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Vitalwerte messen

Vitalwerte beziehungsweise Gesundheitsmesswerte geben Aufschluss über den Gesundheitszustand und helfen, etwaige gesundheitliche Probleme frühzeitig zu erkennen. So schadet es nicht, auch wenn man sich gesund fühlt, einige Vitalparameter regelmässig zu überprüfen. Zu den wichtigsten Gesundheitsdaten gehören unter anderem der Blutdruck, der Puls sowie die Körpertemperatur. Weitere Parameter, die unter Umständen ebenfalls einer Kontrolle bedürfen können, sind die Blutsauerstoffsättigung oder der Blutzuckerspiegel.

Blutdruck und Puls

Der Blutdruck beschreibt, wie der Name schon sagt, den Druck, mit dem das Herz Blut durch die Blutgefässe pumpt. Messen kann man den Blutdruck zu Hause mithilfe eines Blutdruckmessgeräts. Dabei sind zwei Bauarten verbreitet, Oberarm-Blutdruckmessgeräte und Handgelenk-Blutdruckmessgeräte. Bei der Messung wird zwischen dem oberen beziehungsweise systolischen Blutdruckwert und dem diastolischen oder unteren Blutdruckwert unterschieden. Der systolische Blutdruck ist der Wert, wenn sich der Herzmuskel zusammenzieht und der Druck in den Gefässen am höchsten ist. Der diastolische Blutdruck ist der Wert, wenn sich das Herz wieder entspannt und der Druck in den Gefässen am geringsten ist. Schwankungen des Blutdrucks sind in einem gewissen ausmass vollkommen normal und abhängig von den Aktivitäten, die ausgeführt werden. So ist beispielsweise der Blutdruck während des Schlafens am niedrigsten und nach dem Aufstehen am höchsten. Ebenfalls erhöhen sowohl körperliche Anstrengungen als auch psychische Belastungen den Blutdruck vorübergehend. Anhaltender Bluthochdruck hat jedoch negative Effekte auf die Lebenserwartung und die Gesundheit. Da Bluthochdruck häufig von einem selbst zunächst nicht wahrgenommen wird und teilweise sogar jahrelang unentdeckt bleibt, sollte auch wenn man sich gesund fühlt, von Zeit zu Zeit der Blutdruck gemessen werden, damit man frühzeitig mit einem Arzt für weitere Abklärungen und eine allfällige Behandlung in Kontakt treten kann. Im Gegensatz zu erhöhten Blutdruckwerten besteht durch einen tiefen Blutdruck kein gesundheitliches Risiko. Er kann für das Herz und den Kreislauf sogar vorteilhaft sein. Tiefer Blutdruck ist in den meisten Fällen vererbt. Blutdruckwerte werden in der Regel in der Masseinheit mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) angegeben. Blutdruckmessgeräte messen den Puls ebenfalls und erkennen oft sogar unregelmässige Herzschläge, was auf eine Herzrhythmusstörung hindeuten kann. Die Masseinheit für die Pulsmessung ist Schläge pro Minute. Die Normwerte liegen für Kinder bei ca. 90 bis 100 und für Erwachsene bei ca. 60 bis 80 Schlägen pro Minute. Bei älteren Menschen ist ein leicht höherer Puls von ca. 70 bis 90 Schlägen pro Minute normal. Die Normwerte beziehen sich dabei immer auf Messungen im Ruhezustand (im Sitzen oder Liegen). Während körperlichen Betätigungen kann der Puls deutlich ansteigen, da die Muskeln mehr Sauerstoff benötigen wodurch das Herz schneller schlagen muss, um den Sauerstoff in die Zellen zu transportieren.

Körpertemperatur

Das Messen der Körpertemperatur ist, insbesondere wenn man sich krank fühlt, wichtig, um festzustellen, ob eine erhöhte Temperatur (Fieber) vorliegt. Die Temperaturmessung kann mit einem Fieberthermometer an verschiedenen Stellen vorgenommen werden. Am verbreitetsten ist die Messung unter der Achsel aber auch im Mund oder im After kann die Temperatur gemessen werden. Infrarot-Fieberthermometer ermöglichen zudem Messungen auf der Stirn oder im Ohr. Die genausten Ergebnisse erhalten Sie bei der Messung im After. Wichtig zu wissen beim Messen der Temperatur ist ausserdem, dass die Körpertemperatur nie völlig konstant ist und zum Beispiel je nach Tageszeit, Aktivität oder anderen Faktoren immer leicht schwankt. Auch zwischen den verschiedenen Messorten gibt es Abweichungen. So schwankt die Normaltemperatur bei Messungen im After zwischen ca. 36.6 und 38.0 °C, bei Messungen im Mund zwischen ca. 35.5 und 37.5 °C, bei Messungen unter der Achsel zwischen ca. 34.7 und 37.3 °C und bei Messungen im Ohr zwischen ca. 35.8 und 38 °C.

Blutsauerstoffsättigung (Pulsoxymetrie)

Die Blutsauerstoffsättigung lässt sich mit einem Pulsoximeter einfach messen. Das Pulsoximeter wird dabei in der Regel an einem Finger angebracht und zeigt auf einem Display die Sauerstoffsättigung in der Masseinheit SpO2 sowie den Puls an. Beim SpO2-Wert handelt es sich um den Prozentsatz des Blutes, der mit Sauerstoff gesättigt ist oder Sauerstoff enthält. Die optimale Sauerstoffsättigung liegt zwischen 94 und 98 Prozent. Die Überwachung der Sauerstoffsättigung mit einem Pulsoximeter eignet sich insbesondere für Personen mit Herzinsuffizienz, chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen, Asthma bronchiale oder Schlafapnoe. Aber auch für die Verwendung bei sportlichen Aktivitäten in grossen Höhen wie Bergsteigen oder Ski fahren sind Pulsoximeter geeignet.

Blutzuckerspiegel

Für Leute mit Diabetes ist das Messen und Überwachen des Blutzuckers wichtig. Mit einem Blutzuckermessgerät kann die Messung einfach selbst und auch unterwegs vorgenommen werden. Dabei wird eine geringe Menge Blut (ein Tropfen) am Finger entnommen und auf einen Teststreifen aufgetragen. Nach ein paar Sekunden zeigen die Geräte den gemessenen Blutzuckerwert an. Um den Verlauf des Blutzuckerspiegels besonders einfach dokumentieren und verfolgen zu können, sind einige Geräte sogar mit Apps und PC-Programmen kompatibel, in die sie die Messwerte beispielsweise via Bluetooth übertragen.

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