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Der SWISS GIRLS CUP ist zurück!

Nachdem das grösste Schweizer Mädchenfussballturnier 2020 ausgefallen ist und 2021 in verkleinerter Form stattfand, startet es dieses Jahr wieder voll durch! Das OK ist seit vergangenem Herbst intensiv an der Vorbereitung und eines steht fest: Die diesjährige Ausgabe des SWISS GIRLS CUP wird grösser und attraktiver denn je.

Dabei ist es keine Selbstverständlichkeit, dass ein solcher Grossanlass im Zeichen des Mädchenfussballs überhaupt stattfindet. Es ist unter anderem der jahrelangen Aufbauarbeit des Vereins zu verdanken, der hinter dem SWISS GIRLS CUP (SGC) steht, und dessen Mitglieder tausende ehrenamtliche Stunden für dieses Turnier einbringen. Eines der Hauptziele dabei ist, Mädchenteams zu ermöglichen, sich mit anderen Mädchenteams aus der ganzen Schweiz zu messen. Ausserhalb des SGC müssen Mädchen oft gegen Bubenteams spielen, weil zu wenige Mädchenteams existieren, was viele junge Fussballerinnnen demotiviert. Zudem soll der Mädchenfussball durch den SGC in der breiten Öffentlichkeit mehr Aufmerksamkeit erhalten. Das war auch der Antrieb, als man sich 2017 an die Organisation des ersten SGC machte, der 2018 stattfand. Dies war alles andere als einfach, aber alle Mühe wert, wie Sacha Meister, Begründer des SGC, betont:

«Das Strahlen der Kinderaugen ist der Grund, weshalb ich und die anderen OK-Mitglieder so viel Zeit für die aufwändige SGC-Organisation investieren.»

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Das Erfolgskonzept des SWISS GIRLS CUP hatte sich bereits international herumgesprochen. So war an der Ausgabe 2019 neben den Teams aus Deutschland und Frankreich auch eine Equipe aus Schweden dabei – sprachliche Barrieren wurden von der Mutter einer Berner Spielerin mit schwedischen Wurzeln aus dem Weg geräumt.

Ein bisschen schien dennoch der Pechvogel über dem Turnier zu kreisen, denn da war einerseits der Sturm, der zwischenzeitlich dafür sorgte, dass mehrere Personen die Zelte festhalten mussten, damit diese nicht weggeweht wurden. Und andererseits musste der Chef der Turnierleitung in der heissesten Phase der Spiele notfallmässig vom Platz. Doch auch diese Probleme wurden überwunden und man freute sich bereits auf den SGC 2020. Aus bekanntem Grund musste dieser jedoch ausfallen.

Gestärkt aus der Pandemie

Darauf folgte 2021 ein Turnier, das wegen der Pandemie nur in stark reduzierter Form stattfinden konnte: Einlasskontrollen, Publikumsbeschränkungen und Coronatests standen an der Tagesordnung. Doch anstatt Trübsal zu blasen, machte der SGC-Verein die beiden Tage des Turniers zu einem veritablen Fussballfest! Und das erst noch in einer grösseren Lokalität als zuvor: dem Berner Neufeld.

Laura Jau, Präsidentin des SGC, blickt positiv auf die Ausgabe 2021 zurück. Sie sagt, diese «reduzierte» Durchführung sei die ideale Möglichkeit gewesen, den neuen Veranstaltungsort kennenzulernen sowie Organisation und Logistik zu optimieren. Die häufigsten Fragen, die ihr am Infopoint gestellt wurden, waren: «Wo sind die Garderoben und auf welchem Platz spielen wir?» Bei der kommenden Ausgabe des SGC im Juni wird also unter anderem die Beschilderung des Areals verbessert. Sicherheit, Parkmöglichkeiten und die Verpflegung seien weitere Punkte, bei denen sie und ihr Team viel dazugelernt haben, sagt Laura.

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Mit diesem «Rucksack» an Erfahrungen machte sich das OK an die Planung des SGC 2022. Schon seit Monaten ist ein Team von freiwilligen Eltern und Trainern dabei, die Details auszuarbeiten, wie etwa den Spielplan, das Parkplatzkonzept und auch die Standorte für die Wegweiser. Ganz zu schweigen vom Einholen der diversen Bewilligungen und dem Finden neuer Sponsoren. Die Vorfreude überwiegt aber auch in dieser intensiven Zeit klar.

