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Ab 2022 ist VAUDE mit allen Produkten klimaneutral

Wenn nicht jetzt, wann dann? Für den Klimaschutz ist es höchste Zeit. Deshalb hat VAUDE beschlossen, bereits ab 2022 als Unternehmen mit allen Produkten klimaneutral zu werden. Wie das Unternehmen dieses Ziel erreicht, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Was bedeutet klimaneutral genau? Ein Unternehmen gilt dann als klimaneutral, wenn es keine Treibhausgasemissionen verursacht. Das erreicht das Unternehmen einerseits durch die kontinuierliche Reduzierung der CO2-Emissionen, andererseits muss es die restlichen Emissionen kompensieren. Dazu investiert das Unternehmen in Projekte, die den CO2-Ausstoss reduzieren und so die eigenen Emissionen ausgleichen.

VAUDE kompensiert seine weltweiten Treibhausgasemissionen vollständig. Zusätzlich investiert das Unternehmen denselben Betrag, den es jährlich für die Kompensation aufwendet, in die kontinuierliche Reduzierung seiner Emissionen. Dieses ambitionierte Ziel braucht Ressourcen – auch monetäre. Woher kommt das nötige Budget? Dafür hat VAUDE Prioritäten gesetzt: das Budget stammt aus dem Marketing. Konkret bedeutet das, dass VAUDE auf teure Werbung verzichtet, um noch stärker in Klimaschutz investieren zu können.

„Die Zeit drängt. Klimaschutz muss höchste Priorität haben und wir müssen jetzt mit aller Kraft handeln, das sagen uns die Fakten aus der Klimawissenschaft sehr eindeutig."

Antje von Dewitz – CEO von VAUDE

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Der kürzlich veröffentliche IPCC-Bericht des Weltklimarates weist erneut eindringlich darauf hin, dass der Klimawandel menschengemachte Realität ist und noch schneller voranschreitet als bislang angenommen. Das im Pariser Klimaabkommen angestrebte 1.5-Grad-Ziel könnte bei einem “Weiter so” bereits in gut einem Jahrzehnt überschritten werden. Ein Vorgeschmack auf die klimatischen Konsequenzen war vergangenen Sommer auch in der Schweiz deutlich spürbar. Um die Beschränkung auf 1.5°C Klimaerwärmung noch einhalten zu können, müssen laut der Science Based Targets Initiative (SBTi) die weltweiten Treibhausgasemissionen bis 2030 halbiert werden.

Seit 2012 klimaneutral in Deutschland – ab 2022 weltweit

VAUDE engagiert sich schon seit vielen Jahren aktiv für den Klimaschutz. Bereits seit 2009 arbeitet das Unternehmen an seinem deutschen Firmensitz zu 100 Prozent mit Ökostrom, u. a. aus selbsterzeugter Solarenergie. Seit 2012 ist die Firmenzentrale mit allen in der eigenen Manufaktur hergestellten Produkten klimaneutral.

Das nächste grosses Klimaziel von VAUDE lautete: weltweite Klimaneutralität mit Science Based Targets – und das so schnell wie möglich. Wichtigste Voraussetzung dafür war, neben allen Emissionen “zu Hause” in Deutschland, auch die Emissionen aus der vorgelagerten, globalen Lieferkette zu kennen. Um diese seriös berechnen zu können, war eine mühevolle und akribische Datenerfassung in enger Zusammenarbeit mit den Lieferanten nötig. Diesen grossen Meilenstein hat VAUDE nun geschafft. Die vollständige Klimabilanz steht und auf dieser fundierten Datengrundlage hat VAUDE jüngst beschlossen: Alle VAUDE Produkte werden klimaneutral – ab 2022!

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Die Photovoltaik-Anlage liefert Ökostrom für den VAUDE Firmensitz.


CO2-Reduzierung nach wissenschaftsbasierten Klimazielen

Klimaneutral durch Kompensation reicht nicht, genauso wichtig ist die effektive Reduzierung von Emissionen – messbar und nachvollziehbar. Als VAUDE sich 2019 der Science Based Targets Initiative (SBTi) angeschlossen hat, hat sich das Unternehmen dazu verpflichtet, gemäss wissenschaftsbasierter Klimaziele die eigenen Emissionen zu senken.

Auch dafür ist die Kenntnis über die Höhe der tatsächlichen Emissionen, also eine vollständige Klimabilanz, notwendig. Auf dieser Grundlage hat VAUDE drei grosse Reduktionsziele nach den SBT-Vorgaben definiert. Um diese Ziele zu erreichen, wird VAUDE Jahr für Jahr seinen ökologischen Fussabdruck verkleinern und leistet dadurch einen Beitrag zur Eindämmung des Klimawandels unter Einhaltung des 1.5-Grad-Ziels.

Grösste Herausforderung: Die globale Lieferkette

Da VAUDE am deutschen Firmensitz bereits zu 100 Prozent Ökostrom nutzt, entsteht ein Grossteil der dort noch verbleibenden Emissionen im Bereich der Mitarbeitermobilität durch den eigenen Fuhrpark. Das Ziel bis 2024 ist, diese Emissionen im Vergleich zu 2019 um weitere 40 Prozent zu reduzieren.​

Der Löwenanteil der Emissionen von VAUDE entsteht in der globalen Lieferkette. Funktionelle Outdoor-Produkte bestehen überwiegend aus synthetischen Fasern, deren Herstellung viel Energie benötigt. Hier hat das Unternehmen bereits angesetzt: Bei seinen Materialien minimiert es die Verwendung fossiler Rohstoffe bereits Schritt für Schritt. Bis 2024 sollen 90 Prozent seiner Produkte überwiegend aus recycelten oder biobasierten Materialien bestehen.

