
Victorinox Rescue Tool im Einsatz: Was Air Zermatt daran schätzt – und was privat wirklich hilft
Wenn in den Bergen die Temperaturen sinken, der Wind weht und Schneefall droht, dann sind auch Unfälle und Bergrettungen nicht weit. Hier braucht es verlässliche Werkzeuge, wie die langjährige Partnerschaft zwischen Victorinox und Air Zermatt beweist. Was begeistert die Rettungsprofis am Victorinox Rescue Tool, und was davon kann auch privat nützlich und vielleicht sogar lebensrettend sein?
Das Rescue Tool im Einsatz
Der Helikopter setzt auf, der Rotorwind fräst kalte Luft in jede Ritze. Ein paar Handgriffe, dann wird aus einer dramatischen Lage eine Abfolge klarer Schritte: sichern, stabilisieren und Zugang schaffen. In solchen Momenten zählt selten das grosse Gerät – und fast immer das, was schnell und direkt auf der Hand liegt.
Air Zermatt ist eine Walliser Rettungsorganisation, die unter anderem mit Helikoptern medizinische Notfälle, Unfälle und Bergrettungen in alpinem Gelände unterstützt. Genau dort, wo Schnelligkeit zählt und Zeitfenster kritisch sind, hat ein Werkzeug nur dann eine Berechtigung, wenn es zuverlässig, intuitiv und schnell funktioniert.
Bedienbarkeit als Kunststück
Das Rescue Tool ist kein typisches Schweizer Taschenmesser, das «ein bisschen von allem» kann. Es ist für konkrete Rettungs-Handgriffe gebaut, und genau darum drehen sich auch die Aussagen aus dem Team.
Günther Willisch, Rettungssanitäter bei Air Zermatt mit 31 Jahren Erfahrung, beschreibt das Handling so: «Die Klinge lässt sich einhändig öffnen – links oder rechts. Das ist im Einsatz wichtig, auch mit dicken Handschuhen.» Das klingt unspektakulär, ist aber ein Schlüsselelement: Im Stress ist oft nur eine Hand frei, die andere hält, stabilisiert oder sichert. Wenn ein Werkzeug dann erst gesucht, ausgerichtet und «irgendwie» geöffnet werden muss, wird aus Ausrüstung schnell nur eine weitere Belastung. Nicht so bei diesem Basis-Werkzeug der Bergretter.
Praxisanwendung und Funktionalitäten
Victorinox bündelt im Rescue Tool genau die Funktionen, die in Rettungssituationen besonders häufig gebraucht werden: Schneiden, Öffnen, Zugang schaffen. Die Stärke liegt weniger in der Anzahl der Tools als in der Priorisierung.
1) Gurt- und Kleiderschneider: schneiden, ohne zu gefährden
Ein Detail macht hier den Unterschied: die Form. Der Schneider ist so ausgelegt, dass sich Material auftrennen lässt, ohne dass eine freie Klinge unkontrolliert weiterläuft.
Bergretter Günther Willisch nennt genau das als praktischen Grund: «Der Schneider ist vorne stumpf. So kann ich Kleidung auftrennen, ohne dass der Patient verletzt wird.» In der Rettung ist das erwünschte Notwendigkeit und privat ebenso plausibel, etwa dann, wenn Gurte, Riemen oder widerstandsfähige Stoffe rasch gelöst werden müssen.
2) Einhandklinge mit Wellenschliff: Widerstände überwinden
Die grosse, gewellte Klinge ist für den Schnitt robusten Materials gedacht. Der Wellenschliff hilft, wenn etwas besonders zäh ist und nicht sauber «aufgeht». Willisch formuliert es direkt: «Mit dem Wellenschliff kann ich gröbere Sachen machen – zum Beispiel ein Seil durchtrennen.»
Das ist auch die ehrliche Einordnung fürs Private: Das Rescue Tool ersetzt kein kleines Alltagsmesser für Karton, Küche oder feine Arbeiten. Es ist dann stark, wenn Material widerspenstig ist – und der Schnitt trotzdem kontrolliert sitzen muss, vielleicht sogar in einhändiger Bedienung oder in einer eingeengten Situation.
3) Glas und Verbundglas: zerbrechliche Faktoren
«Glas einschlagen» klingt zunächst simpel. In der Realität und in Fahrzeugen – vielleicht bei einer realen Gefahrensituation – ist es aber nicht so linear. Viele Seitenscheiben sind gehärtet und zerfallen beim Bruch in kleine Stücke. Frontscheiben bestehen meist aus Verbundglas: zwei Glasschichten, dazwischen eine Folie – das hält zusammen und schützt, lässt sich aber nicht wie eine Seitenscheibe «wegklopfen».
Genau darum kombiniert das Rescue Tool zwei Ansätze: einen Glasbrecher und eine Säge für Verbundglas. Willisch ergänzt: «Mit der Frontscheibensäge können wir Verbundglas zersägen, um schnell zum Patienten zu kommen.»
