Heuschnupfen

Sobald die Pollen fliegen, niest die Schweiz

Die Natur erwacht und der Frühling lockt nach draussen. Doch der Heuschnupfen, bzw. die Pollenallergie, kann einem die Frühlingslaune ganz schön verderben. Rund ein Fünftel der Schweizer Bevölkerung ist laut dem Allergiezentrum Schweiz (aha!) von einer Pollenallergie betroffen. Besonders im Frühling sind viele betroffen, doch manche leiden bis tief in den Herbst hinein. Die Pollensaison beginnt immer früher und dauert immer länger. Zum Glück ist man der Allergie nicht hilflos ausgeliefert, es gibt jede Menge Verhaltenstipps und Behandlungsmöglichkeiten. Finden Sie bei uns interessante Fakten zum Thema und entdecken Sie unsere nützlichen Tipps und Empfehlungen.

Auslöser
Bei einer Pollenallergie reagiert das Immunsystem auf die eigentlich harmlosen Eiweisse der Pollen. Der Körper sieht eine eigentlich harmlose Substanz wie die Eiweisse der Pollen als Gefahr an und aktiviert seine immunologische Verteidigung. Er schüttet Histamin aus, das die bekannten Symptome hervorruft. Verursacher des Heuschnupfens sind meist Hasel, Birke, Erle und Esche oder Gräser sowie Ambrosia- oder Beifuss-Pollen.

Warum ein Mensch plötzlich allergische Reaktionen aufweist, die er vorher nie hatte, kann bis heute nicht nachgewiesen werden. Oft sind Allergien auf eine vererbte Veranlagung zurückzuführen, es spielen aber immer auch Umweltfaktoren eine Rolle.

Symptome
Die Symptome können vielfältig sein. Häufig sind eine triefende oder verstopfte Nase und heftige Niesattacken sowie gerötete, tränende, juckende und brennende Augen bis hin zu einer Bindehautentzündung. Möglich sind auch Juckreiz in Gaumen und Ohren, Halsschmerzen, Husten und allergische Hautreaktionen sowie Müdigkeit und Erschöpfung. In schlimmeren Fällen kann ein allergisches Asthma dazukommen.

Ähnliche Allergien
Heuschnupfen ist die häufigste allergische Erkrankung. Nebst den Pollen warten aber auch Auslöser von anderen Allergien auf uns. Ähnliche Symptome wie der Heuschnupfen weisen die Katzenhaar- und Hausstaubmilben-Allergie auf, welche beide auch weit verbreitet sind. Zudem können auch die sogenannten Kreuzallergien auftreten. Dabei werden allergische Reaktionen von ähnlichen Eiweissen verursacht, wie bei der Pollenallergie. Diese können zum Beispiel in Lebensmitteln enthalten sein.

Unsere Tipps
Die einfachste und schnellste Hilfe zur Linderung der Symptome ist, den Kontakt mit Pollen zu vermeiden. Den Pollen komplett aus dem Weg zu gehen, ist fast unmöglich. Aber mit diesen Ratschlägen lässt sich der Pollenkontakt reduzieren:

  • Vor dem Schlafengehen duschen und die Haare waschen oder gut ausbürsten
  • Die Kleidung nicht im Schlafzimmer ausziehen
  • Fenster nur kurz aufmachen und «Stosslüften»
  • Pollenschutzgitter am Fenster montieren
  • Staubsauger mit guter Filterleistung und Pollenfilter (HEPA-Filter) verwenden
  • Bei schönem und windigem Wetter nur kurz an die frische Luft gehen
  • Stets eine Sonnenbrille tragen
  • Sportliche Aktivitäten während der Pollenzeit nach drinnen verlegen
  • Gewaschene Kleidung und Bettwäsche nicht im Freien trocknen lassen
  • Luftreiniger verwenden, um die die Pollenbelastung in den eigenen vier Wänden zu reduzieren

Weitere Tipps, die Linderung verschaffen:

Immunsystem stärken
Wer ein intaktes Immunsystem aufweist, zeigt meist schwächere Symptome auf Allergene wie Pollen. Deshalb lohnt es sich, auf seinen Vitamin-C-, -Vitamin-B- und Zinkspiegel zu achten. Auch Calcium empfiehlt sich bei Heuschnupfen. Durch den stabilisierenden Effekt der Zellmembran können die Allergene schlechter an der Zelle andocken, wodurch die allergischen Reaktionen reduziert werden. Zudem können durch die Regulierung des Säure-Basen-Haushaltes mit einem Basenpulver positive Effekte erzielt werden. Auch Probiotika und Schwarzkümmelöl können den Körper unterstützen.

Was fliegt wann?
Im Pollenkalender von Meteo Schweiz können Sie prüfen, welche Pollen wann fliegen. Verfolgen Sie auch die Pollenprognose auf www.pollenundallergie.ch um Ihre Aktivitäten entsprechend anzupassen. Für alles im Freien sind Regentage ideal, da der Regen die Pollen aus der Luft entfernt.

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