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Genau dein Typ: So findest du die Gaming-Maus, die zu dir passt

Die Auswahl an Gaming-Mäusen ist riesig, und fast täglich kommen neue hinzu. Wie findest du in diesem Dschungel aus Angeboten und Marketing-Blabla der Hersteller diejenige, die wirklich zu dir passt? Vorweg: Die perfekte Gaming-Maus gibt es nicht. Aber es gibt sicher eine, die perfekt ist für dich. Um sie zu finden, solltest du dir zuerst darüber klar werden, was deine individuellen Bedürfnisse sind. Dieser Artikel hilft dir dabei.

Kurz und knapp

  • Je besser die Gaming-Maus zu dir passt, umso weniger nimmst du sie wahr.

  • Kabelgebundene und kabellose Mäuse haben ihre eigenen Vor- und Nachteile.

  • Das Handling der Maus, also Gewicht, Form und Grösse, sollten deinem Griffstil entsprechen.

  • Die Anzahl und Art der Tasten sollten zum Spielgenre passen.

  • Die Leistung ist gar nicht so entscheidend – die Software hingegen wichtiger, als du denkst

So viel ist klar: Deine Gaming-Maus soll dein Spielerlebnis verbessern und nicht beeinträchtigen. Neben der Tastatur ist sie das wichtigste Bindeglied zwischen dir und deinem Game. Im Idealfall nimmst du die Maus gar nicht wahr und kannst dich voll auf dein Game konzentrieren.

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Je besser deine Maus zu dir passt, umso weniger nimmst du sie wahr. Bildquellen in diesem Beitrag, sofern nicht anders angegeben: Adobe Stock

Aber was, wenn die Maus nicht tut, was sie soll? Wenn die Mauseingaben verzögert ankommen? Wenn das Mauskabel die Maus immer in eine Richtung zieht? Wenn du oft versehentlich die falsche Taste drückst? Du beginnst, darüber nachzudenken, was mit der Maus nicht stimmt. Plötzlich ist die Maus nicht mehr im Unterbewusstsein, sondern im Fokus – anstatt des Games. Sofern die Maus nicht kaputt ist, gibt es eigentlich nur eine Ursache für diese ganzen Probleme: Die Maus passt nicht zu dir. Sorgen wir lieber dafür, dass es gar nicht erst so weit kommt.

Verbindungsart

Zunächst solltest du dir überlegen, ob deine Maus kabellos oder kabelgebunden sein soll. Vorweg: die Behauptung, verkabelte Mäuse hätten eine kürzere Reaktionszeit, ist ein Mythos. Moderne Wireless-Mäuse stehen ihren Kontrahentinnen in Sachen Geschwindigkeit in nichts nach. Dennoch haben beide Verbindungsarten ihre Vor- und Nachteile. Kaum jemand wird abstreiten, dass ein Mauskabel manchmal ganz schön nerven kann, wenn es sich im dümmsten Moment irgendwo verheddert. Ein Maus-Bungee kann Abhilfe schaffen, aber an die Bewegungsfreiheit einer Funkmaus kommt eine verkabelte Maus trotzdem nie heran. Die Kabelmaus hat jedoch auch Vorteile: Verbindungsprobleme und leere Akkus sind für sie Fremdwörter. Ausserdem sind Kabelmäuse oft etwas leichter, da sie keinen Akku benötigen (dazu gleich mehr).

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Das Mauskabel – für manche ein Fluch, für andere ein Segen.


Handling: Gewicht, Form & Grösse

Ebenfalls sehr wichtig und leider oft etwas schwieriger rauszufinden, bevor man die Maus in der Hand hält: Wie fühlt sie sich überhaupt an? Das erste Kriterium ist das Gewicht: Leichtere Mäuse bieten weniger Widerstand, reagieren auf den kleinsten Impuls des Handgelenks und fühlen sich dadurch agiler an. Schwerere Mäuse sind etwas träger, aber genau aus diesem Grund für manche auch präziser, da die Wahrscheinlichkeit kleiner ist, dass man die Maus unabsichtlich zu weit bewegt. Eine leichtere Maus muss nicht ungenauer sein, braucht aber vielleicht etwas mehr Eingewöhnungszeit.