Damit bekennt sich VAUDE zum Prinzip der Kreislaufwirtschaft. Durch den Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen bzw. die Wiederverwertung von Materialien werden fossile Ressourcen geschont und CO2-Emissionen in der Materialherstellung deutlich reduziert. In der Bekleidungs-Kollektion für 2022 hat VAUDE das schon für die Hälfte aller Produkte geschafft.

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“Es liegen noch einige dicke Brocken vor uns. Wir wissen, dass der Grossteil unserer Treibhausgasmissionen bei unseren Lieferanten in der Herstellung der Materialien für unsere Produkte entsteht. Eine Energiewende in den Herstellungsländern ist dringend nötig, um Emissionen im grossen Stil reduzieren zu können.”

Hilke Patzwall - VAUDE Senior Managerin Nachhaltigkeit

Bis 2030 sollen 50 Prozent der Emissionen aus der VAUDE Lieferkette eingespart werden. Die weltweiten Produktionspartner nutzen nach wie vor grösstenteils klimaschädliche, fossile Energieträger. VAUDE arbeitet jedoch intensiv daran, sie beim Umstieg auf erneuerbare Energiequellen zu unterstützen und erarbeitet gemeinsam konkrete Massnahmenpläne, um das ehrgeizige Reduktionsziel zu erreichen. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) hat VAUDE bereits 2015 in einem Pilotprojekt mit Zulieferern von textilen Materialien Energiemanagement-Schulungen durchgeführt, wodurch u.a. jährlich über 18 Millionen Kilowattstunden Energie in der Produktion eingespart werden. Das entspricht ungefähr dem jährlichen Stromverbrauch einer Kleinstadt.

Den Umstieg auf erneuerbare Energiequellen können wir in einer globalisierten Welt allerdings nur durch Zusammenarbeit bewältigen. Hier setzt das Unternehmen neben seinem direkten Engagement auf Lieferantenebene auch auf Allianzen innerhalb seiner Branche. VAUDE ist überzeugt: Die dringend notwendige Energiewende lässt sich nur gemeinsam realisieren.

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Vaude-CEO Antje von Dewitz am Klimastreik.


Klimaschutz statt aufwendiger Werbung

“Klimaschutz statt Werbung. Um deutlich früher als ursprünglich geplant unsere vollständige Klimaneutralität zu erreichen, kürzen wir beherzt unser Marketingbudget. Über Nachahmer würden wir uns angesichts der globalen Klimakrise freuen.”

Antje von Dewitz – CEO VAUDE

Nachhaltigkeit ist teuer. Da die Bereitschaft für höhere Preise im Handel und bei den Endkunden ihre Grenzen hat, möchte VAUDE die Mehrkosten für nachhaltig hergestellte Produkte und eine Klimakompensation dadurch finanzieren, dass die Kosten an anderen Stellen eingespart werden. Seit sich VAUDE auf den Weg zur Nachhaltigkeit gemacht hat, finanziert das Unternehmen höhere Ausgaben u. a., indem es im Marketing auf teure Werbemassnahmen verzichtet.

Die nun anstehenden Investitionen in die weltweite Klimaneutralität bedeuten eine weitere Kürzung von Werbeausgaben. VAUDE betont, dass wir jetzt für unser Klima handeln müssen – das hat für das Unternehmen Priorität.

Klimaschutzprojekt in Vietnam: Aus Abfall wird Biogas für Kleinbauern

Der Kompensationsbetrag für den deutschen Firmensitz mit allen dort hergestellten Produkten fliesst in ein Goldstandard-Klimaschutzprojekt der Non-Profit-Organisation myclimate in Vietnam. Und auch die 2022 fällige Ausgleichszahlung für die Klimaneutralität aller VAUDE Produkte wird das Unternehmen dort investieren. Das bedeutet, dass VAUDE alle nicht vermeidbaren Emissionen dadurch neutralisiert. Vietnam ist eines seiner wichtigsten Produktionsländer, deshalb sorgt das Unternehmen dort für einen Ausgleich. Das von ihm unterstützte Projekt ermöglicht Kleinbauern durch den Bau von Biogasanlagen den Zugang zu sauberer Energie. Indem die Bevölkerung in ländlich geprägten Landesteilen von klimaschädlichen Holzkohle-Feuerstellen auf Gasherde mit selbsterzeugter Energie aus Landwirtschafts-Abfällen umsteigt, wird das Fortschreiten des Klimawandels effektiv bekämpft.

VAUDEs Klimaziele im Einzelnen:

  • Ab 2022 ist VAUDE mit allen Produkten klimaneutral
  • Bis 2024 bestehen VAUDE Produkte überwiegend aus biobasiertem oder recyceltem Material
  • Bis 2024: 40% weniger Emissionen aus Firmenfuhrpark ggü. 2019 (Scope 1)
  • Bis 2030: weiterhin 100% Ökostrom am deutschen Firmensitz (Scope 2)
  • Bis 2030: 50 % Reduzierung der Scope 3-Treibhausgasemissionen ggü. 2019, insbesondere Emissionen aus Materialverbrauch und Energieverbrauch bei der Materialherstellung
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Mehr Informationen zur Kompensation über myclimate

Mehr Informationen zur Nachhaltigkeitsstrategie von VAUDE



Hinweis: Dieser redaktionelle Beitrag ist mit freundlicher Unterstützung des Herstellers entstanden.

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