Autoglas im Überblick
- Seitenscheiben sind häufig gehärtet: Sie können bei Bruch zerkrümeln.
- Frontscheiben sind meist Verbundglas: Sie bleiben durch Folie zusammenhängend.
- Konsequenz: Glasbrecher und die zugehörige Säge liefern zwei sich ergänzenden Funktionalitäten.
Ein realistisches Szenario: Unfall, Gurt und Schnellzugriff
Niemand plant solche Situationen – aber viele möchten vorbereitet sein. Das Auto ist dabei der naheliegendste Privat-Kontext für ein Rescue Tool: Gurte, Glas und knappe Zeitfenster treffen dort zusammen.
Ein Beispiel, ohne dramatische Überzeichnung: Nach einem Unfall blockiert ein Gurt oder sitzt unter Spannung. Jemand ist ansprechbar, aber eingeklemmt oder kommt nicht aus der Position. Ein Tool, das schnell erreichbar ist und sich einhändig bedienen lässt, kann helfen, den nächsten sinnvollen Schritt zu ermöglichen – Gurte trennen, Kleidung öffnen und Zugang schaffen.
Wichtig ist die Reihenfolge: Erst Sicherheit prüfen (Verkehr und Umgebung) und dann die Hilfe leisten. Das Tool ersetzt keine profunde Ausbildung, kann aber die nötigen Handgriffe erleichtern, wenn es zu einer Notsituation kommt. Und ein letzter Tipp: Wenn das Rescue Tool für den Privatgebrauch im Auto gedacht ist, gehört es nicht «irgendwohin», sondern in Griffweite. Zwar so verstaut, dass es im Alltag sicher liegt und nicht herumfliegt, aber auch direkt erreichbar ist, so beispielsweise in offenen Ablagen zwischen Fahrer- und Beifahrersitz oder in einem Seitenfach der Autotür.
Was davon privat wirklich zählt: Sichtbarkeit und Zugriff
Im Privaten scheitern Notfalltools oft nicht an der Technik, sondern an der Realität: Sie liegen im Kofferraum, verschwinden im Gepäck oder sind im Dunkeln schwer zu finden.
Willisch bemerkt deshalb auch etwas, das in der Produktbeschreibung schnell untergeht: «Das ist nachleuchtend in der Nacht.» Kombiniert mit einer Ergonomie, die auf Handschuhe ausgelegt ist, wird daraus ein praktischer Nutzen: auffindbar, greifbar und intuitiv bedienbar.
Passt das Tool auch in den Alltag?
Im Alltag kann das Rescue Tool bei robusten Aufgaben nützlich sein: Riemen, Gurte, Seile und andere feste Materialien. Wer jedoch ein Messer für tägliche Kleinigkeiten sucht, ist mit einem klassischen Taschenmesser oft besser bedient. Gerade diese Abgrenzung macht das Rescue Tool glaubwürdig: Es ist ein Spezialist. Und Spezialisten sind dann gut, wenn sie im richtigen Moment das Richtige können.
Fazit
Die Bilder von Air Zermatt zeigen den Extremfall, aber erinnern daran, wofür das Victorinox Rescue Tool ursprünglich konzipiert wurde: klare Handgriffe unter schwierigen Bedingungen. Einhandbedienung mit Handschuhen, ein kontrollierter Schneider, Werkzeuge für Glas und Verbundglas, dazu Sichtbarkeit im Dunkeln: Das sind keine Werbewörter, sondern Praxisargumente.
Für Privatpersonen liegt der Nutzen dort, wo diese Argumente realistisch werden: im Auto, auf Touren und unterwegs. Nicht als Talisman, sondern als Werkzeug, das im entscheidenden Moment simpel die richtigen Funktionen bietet.
Ergänzung zum Schluss: Wer zusätzlich ein Messer für tägliche Aufgaben sucht, findet im Victorinox-Sortiment klassische Taschenmesser oder Multi-Tools als sinnvolle Ergänzung. Das Rescue Tool bleibt im Sortiment seiner Essenz treu: der solide Spezialist für den Ernstfall.
Hinweis: Dieser Beitrag wurde im Rahmen einer Zusammenarbeit mit Victorinox finanziert.
Quelle Titelbild: Victorinox AG in Kooperation mit Air Zermatt
Marketing Manager Editorial Content
Ehemaliger Kulturjournalist, heute Unternehmenskommunikator mit B2B-Hintergrund in öffentlichen Institutionen und der Softwareindustrie. In meiner Freizeit dreht sich vieles um Technik in allen Facetten: eine zu grosse Gitarrensammlung, jede Menge Audio-Equipment und ungebrochene Musikleidenschaft. Dazu kommt das Fotografenauge – mit Schwäche für (leider) viel zu teure Kameras – und meine nostalgische Liebe zu PC-Spielen: von taktischen Shootern über Rollenspiele bis hin zu Strategie-Klassikern. Bei Brack darf ich über all das schreiben, was mich schon immer fasziniert hat.
Alle Beiträge des Autors anzeigen



