Gesichts-Peelings - Darauf solltet ihr achten

Mit Peelings zu schöner, glatter und gesunder Haut? Ja, das kann funktionieren, es gibt aber ein paar wichtige Dinge, die man beachten sollte. Wir haben die wichtigsten, hier fein säuberlich zusammengestellt.

Ich persönlich würde mich als "Peeling-Fan" bezeichnen. Ich habe auch schon viele Produkte ausprobiert und lasse mich auch regelmässig wieder von den tollen Werbeversprechen einlullen und zum Kauf verleiten...

Eines muss man den Peelings lassen: Sie sind wirkliche Schönheitshelfer und sie lassen sich einfach und schnell anwenden.
Sie sind so praktisch, dass man sie aber manchmal fast zu euphorisch benutzt und dann können sie mehr schaden als nutzen.
Aber schön der Reihe nach:

Was können Gesichts-Peelings für unsere Haut tun?

Unsere Haut erneuert sich ungefähr alle 28 Tage. In dieser Zeit wandern die Hautzellen aus der Dermis (Lederhaut), die hauptsächlich aus Bindegewebe (Kollagen) besteht an die Oberfläche, wo sie letztlich absterben. Ein Peeling entfernt nicht nur Schmutzpartikel, sondern eben auch diese abgestorbenen Hautschüppchen. Durch die Reibung, wird die Haut stärker durchblutet und die körpereigene Zell- und Kollagenproduktion wird angeregt.

Peelings sind also auch so etwas ähnliches wie Anti-Aging Helden.

Sogar oberflächliche Verhornungen oder gar Pigmentstörungen können gemildert werden. Je nachdem wie intensiv die enthaltenen Wirkstoffe in den Produkten sind.
Wer selber schon Peelings gemacht hat, der weiss wie toll sich die Haut danach anfühlt: Warm, rosig, ebenmässig, frisch.

Worauf muss man beim Peelen achten?

Wie so oft in der Kosmetik gilt auch hier - Weniger ist mehr.
Grundsätzlich gelten folgende Angaben:

  • Gesunde und normale Haut kann man gut ein- bis zweimal pro Woche peelen. Mehr ist nicht nötig, sonst kann die Hautbarriere beschädigt werden.
  • Trockene Haut behandelt man lieber nur einmal die Woche, am besten mit einem Öl-Peeling.
  • Sensible Haut sollte man nur 1-2 Mal im Monat peelen und dabei auf sanfte Produkte wie z.B Enzympeelings setzen.
  • Unreine Haut braucht besondere Aufmerksamkeit, deshalb lieber nicht zu viel Peelings benutzen. Ein bis höchstens 2 Mal die Woche sollten genügen. Bei Unsicherheiten am besten bei der Kosmetikerin oder einem Hautarzt nachfragen.

Welche Arten von Peelings gibt es?

Bis vor etwa zwei Jahren habe ich gar nicht gewusst, dass es zwei verschiedene Peeling-Arten gibt. Ich habe grundsätzlich immer zu den Produkten mit den "kleinen blauen Kügelchen" gegriffen.


Peeling_creme.jpg


Ganz oft habe ich Peelings aber auch einfach selber gemacht. Etwas Zucker, Salz oder Kaffee, Heilerde, Honig, Olivenöl und fertig!

Mechanische Peelings

Lange Zeit steckten sie voller Plastikkügelchen und gerieten deshalb stark in Verruf. Jetzt finden sich aber zum Glück immer häufiger natürliche Inhaltsstoffe, wie feiner Sand, Jojobawachs, Bambusmehl oder andere Schleifkörnchen aus Mineralien und Pflanzenbestandteilen in den Produkten.
Mechanische Peelings sind im Allgemeinen gut verträglich, sollten aber nicht auf Pickeln, Akne-Haut und auf offenen Wunden angewendet werden.
Wer unter Rosacea leidet, der muss nicht ganz aufs Peelen verzichten, sollte aber zu einem enzymatischen Peeling greifen. Damit wird die Haut ganz sanft, mild und mit reizarmer Wirkung behandelt.

Peeling.jpg


Chemische Peelings

Klingt vielleicht auf den ersten Blick etwas "gefährlich", ist es aber nicht.
Sie enthalten keine "Schleifpartikel", dafür aber Milch-, Frucht- und/oder Salicylsäure . Diese dringen tief ein und bewirken, dass sich die obere Schicht quasi "abschält", so dass abgestorbene Hautzellen, sonnengeschädigte Haut oder verdickte Stellen verschwinden.
Aber keine Angst: Ihr müsst nicht damit rechnen, dass ihr euch wie eine Kartoffel plötzlich schält....

Wer ein chemisches Peeling das erste Mal benutzt, sollte trotzdem etwas vorsichtig sein. Am besten probiert ihr das Produkt am Kinn aus und lasst es nur kurz auf der Haut. Nicht alle vertragen es nämlich gleich gut, deshalb ist es wichtig, dass man es langsam "einschleicht" und es vor allem am Abend anwendet. Durch die Verwendung ist die Haut nämlich sehr lichtempfindlich und man sollte ihr danach etwas Ruhe gönnen.
Chemische Peelings trägt man auf die Haut auf und lässt sie dann einen Moment einwirkeln. Ich persönlich mag sie sehr gern und bin mittlerweile wirklich gut daran gewöhnt. Trotzdem achte ich immer ganz penibel darauf, dass das Produkt nicht länger als 10 Minuten auf dem Gesicht ist und dass ich die Augenpartie gut ausspare.


Bild_Maske.jpg


Welche Pflege braucht man nach einem Gesichts-Peeling?

Ganz wichtig sind: Feuchtigkeit, Feuchtigkeit, Feuchtigkeit.
Denn durch das "Abschleifen" oder "Abschälen", kann die Haut austrocknen. Nach dem Peeling ist eine gute Feuchtigkeitspflege also unerlässlich. Falls die Haut nach der Behandlung etwas irritiert oder gar gerötet ist, sollte man auf beruhigende Wirkstoffe zurückgreifen und vielleicht auch auf unnötige Duftstoffe/Parfums verzichten. Für eine Extraportion Feuchtigkeit könnt ihr nach der Behandlung auch noch eine Maske auftragen.

Falls ihr euer Peeling trotzdem am Morgen macht, dann tragt unbedingt einen guten Sonnenschutz auf.

Übrigens: Sonnenschutz ist das A und O (auch ohne Peeling).

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Kathrin Buholzer

Kathrin Buholzer

Redaktorin, Bloggerin, zuständig für Familienthemen

Eltern-Bloggerin I Mom von 2 Teenie-Girls I Open Air Fan I Bernerin I Testet sehr gerne Wellnesshotels, Haushalts- und Kosmetikgeräte

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