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Perfektes Barista Feeling für zu Hause

Das ist sie: Die "La Specialista Maestro von De'Longhi". Meine erste "richtige" Kaffeemaschine. Sie kam per Kurier, in einem riesigen Paket und meine Aufgabe war, sie zu testen. Kommt eine Kaffeetrinkerin, die bis jetzt nur einfache Kapselgeräte bedient hat, mit einer richtigen Kaffeemaschine zurecht? Wie einfach ist die Bedienung und schmeckt der Kaffee überhaupt?

Der Kaffee und ich.
Das war lange Zeit keine Liebesgeschichte. Bis ich angefangen habe, ihn zu trinken, war ich mindestens 22 Jahre alt.
Zuerst gab's Filterkaffee, danach nur Latte Macchiato, also viiiel mehr Milch als Kaffee. Und dann kam die Nespressomaschine.
Warum? Hmm...
Einfache Bedienung, ich konnte mir schnell und unkompliziert meine Lieblingssorte machen und für die paar Kaffees, die wir jeweils pro Woche zubereitet haben, reichte eine Kapselmaschine vollkommen.
Doch als unsere Teenies plötzlich auch auf den Kaffeegeschmack kamen, änderte sich die Lage. Der Konsum stieg und stieg, der Kapselvorrat hielt jeweils nur etwa 2-3 Wochen.
Schon damals überlegten wir uns, eine andere Maschine zu kaufen, ohne Kapseln, dafür mit Bohnen.
Und dann kam Corona, Homeoffice-Zeit und alle waren zu Hause und tranken Kaffee, viel Kaffee.
Der Entscheid stand fest, eine neue Maschine musste her.
Doch welche?
Stundenlang wälzte ich mich durch unzählige Internetseiten, las Testberichte, verglich die vielen Geräte und war am Schluss:
KOMPLETT überfordert!


Meine erste "richtige" Kaffeemaschine


Die Idee eine vollautomatische Kaffeemaschine zu testen, lag also auf der Hand.
Das riesige Paket mit dem Testgerät wurde per Kurier geliefert und das Testen, Ausprobieren und Schreiben konnte beginnen.

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Das Auspacken (mit nur zwei Händen) war eine echte Herausforderung. Doch die Schweisströpfchen haben sich gelohnt.
Tataaaaaa!
Da ist sie:

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Die La Specialista Maestro von De'Longhi ist eine sogenannte Hybridmaschine.
Sie sieht wirklich toll aus.
Viel Edelstahl und die runden Anzeigen erinnern ein bisschen ans Cockpit eines italienischen Rennwagens.

Bevor ich sie allerdings in Betrieb nehmen konnte, musste ich zuerst in der Küche etwas Platz schaffen. Denn mit einer Tiefe von 35 cm, einer Breite von 36 cm und einer Höhe von 45 cm ist sie schon recht gross.
Aber guuuut sieht sie aus. Ich komme mir vor, als würde ich in einer Kaffeebar stehen und freue mich schon auf meinen ersten selbst gebrühten Kaffee.
Was ich da noch nicht wusste:

Bis der aber wirklich perfekt daher kommt und mich auch geschmacklich überzeugt, sollten noch ein paar Tage vergehen...

Ein erstes kleines Problem gab's direkt am Anfang. Das Kabel ist (zumindest für meine Küche) viel zu kurz.

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Denn die Steckdosen sind ja selten genau dort, wo man sie dann auch wirklich braucht.
Also ging zuerst die Suche nach einem Verlängerungskabel, resp. einer Steckdosenleiste los...

Vollautomat, Siebträger oder Hybrid? - Das sind die Unterschiede

Eine vollautomatische Maschine ist leicht erklärt:
Sie funktioniert, wie es der Name bereits verrät, vollautomatisch. Man drückt einfach nur auf den Knopf und die Maschine macht alles ganz alleine. Wer es also gerne unkompliziert hat, häufig im Stress ist, nicht so viel Kaffee trinkt und auch nicht mehrere Tassen gleichzeitig machen muss, ist mit einem Vollautomaten sicherlich gut bedient.
Ein weiterer Pluspunkt ist:
Vollautomaten können in der Regel verschiedene Arten von Kaffee auf Knopfdruck zubereiten. Hat der Vollautomat einen Milchbehälter oder einen eigenen Milchschäumer, so zaubert er ruckzuck und ohne viel Aufwand einen Cappuccino oder einen Latte Macchiato.

Eine Siebträgermaschine hingegen, kostet doch recht viel Geld, Zeit und - sind wir ehrlich - am Anfang auch etwas Nerven...
Ist die Maschine einmal richtig eingestellt, sind die richtigen Bohnen gekauft, kann man aber mit einem Siebträger ein Geschmackerlebnis der Spitzenklasse erzielen und man hat das Gefühl, ein kleiner Barista zu sein...
Eingefleischte und wirkliche Kaffeeliebhaber (und solche die es werden möchten), schwören deshalb auf die Siebträgermaschine, weil sie die Herstellung einer Tasse Kaffee wirklich noch zelebriert. Die Kaffeebohnen werden direkt in der Espressomühle frisch in das Sieb gemahlen.

