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Test: Kreuzlinienlaser UniversalLevel 360 von Bosch

Dinge gerade an die Wand zu hängen, ist mit einer Wasserwaage immer schon möglich gewesen. Hat man damit aber keine tägliche Übung und fehlt einem bei der Arbeit eine dritte Hand, dann kann es vorkommen, dass es am Ende bei «einigermassen gerade» bleibt. Lieber keine böse Überraschung wollte ich erleben, als ich unseren neuen 75-Zoll-Fernseher im Wohnzimmer aufhängte. Ich vertraute bei der Vorbereitung der Montage auf einen Kreuzlinienlaser des Typs UniversalLevel 360 von Bosch – und wurde glücklicherweise nicht enttäuscht.

Gleich zu Beginn gebe ich zu: Mit meinem Testprojekt habe ich die Möglichkeiten des Kreuzlinienlasers längst nicht ausgeschöpft. Die Stärke des UniversalLevel 360 von Bosch liegt darin, dass er es erlaubt, mehrere Dinge genau auf derselben Höhe oder auch vertikal bündig untereinander aufzuhängen. Sogar diagonale Anordnungen sind möglich. Ich jedoch habe damit nur ganz banal ein Fernsehgerät schön horizontal an die Wand montiert. Als nützlich hat sich der Kreuzlinienlaser schon dabei erwiesen.

Was ist ein Kreuzlinienlaser?

Ein Linienlaser ist ein Gerät, das über eine gewisse Distanz eine gerade Linie projiziert. Richtet man ihn gegen eine Wand, kann man dort also Punkte einzeichnen, die auf derselben Linie liegen. Das vereinfacht das exakte Aufhängen von Bildern, Halterungen oder Geländern. Beim Kreuzlinienlaser kommt zur horizontalen zusätzlich eine vertikale Linie hinzu; diese Funktion ist beim UniversalLevel 360 zuschaltbar. Die Besonderheit des Geräts von Bosch ist seine 360°-Funktion: Wird das Gerät in einem Raum aufgestellt, projiziert es seine grüne Linie rundum an sämtliche Wände. Dabei nivelliert es sich selber, das heisst: Abweichungen von ±4° zur Horizontale korrigiert es automatisch. Möchte man mit schräg verlaufenden Linien arbeiten, kann man die Selbstnivellierung aber auch abschalten.

Die Aufgabenstellung: Der neue TV soll an die Wand

Gerne habe ich die Gelegenheit genutzt, den UniversalLevel 360 von Bosch zu testen, als es darum ging, unseren neuen Fernseher im Wohnzimmer zu platzieren. Das alte Gerät hatte auf dem Sideboard gestanden, das neue sollte nun aber an die Wand – wie es sich für einen TV dieser Grösse gehört. Nicht ganz so simpel wie bei anderen Fernsehern gestaltete sich die Aufgabe deshalb, weil mein Samsung-Gerät zwei separate Wandhalterungen benötigt; diese erlauben eine Befestigung des Fernsehers mit wenigen Millimetern Abstand zur Wand. Früher hätte ich zur Wasserwaage gegriffen, um sicherzustellen, dass die beiden Halterungen auf einer horizontalen Linie liegen. Von der Nutzung eines selbstnivellierenden Linienlasers erhoffte ich mir aber ein bequemeres und präziseres Arbeiten.

Kreuzlinienlaser, Batterien, Stativ – und los geht's

Den UniversalLevel 360 verkauft Bosch nicht nur als Gerät ohne Zubehör, sondern er ist auch im Set erhältlich. Dieses umfasst ein Stativ mit der Typenbezeichnung TT 150, Batterien sowie eine Tasche, in der sich nebst dem Kreuzlinienlaser auch separat die Batterien verstauen lassen. Ich habe mich für diese Lösung entschieden, um wirklich gleich loslegen zu können. Und ein Stativ ist definitiv unverzichtbar, wenn es darauf ankommt, auf welcher Höhe die Dinge am Ende hängen. Wer allerdings bereits ein Fotostativ mit 1/4-Zoll-Gewinde besitzt, kann gut auf das Set-Angebot verzichten: Problemlos lässt sich der Kreuzlinienlaser mit dem vorhandenen Stativ verwenden.

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Das Set mit Stativ und Batterien erlaubt die sofortige Nutzung des Linienlasers.

