zu vergrössern. Zudem gibt es auch das Starter Kit mit nur einem Adapter für rund 200 Franken weniger, wenn nicht ganz so grosse Wohnräume abgedeckt werden sollen.

Gewinnspiel

Ihr könnt das devolo Magic 2 WiFi 6 Multiroom Kit gewinnen, das ich euch hier vorgestellt habe! Beantwortet einfach nebenstehende Frage richtig und mit etwas Glück könnt ihr euch von WLAN-Problemen zuhause verabschieden!

Teilnahmeschluss ist der 31.05.2022

Welche vorhandene Einrichtung in eurem Zuhause nutzt die Powerline-Technologie zum Übertragen des Internetsignals? *
Anrede *
Ich möchte den BRACK.CH-Newsletter abonnieren
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Dominik Perrenoud

Redaktor

Let the Beat Hit 'em! Als passionierter Hochzeits-DJ interessiere ich mich für alles, was Musik wiedergibt. Auch privat höre ich praktisch ununterbrochen Musik, sodass in der Wohnung der eine oder andere Lautsprecher herumsteht – von ganz klein bis ganz gross. Daneben schätze ich Filme und Games im Heimkino, geniesse einen guten Whisky (natürlich mit der passenden Musik im Hintergrund) und kurve mit meinem 20-jährigen Cabrio durch den Schwarzwald.

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