Der Stand-Up-Paddling-Ratgeber

Stand Up Paddling – kurz SUP – vereint Natur, Erlebnis und Freude an der Bewegung. Auf dem Brett übers Wasser gleiten hat eine wunderbar entspannende Wirkung! Es ist die ideale Methode, um sich aktiv zu erholen.

Was ist SUP eigentlich?
Beim Stand Up Paddling bewegt man sich auf einem Brett stehend mit einem langen Stechpaddel im Wasser vorwärts. Ausüben kann man den Sport auf verschiedenen Gewässern wie Seen, Flüsse oder im Meer.
Für den Anfang empfehlen wir Gewässer ohne Strömung, Wind und Wellen. Unabhängig von Alter und Sportlichkeit kann man SUP im Flachwasser schnell erlernen. Die SUP-Boards sind durch ihre Grösse und Breite sehr kippstabil, was die Balance vereinfacht. Einzige Voraussetzungen sind Schwimmkenntnisse, falls man doch mal ins Wasser fällt, und eine gute Gesundheit.

Rechtliche Informationen
Das SUP kann ohne Genehmigung benutzt werden. Jedoch empfehlen wir für die Sicherheit unsere Schwimmwesten. Diese sind gesetzlich obligatorisch, da SUP-Boards als wettkampftaugliche Wassersportgeräte eingestuft sind. Weitere rechtliche Informationen findet man auf dem Merkblatt der Vereinigung der Schiffsämter.

Das aufblasbare SUP
Es gibt verschiedene SUP-Boards. Die aufblasbare Variante beispielsweise benötigt im zusammengefalteten Zustand kaum Platz. Zudem kann es ganz einfach mit dem Auto, ÖV, Velo oder zu Fuss transportiert werden.
Die Inflatable SUPs sind eine gute Wahl für Einsteiger und Fortgeschrittene. Im aufgeblasenen Zustand sind die Inflatables steinhart. Im Inneren des Boards befinden sich sogenannte Drop-Stich-Fäden, die das Ober- mit dem Unterdeck verbinden. Je mehr Luft hineingepumpt wird, umso mehr werden die Fäden unter Spannung gesetzt und das Board wird dadurch steif. Leichte Kollisionen mit Felsen oder Stegen können deshalb der robusten Hülle nichts anhaben.

Die unterschiedlichen SUPs

Allround

Das Allround-SUP wird verschiedenen Ansprüchen gerecht und eignet sich super für Einsteiger. Mit ihm ist Wellenreiten und Cruisen gleichermassen möglich. Wer alles ausprobieren möchte, ist mit dem Allround-SUP bestens beraten.

Körpergewicht Volumen Breite Länge
Bis 60 kg 170 Liter 75 cm 310 – 340 cm
Bis 70 kg 180 Liter 78 cm 310 – 340 cm
Bis 85 kg > 220 Liter > 78 cm 340 – 370 cm
Über 85 kg > 230 Liter > 80 cm 340 – 370 cm
Die obenstehende Auflistung zu Körpergrösse und Brettgrösse sind ungefähre Richtwerte.
Fitness

Ein Inflatable-SUP-Board, das vor allem im Fitnessbereich eingesetzt wird, sollte relativ breit und lang sein. So können z. B. auch Yogaübungen problemlos ausgeführt werden, ohne dass das SUP ins Ungleichgewicht gerät oder gar kippt. Im Gumminetz am vorderen Ende des Boards kann gut kleines Gepäck wie z. B. Trinkflaschen sicher verstaut werden.

Körpergewicht Volumen Breite Länge
Bis 60 kg 170 Liter 75 cm 310 – 340 cm
Bis 70 kg 180 Liter 78 cm 310 – 340 cm
Bis 85 kg > 220 Liter > 78 cm 340 – 370 cm
Über 85 kg > 230 Liter > 80 cm 340 – 370 cm
Die obenstehende Auflistung zu Körpergrösse und Brettgrösse sind ungefähre Richtwerte.
Touring & Race

Touring- oder Raceboards sollten möglichst lang sein und einen schmalen Rumpf haben. Denn je länger ein Board ist, desto leichter lässt es sich vorwärtsbewegen. Dafür ist ein schnelles Wenden aufgrund der Länge nicht möglich. Touring-Bretter ermöglichen zudem die Mitnahme von Kleinkindern und auch Hunde können ohne Weiteres auf dem SUP Platz nehmen. Kinder sollten jedoch zur Sicherheit unbedingt eine Schwimmweste tragen.

Körpergewicht Volumen Breite Länge
Bis 60 kg > 180 Liter 75 cm 310 – 340 cm
Bis 70 kg > 200 Liter 78 cm 310 – 340 cm
Bis 85 kg > 230 Liter 80 cm 340 – 370 cm
Über 85 kg > 230 Liter 82 cm > 370 cm
Die obenstehende Auflistung zu Körpergrösse und Brettgrösse sind ungefähre Richtwerte.
Paddel

Das richtige Paddel
Bei der Auswahl des richtigen Paddels – sofern keines im Lieferumfang des SUPs enthalten ist – gibt es ein paar Punkte, welche beachtet werden müssen. Einerseits spielt die Länge des Paddels eine grosse Rolle, andererseits darf auch das Gewicht und Material nicht vernachlässigt werden.

Länge
Für die Ermittlung der richtigen Länge gibt es eine Faustregel: Eigene Körpergrösse + 10% = perfekte Länge des Paddels.
Beim Wellenreiten sollte das Paddel etwas kürzer sein, um besser agieren zu können. Wenn grössere Distanzen mit dem SUP zu überwunden werden, ist ein längeres Paddel oft angenehmer. Am Ende kommt es auf die eigenen Präferenzen an und für diejenigen, die noch nicht genau wissen, was sie möchten, empfehlen wir die goldene Mitte zu wählen.

Material und Gewicht
– Aluminium: Leichtes und gleichzeitig robustes Material das nicht rostet. Eher günstiges, aber preiswertes Paddel.
– Fiberglas: Diese Paddels sind etwas flexibler als Aluminiumpaddels und deutlich leichter. Sie sind sehr stabil und übertragen die Kraft ins Wasser ziemlich gut.
– Carbon: Carbon steht für höchste Qualität. Das Material ist unglaublich leicht und gleichzeitig extrem stabil und steif. Solche Paddels sind die Königsklasse aller Paddels.

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