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Streetfood – Eine kulinarische Reise von der Strasse in die Welt

26.01.2026

Es beginnt oft ganz unscheinbar: ein Zischen aus der Pfanne, der Duft von Gewürzen in der Luft, Stimmengewirr, Lachen, Bewegung. Streetfood ist unkompliziert, authentisch und steckt voller Geschichten. Und genau darin liegt sein Zauber.

Was ist Streetfood überhaupt?

Streetfood bezeichnet Speisen, die frisch zubereitet und direkt auf der Strasse oder an mobilen Ständen verkauft werden. Doch diese einfache Definition greift zu kurz. Streetfood ist kein Fast Food im klassischen Sinn – es ist meist handgemacht, regional geprägt und stark mit der Kultur seines Ursprungsortes verbunden.

Ob dampfende Nudelsuppen, frisch gebackenes Fladenbrot oder gegrillte Spiesse: Streetfood lebt von Einfachheit, Schnelligkeit und Authentizität.

Die Geschichte des Streetfoods

Streetfood ist kein Trend der Neuzeit. Bereits im antiken Rom wurden einfache Speisen an Strassenständen verkauft, weil viele Haushalte keine eigenen Küchen hatten. In Asien, Afrika und Lateinamerika ist Streetfood seit Jahrhunderten fester Bestandteil des Alltags – als günstige, nahrhafte Mahlzeit für Arbeiter:innen, Händler:innen und Reisende.

In Europa hingegen hatte Strassenessen lange ein eher schlichtes Image. Erst in den letzten Jahrzehnten, mit wachsender Reiselust und kulturellem Austausch, erlebte Streetfood eine Renaissance. Was früher Imbiss war, wurde zur kulinarischen Entdeckungsreise. Heute stehen Foodtrucks und Streetfood-Märkte für Vielfalt, Kreativität und Weltoffenheit.

Warum Streetfood so beliebt ist

Streetfood spricht alle Sinne an. Man sieht die Zubereitung, hört das Brutzeln, riecht die Gewürze – und schmeckt am Ende etwas Echtes. Dazu kommt: Streetfood ist unkompliziert. Kein Dresscode, keine Reservierung und keine langen Wartezeiten.

Ein weiterer Grund für die Beliebtheit ist die Nähe zur Kultur. Streetfood zeigt, was Menschen wirklich essen. Es ist nicht auf Tourist:innen ausgelegt, sondern auf die Einheimischen. Wer Streetfood probiert, lernt ein Land von innen kennen. Zudem ist es oft erschwinglich und überraschend vielfältig: vegetarisch, vegan, traditionell oder modern interpretiert.

 

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Bildquelle: Shane Rounce | Essen, das die Strasse lebt.

Streetfood weltweit

Streetfood ist so vielfältig wie die Welt selbst. In Thailand gehören Pad Thai und Mango Sticky Rice zum Strassenbild, in Mexiko sind es Tacos, Tamales und Maiskolben mit Limette. In der Türkei duftet es nach Döner, Simit und gegrilltem Fleisch, in Indien nach Samosas, Chaat und würzigen Currys.

Trotz aller Unterschiede gibt es Gemeinsamkeiten: frische Zutaten, klare Aromen und Rezepte, die oft über Generationen weitergegeben wurden. Streetfood ist ein kulinarischer Spiegel der Gesellschaft – geprägt von Klima, Region, Geschichten und lokalen Produkten.

Qualität und Hygiene

Streetfood haftet noch immer der Ruf des Unhygienischen an. Doch gerade erfahrene Streetfood- Köch:innen wissen: Qualität ist ihr Kapital. Frische Zutaten, schnelle Zubereitung und hohe Umschlagsraten sorgen dafür, dass Lebensmittel selten lange liegen bleiben.

Natürlich lohnt es sich, hinzuschauen: Wo viele Einheimische essen, stimmt meist auch die Qualität. Saubere Arbeitsflächen, frische Produkte und transparente Zubereitung sind gute Zeichen. Gerade auf Streetfood-Märkten in Europa gelten zudem strenge Hygienevorschriften – oft auf Restaurantniveau.

Streetfood mit Stern

Mittlerweile  gibt es auch mehrere Michelin-anerkannte Streetfoodstände. Mit rund 148 Ständen, welche mindestens einen Stern besitzen, gilt Singapur als weltweite Nummer eins im Streetfood-Ranking. Auf Platz zwei folgt Thailand, wo in Städten wie Bangkok. Phuket, Chiang Mai, Ayutthaya oder Chon Buri an nahezu jeder Ecke Michelin-geprüfte Köstlichkeiten warten.

George Town in Malaysia hat sich mit etwas 27 ausgezeichneten Streetfood- Anbietern zum kulinarischen Hotspot entwickelt und gilt als echter «Place-to-be». Knapp dahinter liegen Hongkong mit rund 26, sowie Vietnam mit etwa 24 Michelin-ausgezeichneten Ständen.

Preislich unterscheiden sich diese Länder kaum – sie alle bieten eine aussergewöhnliche, authentische Streetfood-Erfahrung auf hohem kulinarischem Niveau.

Wo gibt es das beste Streetfood?

Überall dort, wo Menschen mit Leidenschaft kochen. Grosse Metropolen wie Bangkok, Istanbul, Mexiko-Stadt oder Hanoi gelten als Streetfood-Hochburgen. Doch auch in Europa hat sich eine lebendige Szene entwickelt. In Städten wie Berlin, London oder Zürich bieten Streetfood-Märkte eine kulinarische Weltreise an einem Ort. Foodtrucks kombinieren traditionelle Rezepte mit modernen Ideen und lokalen Produkten mit internationalen Einflüssen. Das beste Streetfood findet man oft nicht im Reiseführer – sondern dort, wo man stehen bleibt, weil es einfach gut riecht.

Streetfood als Kulturgut

Streetfood ist mehr als Nahrung. Es ist ein sozialer Treffpunkt, Identitätsstifter und Ausdruck von Kreativität. Viele Gerichte erzählen Geschichten von Anpassung und Zusammenhalt. Sie zeigen, wie Kulturen sich vermischen, ohne ihre Wurzeln zu verlieren.

Gerade in einer globalisierten Welt bewahrt Streetfood Traditionen und macht sie gleichzeitig zugänglich. Ein Gericht auf der Strasse kann Brücken bauen – zwischen Generationen, Ländern und Lebensweisen.

Quelle Titelbild: Unsplash | Vernon Raineil Cenzon

Leonie Schneider

Lernende Mediamatikerin

Ob unterwegs in neuen Städten, beim Geniessen von gutem Essen oder in meiner Küche beim Ausprobieren neuer Rezepte – ich liebe es, Neues zu entdecken. Auf Reisen lasse ich mich von neuen Eindrücken inspirieren, während ich beim Kochen und Backen selbst kreativ werde. Den Ausgleich finde ich beim Sport oder wenn ich auf Konzerten in die Musik eintauche. Genauso wichtig sind mir die gemeinsamen Momente mit Freunden, die all das noch wertvoller machen.

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