Man muss sich allerdings einiges an Wissen aneignen, lange ausprobieren und bei der Zubereitung mehrere Arbeitsschritte verfolgen. Doch gerade das, löst bei vielen eine Art "Glücksgefühl" aus, weil eben alle Sinne angesprochen werden.

In Sachen Pflegeaufwand punktet ganz klar der Siebträger gegenüber dem Kaffeevollautomaten. Auch wenn man nach jedem Gebrauch das Sieb ausklopfen muss, braucht es trotzdem viel weniger Reinigungsschritte, da das „Innere“ der Espressomaschine nur mit heissem Wasser in Berührung kommt. Es reicht also, die Maschine nur kurz mit Wasser durchzuspülen. Beim Vollautomaten braucht es eine intensivere Pflege.

Was ist denn jetzt eine Hybridmaschine?

Mein Testgerät die La Specialista Maestro von De'Longhi, zum Beispiel. Sie verbindet das Beste aus Siebträger (Variantenreichtum und Geschmack) und Kaffeevollautomat (Bedienung und perfekter Milchschaum).
Viele Hersteller setzen mittlerweile auf die Hybridtechnik.
Ziel der Hybridmaschinen ist es, einerseits das Handwerk nicht abzuschaffen, andererseits die Bedienung einfacher zu machen, so dass eigentlich jeder auch zu Hause einen perfekten "Barista-Kaffee" zaubern kann.

Die perfekte Kaffeezubereitung - So einfach ist es aber nicht

Hybridmaschinen versuchen also, das Beste aus zwei Welten einer Kaffeemaschine zu vereinen.
Wer jetzt aber denkt: "Ok, prima. Dann mach ich mir im Handumdrehen einen perfekten Kaffee, ohne viel Vorbereitung", den muss ich leider enttäuschen.

Es braucht auch hier recht viel Wissen und man muss sich in die ganze "Kaffee-Thematik" in Ruhe einlesen. Zum Glück werden einige Infos mit der De'Longhi mitgeliefert, viele Tipps und Tricks habe ich aber auf den zahlreichen Testseiten und in den vielen, tollen Kaffeeblogs gefunden, die es mittlerweile im Internet gibt.

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Wichtig ist:
Nicht verzweifeln, wenn es am Anfang noch nicht so gut klappt und der Kaffee noch nicht nach seinem eigenen Gusto ist.

Und wie funktioniert die La Specialista Maestro von De'Longhi?

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Die Hybridmaschine ist in zwei Zonen unterteilt.
Links geht es ums Mahlen der Kaffeebohnen, ums Verdichten und Portionieren.
Rechts befinden sich der Brühkopf, die (automatische) Milchschaumlanze und der Heisswasserauslauf.

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Das Mahlen der Kaffeebohnen

Der Bohnenbehälter lässt sich mit einem einfachen Klick-System auf das Edelstahlmahlwerk aufsetzen und auch wieder abnehmen. Mit der sechsstufigen Mahlgradeinstellung kann man seine persönliche "Mahlung" justieren. Das ist ziemlich "tricky", denn je nach Stufe, schmeckt der Kaffee ganz anders. Auch hier muss man ausprobieren und testen, um die passende Einstellung zu finden.
Ist das Mahlwerk leer, sieht man das immer rechtzeitig - dank des Leuchtsymbols auf der Front.

Tampern

Alle die bereits einen Siebträger zu Hause haben, die wissen, dass damit das Zusammendrücken des Kaffeepulvers gemeint ist und dass dies einer der wichtigsten Vorgänge ist. Ich hab's nicht gewusst und hab mir das in der langen Recherche erst angeeignet.
Der Druck bestimmt nämlich die Dichte der Pressung. Das heisst, er nimmt damit unmittelbar Einfluss auf den Geschmack des Endresultates.
Bei der La Specialista Maestro Maschine gibt es extra einen Arm dafür. Je nachdem wie stark man diesen nach unten drückt, wird der Kaffee mehr oder weniger gestopft.

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Dieser Tamper befindet sich auf der linken Seite und wer schon einmal in Las Vegas war (oder sonst irgendwo mal einen Spielautomaten bedient hat), der fühlt sich grad ein bisschen daran zurückerinnert...
Nun gut. Geld gewinnen kann man mit dem Tamper nicht, aber eben beeinflussen, wie stark das gemahlene Kaffeepulver gepresst wird.
Auch hier gilt: ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren!

