Selbstbräuner - Die Sonne aus der Tube

Der erste Gang im Bikini nach draussen ist immer der Schwerste. Bleich oder gar weiss, schleppt man sich zu seinem Liegestuhl oder auf sein Badetuch und wünscht sich rasch eine kleine Sommerbräune herbei. Wer mag, der kann natürlich vorher schon etwas nachhelfen. Und zwar mit Selbstbräunern. Doch wie funktionieren die überhaupt und wie schafft man es, nicht wie eine gefleckte Karotte auszusehen? Fragen über Fragen, und wir haben hier für euch ein paar Antworten parat.

Schön gebräunte Haut ist für viele Menschen immer noch das A und O. Sie vermittelt den Eindruck von Jugendlichkeit, Vitalität und Erholung. Doch wer braun sein will, der muss dort hin wo er das auch wird: Nach draussen. Doch nicht alle können und wollen sich ständig an die Sonne legen. Deshalb gibt es die Sonne aus der Tube - die Selbstbräuner.

Vielleicht habt ihr euch auch schon Mal überlegt, zu Hause etwas nachzuhelfen, folgende Fragen haben euch aber möglicherweise davon abgehalten:

1. Wie funktioniert das überhaupt?
2. Ist Selbstbräuner schädlich?
3. Wie wende ich ihn richtig an, damit die Bräune nicht künstlich aussieht?


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Wie wirkt Selbstbräuner?

Selbstbräuner enthalten meistens den Bräunungsstoff Dihydroxyaceton (DHA). Dieses synthetische Zuckermolekül reagiert mit den Proteinen und Aminosäuren der obersten Hautschicht und sorgt dafür, dass diese sich nach einer gewissen Zeit braun verfärben. Man wird aber nicht "schwuppdiwupp" sofort braun, denn dieser chemische Prozess dauert drei bis acht Stunden und hält maximal neun Tage.
Das heisst: Lässt man das Eincremen sein, verschwindet der Sommerteint, mit der natürlichen Hautschuppung, recht schnell wieder.

Sind Selbstbräuner schädlich?

Grundsätzlich sind sie die hautfreundlichste Variante, um braun zu werden. Die meisten Produkte, beinhalten DHA oder auch Erythrulose, oder eine Mischung aus beiden Stoffen. Diese Zuckermoleküle kommen auch in unserem Körper vor und sie sind ungefährlich.
ABER: Unter starker Wärmeeinwirkung oder langen Lagerzeiten kann Formaldehyd entstehen, eine Substanz die als krebserregend gilt.
Wenn also der Selbstbräuner nicht frisch ist, begünstigt das den Zerfall des DHA und die Freisetzung von Formaldehyd. Geöffnete Tuben sollten deshalb nach drei Monaten (spätestens aber nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums) entsorgt werden.
Am besten bewahrt man sie möglichst kühl und an einem dunklen Ort auf. Zum Beispiel im Gemüsefach des Kühlschranks, denn Badezimmerschränke sind oftmals zu warm dafür.

Wer einen Selbstbräuner benutzt, der sollte sich nicht einfach damit an die Sonne legen, denn er ist defininitiv KEIN Sonnenschutz. Auch wenn einige Produkte mittlerweile einen UV-Schutz bieten, muss man zusätzlich immer noch eine Sonnencreme mit dem richtigen Lichtschutzfaktor auftragen.

Wie wendet man Selbstbräuner richtig an?

Will man nicht wie eine gefleckte Karotte aussehen, dann sollte man unbedingt zu häufiges und ungleichmässiges Eincremen vermeiden. Auch wenn vielleicht die Verlockung auf eine super tolle Sommerbräune gross ist:

Weniger ist mehr!

Schmiert euch also nicht die halbe Tube auf Körper und Gesicht...
Das Produkt sollte auch nicht täglich aufgetragen werden. Für ein optimales Ergebnis reicht alle 5 bis 7 Tage. Vor dem Auftragen ist es hilfreich, möglichst alle abgestorbenen Hautschüppchen mit Hilfe eines Peelings abzutragen. So kann man Unregelmässigkeiten verhindern.
Besonders viel Aufmerksamkeit brauchen die Knie, Fersen oder Ellenbogen. Dort ist die Hornschicht nämlich dicker und deshalb verfärben sich diese Stellen oft deutlich stärker.
Es gibt aber auch Menschen, bei denen Selbstbräuner nicht funktionieren. 10% sind nämlich gegen den DHA Wirkstoff resistent und sie können deshalb damit auch nicht braun werden.

