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Räder wechseln wie ein Profi
So gelingt der Radwechsel mühelos, sicher und materialschonend

Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Wechsel von Sommer- auf Winterreifen – und umgekehrt? Werfen Sie im Herbst einen Blick auf die Aussentemperaturanzeige, wenn Sie am Morgen losfahren, denn gewöhnlich herrschen dann die kühlsten Temperaturen. Werden bereits Werte unter 10 °C angezeigt, dann darf der Wechsel nicht mehr lange hinausgezögert werden, und spätestens, wenn Sie das erste Mal bei unter 7 °C losgefahren sind, sollten Sie handeln, um nicht eines Morgens vom Frost auf dem falschen Fuss erwischt zu werden. Vermeiden Sie es andererseits aber auch, im Frühling noch zu lange mit Winterreifen unterwegs zu sein, denn aufgrund ihrer Materialeigenschaften bieten Sommerreifen bei wärmeren Temperaturen eine bessere Bodenhaftung. Einen verbindlichen Termin für den Wechsel gibt es weder im Herbst noch im Frühling: Der Zeitpunkt für den Wechsel hängt nicht nur vom Wetter ab, sondern auch davon, wo Sie wohnen und zu welchen Tageszeiten Sie mit dem Auto unterwegs sind.

Ob Sie mit zwei Radwechseln pro Jahr durchkommen oder ob Sie wegen einem unerwarteten Frosteinbruch oder einer Fahrt in eine andere Klimazone gezwungen sind, noch häufiger zu wechseln – am flexibelsten sind Sie, wenn Sie dafür ausgerüstet sind, diese Aufgabe selber zu erledigen. Dazu gehört nicht nur das richtige Werkzeug, sondern auch ein wenig Know-how. Beides liefert Ihnen BRACK.CH: Entdecken Sie auf dieser Seite Tipps und Produkte, mit denen Ihnen der Radwechsel gelingt wie einem Profi.

Die wichtigsten Regeln in Kürze

Von Sommer- auf Winterreifen und umgekehrt

  • Schrauben lösen und anziehen, wenn die Räder den Boden berühren
  • Lösen mit dem Radkreuz oder dem Schlagschrauber
  • Anziehen mit dem Drehmomentschlüssel
  • Immer die passenden Schrauben verwenden
  • Auflageflächen reinigen für einen runden Lauf

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Optimaler Grip mit dem richtigen Reifendruck und -profil

  • Reifen ersetzen, bevor sie ganz abgefahren sind
  • Räder regelmässig achsweise tauschen
  • Druck messen mit kalten Reifen
  • Reifendruck-Kontrollsystem neu kalibrieren

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Unfallfrei auf der Strasse und in der Werkstatt

  • Anheben nur auf festem Untergrund, bei angezogener Handbremse und eingelegtem Gang
  • Den Wagenheber am richtigen Ort ansetzen und einen Unterstellbock verwenden
  • Hände und Knie schonen
  • Radschrauben-Drehmoment und Reifendruck kontrollieren

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Von Sommer- auf Winterreifen und umgekehrt

Mit dem richtigen Werkzeug ist es nicht schwierig, am Auto die Räder zu wechseln. Beherzigen Sie die folgenden Tipps, dann ersparen Sie sich mögliche Probleme und Sorgen, schonen das Material sowie sich selber und sind nach dem Wechsel wieder sicher unterwegs.


Schrauben lösen und anziehen, wenn die Räder den Boden berühren

Um die Räder zu wechseln, muss man das Auto mit einem Wagenheber anheben – logisch. Lockern Sie die Radschrauben jedoch bereits ein wenig, solange das Fahrzeug noch ganz am Boden steht, und warten Sie auch mit dem gänzlichen Anziehen der Schrauben, bis Sie den Wagen wieder soweit heruntergelassen haben, dass das betreffende Rad den Boden berührt: Beides, das Lösen und das Anziehen, geht leichter, wenn das Rad am Boden aufsitzt und nicht frei drehen kann. Ganz absetzen sollten Sie Ihr Auto jedoch erst dann, wenn alle Schrauben richtig angezogen sind, da sich das Rad viel leichter optimal ausrichten lässt, wenn noch nicht das volle Gewicht darauf lastet.


Lösen mit dem Radkreuz oder dem Schlagschrauber

Das herkömmliche Handwerkzeug zum Lösen von Radschrauben ist das Radkreuz. Dieses kann mit einem Hebel verlängert werden, um festsitzende Schrauben zu lösen. Leichter und schneller geht es mit einem Schlagschrauber; dabei muss es nicht zwingend ein professioneller Druckluft-Schlagschrauber sein, sind doch auch leistungsfähige Akku-Schlagschrauber erhältlich. Mit einem Stecknuss-Satz mit Gummiummantelung beugen Sie dem Zerkratzen von Alufelgen vor. Beachten Sie, dass die oberste Schraube die letzte ist, die Sie entfernen sollten. Damit das Rad nicht vorzeitig abrutscht, drücken Sie es beim Entfernen der letzten Schraube mit der Hand gegen die Radnabe. Achtung: Niemals darf zum Lösen von Schrauben der Drehmomentschlüssel zu Hilfe genommen werden; dadurch würde dieses Werkzeug beschädigt.

