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Hausmittel bei Grippe & Erkältung
Natürliche Linderung bei Husten, Fieber und Co.

Wenn die Tage kürzer und die Temperaturen kühler werden, beginnt auch die klassische Erkältungs- und Grippezeit. Daran sind nicht nur die kühlen Aussentemperaturen Schuld, auch die trockene Raumluft hat einen Einfluss. Denn diese führt zu ausgetrockneten Schleimhäuten, auf denen sich Viren besser ansiedeln können. Und schon machen sich die ersten Anzeichen einer Erkältung bemerkbar. Husten, Halsweh, Schnupfen und Fieber sind typische Erkältungs- und Grippesymptome. Gerade zu Beginn einer Erkrankung können traditionelle Hausmittel Linderung verschaffen und den Genesungsprozess optimal unterstützen.

Unser Zusatz-Tipp: Gegen Erkältung und Grippe ist ein starkes Immunsystem die beste Vorbeugung. Was Sie für Ihre Abwehrkräfte tun können, erfahren Sie in unserem Ratgeber zum Thema Immunsystem.

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Hausmittel bei Erkältung

Bei einer Erkältung sollten Sie sich im Allgemeinen schonen und dem Körper Ruhe gönnen, damit er sich erholen kann. Achten Sie auf eine ausgewogene und leicht verdauliche Ernährung und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr in Form von Wasser oder Tee, denn gut befeuchtete Schleimhäute können die Erreger besser bekämpfen. Auch ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft tut gut, dabei sollten Sie sich unbedingt warm anziehen.

Kräutertees, Wickel und Hühnersuppe – es gibt viele einfache Mittel, die Erkältungssymptome zu lindern. Nachfolgend finden Sie einige wertvolle Tipps.

Inhalieren bei Schnupfen und Husten

Inhalieren ist eines der gängigsten Hausmittel bei Erkältungsbeschwerden. Es soll bei verstopfter Nase helfen und gereizte Bronchien beruhigen. Beim Inhalieren von Wasserdampf wird die Durchblutung angeregt, die Nasenschleimhäute befeuchtet und der Schleim gelöst. So wird die natürliche Reinigungsfunktion der Schleimhaut unterstützt. Oft werden Inhalationen mit Zusätzen verwendet, beispielsweise mit Kamille, die als keimtötend gilt, Eukalyptus, welcher desinfizierend wirkt, oder Thymian mit entkrampfender Wirkung.




Anwendung
Sie brauchen lediglich einen grossen Topf mit heissem Wasser und ein Handtuch. Je nach Beschwerde können auch Inhalationszusätze wie Kamillentee, Kochsalz oder Eukalyptusöl hinzugegeben werden. Stellen Sie den Topf vor sich auf den Tisch, legen Sie sich das Handtuch über den Kopf und beugen Sie sich über den Topf. Während 10 bis 20 Minuten den aufsteigenden Dampf mit tiefen Atemzügen einatmen, anschliessend das Gesicht mit lauwarmem Wasser abwaschen. Alternativ können Sie einen Inhalator verwenden.



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Nasenspülung mit Kochsalz bei Schnupfen

Mit einer Nasenspülung oder Nasendusche wird der Nasenraum von Schleim, Keimen und Sekreten gereinigt, zäher Schleim wird gelöst und Erreger rausgespült. Zusätzlich befeuchtet die flüssige Spüllösung die Nasenschleimhaut, sodass sie in ihrer Abwehrfunktion gegen Krankheitserreger gestärkt wird. Die Nasenspülung ist folglich bei einem Erkältungsschnupfen aber auch bei Allergien wie Heuschnupfen oder Hausstauballergie hilfreich.

Anwendung

Für eine einfache Anwendung können Sie fertige Nasenduschen und Nasenspüllösungen kaufen. Alternativ stellen Sie die Nasenspülung selbst her. Dafür lösen Sie 0.9 Gramm Kochsalz ohne Zusätze in 100 ml frischem, lauwarmem Wasser auf.

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Honig bei Husten


Das süsse Naturprodukt gilt aufgrund seiner antioxidativen und mikrobiellen Eigenschaften als bewährtes Hausmittel bei Reizhusten. Dies konnte in diversen Studien bestätigt werden. Die Einnahme von Honig kann die Hustenfrequenz und -stärke signifikant reduzieren.

Anwendung
Nehmen Sie einen halben bis ganzen Teelöffel Honig direkt ein oder lösen Sie ihn im Tee oder in warmer Milch auf.

Manuka Honig
Manuka Honig gilt als wahres Wundermittel aus der Natur. Der besondere Honig aus Neuseeland verbindet die positiven Eigenschaften von Honig mit der Kraft der Manukapflanze.