Welcher Selbstbräuner ist für mich am besten geeignet?

Mittlerweile gibt es eine grosse Palette an Cremes, Sprays, Lotions und sogar Tücher. Der Wirkstoff ist immer der gleiche, der Unterschied liegt also in der Konsistenz und in der Anwendung. Jede/r hat da seine persönlichen Vorlieben.


Das Selbstbräuner-Mousse Ambre Solaire "Natural Bronzer" von Garnier

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Der Test und das Fazit

Den Test hat meine Teenie-Tochter gemacht. Sie ist eine kleine Selbstbräuner-Spezialistin und hat grosse Äuglein bekommen, als ich sie als Testperson angefragt habe.
Zuerst einmal machten wir ein kurzes "weisse Beine" Shooting im Wohnzimmer :-)

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Sie hat mich schon am ersten Abend ganz begeistert aus ihrer Wochenaufenthalter-Wohnung angerufen. Ihr Fazit (übersetzt aus der Teenie-Sprache):
"Alter, das Mousse ist voll Hammer! Ich hatte noch nie einen Selbstbräuner, der so gut riecht."
Der Natural Bronzer von Garnier, hat tatsächlich einen leichten, sehr erfrischenden Kokosduft.

Die Wirkung hat bereits nach kurzer Zeit eingesetzt und da sie ganz am Anfang nicht genug aufgepasst hat, gab's auch prompt zu Beginn einen braunen, unregelmässigen Fleck an der einen Hand.

Bei der Behandlung hat sich einmal mehr gezeigt, dass man das Produkt wirklich sorgfältig auftragen und gerade an den Knien und an den Knöcheln der Hände, nicht zu viel davon verwenden sollte.

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Wichtig:

Beim Auftragen immer einen Applikator-Handschuh benutzen!

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Zur Not geht auch ein weicher Handschuh oder ein alter Waschlappen.

Die Bräune war grundsätzlich sehr regelmässig und hatte eine natürliche Farbe.
Ein kleiner Nachteil hat sich beim Mousse allerdings rasch gezeigt: Es ist durchsichtig und das Auftragen gestaltet sich deshalb etwas schwieriger. Man sieht es kaum auf der Haut und kann schlecht abschätzen, wo überall es schon aufgetragen wurde.
Dafür riecht er ganz wunderbar, und die künstliche Bräune kann sich bereits nach einer Anwendung durchaus sehen lassen.

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Fürs Gesicht hat sie schon mehrmals verschiedene Bräuner von Clarins benutzt, mit denen sie ebenfalls sehr zufrieden war.

Vor der Anwendung sollte man unbedingt das Gesicht gut reinigen (auch ein leichtes Peeling ist zu empfehlen) und das Make-up entfernen.
Achtung mit Kleidungsstücken! Es kann abfärben.

Ich persönlich bin nicht so der Selbstbräuner-Typ. Mir ist das Ganze zu aufwändig. Vielleicht ist es auch eine Altersfrage... ;-)
Meine Tochter aber, fährt voll drauf ab und sie gibt den getesteten Selbstbräunern sehr gute Noten. Einen kleinen Abzug gibt es beim Mousse, wegen der Durchsichtigkeit, ansonsten sind die Produkte bei ihr in regem Gebrauch und eine natürliche Bräune hat sich bereits nach den ersten Anwendungen eingestellt.
Den Rest erledigt jetzt aber die Sonne.

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Und denkt daran:
Ein Selbstbräuner ersetzt auf gar keinen Fall den herkömmlichen Sonnenschutz!
Regelmässiges und gründliches Eincremen mit Sonnencreme ist ganz wichtig.
Hier zeigen wir euch, worauf ihr achten solltet.

Selbstbräuner Sortiment

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Kathrin Buholzer

Kathrin Buholzer

Redaktorin, Bloggerin, zuständig für Familienthemen

Eltern-Bloggerin I Mom von 2 Teenie-Girls I Open Air Fan I Bernerin I Testet sehr gerne Wellnesshotels, Haushalts- und Kosmetikgeräte

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