Anziehen mit dem Drehmomentschlüssel

Beim Anziehen von Radschrauben reicht es nicht, sich aufs Gefühl zu verlassen: Alle Schrauben sollten mit einem ganz bestimmten Drehmoment angezogen werden, da das Fahrverhalten und die Sicherheit davon abhängen. Sie benötigen deshalb einen Drehmomentschlüssel. Informieren Sie sich zuerst im Fahrzeug-Handbuch über den korrekten Drehmoment-Wert bei Ihrem Auto und stellen Sie den Drehmomentschlüssel auf diesen Wert ein. Drehen Sie die Schrauben mit dem Schlagschrauber oder dem Radkreuz so weit ein, bis der Widerstand zunimmt, und erledigen Sie den Rest – nachdem Sie den Wagen soweit heruntergelassen haben, dass das Rad den Boden berührt – mit dem Drehmomentschlüssel. Beim Erreichen des korrekten Drehmoments nehmen Sie ein Knackgeräusch wahr.

Immer die passenden Schrauben verwenden

Nicht alle Radschrauben sind gleich: Von Automarke zu Automarke sowie zwischen Stahl- und Alufelgen können Unterschiede in der Länge und Kopfform bestehen. Verwenden Sie beim Aufziehen neuer Räder deshalb immer die zu den Felgen gehörigen Schrauben und vergessen Sie beim Radwechsel nicht, auch die Schrauben auszutauschen.


Auflageflächen reinigen für einen runden Lauf

Für eine ideale Anpressung der Räder und einen runden Lauf ist es wichtig, dass sich kein Schmutz auf den Auflageflächen befindet – weder am Rad noch an der Nabe. Reinigen Sie deshalb diese Stellen vor dem Aufsetzen der neuen Räder mit einer Drahtbürste. Falls nötig, können Sie damit auch die Schrauben reinigen und somit Problemen beim Lösen der Schrauben vorbeugen.

Schraubwerkzeug

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Optimaler Grip mit dem richtigen Reifendruck und -profil

Mit dem Radwechsel verbunden ist immer eine Reifenkontrolle: Für optimale Bodenhaftung und sicheres Fahren bei allen Bedingungen ist es wichtig, dass Ihre Reifen generell in einem guten Zustand sind und keine Risse aufweisen; ausserdem ist sicherzustellen, dass das Profil genügt und der Reifendruck im grünen Bereich liegt. Achten Sie besonders auf die folgenden Punkte:

Reifen ersetzen, bevor sie ganz abgefahren sind

Was das Reifenprofil angeht, ist die Gesetzgebung relativ grosszügig: Eine Busse gibt es erst ab einem Profil von weniger als 1,6 mm. Allerdings lässt sich eine Verschlechterung des Fahrverhaltens bereits dann feststellen, wenn der Wert von 4 mm unterschritten wird: Der Bremsweg wird länger, die Traktion nimmt ab, während die Gefahr von Aquaplaning zunimmt. Ist bei Sommerreifen ein Profil von 3 mm Tiefe gerade noch okay, sollten Winterreifen ersetzt werden, wenn sie bis auf 4 mm abgefahren sind. Kontrollieren Sie jederzeit jedes beliebige Reifenprofil mit nichts weiter als einem Zweifränkler: Halten Sie die Münze mit dem Bild der Helvetia nach vorne und ihrem Sockel nach unten in eine Profilrille. Verschwindet der Sockel im Profil, ist dieses mindestens 4 mm tief – ist er hingegen sichtbar, dann steht ein Reifenkauf an.

Räder regelmässig achsweise tauschen

Beim Radwechsel empfiehlt es sich, die Reifen sogleich entsprechend ihrer letzten Verwendung zu kennzeichnen (gebräuchlich sind die Kürzel VL/VR/HL/HR zur Bezeichnung von vorne/hinten und links/rechts). So haben Sie die Möglichkeit, beim nächsten Radwechsel diejenigen Reifen, die zuletzt vorne verwendet worden sind, hinten aufzuziehen und umgekehrt. Der Vorteil liegt darin, dass die Reifen somit gleichmässiger abgenutzt werden und letzten Endes länger halten; an der Antriebsachse ist die Abnutzung nämlich grösser. Im Zweifelsfall sollten Sie deshalb die Reifen mit dem besseren Profil an der Antriebsachse montieren. Beschriften sollten Sie die Reifen aber aus einem weiteren Grund: Von links nach rechts und umgekehrt sollten Sie sie niemals tauschen.


Druck messen mit kalten Reifen

Zum Prüfen des Reifendrucks und zum allfälligen Erhöhen desselben können Sie rasch zur Tankstelle fahren – oder Sie schaffen sich selber eine Druckluftpumpe an. Sie profitieren in diesem Fall von verlässlicheren Angaben, denn am besten wird der Reifendruck bei kalten Pneus gemessen, wenn also das Auto nicht gerade gefahren wurde, da sich der Druck durch das Aufwärmen der Reifen verändert. Der korrekte Reifendruck variiert von Auto zu Auto; schauen Sie entweder auf der Innenseite des Tankdeckels oder der Fahrertür oder aber im Auto-Handbuch nach.