Einfach zu bedienen und sofort einsetzbar

Den Funktionstest habe ich mit dem Kreuzlinienlaser rasch durchgeführt, denn das Gerät ist einfach zu bedienen: Seine drei Tasten dienen dem Ein-/Ausschalten, dem Umschalten zwischen Kreuzlinie, horizontaler und vertikaler Linie und dem optionalen Ausschalten der Nivellierung. Auch die Bedienungsanleitung ist schnell gelesen. So lege ich denn mein Arbeitswerkzeug – einen Akku-Bohrhammer fürs Grobe und einen Schlagbohrschrauber für die Feinarbeit – sowie die TV-Wandhalterungen bereit. Der Anleitung für die Wandhalterungen liegt eine Bohrschablone bei, sodass ich den Abstand zwischen den zwei Halterungen nicht abzumessen brauche. Bloss muss die Schablone nun gestreckt, horizontal und zudem auf der richtigen Höhe an die Wand. Gaffa-Tape und der Linienlaser in Verbindung mit dem Stativ sind meine Helfer. Bald gewöhne ich mich auch daran, mich so zu bewegen, dass mein Körper die Laserstrahlen nicht ständig verdeckt.

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Die horizontale Laserlinie zeigt mir an, wo die Bohrschablone hängen muss.

Stativeinstellung erfordert etwas Geduld

Nun möchte ich mich nicht damit zufrieden geben, dass der Fernseher ungefähr im Blickfeld zu hängen kommt. Wenn ich schon darauf schaue, dass das Gerät kein halbes Grad schief hängt, soll es auch keinen Zentimeter weiter oben oder unten hängen, als ich mir das vorgestellt und ausgemessen habe. Dieser Schritt – die Einstellung der Laserlinie auf eine vordefinierte Höhe – erweist sich in der Praxis als der einzig wirklich knifflige im ganzen Prozess: Nachjustieren am Stativ, nachmessen und nochmals nachjustieren wiederhole ich einige Male, bis die Laserlinie wirklich auf der gewünschten Höhe verläuft. Wahrscheinlich hätte ich mein Ziel mit einem hochwertigen Fotostativ rascher erreicht. Das im Set mitgelieferte Stativ umfasst zwar eine Libelle zur Orientierung, eine Kurbel für die Feinhöhenverstellung und einen neig- und schwenkbaren Stativkopf; ein Profiwerkzeug ist es aber zweifellos nicht. Auch wenn es grösstenteils aus Aluminium besteht, so sind doch einige Teile aus Kunststoff und neigen dazu, sich bei der Feineinstellung minim zu verziehen. Was je nach Abstand zur Wand dann rasch zu einer Verschiebung der Linie um mehrere Millimeter bis Zentimeter führt.

Was, wenn ich in die Lichtquelle blicke?

Während ich so zwischen der Wand und dem Linienlaser hin und her laufe, richte ich meinen Blick immer wieder versehentlich in den 360°-Grad-Laserstrahl – es ist wohl fast unvermeidlich. Dabei wird in der Anleitung doch davor gewarnt:

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Einen Moment lang ärgere ich mich, dass das Set von Bosch keine Laserschutzbrille umfasst. Dann wird mir bewusst: Würde ich beim Arbeiten mit einem Linienlaser eine Schutzbrille tragen, dann würde ich die projizierte Linie kaum mehr erkennen und müsste die Brille ständig auf die Stirn hochschieben. Das kann also nicht die Lösung sein. Was dann? In der Anleitung lese ich nach: «Falls Laserstrahlung ins Auge trifft, sind die Augen bewusst zu schliessen und der Kopf sofort aus dem Strahl zu bewegen.» Okay, ich hab's also soweit richtig gemacht. Und gebe Entwarnung: Mein Sehvermögen hat sich seither nicht verschlechtert.

Reichweite und Linienstärke

Schliesslich befindet sich die Bohrschablone exakt auf der gewünschten Höhe. Die seitlichen Abstände habe ich nachgemessen. Durch die Schablone hindurch zeichne ich also an der Wand die Stellen ein, wo gebohrt werden muss. Völlig ohne Augenmass geht das nicht, hat doch die Laserlinie selber eine gewisse Dicke, die mit zunehmendem Abstand zur Wand ebenfalls anwächst. Ich schätze, mit jedem zusätzlichen Meter Distanz wird sie etwa einen Millimeter dicker, und das bei einer Gerätereichweite von 12 Metern laut Hersteller. In meinem Fall, bei einem Abstand von gut zwei Metern und einer Linienstärke von etwa zwei Millimetern, stellte der Sachverhalt nicht wirklich ein Problem dar. Für ein optimales Ergebnis habe ich dennoch darauf geachtet, den Bohrer möglichst in der Mitte der Linie anzusetzen.