Nicht für Babys geeignet

Honig kann Sporen des Bakteriums Clostridium Botulinum enthalten. Diese bilden giftiges Toxin, wenn sie im Darm ausreifen. Da der Darm diese gefährliche Ausreifung erst ab einem Alter von sechs Monaten verhindert, sollten Sie Kindern vor dem ersten Lebensjahr keinen Honig verabreichen.

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Hühnersuppe bei Grippesymptomen

Auch die klassische Hühnersuppe ist ein bewährtes Hausmittel, das inzwischen eine wissenschaftliche Grundlage hat. Forscher konnten nämlich bestätigen, dass der Genuss einer Hühnersuppe mit Gemüse die Bewegungsfreiheit bestimmter weisser Blutkörperchen (Neutrophilen) einschränkt. Die neutrophilen Zellen sind an Entzündungsprozessen mitbeteiligt und werden bei Virusinfekten freigesetzt. Weiter zeigen Studien, dass Carnosin, das in der Hühnerbrust vorkommt, einen positiven Effekt auf die Immunabwehr hat, wodurch Krankheitserreger besser bekämpft werden. Auch weitere Suppenzutaten wie Zwiebel oder Ingwer gelten als positiv für die Immunabwehr.

Ausserdem hilft die Hitze der Suppe bei der Bekämpfung des Infekts. Denn Viren sind temperaturempfindlich und werden so im Wachstum gehemmt. Die dampfende Suppe unterstützt ausserdem das Durchatmen und liefert Flüssigkeit und Salz.

Ingwer bei Erkältung



Die scharfe Knolle gilt als hilfreiches Hausmittel für zahlreiche Gesundheitsprobleme, wie etwa Muskelschmerzen oder Übelkeit. Auch bei Erkältungen verspricht die Ingwerknolle Linderung. Ingwer ist reich an Scharfstoffen wie Gingerol und Shogaol, die als entzündungshemmend, antibakteriell und antioxidativ gelten. Die Scharfstoffe sollen ausserdem den Körper von innen wärmen und so die Durchblutung anregen.

Anwendung
Aus frischem Ingwer lässt sich einfach Ingwertee zubereiten. Dazu schneiden Sie die rohe Knolle in dünne Scheiben und giessen sie mit heissem Wasser auf.



Gesundheitstees bei Erkältungssymptomen

Ganz allgemein ist es während einer Erkältung wichtig, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Einige Kräuter und Pflanzen eignen sich besonders für die Zubereitung eines Erkältungstees.

  • Lindenblüte: Die Heilpflanze verspricht bei trockenem Reizhusten Linderung. Sie enthält Schleimstoffe, die sich wie eine Schutzschicht über die Schleimhaut in Mund und Rachen legen. Ausserdem gilt der Lindenblütentee als schweisstreibend, weshalb er auch bei fiebrigen Erkältungen und grippalen Infekten beliebt ist.
  • Thymian: Das mediterrane Gewürz wird bei Husten, Schnupfen, Halsweh und Heiserkeit geschätzt. Dies ist auf die Eigenschaften seiner ätherischen Öle zurückzuführen. Sie werden als antibakteriell, entzündungshemmend, schleimlösend und krampflösend beschrieben.
  • Pfefferminze: Das Heilkraut enthält ätherisches Öl mit Menthol. Dieses sorgt nicht nur für den typisch frischen Geschmack, es wirkt auch antibakteriell, beruhigend und entzündungshemmend – ideal um Erkältungssymptomen entgegenzuwirken.
  • Holunderblüte: Schwarzer Holunder gilt als schweisstreibend und soll bei Fieber, Schnupfen und Husten helfen, den Infekt auszuschwitzen. Zusätzlich gilt er als schleimlösend, sodass er das freie Atmen und Abhusten von Hustenschleim erleichtert.
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Ein warmes Bad bei beginnender Erkältung





Ein wohltuendes, warmes Erkältungsbad tut gut, wenn sich die ersten Symptome bemerkbar machen. Das warme Badewasser fördert die Durchblutung und entspannt die Muskeln und Gelenke. Ein passender Badezusatz wie beispielsweise Thymian oder Latschenkiefer wirkt wohltuend auf die Atemwege. Bei Fieber oder bereits starker Erkältung sollten Sie auf ein heisses Bad verzichten. Dies wäre für den Körper zu belastend und würde den Erholungsprozess eher behindern als fördern.



