NO BULLSH!T – natürliche Kosmetikprodukte aus der Schweiz

Ein kleines, herziges Kämmerlein in der Aarauer Altstadt. Wer die Türe öffnet, merkt sofort: Hier wird an neuer Kosmetik getüftelt. Eine kleine Kochplatte, Glasbehälter und ätherische Öle, die wunderbar duften, und links auf dem Tisch liegen sie: Die NO BULLSH!T Produkte aus natürlichen Zutaten.

Mittendrin steht Nicole Blum, die eigentlich nur ein paar Weihnachtsgeschenke produzieren wollte und jetzt plötzlich ein eigenes kleines Startup-Unternehmen besitzt ...

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Ich habe sie in ihrem kleinen Versuchslabor besucht und mit ihr über ihren erfolgreichen Start in die Naturkosmetik geplaudert.

Gibt es eigentlich gewisse Auflagen, wenn man Naturkosmetik produzieren will?

Ja, die gibt es schon, und deshalb bin ich auch froh, dass ich die Produktion jetzt auslagern konnte. So weiss ich, dass ich den Standard, den es für die Naturkosmetik braucht, auch garantieren kann. Auch die Nachfrage nach Zertifizierungen ist da, das spüre ich von den Kunden wie auch von den Händlern. Als Startup hatte es für mich jetzt aber nicht allererste Priorität, denn ich musste auch erst herausfinden, welche Zertifizierungen wirklich Sinn ergeben.

Du kommst ursprünglich aus dem Marketing. Das hat ja jetzt nicht unbedingt sooo viel mit Naturkosmetik zu tun. Wie bist du denn auf die Idee gekommen, in dieses Gebiet einzusteigen?

Ich habe früher mal als Arztgehilfin gearbeitet und später dann für eine Kosmetikfirma das Marketing gemacht. Entstanden ist alles aber eigentlich ganz zufällig: Letztes Jahr habe ich für Freunde und Familie als Weihnachtsgeschenk eine Deo-Creme gemacht. Ich habe nämlich von einer Freundin eine geschenkt bekommen und fand das so toll, dass ich dann angefangen habe, mich damit auseinander zu setzen. Da ich wahnsinnig gerne in der Küche hantiere, hab ich mir gedacht: Das ist ja ein bisschen ähnlich wie Kochen und Backen. Ich habe dann herumexperimentiert und gemerkt, dass mir die Materie sehr liegt. Ich hatte am Anfang wirklich keinen Business-Gedanken, ich wollte einfach ein schönes Geschenk produzieren. Doch die Leute fingen an, die Deos weiter zu verschenken und fragten mich, ob ich noch mehr Exemplare hätte. Das entwickelte dann sehr schnell eine Eigendynamik, und ich begann mit der Hilfe meines Mannes, der Grafiker ist, das Ganze zu professionalisieren.
Als dann mein Shop online ging, wurde ich mit Bestellungen wahrlich überrannt, und die Nachfrage ist dann stetig noch gestiegen. Das hat mich irgendwann dazu bewogen, meinen 50-Prozent-Job bei der Marketingagentur aufzugeben.

Hattest du keine Zweifel, diesen Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen?

Doch, klar, denn es passt eigentlich überhaupt nicht zu mir. Ich habe immer gesagt: Selbstständig zu sein ist nichts für mich. Der ganze Papierkram, das bringt nur viel Ärger mit sich, und was ist denn, wenn ich krank bin? Nein, darauf hatte ich echt keine Lust. Aber irgendwann musste ich mich entscheiden: Entweder war das jetzt einfach ein kleines, lustiges Experiment oder ich setze alles auf diese Karte. Dann hab' ich den Neustart einfach gewagt, meine Stelle gekündigt – und ich bin mega happy damit. So viel Schlimmes kann ja jetzt auch nicht passieren. Falls es doch nicht klappt, dann habe ich viele Erfahrungen gesammelt, etwas Geld in den Sand gesetzt – und ich suche mir dann halt wieder einen Job.

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Produzierst du alle deine Produkte im Moment noch selber?

Die Produktion der Deo-Cremes habe ich ausgelagert. Die stellt mittlerweile eine Partnerfirma für mich her. Die machen selber auch Naturkosmetik und machen das jetzt im Auftrag, also nach meiner Rezeptur. Jetzt, wo auch mit BRACK.CH der erste «grosse» Händler eingestiegen ist, kann ich das alles unmöglich alleine produzieren. Für mich war eigentlich schon von Anfang an klar: Ich will die Produkte entwickeln, ich will tüfteln, ausprobieren und mich um die Vermarktung kümmern.

Wie entsteht denn eigentlich ein neues Produkt?
Hast du da eine spezielle «Duftvorstellung» jeweils vorher schon im Kopf?

Auch wenn das vielleicht jetzt etwas blöd klingt, aber ich habe das Gefühl, dass mir «Düfte» sehr gut liegen. Ich habe vor kurzem einen Aromatherapie-Kurs besucht und dort Düfte von einem Schweizer Hersteller kennen und lieben gelernt. Das Mischen der Düfte fällt mir eigentlich relativ leicht. Im Moment arbeite ich an einer Seifen-Anfrage. Es geht darum, eine Seife für eine Restaurantkette zu kreieren. Die Basis dazu hab ich schon gemacht und jetzt geht es darum, die Seife zu «beduften». Eine Variante zum Beispiel ist mit Rosmarin, eine andere mit Safran und Kardamom, eine dritte Version mit Weisstanne, einem meiner Lieblingsdüfte.

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Ein Duft hat immer drei Komponenten. Eine Kopf-, Herz- und Basisnote. Die Kopfnote riecht man immer zuerst, oft sind das «zitronige, fruchtige» Düfte. Die Herznote ist eher kräftig, zum Beispiel Rose oder allgemein Blüten. Die Basisnote sind dann Hölzer, Harz oder Wurzeln. Sie haben einen erdigeren, tieferen Duft.

No Bullshit - Naturprodukte ohne Schnickschnack

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Wenn wir die Inhaltsstoffe der NO BULLSH!T Produkte anschauen, dann finden wir nur natürliche Zutaten.

Deos ganz ohne Aluminium? Funktioniert das denn wirklich?

In den meisten Deos werden Aluminiumsalze eingesetzt, diese verstopfen die Poren und du schwitzst nicht mehr. Man nennst sie deshalb auch Antitranspirants. Meine Produkte sind ohne Aluminium, das heisst: Man schwitzt.
Das ist am Anfang vielleicht etwas ungewohnt, und ich muss das den Leuten auch immer wieder sagen. Meine Deos bestehen aus natürlichen Zutaten, sie hemmen das Bakterienwachstum und sorgen dafür, dass der Schweiss nicht stinkt. Ich bekomme so viele Feedbacks, gerade auch von Leuten, die stark schwitzen und einfach noch kein gutes Deo für sich gefunden haben. Bis sie dann eben ein NO BULLSH!T Produkt ausprobiert haben und jetzt begeistert sind.

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Bei BRACK.CH ab Lager erhältlich sind die Deo-Cremes in vier Duftrichtungen und zwei Verpackungsgrössen sowie drei Sorten Lippenbalsam.

Mehr Infos findet ihr auch unter: nobullshit.care

NO BULLSH!T Produkte bei BRACK.CH

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