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Nur Bahnhof verstanden? Translate Buds schaffen Klarheit

Wir werden täglich mit zahlreichen Sprechweisen konfrontiert, die für viele von uns nicht oder kaum verständlich sind – angefangen bei blumigen Marketingfloskeln in der Werbung über nichtssagende Statements von Politikern bis hin zum Jugendslang unseres Nachwuchses. Damit ist jetzt Schluss! Die neuen Translate Buds des ETHZ-Spin-offs Language And You versprechen die Erlösung mit einer riesigen Datenbank an Übersetzungsmöglichkeiten sowie Erweiterbarkeit durch Updates. Wir stellen die innovativen In-Ear-Kopfhörer als erster Anbieter vor und haben sie natürlich gleich einem Test unterzogen.

Spanisch, Japanisch, Arabisch … Mit modernen Übersetzungsgeräten können wir uns in dutzenden Ländern der Welt verständigen, ohne die lokale Sprache zu sprechen. Doch was ist mit zuhause? Es war kein leichtes Unterfangen, bisher beinahe unverständliche Sprachen aufzuarbeiten, zu übersetzen und somit für die Allgemeinheit zugänglich zu machen: Eine zehnköpfige Gruppe renommierter Linguisten und Computerlinguisten diverser Schweizer Hochschulen hat während sechs Monaten zahllose Bücher, Zeitungen, Werbespots und Nachrichtensendungen im Fernsehen durchkämmt. Auch sämtliche grösseren Social-Media-Plattformen wurden untersucht. Die Wissenschafterinnen und Wissenschafter haben mit dem so aufwändig zusammengestellten Sprachkorpus ein neuronales Netzwerk gefüttert, das die Grundlage für eine kommerzielle Nutzung KI-gestützter Echtzeitanalysen aller Arten von Sprechsituationen bildet.

Das Ergebnis: Die Translate Buds Hardware plus 15 Sprachpakete mit insgesamt fast einer halben Million Begriffen. Davon sind drei vorinstalliert, da diese während der Beta-Tests die höchste Nachfrage aufgewiesen haben: Jugend, Politik und Werbung. Die restlichen können über den App Store für jeweils CHF 14.95 dazu gekauft werden (vollständige Liste im nächsten Abschnitt).

Das Linguistenteam ist zu Recht stolz auf sein Werk, doch seine Arbeit ist nicht abgeschlossen, wie Studienleiter Rudolf Wütrich betont:

«Dies war das intensivste Projekt, das ich und mein Team jemals bewältigt haben. Doch wir sind noch nicht fertig – und werden es auch nie sein. Denn die Sprache entwickelt sich stetig weiter und es gilt, neu aufkommende Begriffe und Ausdrücke so schnell wie möglich für unsere Kundinnen und Kunden zu übersetzen.»

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Die Funktionsweise der Translate Buds

Im Grundsatz sind die Translate Buds aufgebaut wie herkömmliche In-Ear-Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung: Sie sind kabellos und verfügen an der Aussenseite jeweils über ein leistungsstarkes Mikrofon. Anders als bei den bekannten Kopfhörern dient letzteres jedoch nicht der Reduktion von Lärm für den Benutzer, sondern dazu, die Gespräche wahrzunehmen, die der Benutzer hört.

Fallen dabei Ausdrücke aus der Politik-, Werbe- oder Jugendsprache, geben die Kopfhörer blitzschnell die entsprechende Übersetzung wieder. Dadurch soll der Benutzer auch Gesprächen folgen können, die ohne Translate Buds kaum Sinn ergeben würden. Durch die Nieren-Richtcharakteristik der Mikrofone werden dabei Störgeräusche und Rückkopplungen effektiv herausgefiltert.

Um die Sprach-Datenbank immer auf dem neusten Stand zu halten, können Nutzerinnen und Nutzer die Kopfhörer via Bluetooth mit dem Smartphone oder Computer verbinden. Nehmen die Kopfhörer dann eine Redewendung wahr, das sie noch nicht kennen, senden sie es via Cloud direkt ans Team von Rudolf Wütrich. Dieses übersetzt den Ausdruck und schickt das Resultat innert Minuten an sämtliche Translate Bud-Kopfhörer, die in Betrieb sind. So tragen alle Nutzerinnen und Nutzer dazu bei, die Datenbank kontinuierlich zu erweitern. Der Service ist rund um die Uhr verfügbar und kostenlos.

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Zusätzlich zu den bereits erwähnten Standard-Sprachen können Nutzer aktuell folgende Sprachpakete kostenpflichtig herunterladen:

  • Termin bei der Steuerberatung
  • IT
  • Callcenter
  • Frauen
  • Männer
  • Finanzwesen
  • Anwaltstermin
  • Sport
  • Small Talk überleben
  • Auto-Gendern
  • Chefs
  • Gamer

Somit können die Translate Buds sämtliche Bereiche des Lebens abdecken, sei es in der Familie, im Beruf oder in der Freizeit. Laut dem Hersteller Language And You sind bereits weitere Pakete in Planung, unter anderem für sämtliche Schweizer Dialekte.

Die Translate Buds im Praxistest

So weit zur Theorie. Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen, diese kleinen Wundergeräte einem Test zu unterziehen. Dazu habe ich die Translate Buds in drei unterschiedlichen Situationen zum Einsatz gebracht:

  • Ein Gespräch zwischen zwei Jugendlichen im Nachbarabteil im Zug
  • Die Rede eines Nationalrats im Parlament
  • TV-Werbung

Das Gespräch im Zug auf dem Heimweg vom Büro habe ich natürlich unfreiwillig mitgehört. Doch es war die perfekte Gelegenheit, um zu prüfen, ob die Translate Buds halten, was sie versprechen. Und siehe da: Das erste Fazit ist bereits positiv. Von cringe bis no cap waren die Kopfhörer dem Jugendslang der beiden Sprechenden gewachsen und ich konnte dem Gespräch folgen. Auch nach dem Aussteigen aus dem Zug kamen die Translate Buds nicht ins Schwitzen: Dank der ausgeklügelten Mikrofone bekam ich die letzten Reste der Unterhaltung trotz eines vorbeibrausenden Zuges mit.

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Zuhause angekommen, habe ich direkt den Fernseher eingeschaltet. Nachrichten. Eigentlich nicht so mein Ding, aber die perfekte Gelegenheit, um die zweite vorinstallierte Sprache der Translate Buds zu testen: Politik. Irgendein Nationalrat hielt gerade eine Rede vor dem versammelten Parlament. Auch in diesem Setting fanden die Kopfhörer die richtigen Worte, um mir verständlich zu machen, was die Person hinter dem Rednerpult eigentlich sagte. Mit dieser Art der Ehrlichkeit würde selbst ich mir wieder öfter politische Diskussionen ansehen!

Im Anschluss kam, was kommen musste: die Werbeunterbrechung. Die Translate Buds sitzen wie angegossen in den Ohren, weshalb ich bereits vergessen hatte, dass ich sie noch anhatte. Doch nun machten sie sich dennoch bemerkbar, nämlich mit einem nicht ganz vollständigen Wortschatz. Etwa bei der Bezeichnung billigster Plastikware als «Nachhaltigkeitsleader im Premiumsegment» kam keine Übersetzung, sondern Stille.

Doch wie oben bereits erwähnt, hat der Hersteller für solche Situationen vorgesorgt. In Minutenschnelle erhielt ich die verständliche Übersetzung nachgeliefert und weiss nun, was in dem Werbespot eigentlich gemeint war: «Wir verwenden jetzt fünf Prozent weniger Plastik in der Verpackung und verlangen dafür einen unverschämt hohen Preis.»

Dabei hat sich Language And You ein Belohnungssystem ausgedacht, um Nutzerinnen und Nutzer dazu zu animieren, neue Sprachschöpfungen zu entdecken. Für jede Einsendung erhält man Punkte und hat man genug Punkte zusammen, steigt man ein Level auf. Jeder Levelaufstieg bringt zusätzliche Vorteile wie Rabatte oder gar kostenlose Sprachpakete. Bald ist es bei mir auch so weit. Welche Sprache sollte ich wohl als erstes herunterladen…?

Am nächsten Tag im Büro konnte ich noch die neuste Funktion der Language And You Translate Buds App testen, die sich momentan noch in der Beta-Phase befindet: die Übersetzung von geschriebenen Texten. Sie liefert bereits überzeugende Ergebnisse – hier in Verbindung mit dem «Chefs»-Sprachpaket:

Chat mit Chef.gif

Fazit

Geschwafelt wird gern und viel – zugehört und verstanden dagegen nicht oft. Nach diesem Test ist mein Fazit klar: Wer bei Sheesh, Freemium und NFTs komplett lost ist, für den sind die Translate Buds genau das Richtige! Bereits die drei Standardsprachen bringen einen im Alltag weiter und mit den zusätzlichen Sprachpaketen lässt sich das Erlebnis noch massiv ausbauen. Via Bluetooth-Verbindung zum Smartphone könnt Ihr die Translate Buds auch bei Telefongesprächen einsetzen. Dank der laufenden Aktualisierung der Datenbank durch alle Nutzerinnen und Nutzer ist man stets auf dem neusten Stand. Und dann erst noch «made in Switzerland» – geil!

Wir danken Language And You vielmals für die Zustellung des Testmusters. Die Translate Buds von Language And You sind ab nächster Woche für 199.– Franken bei BRACK.CH ab Lager lieferbar.

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Dominik Perrenoud

Redaktor

Let the Beat Hit 'em! Als passionierter Hochzeits-DJ interessiere ich mich für alles, was Musik wiedergibt. Auch privat höre ich praktisch ununterbrochen Musik, sodass in der Wohnung der eine oder andere Lautsprecher herumsteht – von ganz klein bis ganz gross. Daneben schätze ich Filme und Games im Heimkino, geniesse einen guten Whisky (natürlich mit der passenden Musik im Hintergrund) und kurve mit meinem 20-jährigen Cabrio durch den Schwarzwald.

Wie die meisten von euch sicherlich gemerkt haben, hat sich unsere Redaktion mit den Translate Buds einen Aprilscherz erlaubt. Was hingegen kein Witz ist, sind unsere echten Sprachcomputer für live-Übersetzungen in mehr als 60 Sprachen. Jetzt entdecken – die nächste Reise kommt bestimmt:

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