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Die Bohrlöcher sind da, wo sie sein sollen, und die Dübel sind bereits drin. Untendran hängt noch ein mit Gaffa-Tape befestigter Briefumschlag, in dem sich der gröbste Bohrstaub gesammelt hat – ein einfacher Trick, wenn der Staub nicht während dem Bohren abgesaugt werden kann.

Das Ergebnis: Ein perfekt horizontal befestigter TV

Ich bohre also für jede der beiden Wandhalterungen je vier Löcher auf der Höhe, die mir der Linienlaser anzeigt, in dem auf der Schablone eingezeichneten Abstand. Nachdem die Dübel eingesetzt sind, kann ich die Halterungen anschrauben. Bevor ich den Fernseher aufhänge, möchte ich wissen, ob der Linienlaser mir bestätigt, dass sich die Halterungen nun in einer horizontalen Linie befinden. Und tatsächlich darf ich mit dem Ergebnis soweit zufrieden sein:

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Die Wandhalterungen sind befestigt – genau in der Horizontalen, wie der Kreuzlinienlaser bestätigt.

Somit ist die Stunde der Wahrheit gekommen und das TV-Gerät kann nun an die Wand. Das gelingt wunderbar – ich bereue es keine Sekunde, auf den UniversalLevel 360 von Bosch vertraut zu haben. Der Fernseher hängt so gerade an Wand, wie man es sich nur wünschen könnte. Und plötzlich fällt auf, wie wenig bei anderen Dingen auf die exakte Ausrichtung geachtet worden ist – so etwa bei der Schalter-/Steckdosen-Combo direkt neben dem Fernseher, zu sehen auf dem Bild unten…

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Hat perfekt geklappt: Der TV hängt mit minimalem Abstand exakt horizontal an der Wand.

Fazit

Der 360°-Kreuzlinienlaser überzeugt mich – rundum, auf der ganzen Linie. Okay, ich mache Wortspiele, aber ich meine es wirklich. Die Bedienung ist ein Kinderspiel und mein Testprojekt habe ich mit dem Gerät ohne Umschweife erfolgreich zum Abschluss gebracht. Dass man es vermeiden sollte, in den Laserstrahl zu blicken, dies aber nicht immer gelingen wird, liegt in der Natur der Arbeit mit einem solchen Gerät. Dafür ermöglicht es Dinge, die mit bloss einer Wasserwaage nie und nimmer klappen würden. In Zukunft werde ich mich bestimmt durch den UniversalLevel 360 zu noch mehr Kreativität und Ästhetik bei der Innenausstattung anregen lassen und vielleicht auch einmal eine diagonale Anordnung wagen. Bereits habe ich das Gerät auch in meinem Bekanntenkreis ausgeliehen und andere durften ebenfalls positive Erfahrungen damit machen. Ich meinerseits sollte mich mal erkundigen, wer ein gutes Fotostativ mit 1/4-Zoll-Gewinde besitzt. Ein solches würde nämlich ich gerne einmal ausleihen, um zu sehen, ob die Arbeit mit dem Linienlaser damit noch etwas leichter fällt. Letztlich hat sich das von Bosch mitgelieferte Stativ als schwächste Komponente im Paket erwiesen.

Der Bosch UniversalLevel 360 im BRACK.CH-Onlineshop

Richtest du deine Wohnung gerne ab und zu neu ein, wirst du demnächst umziehen oder legst du ganz einfach Wert auf Ästhetik, dann wirst auch du den UniversalLevel 360 gewinnbringend einsetzen können. Im Onlineshop von BRACK.CH ist er mit oder ohne Stativ erhältlich:

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Dominik Wirth

Category Manager RC & Modellbau

Schon als Teenager hat mich RC & Modellbau begeistert und das gebe ich jetzt an meine zwei Jungs weiter. Zuhause bin ich oft als Hobbyhandwerker am Werk und baue Neues oder repariere Altes.

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