Vorfreude ist gross

Das bestätigen auch die Fussballerinnen, so etwa Luisa, Spielerin in der Kategorie FF-19 beim FC Bern: «Ich freue mich am meisten auf das Zusammensein, es macht immer so viel Spass, am Turnier mit dem Team teilzunehmen.» Auch für Myla (FF-09, FC Bern) steht das Team im Mittelpunkt. Bei Stella (FF-12) vom AS Gambarogno geht es um den Wettkampf: «Wir können an diesem Turnier gegen andere starke Mädchenteams spielen. Es macht Spass, sich mit ihnen zu messen.» Dieser gesunde Wettbewerb fordert die Spielerinnen und bringt sie weiter.

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«Eine gute Liga und ein erfolgreiches Nationalteam gibt es nur, wenn der Nachwuchs breit gefördert wird. Der SWISS GIRLS CUP tut genau dies: Er bietet den jungen Sportlerinnen eine ausgezeichnete Gelegenheit, sich zu treffen und zu messen. Das belohnt die Mädchen für ihr hartes Training und motiviert sie für die Zukunft.»
- Alec von Graffenried, Stadtpräsident Bern

Das grösste Mädchenfussballfest der Schweiz

Für den diesjährigen SGC sind die Weichen gestellt und es kann losgehen! Der SWISS GIRLS CUP 2022 findet am 18. und 19. Juni im Berner Neufeldstadion statt. Rund 120 Mädchenfussballteams werden sich vor mehreren Tausend Zuschauern im sportlichen Wettkampf messen.

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Und wie sieht die Zukunft des SGC aus? Laura Jau möchte mit dem Event auf jeden Fall weiter wachsen, um zusätzlichen Mädchenteams die Teilnahme zu ermöglichen. Das Turnier soll dabei zwar im Grundsatz national bleiben, doch auf eine internationale Teilnahme nächstes Jahr freut sich das OK ganz besonders: Ein Team aus Madagaskar wird dabei sein!

Aus einer Nachricht bei Instagram wurde rasch ein Crowdfunding-Projekt, um den Mädchen aus dem ostafrikanischen Inselstaat die Teilnahme zu ermöglichen. So war das Geld rasch beisammen, doch wegen pandemiebedingten Unsicherheiten war die Teilnahme dieses und letztes Jahr noch nicht möglich. Aber 2023 wird es wohl endlich klappen – die Vorfreude auf beiden Seiten ist jetzt schon riesig!

Weitere Informationen finden Sie unter swiss-girls-cup.ch.


BRACK.CH ist stolzer Presenting Partner des SWISS GIRLS CUP.


Die Nachwuchsförderung gehört zu den Werten von BRACK.CH, weshalb wir zahlreiche Sportvereine und -veranstaltungen unterstützen. So auch den Swiss Girls Cup neu seit diesem Jahr. Simon Thoma, Leiter des Marketingteams von BRACK.CH:
«Das Engagement beim SWISS GIRLS CUP, dem grössten Mädchenfussballturnier der Schweiz, ist für BRACK.CH ein logischer Schritt, um den Breitenfussball der Mädchen zu unterstützen. Einige der über 1'500 Mädchen, die am SGC teilnehmen, sind künftige Spielerinnen der Nationalmannschaft. Dank dem Breitenfussball für Mädchen gibt es auch den Spitzenfussball für Frauen.»

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Dominik Perrenoud

Redaktor

Let the Beat Hit 'em! Als passionierter Hochzeits-DJ interessiere ich mich für alles, was Musik wiedergibt. Auch privat höre ich praktisch ununterbrochen Musik, sodass in der Wohnung der eine oder andere Lautsprecher herumsteht – von ganz klein bis ganz gross. Daneben schätze ich Filme und Games im Heimkino, geniesse einen guten Whisky (natürlich mit der passenden Musik im Hintergrund) und kurve mit meinem 20-jährigen Cabrio durch den Schwarzwald.
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    Mädchen- und Frauenfussball: Weg mit den Klischees!

    Delara Nikberg liebt Fussball – quasi schon seit sie laufen kann. Für die Competec-Lernende stand früh fest, dass sie im Profibereich spielen möchte. Doch das ist bis heute noch nicht selbstverständlich, wenn man ein Mädchen ist. Wie es sich anfühlt, als einziges Mädchen unter Jungs zu trainieren und wo Delara dringenden Nachholbedarf bei der Förderung von Mädchen und Frauen im Fussball sieht, erfahrt ihr hier.

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