Der Trend auf dem Markt geht aber klar in Richtung niedriges Gewicht. Als einer der führenden Onlineshops in der Schweiz können wir das auch belegen, da wir schon lange ein grosses Sortiment an Gaming-Mäusen führen. 2019 wog die durchschnittliche Gaming-Maus noch über 110 g, 2024 sind es weniger als 80 g.

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Gaming-Mäuse werden immer leichter. Quelle: Produktspezifikationen BRACK.CH, alle je im Shop geführten Gaming-Mäuse seit 2014

Die passende Form und Grösse der Maus hängt stark vom bevorzugten Griffstil ab. Im Allgemeinen wird zwischen drei Hauptgriffstilen unterschieden:


Palm-Grip

Beim Palm-Grip (deutsch: Handballen-Griff) liegen die ganze Handfläche und die Finger auf der Maus. Dieser Griff bietet gute Stabilität und viel Komfort, da die Hand und das Handgelenk gut unterstützt werden. Allerdings ist er etwas weniger präzis, da der ganze Arm an der Mausbewegung beteiligt ist. Für den Palm-Grip empfiehlt sich eine mittelgrosse bis grosse Maus.

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Der Palm-Grip: viel Komfort, aber weniger Präzision.


Fingertip-Grip

Beim Fingertip-Grip (deutsch: Fingerspitzen-Griff) berühren nur die Spitzen der Finger die Maus, die Handfläche nicht. Dadurch entsteht im Grunde eine 3-stufige Präzision: Weite Mausbewegungen kommen aus dem Arm, mittelweite aus dem Handgelenk und kurze aus den Fingern. Der Fingertip-Grip gilt als die reaktionsschnellste, aber auch anstrengendste Griffweise. Darum empfiehlt sich für den Fingertip-Grip eine kompakte, leichte Maus.

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Der Fingertip-Grip: agil und präzise – aber auch anstrengend.


Claw-Grip

Beim Claw-Grip (deutsch: Klauen-Griff) berühren die Fingerspitzen und ein kleiner Teil der Handfläche die Maus, wobei die Finger in einer klauenähnlichen Position gebogen sind. Er ist gewissermassen ein Kompromiss aus den anderen beiden Griffweisen: agiler und präziser als der Palm-Grip, aber besser gestützt und auf Dauer weniger anstrengend als der Fingertip-Grip. Auch hier empfiehlt sich eher eine leichtere Maus. Die für diesen Griff passende Mausgrösse ergibt sich aus der bevorzugten Fingerkrümmung.

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Beim Claw-Grip berühren Handballen und Fingerspitzen die Maus.


Tasten

Wie viele Tasten sollen es sein? Die Antwort auf diese Frage hängt stark vom bevorzugten Spielgenre ab. Aber selbst bei actiongeladenen Ego-Shootern ohne Fülle an Spezialbefehlen empfehlen sich zwei bis vier seitliche Zusatztasten. Bei komplexeren Simulationen und MMORPGs, wo du auf Dutzende an verschiedenen Befehlen zugreifen können musst, empfiehlt sich eine Maus mit einer entsprechend grösseren Zahl an programmierbaren Tasten.

Besonders bei Shootern praktisch sind DPI-Schalter zum Anpassen der Mausempfindlichkeit. Je nach Waffe, die du gerade trägst, willst du vielleicht mal eine empfindlichere und mal eine weniger empfindlichere Maus. Mit einem DPI-Schalter passt du die Empfindlichkeit jederzeit an.

