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Tintenstrahl, Laser oder Tintentank – welche Technologie passt zu Ihnen?

Welche Druckertechnologien gibt es? Was sind ihre Vor- und Nachteile? Welcher Drucker ist der richtige für Ihren Anwendungsbereich? Hier finden Sie die Antworten.

Über viele Jahre galt die Faustregel: Wer viel druckt, nimmt einen Laserdrucker. Wer wenig druckt oder bessere Farben will, nimmt einen Tintenstrahldrucker. Das Argument mit der Farbqualität stimmt nach wie vor: Bei feinen Farbabstufungen tun sich Laserdrucker schwer. Allerdings hatten die Vorteile der Tintenstrahl-Technologie ihren Preis, und zwar sprichwörtlich: Tintenstrahldrucker haben ein Mehrfaches der Seitenkosten. Laserdrucker hingegen sind teurer in der Anschaffung, laut und echte Energiefresser.

In den letzten Jahren hielt eine neue Art von Tintenstrahldruckern Einzug, die diesen Nachteilen entgegentreten soll: der Tintentank-Drucker. Macht er den herkömmlichen Kartuschen-Tintenstrahldrucker überflüssig? Dieser Artikel zeigt Ihnen die jeweiligen Vor- und Nachteile auf und unterstützt Sie bei der Wahl des für Sie passenden Druckers.

Die Grundtechnologie: Tintenstrahl oder Laser?

Zunächst sollten Sie für sich die Grundsatzfrage beantworten, ob Sie eher einen Laser- oder einen Tintenstrahldrucker benötigen. Das hängt ganz davon ab, wofür und wie oft Sie den Drucker verwenden.

Laserdrucker sind punkto Geschwindigkeit die unangefochtenen Spitzenreiter. Ihre Toner sind zwar nicht gerade günstig, doch reichen sie für Tausende von Ausdrucken, wodurch die Seitenkosten insgesamt niedrig ausfallen. Demgegenüber stehen aber die höheren Anschaffungskosten eines Laserdruckers.

Bei Tintenstrahldruckern kann die Tinte eintrocknen und den Druckkopf verstopfen, wenn lange nicht gedruckt wird. In diesem Fall muss der Drucker eine Selbstreinigung durchführen und Tinte durch die Düsen pumpen. So landet viel teure Tinte im Sammelbehälter und nicht auf dem Papier. Jüngere Entwicklungen in der Tintenzusammensetzung haben dieses Problem aber gelindert. Bei Tonern existiert dieses Problem nicht: Sie können jahrelang gelagert werden. Einem Laserdrucker macht es nichts aus, wenn er monatelang nicht benutzt wird.

Nicht nur wie oft, sondern auch was Sie drucken, sollte bei der Wahl des Druckers berücksichtigt werden: Laserdrucker erzeugen ein knackig scharfes Druckbild. Sie eignen sich daher sehr gut zum Drucken von Text, einfachen Formen, Grafiken und Tabellen. Tinte hingegen verschwimmt ein wenig. Aber gerade beim Drucken von Fotos und farbigen Bildern mit sanften Farbabstufungen ist dieser Effekt erwünscht. Insbesondere beim Fotodruck sind Tintenstrahldrucker daher das Nonplusultra. Bei den Tintenstrahldruckern gibt es auch spezialisierte Fotodrucker, die mehr als die üblichen Grundfarben (Schwarz, Cyan, Magenta und Gelb) verwenden. So erreichen sie noch nuanciertere Farbübergänge. Verglichen mit Tintenstrahldruckern sind Laserdrucker sperriger und benötigen mehr Strom.

Gut zu wissen: So funktioniert ein Laserdrucker

Um Farbe aufs Papier zu bringen, verwendet ein Laserdrucker ein ausgeklügeltes System aus elektrostatisch geladenen Komponenten. Kernstück eines Laserdruckers ist die Bildtrommel. Deren Oberfläche wird durch eine Ladungseinheit negativ geladen. Danach neutralisiert ein Laserstrahl an bestimmten Stellen diese Ladung wieder. Anschliessend wird die so behandelte Oberfläche der Bildtrommel an der Entwicklereinheit vorbeigeführt. Diese enthält den Toner. Der Toner ist negativ geladen und kann nur an den zuvor durch den Laser neutralisierten Stellen an der Bildtrommel haften. So entsteht auf der Bildtrommel eine gespiegelte Version des Druckbildes. Anschliessend werden die Tonerpartikel von der Bildtrommel auf das zuvor durch eine andere Ladungseinheit positiv geladene Papier übertragen. Zu diesem Zeitpunkt haftet der Toner aber nur lose auf dem Papier. Im letzten Schritt wird das Papier durch die sogenannte Fixiereinheit geführt, wo der Toner durch Hitze und Druck dauerhaft mit dem Papier verbunden wird.

Tintenstrahldrucker mit Kartuschen-System

Bei den meisten Tintenstrahldruckern kommt die Tinte in Kartuschen, auch Druckerpatronen genannt. Diese Kunststoffgehäuse beinhalten die Tinte und bei vielen Modellen auch den Druckkopf. Meistens sind die Kartuschen auch mit einem Chip versehen, die dem Drucker verschiedene Informationen liefern – beispielsweise den Füllstand, den Patronentyp und die Farbe – also durchaus hilfreiche Features, die verhindern, dass man falsche Tinten einsetzt und weiss, wann man nachbestellen muss. Diese Chips werden von Herstellern aber auch verwendet, um es anderen schwerer zu machen, kompatible, womöglich günstigere Alternativ-Kartuschen herzustellen.

Das verwundert nicht: In Tintenkartuschen steckt ein Milliardengeschäft. Druckertinte gehört zu den teuersten Flüssigkeiten der Welt. Viele Hersteller arbeiten nach dem sogenannten «Razor and blades»-Modell und verkaufen den Drucker manchmal sogar unter Herstellungskosten, um anschliessend an der Tinte zu verdienen. Das erklärt auch die extrem günstigen Einstiegspreise dieser Drucker.

Tintenstrahldrucker mit Tank-System

Anstelle der eben beschriebenen Tintenkartuschen verwenden diese Drucker als Tintenbehälter einen grossvolumigen Tank. Dieser ist direkt im Drucker integriert und wird manuell über eine Tintenflasche befüllt. Es handelt sich um eine Unterform des sogenannten «Continuous Ink System» (CIS). Dieses entstand im Rahmen der Gegenbewegung zur Preispolitik der Druckerkartuschenhersteller – meist in Form von DIY-Modifikationen klassischer Kartuschen-Drucker. In den letzten Jahren haben die Hersteller aber selber begonnen, solche Tanksysteme in ihren Druckern zu integrieren.

Das Tanksystem hat gegenüber dem Kartuschensystem viele Vorteile: Während eine Tinenkartusche meistens nur genügend Tinte zum Bedrucken mehrerer Hundert Seiten fasst, sind es hier mehrere Tausend. Punkto Reichweite sind diese Drucker den Laserdruckern also ebenbürtig. Die Tintenflaschen sind sogar günstiger als Toner, weshalb diese Drucker in Bezug auf die Seitenkosten die Nase vorn haben.

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Sie haben also die enorme Reichweite und die günstigen Seitenkosten eines Laserdruckers, aber gleichzeitig auch die überlegene Farbwiedergabe, den niedrigen Stromverbrauch, die tiefe Geräuschentwicklung und die kurze Aufwärmzeit eines Tintenstrahldruckers – also gewissermassen das Beste aus beiden Welten.

Tankdrucker kommen aber nicht ganz ohne Nachteile: Was die Geschwindigkeit betrifft, sind sie den Laserdruckern unterlegen. Ausserdem sind sie merklich teurer in der Anschaffung als Kartuschendrucker. Das liegt erstens daran, dass höherwertige Komponenten verbaut werden müssen (z.B. langlebigere Druckköpfe, da diese nicht mit dem Kartuschentausch ersetzt werden) und zweitens daran, dass der Gerätepreis nicht mit nachträglichem Kartuschenverkauf quersubventioniert werden kann. Ausserdem ist die Auswahl solcher Drucker noch sehr beschränkt.

Wer also sehr spezifische Zusatzfeatures wie Faxfunktion, bestimmte Anschlüsse oder doppelseitiges Scannen benötigt, wird vielleicht nicht fündig. Da die Tanks manuell befüllt werden, ist eine Falschbetankung durchaus möglich. Viele Hersteller versuchen dem aber entgegenzuwirken, indem sie die Öffnungen der Nachfüllflaschen speziell formen, so dass die Flasche nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip nur in die Öffnung des korrekten Farbtanks passt.

Die Stärken und Schwächen im Überblick

Kriterium
Laserdrucker
Tintenstrahl
(Kartusche)
Tintenstrahl
(Tank)

Geschwindigkeit

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Aufwärmzeit
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Energieverbrauch
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Geräuschentwicklung
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Textschärfe
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Farbwiedergabe
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Seitenkosten
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Anschaffungskosten
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Auswahl an Geräten
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Haltbarkeit der Ausdrucke
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Haltbarkeit des Verbrauchsmaterials
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