Auf Mattenfühlung mit GARMINs Lily

Schön und sportlich, elegant und leistungsfähig: So präsentiert GARMIN seine neue Sportuhr. Die Zielgruppe der Lily ist klar feminin, welche mit zarten Farben und einer schlichten Form und Grösse abgeholt wird. Lily soll meinen Alltag begleiten und tracken, aber schafft sie auch mehr?

Ich persönlich mag es bei fast allem schlicht und ohne weiteren Schnickschnack. So soll also auch meine favorisierte Sportuhr oder der Aktivitätstracker sein und funktionieren. Und genau das verspricht GARMIN mit der neuen Version Lily – erhältlich als klassische und Sportversion.

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Zwei Versionen, drei Körper: Die Garmin Lily zeigt sich in sechs verschiedenen Ausgaben (Quelle: GARMIN).

Nicht nur in Form und Farbe ist Lily dezent, feminin gehalten, sondern auch in der Grössendimension. Denn das Uhrgehäuse ist mit 34 Millimetern besonders klein (s. Foto meines Handgelenks unten). Am Handgelenk ist die Uhr auch ganz leicht zu bedienen: Arm heben oder Glas antippen und der Touchscreen wird eingeblendet. Vom Startbildschirm respektive dem Ziffernblatt kann mit einer Bewegung direkt aufs Menü und die einzelnen Einstellungen zugegriffen oder ein Training gestartet werden. Ziemlich einfach also.

Wie bei all den von mir getesteten Sportuhren habe ich auch hier wieder auf die Anzeige der smarten Funktionen (eingehende Anrufe, Nachrichten, News und Termine) verzichtet. Zum einen, da ich nicht immer und überall Zugriff auf Nachrichten haben muss und möchte. Zum anderen möchte ich gerade dann, wenn ich draussen unterwegs bin, nicht davon abgelenkt werden, sondern die Natur um mich oder das Training geniessen – natürlich so weit das möglich ist. Während dem Joggen auf jeden Fall nicht, da ich da nur noch an die Dusche danach denke... Auf der üblichen Strecke bin ich froh, wenn mir die Uhr vibrierend mitteilt, dass Kilometer sechs durch ist und ich fertig mit dem wöchentlichen Pflicht-Joggen oder -Kondi bin.

Klein und fein

GARMIN kennt man. Wenn man sich über GPS-Uhren und Navis informiert, kommt man nicht um das Unternehmen herum, welches 1989 von Gar y Burrell und Dr. Min Kao (= GARMIN) gegründet wurde. Schon früher einmal durfte ich eine Sportuhr des Unternehmens testen (2016: GARMIN Vívosmart HR+). Damals war das schon ein top Fitnesstracker, doch vom Aussehen her hat sich in den letzten 5 Jahren viel getan und die Fitnessuhren sind mittlerweile auch ein adrettes Alltagsschmuckstück geworden – vor allem die Lily. Sie zeichnet sich durch folgende Punkte aus:

  • klein und modisch
  • gemusterter Hintergrund mit Touchdisplay
  • Aufzeichnung und Auswertung der Trainings und Gesundheitswerte
  • Erinnerungsfunktion, Benachrichtigungen, Musiksteuerung, Wecker, Wetter (halt Smartwatch-Funktionen)
  • integrierter Pulsmesser und -oximeter
  • GPS per Handyverknüpfung
  • PLUS: Schlafanalyse UND Menstruationszyklustracker (auch Schwangerschaftstracking sei möglich)

Das sind nur mal die USP – quasi die Alleinstellungsmerkmale der Sportuhr. Hinzu kommen die 13 Sportprofile wie Laufen, Schwimmen, Yoga oder Pilates, von welchen Ihr 7 auswählen und auf der Uhr hinterlegen könnt. Und noch weiter erfasst Lily Euren Energielevel und Stress.

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Während Lily mir einen Stressüberblick verschafft, höre ich im Ohr «Relax, don't do it» von Frankie goes to Hollywood... leider hilft's nicht immer.

Hart im Nehmen?

Nun ging's mit der Lily los über Stock und Stein – rennend und wandernd – und auf die Matte. Während der Trainingseinheiten hat Lily die Runden respektive Kilometer und meine verbrauchten Kalorien gezählt. Sogar Lob gab's von ihr, als ich zusammen mit ihr mein zehntes Lauftraining absolviert hatte. Was für eine kleine Motivationstrainerin! Es tat gut zu sehen, dass ich doch tatsächlich schon 10x Laufen war im gesamten Testzeitraum von knapp zwei Monaten. Für noch etwas zusätzlichen Ansporn könnt Ihr an den monatlichen Herausforderungen teilnehmen, bei denen es mal um die Anzahl Schritte, Trainingsintensitäten oder zurückgelegte Kilometer geht. Ein Zückerli für meinen inneren Schweinehund, der immer mal wieder überzeugt und übertölpelt werden muss.

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Lily motiviert mit monatlichen und wöchentlichen Herausforderungen und auch etwas Lob.

Ebenfalls hilfreich sind die farbig hinterlegten Zusammenfassungen, die in der App auf dem Startbildschirm jeweils zuoberst erscheinen:

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Die Abwechslung bringt's – vor allem, wenn man Joggen nicht so mag.

Meistens war Lily härter im Nehmen als ich. Aber Ihr ahnt es: Einmal hat sie tatsächlich vor mir schlapp gemacht (s. oranges Training). Während ich bei allen anderen Trainings und auch bei der Wanderung von Schiers nach Sargans die Uhr ohne GPS-Verbindung zum Handy laufen liess, habe ich es bei meiner Standard-Jogging-Runde (knapp 6.4 km) mal verknüpft. Die Uhr hatte zwar noch 21% Akku, schaltete sich jedoch schon nach 3.7 Kilometern aus – und wir waren noch nicht mal beim steilen Stutz.

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Fazit: Ob auf der Matte oder in Fontanes Ellernklipp vertieft – Lily macht eine gute Figur.

Generell war Lily eine angenehme Trainingspartnerin und Ihr könnt auch die Stärke ihres Feedbacks (Vibrierens) einstellen. Und nicht nur auf der Matte macht sie eine gute Form – oder gar die bessere als ich –, sondern auch im Alltag ist sie super elegant. Als Accessoire und Uhr sowie Trink- und Bewegungserinnerung. Einzig der Akku ist für meine Ansprüche – lange Ein- und Mehrtageswanderungen mit GPS – etwas zu wenig stark, aber ansonsten ist Lily eine schöne Uhr und Animateurin für Sport und Alltag. Einfach in der Installation und Handhabung und schnell geladen. Auf alle Fälle kann man mit ihr viele schöne Momente erleben!

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Alexandra Donat

Alexandra Donat

Redakteurin BRACK.CH

2016 als Schnupperi gestartet und immer noch Schnupperi. Wie das geht? Ganz einfach: In meiner Tätigkeit als Redaktorin darf ich mich in ganz unterschiedliche Themenbereiche wortwörtlich hineinschnuppern und Neues testen, prüfen UND natürlich darüber schreiben. Super oder? Und sonst so, Hobbys? Bücherwurm und Wandersocke sein.

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