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Kältewickel bei Fieber

Fieber ist eine Reaktion unseres Immunsystem auf Viren, Bakterien oder andere körperfremden Mikroorganismen und auf entzündliche Prozesse im Körper. Bei Fieber ist es wichtig, viel zu trinken, da durch das Schwitzen viel Flüssigkeit verloren geht. Weiter kann es hilfreich sein, viel Luft an die Haut zu lassen, sodass die Wärme abgeleitet wird. Als Hausmittel haben sich insbesondere Wadenwickel und Essigsocken bewährt.

Wadenwickel

Wadenwickel sind feucht-kühle Umschläge, die zum Fiebersenken um die Unterschenkel gelegt werden. Dadurch dass der Wadenwickel kühler als die Körpertemperatur ist, verliert der Körper an Wärme und die Temperatur sinkt.



Anwendung
Am besten verwenden Sie für Wadenwickel ein Leinen- oder Baumwolltuch (beispielsweise ein Küchenhandtuch) als Innentuch. Tränken Sie es in Wasser. Das Wasser sollte kühl, aber nicht eiskalt sein, idealerweise liegt die Temperatur zwischen 16 und 20 Grad Celsius. Für Kleinkinder nehmen Sie handwarmes Wasser. Wringen Sie das Tuch gut aus und wickeln Sie es nun fest um den Unterschenkel. Darüber legen Sie als zweite Lage ein trockenes Frotteetuch. Lassen Sie den Wickel 15 bis 30 Minuten einwirken, wird er als warm empfunden, kann er erneuert werden. Anschliessend messen Sie die Temperatur, um zu prüfen, ob das Fieber gesunken ist.



Essigsocken

Essigsocken sind ebenfalls ein altbekanntes Hausmittel bei Fieber. Essig regt die Durchblutung an und gilt als fiebersenkend. Für das klassische Hausmittel brauchen Sie lediglich ein Paar Socken, Apfelessig und lauwarmes Wasser.

Anwendung

Geben Sie 2 Esslöffel Apfelessig in 1 Liter lauwarmes Wasser. Tauchen Sie nun ein Paar Socken aus Baumwolle oder Wolle in das Bad und drücken Sie diese anschliessend nur leicht aus. Die nassen Socken ziehen Sie an, gefolgt von einem trockenen Paar darüber. Lassen Sie die Socken nun 10 bis 15 Minuten einwirken, bevor Sie sie wieder ausziehen.

Ist das Fieber nicht gesunken, kann die Behandlung wiederholt werden, jedoch nicht mehr als einmal. Bei Schüttelfrost oder kalten Händen und Füssen dürfen Essigsocken nicht verwendet werden.

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Hausmittel bei Halsschmerzen

Heiserkeit, ein Kratzen im Hals oder Schluckbeschwerden – Halsschmerzen haben viele Facetten und beeinträchtigen das Wohlbefinden. Einige natürliche Mittel versprechen wohltuende Linderung. Lutschbonbons, Gurgeln und Halswickel gehören zu den bewährten Hausmitteln. Weiter ist es wichtig, genügend Wasser oder ungesüssten Tee zu trinken, auch wenn das Schlucken beschwerlich ist.

Kartoffelwickel bei Husten und Halsschmerzen

Kartoffeln speichern Wärme besonders lang, weshalb sie sich gut für eine warme Auflage eignen. Das traditionelle Hausmittel wird bei Halsschmerzen und Husten eingesetzt. Ein Kartoffelwickel regt die Durchblutung an und gilt als schmerzlindernd und verspannungslösend.

Anwendung

Zerdrücken Sie ungeschälte, weichgekochte Kartoffeln und wickeln Sie diese in ein Küchentuch. Sobald der Wickel eine angenehme Temperatur erreicht hat, können Sie ihn um den Hals legen und mit einem Halstuch oder Schal fixieren.

Quarkwickel bei Halsschmerzen und Schluckweh

Quark beinhaltet Milchsäure, die Entzündungsstoffe bindet und damit deren Ableitung fördert. Die feuchte Kälte des Wickels hat zudem abschwellende und schmerzlindernde Effekte. Ein Quarkwickel eignet sich besonders bei akuten Halsschmerzen, Schluckbeschwerden oder geschwollenen Lymphknoten.

Anwendung

Verwenden Sie dafür zimmerwarmen oder gekühlten Magerquark, den Sie auf ein Küchenhandtuch streichen. Legen Sie nun den Wickel auf, bedecken Sie ihn mit einem Zwischentuch und fixieren Sie alles mit dem Aussentuch. Sie können den Wickel auf der Haut lassen, solange er als angenehm empfunden wird oder bis er eingetrocknet ist.