Reifendruck-Kontrollsystem neu kalibrieren

Neuere Autos verfügen über ein Reifendruck-Kontrollsystem, wobei zwischen direkten und indirekten Systemen zu unterscheiden ist. Sind indirekte Systeme nach dem Radwechsel rasch und einfach per Tastendruck neu kalibriert, so wird es bei direkten Systemen komplizierter – eventuell muss Ihnen Ihr Garagist behilflich sein, damit Sie die richtigen Werte und keine falschen Alarme angezeigt erhalten.

Wagenheber und Druckluft

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Unfallfrei auf der Strasse und in der Werkstatt

Auch wenn der Radwechsel wirklich keine Hexerei darstellt – geht dabei etwas schief, dann kann es teuer oder auch schmerzhaft werden. Jegliche Probleme dieser Art lassen sich aber mit den richtigen Vorsichtsmassnahmen vermeiden; machen Sie es wie die Profis und halten Sie sich an die folgenden Grundregeln:


Anheben nur auf festem Untergrund, bei angezogener Handbremse und eingelegtem Gang

Bevor Sie die Radschrauben lockern und den Wagenheber ansetzen, müssen einige wenige, aber wichtige Voraussetzungen erfüllt sein: Parken Sie das Auto auf festem, möglichst ebenem Untergrund, damit es beim Anheben nicht wegrutscht; nicht geeignet sind etwa Kies oder Rasen. Ziehen Sie die Handbremse an und legen Sie den ersten Gang ein (bzw. schalten Sie das Automatikgetriebe in Stellung «P»). All das gilt für sämtliche Fälle, in denen das Auto mit dem Wagenheber angehoben werden muss.


Den Wagenheber am richtigen Ort ansetzen und einen Unterstellbock verwenden

Wer den Wagenheber aufs Geratewohl irgendwo ansetzt, riskiert Schäden an seinem Fahrzeug. Informieren Sie sich deshalb im Auto-Handbuch oder schauen Sie zuerst am Chassis nach – in manchen Fällen sind die richtigen Stellen dort markiert. Ausserdem sollten Sie sich nicht gänzlich auf den Wagenheber verlassen: Gibt einmal ein Exemplar nach, dann ist ein zusätzlich daneben platzierter Unterstellbock Gold wert, denn andernfalls könnte es in dieser Situation teuer oder sogar gefährlich werden.


Hände und Knie schonen

Wer Autoräder regelmässig selber wechselt, wird früher oder später eine Knie- und Sitzunterlage zu schätzen wissen – die ausserdem zahlreiche andere handwerkliche Tätigkeiten bequemer gestaltet. Verzichten Sie zum Schutz Ihrer Hände auch nicht auf Arbeitshandschuhe: Ihre Hände bleiben nicht bloss sauber, sondern sind auch besser vor Schmerzen durch allfälliges Einklemmen geschützt.


Radschrauben-Drehmoment und Reifendruck kontrollieren

Viele physikalische Ursachen können dazu führen, dass sich der Anpressdruck der Räder und der Reifendruck kurz nach dem Radwechsel noch verändern. Führen Sie deshalb eine Nachkontrolle durch, nachdem Sie 50 km unterwegs gewesen sind: Überprüfen Sie die Verschraubungen mit dem Drehmomentschlüssel und den Reifendruck – möglichst bei kalten Reifen – mit einem Prüfgerät.

Nützliche Helfer

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Alles fürs Auto bei BRACK.CH

Ist es Zeit, die Reifen zu wechseln, dann lassen Sie die Gelegenheit nicht aus, Ihr Fahrzeug gleich einem kleinen Service zu unterziehen und es rundum für den Winter bzw. den Frühling bereit zu machen. Für beide Saisons haben die Auto-Experten von BRACK.CH Produktempfehlungen für Sie zusammengestellt; klicken Sie unten und entdecken Sie Highlights aus unserem Sortiment. Auf weiteren Themenseiten präsentieren wir zudem Ideen für alle, die im Winter mit dem Auto in die Skiferien fahren wollen, sowie Tipps für die optimale Versorgung von Elektroautos:

Weitere Do-it-yourself-Ratgeber

Haben Sie Spass am Selbermachen, möchten Sie nicht stets auf fremde Dienste angewiesen sein und ziehen Sie es vor, Dinge zu reparieren statt sie wegzuschmeissen? Dann hat BRACK.CH nebst einem grossen Werkstatt-Sortiment auch weitere Tipps, Ideen und Infos für Sie auf Lager. Wollen Sie Ihre eigene Werkstatt einrichten und mehr über die Eigenschaften und Einsatzzwecke verschiedener Bohrer, Dübel und Schrauben erfahren, dann holen Sie sich Know-how und Inspiration auf unseren Themenseiten: