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Hochleistungs-Werkzeugzubehör aus dem Hochgebirge

Der Ort St. Niklaus im Oberwalliser Mattertal beherbergt einen Industriebetrieb mit einer aussergewöhnlichen Erfolgsgeschichte. Eine Krisensituation gab 1947 den Ausschlag dafür, dass hier auf über 1100 m ü.M. ein Werk der Firma Scintilla seinen Betrieb aufnahm. Heute stellt das mittlerweile zu Bosch gehörende Unternehmen an diesem Standort mehr als 50% des weltweiten Bedarfs nach Sägeblättern für Starlock-Werkzeuge, Stich- und Säbelsägen her. Das Werkstatt-Team von BRACK.CH hat die Gelegenheit wahrgenommen, die Anlage zu besichtigen.

Lange vor der Industrie war der Tourismus im Mattertal – nicht nur oben in Zermatt: Als Ausgangspunkt für Bergtouren entwickelte sich auch St. Niklaus früh zu einem beliebten Touristenziel. Im Ort sind Familien heimisch, deren Ahnen als Bergführer Hunderte von Gipfeln als Erste bezwungen haben. Die Hotellerie florierte, bis der zweite Weltkrieg kam und auch für die Walliser schwere Zeiten mit sich brachte: Die Touristen blieben plötzlich aus, die Hotelbetten leer; eine Situation, die sich auch mit dem Kriegsende nicht sogleich wieder änderte.

Der Ursprung: Werkzeugbau im Grand Hotel

1947 ging schliesslich ein Deal über die Bühne, der die Wirtschaftslandschaft im Mattertal mit anhaltender Wirkung veränderte: Die in Solothurn ansässige Firma Scintilla AG – die Erfinderin der Stichsäge – kaufte das leerstehende, fünfstöckige Gebäude des Grand Hotels St. Niklaus und liess dieses umbauen zum Zweck der Werkzeug- und Zubehörherstellung. Hunderte von Arbeitsplätzen wurden so geschaffen und die regionale Wirtschaft stark diversifiziert.

Da ist die Fabrik noch ein Hotel. Nachdem jedoch der zweite Weltkrieg den Tourismus zum Erliegen gebracht hat, zieht hier die Scintilla AG ein und beginnt, Werkzeuge zu fertigen. Bildquelle: Bosch Schweiz.

Erfolg und Einstieg von Bosch

Die Erweiterung des Unternehmens um den Standort St. Niklaus erwies sich rasch als erfolgreicher Schritt, sodass Scintilla bald ein modernes Fabrikgebäude erbauen liess, welches das alte Grand Hotel als Produktionsstätte ersetzte. Schon in den 1950er Jahren stieg Bosch als Mehrheitsaktionär ins Unternehmen ein, und seit 1964 werden die Produkte der Scintilla-Werke unter dem Markennamen Bosch verkauft. Die Vergrösserung des Werks St. Niklaus um fast 4000 m² Fläche im Jahr 2019 zeugt davon, dass Bosch an die Zukunft der Produktion in den Walliser Bergen glaubt – dies bestimmt nicht zuletzt deshalb, weil sich an diesem Standort enorm viel Insiderwissen konzentriert.

Heute: Führend in der Produktion von Starlock-Zubehör und Sägeblättern

Vor diesem Hintergrund ist es durchaus ein Privileg, eine Führung durch das Werk im Oberwallis zu erhalten: Hier stehen zahlreiche Maschinen, die die hauseigene Sondermaschinenbau-Abteilung entwickelt hat und die zu entscheidenden Vorteilen gegenüber der Konkurrenz verhelfen. In Zahlen: 58% der weltweit verkauften Stichsägeblätter kommen aus St. Niklaus; bei den Säbelsägeblättern sind es 50%, beim Starlock-Zubehör 51%. Nebst Produkten mit dem Bosch-Logo verlassen das Werk auch viele Teile für fremde Auftraggeber; insgesamt sind es gegen 8000 verschiedene Sägeblatter. Diese gehen in alle Welt: Den grössten Absatzmarkt bildet Nordamerika, knapp vor Europa. Es gilt hier also, Geheimnisse zu hüten. Das Fotografieren ist denn auch nur an einzelnen Stellen mit ausdrücklicher Genehmigung erlaubt. Ein paar Bilder aus dem Inneren des Werks dürfen wir euch unten zeigen. Wie ihr dort seht, ist nebst der maschinellen Produktion auch Handarbeit im Spiel; dies vor allem bei der Herstellung kleiner Serien und neuer Modelle.