Die Temperatursteuerung

Auch das gibt es bei der Kaffeezubereitung zu beachten.
„Active Temperature Control“ nennt sich das bei der La Specialista Maestro. Es gibt 5 verschiedene Profile und in den Beilagen findet man zum Glück ausführliche Informationen, welche Temperatur für welches Getränk und welche Bohne passt.

Die Vorbrühfunktion

„Dynamic PreInfusion“ nennt sich das bei der DeLonghi. Damit lassen sich die Geschmacksstoffe des Kaffeepulvers schon vor der Ausgabe in die Tasse frei setzen und der Geschmack wird intensiviert.

Milchschaum manuell herstellen

Wie das bei Siebträgern üblich ist, kann man auch hier mit einer Dampfdüse, die drei Öffnungen hat, den perfekten Milchschaum zubereiten.

LatteCrema System - Milchschaum automatisch zubereiten

Mit diesem automatischen Milchaufschäumer können alle gängigen Kaffeespezialitäten gezaubert werden, ohne dass man dabei manuell Milch aufschäumen muss.

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Wie macht man den perfekten Kaffee?

Bis jetzt war es bei mir - wie schon gesagt - ganz einfach: Kapsel rein, Knopf drücken fertig.
Mein Kaffee war immer gut, nicht mehr und nicht weniger.
Und genau deshalb wollte ich eben auch mal ausprobieren, was denn eine vollautomatische Maschine so hinbekommt. Allerding war ich auch skeptisch, denn ich bin geschmacklich eher heikel. Mir ist der Kaffee schnell zu stark, zu sauer oder zu bitter.
Um einen perfekten Kaffee herzustellen, gibt es zwar ein paar Richtwerte, aber am Schluss muss das Endprodukt schmecken und das ist eben für jeden ein bisschen anders. Ideal ist es also, wenn man mit ein paar kleinen Anpassungen, seinen individuellen Geschmack einstellen und justieren kann.
Und das braucht eben: ZEIT und GEDULD!

Auf die Bohne kommt es an!

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Auch die Wahl der passenden Bohnen ist Detektivarbeit
Hell, mittel oder dunkel geröstet?
Arabica oder Robusta?

Wer auf Nummer sicher gehen will, der lässt sich am besten in einem Kaffeehaus beraten. Dort kann man nämlich seine Vorlieben genau erklären und vielleicht dann auch gleich mehrere Tässchen Kaffee ausprobieren.
Wer auf Bohnen aus dem Supermarkt oder aus unserem Shop zurückgreifen will, der klickt sich am Besten einmal durch unser grosses Sortiment.
Freunde oder Verwandte können ebenfalls gut als Testkandidaten dienen. Aber auch hier sind die Vorlieben halt sehr unterschiedlich. Obwohl sich die meisten Kaffeesorten für die Verwendung in De'Longhi Vollautomaten eignen, bietet der italienische Hersteller in Zusammenarbeit mit der neapolitanischen Traditionsmarke Kimbo Coffee auch eine eigene Auswahl an speziellen Kaffeebohnen-Mischungen an.

Ich glaube, die ersten 30 Tassen habe alle wieder ausgeleert. Zu stark war der Kaffee und ein schönes Crema-Schäumchen gab es auch keines...
Wir haben uns durch -zig Kaffeebohnen getestet und die Einstellungen bei der Maschine immer wieder justiert. Ich war ehrlich gesagt am Anfang nicht ganz sicher, ob wir das so hinkriegen, dass auch ich die "Kaffeetrinkerin mit dem etwas heiklen Geschmack" den Kaffee mit Freude trinken kann.
Meine Favoriten sind im Moment Chicco d'Oro (der in der goldenen Packung).

Mehr zu den verschiedenen Kaffeespezialitäten findet ihr hier.


Mein Fazit

Kurzform: JA! Aber...
Das heisst:
Hybridmaschinen mag ich.
Die La Specialista Maestro von De'Longhi sieht super stylisch aus, hat man sich etwas eingelesen und vieeeel ausprobiert, ist das Resultat hervorragend und der Kaffee schmeckt jetzt sogar mir, der etwas "heiklen Kaffeeliebhaberin".
Die Bedienung ist super einfach, der Putzaufwand ist gering.
Aber: Sie ist halt schon sehr gross, braucht einiges an Platz, den wir in unserer Küche leider nicht haben. Zum Glück gibt es sie als "La Specialista" auch noch in einer etwas kleineren Ausführung.
Klar ist aber auf jeden Fall:

Bye Bye Kapselmaschine - Hallo Hybrid



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Kathrin Buholzer

Redaktorin, Bloggerin, zuständig für Familienthemen

Eltern-Bloggerin I Mom von 2 Teenie-Girls I Open Air Fan I Bernerin I Testet sehr gerne Wellnesshotels, Haushalts- und Kosmetikgeräte
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