Caru: Immer frische Luft dank Schweizer Start-up

Frische Luft ist nicht nur förderlich für die Konzentration, sondern auch für die eigene Gesundheit. Spätestens seit der Pandemie wird wieder fleissig gelüftet, vor allem in Büros, Schul- und Sitzungszimmern. Doch wann ist es an der Zeit, zu lüften? Das Schweizer Start-up Caru weiss es!

Als Gfrörli weigerte ich mich bislang, jede Stunde einmal das Fenster im Büro zu öffnen. Doch grad in der aktuellen Lage – ich weiss, dass wir's alle nicht mehr hören mögen –, ist das Lüften wichtig. «Beim Ausatmen verbreiten wir Aerosole. Über diese gelangen Viren in die Luft. Mit regelmässigem Lüften senken wir die Menge an Aerosolen in der Luft und damit die Ansteckungsgefahr – zum Beispiel mit Corona», schreibt Caru. Und schliesslich hat es ja auch noch den direkten, positiven Nebeneffekt, plötzlich wieder wacher und konzentrierter zu sein.

Dennoch habe ich das Lüften immer wieder vergessen und mich behelfsmässig mit stündlichen Outlook-Terminen beholfen. Trotzdem gab's genügend Ausreden, um nicht zu lüften: Ich habe doch zu kalt, brauche im Moment keine frische Luft, das Fenster ist zu weit weg, ich kann ja auch noch später,...

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Oh ja, ich brauche Erinnerungshilfen fürs Lüften – zumindest im kalten Winter.


Einfach und schick

Mit dem CO2-Messgerät von Caru, einem Schweizer Tech-Start-up mit Sitz in Zürich, soll mir das nicht mehr passieren. Also wollte ich mir das weisse, übergrosse Macaron/Luxembourgerli genauer ansehen. Und ich war überrascht, wie simpel das Prinzip ist und wie einfach ich es überall gebrauchen kann. Denn bevor ich Caru air kennenlernte, dachte ich immer, dass so clevere Gadgets ultrakompliziert sind und deren Installation Einiges von mir abverlangen würde. Weit gefehlt, kann ich Euch da nur sagen! Caru ist – wie man neumodisch so schön sagt – «plug and play». Heisst soviel wie: Stecker einstecken und schon zeigt Caru air an, ob gelüftet werden sollte.

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Schlichter Schick: Gross ist Caru air nicht und passt damit überall hin.

Angezeigt wird Euch zwar nicht der genaue Wert, aber anhand des Ampelsystems verstehen alle, wann das Fenster geöffnet werden sollte:

    • Grün: kleiner 1000 ppm CO2 = Luft ist frisch
    • Gelb: 1000–1400 ppm CO2 = bald lüften
    • Rot: grösser 1400 ppm CO2 = Fenster öffnen

Klar, ich könnte Caru air auch einfach ignorieren und rot vor sich hinleuchten lassen. Doch rot bleibt rot, solange ich nicht für etwas frische Luft und Zirkulation sorge. Nachdem das Fenster offen ist, dauert es eine Weile und Caru air verändert seine Farbe wieder von rot zu gelb zu grün – meine Lieblingsfarbe beim Grätli.

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Caru air ist nicht nur super einfach in der Bedienung und ich würde behaupten, dass auch Kinder das Ampelprinzip deuten können und Dihei auch mal lüften würden. Caru air ist schlicht und trotzdem schick und es deckt bis zu 80 Quadratmeter ab. Damit passt es in jede Wohnung, jedes Büro oder Schul- und Sitzungszimmer und lässt sich überall aufstellen: auf dem Tisch, der Kommode, im Regal, auf dem Klavier. Nur solltet Ihr es nicht direkt neben einem Fenster platzieren. Achtung Wortspiel: Das leuchtet ein!

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Es werde grünes Licht: Mit frischer Luft schreibt und arbeitet es sich besser.

Das Schweizer Start-up Caru

Caru wurde 2017 von Susanne Dröscher und Thomas Helbling gegründet und kurze Zeit später kam ihr erstes Produkt auf den Markt: Ein sprachgesteuerter Notruf mit Chat-Funktion. Dieses Gerät – im selben Stil und Design wie Caru air – soll es älteren Mitmenschen, welche alleine wohnen, ermöglichen, wieder an der Gesellschaft teilzuhaben zum Beispiel über Sprachnachrichten. Damit unternehmen die beiden Caru-Gründer aktiv Schritte gegen die soziale Isolierung unserer Grosseltern. Caru ist aber auch als Notruf gedacht. Wenn beispielsweise jemand nach Hilfe ruft, vielleicht infolge eines Sturzes in der eigenen Wohnung, wird der hinterlegte Notrufkontakt angerufen/informiert.

Seit letztem Herbst gehört nun auch Caru air zum Portfolio des Zürcher Start-ups. Es ist gleich aus dem Kernprodukt heraus entstanden, weil in diesem bereits ein CO2-Sensor verbaut war. Caru air ist also der kleine Bruder und sorgt bei mir – und vielleicht auch bald bei Euch – für frische Luft und einen klaren Kopf. Letzteres ist essentiell, wenn man grad einen Beitrag schreibt. Auf gute Gesundheit und an Caru: Euch weiterhin viel Erfolg!

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Und auch im Dunkeln macht Caru air eine gute Figur.

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Alexandra Donat

Alexandra Donat

Redakteurin BRACK.CH

2016 als Schnupperi gestartet und immer noch Schnupperi. Wie das geht? Ganz einfach: In meiner Tätigkeit als Redaktorin darf ich mich in ganz unterschiedliche Themenbereiche wortwörtlich hineinschnuppern und Neues testen, prüfen UND natürlich darüber schreiben. Super oder? Und sonst so, Hobbys? Bücherwurm und Wandersocke sein.

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