Der Produkttest – oder: So macht man auch aus Metall Kleinholz

Anschliessend an die Betriebsbesichtigung durfte unser Team von BRACK.CH in die Werkstatt, wo diverse Werkzeuge und eine grosse Auswahl an Zubehörteilen direkt aus der örtlichen Produktion darauf warteten, an Testobjekten ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen. Eines der Ziele des Tests war es, aufzuzeigen, weshalb für jedes Gerät verschiedene Typen und Qualitätsstufen von Sägeblättern verfügbar sind: Es stellt sich immer die Frage, was man mit dem Werkzeug tun möchte. So gelingt es etwa auch mit einem Holzsägeblatt, eine Schraube aus relativ weichem Metall zu zersägen; der Verschleiss ist aber höher als bei der Verwendung eines Metallsägeblatts, welches überdies auch mit Hartmetall klarkommt. Nach einer anschaulichen Demonstration durften wir uns selber von der kompromisslosen Leistung der Bosch-Werkzeuge mit dem Zubehör aus St. Niklaus beim Zersägen verschiedenster Materialien überzeugen.

BRACK.CH und Bosch: Bekräftigung einer starken Partnerschaft

Wir testeten bei dieser Gelegenheit quer durchs Bosch-Sortiment nach Lust und Laune das Werkzeug und Zubehör, das wir auch in unserem Onlineshop führen. So konnten wir unser Fachwissen als BRACK.CH-Werkstatt-Team auffrischen und erweitern. Auch darüber hinaus nahmen wir bleibende Eindrücke vom Ausflug ins Wallis und dem Einblick in das aussergewöhnliche Werk von St. Niklaus mit. In diesem Rahmen gelang es vorzüglich, die starke Partnerschaft von BRACK.CH mit Bosch Schweiz im persönlichen Kontakt zu bekräftigen.

Von St. Niklaus geht es noch 20 km das Tal hoch, dann ist man in Zermatt. Die Reisegruppe aus Vertreter*innen der Firmen Bosch (vom Standort Solothurn) und BRACK.CH liess sich den Blick aufs Matterhorn nicht entgehen.

Produkte aus dem Werk St. Niklaus im BRACK.CH-Onlineshop

Sämtliche Sägeblätter der Marke Bosch im Onlineshop von BRACK.CH sind also «made in Switzerland», gefertigt in St. Niklaus – vor unserer Haustür sozusagen, bedenkt man den weltumspannenden Absatzmarkt der Produkte aus dem Scintilla-Werk. Besonders empfehlen wir die folgenden Sets, mit denen Heimwerker*innen ebenso wie Profis für jeden Fall gerüstet sind:

Passendes Elektrowerkzeug von Bosch

Fehlt in deiner Werkstatt noch das passende Werkzeug, dann hast du zahlreiche Optionen. Gut ausgerüstet bist du zum Beispiel damit:

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Yves Lenzin

Content Marketing Manager Garten & Werkstatt

Schreiben ist meine Profession und Leidenschaft. Ich liebe es, mich den unterschiedlichsten Themen und Textformen zu widmen und beim Recherchieren Fachwissen aus allen möglichen Bereichen zu erwerben. Abgesehen davon, dass ich für BRACK.CH Marketing- und Ratgeber-Inhalte verfasse, bin ich auch aktiver Historiker.

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