Überraschend nützlich in verschiedensten Games ist auch ein entsperrbares Mausrad, das einen klickbasierten und einen freilaufenden Modus hat: Nervige In-Game-Aktionen, die «Button Mashing» verlangen und dich zwingen, die gleiche Taste so schnell wie möglich immer wieder zu drücken, belegst du einfach auf das Scrollrad, entkoppelst es und gibst ihm einen Schubs, um zig Auslöser pro Sekunde an den Rechner zu senden. So wird aus der halbautomatischen Waffe im Ego-Shooter eine Vollautomatik, ohne dass du dir ein Karpaltunnelsyndrom einfängst. Das Feature ist auch im Alltag nützlich, wenn du durch besonders lange Webseiten oder Dokumente scrollen musst.

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Logitech G305 und Razer Naga V2. Quelle: Produktbilder Logitech und Razer


Leistungsdaten

Wenn du dich im Internet nach einer Gaming-Maus umsiehst, wirst du sicher feststellen, dass dir die Hersteller jede Menge Zahlen und Abkürzungen an den Kopf werfen. Mit Begriffen wie «30'000 DPI», «100 IPS», «0.5 mm LOD» und «1000 Hz Polling Rate» versuchen sie, ihre Maus als das ultimative Gaming-Instrument zu vermarkten und die Mitbewerber in den Schatten zu stellen. Aber was bedeuten diese Werte überhaupt? Sind höhere Werte besser und ab wann merkst du überhaupt einen Unterschied? In diesem Artikel erklären wir dir alles im Detail. Vorweg aber: Astronomische Zahlen bei DPI-, Polling-Rate- und IPS-Werten bringen in den seltensten Fällen einen spürbaren Nutzen.

Software

Die Software macht ebenfalls einen wichtigen Teil des Benutzererlebnisses aus. Dort regelst du normalerweise die Mausempfindlichkeit, belegst ihre Spezialtasten und steuerst spezielle Funktionen wie Makros und Beleuchtung. Auch hier kommt es stark auf deine Vorlieben an: Bevorzugst du eine einfache, schlanke Benutzeroberfläche oder möchtest du jedes Detail einstellen können?

Vor dem Kauf einer Gaming-Maus kann sich ein Blick auf die Software des Herstellers also durchaus lohnen. Eher in die Kategorie «einfach und übersichtlich» gehören Logitech G HUB und HyperX NGENUITY, die eine simple, gut verständliche Oberfläche für Basisanpassungen bieten. In die Kategorie «umfangreich» hingegen gehört die Corsair-iCUE-Software. Diese erlaubt nicht nur die Konfiguration der Maus, sondern auch die Systemüberwachung und detaillierte Anpassungen der PC-Leistung. Das verwundert nicht weiter, zumal Corsair auch ein grosser Player im PC-Komponenten-Bereich ist. Ebenfalls in diese Kategorie, aber auf eine andere Art, gehört die Razer-Synapse-Software. Hier geht die Funktionalität sogar Richtung Smart Home: Razer Synapse kann auch Amazon Alexa integrieren und sich mit Philips Hue- und Nanoleaf-Beleuchtungen verbinden.

Fazit: Finde heraus, was zu dir passt

Die Suche nach der perfekten Gaming-Maus ist eine ganz persönliche Reise. Es geht darum, eine Maus zu finden, die deine spezifischen Bedürfnisse erfüllt und deinen Spielstil unterstützt. Am besten überlegst du dir zuerst, ob du eine kabelgebundene oder eine kabellose Maus bevorzugst. Gewicht, Form und Grösse der Maus sollten zu deinem Griffstil passen, die Anzahl Tasten zu deinem bevorzugten Spielgenre. Die technischen Eckdaten wie DPI und Polling-Rate sind in den meisten Fällen gar nicht so wichtig. Vergiss nicht, auch einen Blick auf die Software zu werfen. Hier gibt es eine grosse Spannweite bei Funktionsumfang und Komplexität. Diese paar wenigen, aber wichtigen Grundüberlegungen helfen dir, eine Maus zu finden, die dir lange Freude bereitet.

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