Gurgeln bei Halsschmerzen






Gurgeln hilft bei verschiedenen Beschwerden im Mund- und Rachenraum. Es bezeichnet das längere Spülen von Mund und Rachen meist mit Wasser, angereichert mit Salz, Kräutern oder ätherischen Ölen. Bei Halsschmerzen haben sich einige Zusätze besonders bewährt.



  • Salz: Das Gurgeln mit Salzwasser soll gereizte Schleimhäute beruhigen und auch bei Halsschmerzen für Linderung sorgen. Es wird als desinfizierend, entzündungshemmend und antibakteriell beschrieben. Mischen Sie einen Teelöffel Salz mit 250 ml lauwarmem Wasser. Rühren Sie gut, bis sich das Salz vollständig aufgelöst hat.
  • Thymian: Thymiantee lässt sich bei Halsschmerzen ideal zum Gurgeln verwenden. Das Kraut gilt als entzündungshemmend und krampflösend.
  • Salbei: Das mediterrane Kraut gilt als entzündungshemmend und antibakteriell. Salbei wird oft bei Halsschmerzen und Entzündungen im Mund und Rachenraum verwendet. In der Schwangerschaft ist jedoch Vorsicht geboten. Salbei sollte dann nur in geringen Mengen und nicht über einen längeren Zeitraum konsumiert werden. Das im Salbei enthaltene Tannin hat eine zusammenziehende Wirkung, die dazu führen kann, dass sich der Uterus zusammenzieht. Salbei enthält ausserdem Thujon, der in hoher Dosierung giftig ist.

Gesundheitstees bei Halsweh

Honig und Zitrone

Zitrone ist reich an Vitamin C, das einen wichtigen Beitrag für unser Immunsystem leistet. Heisse Zitrone gilt ausserdem als bewährtes Hausmittel bei Halsschmerzen. Wichtig ist, dass Sie den Zitronensaft nicht mit kochendem Wasser übergiessen, da sonst wichtige Vitalstoffe verloren gehen. Verwenden Sie stattdessen warmes Wasser. Süssen Sie nun den Tee mit einem Teelöffel Honig, um zusätzlich von dessen antiseptischen und desinfizierenden Eigenschaften zu profitieren.

Salbei und Kamille

Den beiden Kräutern werden entzündungshemmende und beruhigende Eigenschaften nachgesagt. Sie eignen sich somit sehr gut zur Linderung bei Halsschmerzen. Für eine einfache Zubereitung mischen Sie jeweils 1 Teelöffel der beiden Kräuter und lassen Sie den Tee zugedeckt 10 Minuten ziehen. Beachten Sie auch hier, dass während der Schwangerschaft Salbei mit Vorsicht zu geniessen ist.

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Hausmittel bei Ohrenschmerzen

Ohrenbeschwerden sind schmerzhaft gehen oft mit einem allgemeinen Krankheitsgefühl, Fieber und Hörproblemen einher. Schmerzen im oder am Ohr sind häufig auf eine Mittelohrentzündung zurückzuführen. Diese folgt oft auf einen viralen Infekt wie eine Erkältung oder Grippe, teilweise mit Nasennebenhöhlenentzündung. Bewährte Hausmittel helfen, die Symptome bei Ohrenschmerzen zu lindern.

Zwiebelsäckchen gegen Ohrenschmerzen

Wer schon einmal eine Zwiebel geschnitten hat, kennt die Schärfe der Zwiebel, die auch mal zu Tränen oder einer laufenden Nase führen kann. Diese Wirkung lässt sich nutzen, um Sekrete im Mittelohr zu verflüssigen und ablaufen zu lassen. Die Zwiebel enthält ausserdem sogenannte Alliine. Diese wirken wie ein natürliches Antibiotikum gegen krankheitserregende Keime. Die Küchenzwiebel gilt als schmerzlindernd und entzündungshemmend.

Anwendung

Schneiden Sie eine rohe Zwiebel in feine Würfel oder Scheiben und geben Sie diese in ein Mull- oder Stofftaschentuch. Erwärmen Sie den Wickel auf einem Pfannendeckel oder in einer Schüssel im Wasserbad. Legen Sie das warme Säckchen auf das Ohr, achten Sie dabei darauf, dass der Knochen hinter dem Ohr ebenfalls zugedeckt ist, und binden Sie den Wickel mit einem Tuch fest.

Hausmittel und ihre Grenzen

Hausmittel unterstützen bei einfachen Erkältungs- und Grippebeschwerden. Sie bieten Linderung und machen den Genesungsprozess angenehmer. Dauern die Symptome länger an oder verschlimmern sie sich, sollten Sie jedoch einen Arzt konsultieren.

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